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Mutmaßlich entführte Vierjährige: Wo sind Marias Eltern?
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Die vierjährige Maria gibt der griechischen Polizei Rätsel auf. Das blonde Mädchen, das bei einem Roma-Paar gefunden wurde, gilt den Beamten als Entführungsopfer. Die leiblichen Eltern haben sich bisher nicht gemeldet, das Kind schweigt. Mutmaßlich entführte Vierjährige: Rätsel um das Mädchen Maria - SPIEGEL ONLINE

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keksguru 20.10.2013, 11:05
90. und wenn das Kind nicht entführt wurde?

im ersten Artikel hieß es sie spricht nur Roma und ein paar Worte Griechisch, jetzt heißt es sie spricht von beidem nur ein paar Worte.... einige Kinder reden halt nicht mit Fremden... ein entführtes Kind würde doch irgendwann mal was in seiner Muttersprache sagen, oder? Allerdings ist das wirre Beziehungsgeflecht ihrer "Gastfamilie" schon sehr sehr verdächtig.

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c++ 20.10.2013, 11:26
91.

Zitat von Daedalon
Ich habe in Rumänien ein uneheliches Kind. Während der Schwangerschaft meiner Lebensgefährtin wurde uns angeboten, das Kind nach Geburt zu "übernehmen", da wir eben nicht verheiratet waren. Ich kann mir durchaus vorstellen, das eben aus diesem Grund Neugeborene freiwillig abgegeben/verkauft werden.
Aber finden sich da nicht wohlhabende Ehepaare, die sehr viel Geld für solche Kinder bezahlen? Und meist Ehepaare, die keine eigenen Kinder bekommen. Dazu muss man das Kind nicht an Leute geben, die in europäischen Elendsquartieren leben.
Und welches Motiv hat ein Ehepaar, ein solches Kind aufzunehmen, wenn es selbst etliche Kinder hat, die es kaum ernähren kann?

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ttvtt 20.10.2013, 11:29
92. immer gleich das schlechteste denken

nicht genaues weiß man nicht...

warum wird hier nur immer von einer Entführung ausgegangen? wenn man mit dem Kind hätte großes Geld verdienen wollen, hätte man es gewiss bis zum alter von 2 jahren an westliche kinderlose paare gut verkaufen können. Betteln und spätere Prostitution können doch wohl aus entführungsgrund ausgeschlossen werden.

kann doch auch nicht so schwer sein, eine Baby oder Kindesentführung in Europa in den letzten vier jahren zu recherchieren, dafür bedarf es nur das Internet. Hat sich ja auch noch keine verzweifelte mutter gemeldet, die seit vier jahren ihr geraubtes Kind sucht.

mit scheint es am wahrscheinlichsten, dass die mutter eine (gezwungene) prostituierte ist, deren Zuhälter oder auch die mutter selbst, das Kind gleich nach der Geburt weggegeben haben. warum in diesem fall meine lieben mitforisten (die ja alle keine rassisten sind) nach abhacken von gliedmaßen schreien ist mir unverständlich. errinnert mich ein wenig an Lynchjustiz, aber wir sind ja alle so zivilisiert...

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Daedalon 20.10.2013, 11:38
93.

Zitat von c++
Aber finden sich da nicht wohlhabende Ehepaare, die sehr viel Geld für solche Kinder bezahlen? Und meist Ehepaare, die keine eigenen Kinder bekommen. Dazu muss man das Kind nicht an Leute geben, die in europäischen Elendsquartieren leben. Und welches Motiv hat ein Ehepaar, ein solches Kind aufzunehmen, wenn es selbst etliche Kinder hat, die es kaum ernähren kann?
In unserem Fall kam das Angebot von Akademikern aus der Hauptstadt die selbst seit Jahren ergebnislos versuchten eigene Kinder zu bekommen. Mir kam nur die Selbstverständlichkeit etwas ungewohnt vor, uns ein derartiges Angebot zu unterbreiten.

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dana_berlin 20.10.2013, 11:46
94. Viele Beiträge

sind ein Beispiel dafür, wie man Diskussionen nicht führen sollte... Interessant ist auch die Feststellung, dass das Kind seine "Eltern" liebe. Woraus bitte hat sich das ergeben? Und ich stelle hier noch ganz andere Vorurteile fest (Kind spricht nicht mit Fremden, ist schüchtern etc). Griechenland hat zwar wirtschaftliche Probleme, ich bin aber schon der Überzeugung, dass Kinderärzte und Kinderpsychologen mit Unterstützung von Sozialarbeitern, Dolmetschern etc. fachlich in der Lage sind, die Sprachfähigkeit und -willigkeit zu beurteilen. Und dass bei einer Polizeirazzia, bei der man andere Verbrechen verfolgt, nun eher zufällig über ein blondes Kind "stolpert" und nicht grundsätzlich alle Kinder überprüft, halte ich auch für normal und zulässig. Es ist auch angegeben worden, dass nun alle Kinder des Clans überprüft werden. Sicher wurde das Bild dieses Mädchens veröffentlicht, um eine Suche nach der Herkunftsfamilie zu beschleunigen. Rassismus und Vorverurteilung vermag ich hier nicht zu erkennen. Aber das ist wohl typisch für die Deutschen, dass wir selbst so schnell die Rassismuskeule schwingen und damit oftmals notwendige Diskussionen im Keim ersticken und Menschen, die andere Meinungen vertreten mundtot machen. Schade eigentlich. Die Anzahl der Kommentare zeigt doch aber deutlich, dass das Thema viele Menschen bewegt. Mögliche Vernachlässigung, keine Kenntnis der eigenen Wurzeln, evtl. auch Entführung.

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ladiavola 20.10.2013, 12:25
95. Erschreckend die Leserkommentare...

Zitat von sysop
Die vierjährige Maria gibt der griechischen Polizei Rätsel auf. Das blonde Mädchen, das bei einem Roma-Paar gefunden wurde, gilt den Beamten als Entführungsopfer. Die leiblichen Eltern haben sich bisher nicht gemeldet, das Kind schweigt.
Wunderbares Beispiel für Alltagsrassismus. Nur weil die Kleine blond und blauäugig ist, fiel sie bei der Razzia auf. Auch wenn das Paar, bei dem das Mädchen gelebt hat, durch festgestellte DNA Analyse nicht die leiblichen Eltern sind, heisst es doch noch lange nicht, dass sie entführt wurde!?!?! Das war übrigens bereits im Mittelalter ein gern genommener Vorwand gegen "Zigeuner". Viel wahrscheinlicher ist, dass dieses Mädchen als Mutter eine Roma hat (ja, rezessiv vererbt auch blond und blauäugig möglich), die sich aus der Not heraus prostituieren musste, mit einem hellen Nord-oder Mitteleuropäer oder Amerikaner. Laut Aussage eines Fachmanns für Roma-Migration, den ich zufällig kürzlich traf, gibt es in Bulgarien und Rumänien in den Roma-Lagern übrigens Hunderte blonde Kinder die von Freiern gezeugt wurden.....wenn also Maria braune Haare gehabt hätte, wäre sie überhaupt nicht aufgefallen! Ist das dann gerecht !?!?!?

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goldring 20.10.2013, 12:46
96. Sinti bzw. Roma

haben sich ihren Ruf selbst zu verdanken; sie werden auch nicht ausgegrenzt, sondern besorgen dies selbst. Und ja, ich bin kein Rassist, sondern Realist.

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Nicole1975 20.10.2013, 13:51
97. Das Wohl des Kindes

Selbst wenn das Kind ein Findelkind war, haetten die Roma es nicht einfach aufnehmen duerfen, um ihm ihre eigene Lebensphilosophie aufzuzwingen, sondern sich an die zustaendigen Behoerden wenden muessen. Bei allem Respekt vor fremden Kulturen, wenn ich ein Kind erziehe, dann masse ich mir auch an ueber sein spaeteres Leben zu entscheiden. Ich finde es schon schlimm genug, dass Roma-Kinder nicht die notwendige Bildung und Erziehung erhalten um sich als Erwachsene selbst entscheiden zu koennen ob sie die Roma-Traditionen fortfuehren wollen, das aber einem offensichtlich fremden Kind aufzuzwingen ist fuer mich nicht akzeptabel. Ob das Kind also enfuehrt oder angenomen wurde, die Familie hat sich in jedem Fall falsch verhalten.

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africa 20.10.2013, 14:46
98. Reportage

Vor einigen Jahren drehte ich eine Reportage über Prostitution in der Nähe von Teplice in Tschechien. Der Großteil der dort anschaffenden Mädchen waren Roma-Sinti, deren Kundschaft hauptsächlich aus dem deutschen Raum kam. Es ist folglich ohne weiteres möglich, dass Marias Vater ein unbekannter, blonder, deutscher Freier ist.

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cobaea 20.10.2013, 17:50
99. optional

Zitat von dana_berlin
sind ein Beispiel dafür, wie man Diskussionen nicht führen sollte... Interessant ist auch die Feststellung, dass das Kind seine "Eltern" liebe. Woraus bitte hat sich das ergeben? Und ich stelle hier noch ganz andere Vorurteile fest (Kind spricht nicht mit Fremden, ist schüchtern etc). Griechenland hat zwar wirtschaftliche Probleme, ich bin aber schon der Überzeugung, dass Kinderärzte und Kinderpsychologen mit Unterstützung von Sozialarbeitern, Dolmetschern etc. fachlich in der Lage sind, die Sprachfähigkeit und -willigkeit zu beurteilen.
Einer dieser Fachleute sagt in dem verlinkten Video, das Mädchen leide unter einem Schock. Da ist es relativ häifig, dass die Geschockten eine Zeitlang wenig oder gar nicht sprechen.

Zitat von dana_berlin
Und dass bei einer Polizeirazzia, bei der man andere Verbrechen verfolgt, nun eher zufällig über ein blondes Kind "stolpert"
Man ist nicht "zufällig" über das blonde Kind gestolpert - laut Bericht war das Kind zuvor beim Betteln aufgefallen. Bei der Razzia vermutete man dann auf Grund des Aussehens, dass das Kind eben nicht aus dieser Familie stamme. Und bei mehreren anderen Kindern ist inzwischen offenbar auch klar, dass sie andere biologische Eltern haben. Die müssen nun nicht zwangsläufig aus der gleichen Roma-Gemeinde stammen (können aber natürlich). Deshalb darf man durchaus auch die Frage stellen, weshalb eben nur nach den biologischen Eltern des blonden Kindes öffentlich gesucht wird. Wobei die Polizei dieses Vorgehen ja einfach erklären könnte, indem sie das z.B. begründen würde.

Zitat von dana_berlin
Aber das ist wohl typisch für die Deutschen, dass wir selbst so schnell die Rassismuskeule schwingen und damit oftmals notwendige Diskussionen im Keim ersticken und Menschen, die andere Meinungen vertreten mundtot machen.
Mit der "Rassismuskeule" haben solche Fragen wenig zu tun. Eher die in diesem Forum zahlreichen nicht eben neutralen Äusserungen über Roma.

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