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Mutmaßlich entführte Vierjährige: Wo sind Marias Eltern?
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Die vierjährige Maria gibt der griechischen Polizei Rätsel auf. Das blonde Mädchen, das bei einem Roma-Paar gefunden wurde, gilt den Beamten als Entführungsopfer. Die leiblichen Eltern haben sich bisher nicht gemeldet, das Kind schweigt. Mutmaßlich entführte Vierjährige: Rätsel um das Mädchen Maria - SPIEGEL ONLINE

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herr_wurst 20.10.2013, 09:45
70. Schon richtig, aber

Zitat von Dr.W.Drews
Wenn es noch eines Beweises bedurfte, daß die europäische Idee, jene Kopfgeburt heimatloser Eliten, gescheitert ist haben wir hier einen weiteren Beleg für den Bankrott. Die grundlegendsten Errungenschaften, die in Deutschland seit dem tiefsten Mittelalter funktionieren, sind in Griechenland und dem restlichen Balkan Gegenstand von Korruption und Bestechung. Kinder sind nichts als eine Ware, ein Werkzeug um Geldzu verdienen. Man kann Kinder kaufen und verkaufen und davon seinen Lebensunterhalt betreiten.
Die Missstände, die sie beschreiben, sind nicht Kennzeichen einer "fremden Kultur", die in einem Gegensatz zur "ordentlichen deutschen Kultur" stehen. Was diese Roma mit Kindern tun ist heutzutage in Griechenland ein Verbrechen Einzelner, das ja auch von Staatsorganen aufgedeckt wurde und nun sanktioniert wird. Vor 70 Jahren in Deutschland war ein solches Verhalten (Kindsraub) offizielles Vorgehen des Staates, etwa in den Lebensborn-Heimen, in die blonde Kinder mißliebiger Eltern verschleppt wurden um anonymisiert bei Pflegeeltern aufzuwachsen.
Es ist nicht so, dass wir moralisch uns gegenüber anderen Ländern irgendwie besser zu fühlen hätten, schon gar nicht seit dem Mittelalter.

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Spiegelleserin57 20.10.2013, 09:47
71. Woher wissen Sie das?

Zitat von kerstin.schliebs
Ich finde diesen Fall unglaublich! Da ist ein ungefähr 4-jähriges Mädchen, dass wahrscheinlich nicht mal weiß, woher es eigentlich kommt und wer ihre leiblichen Eltern sind! Und das schlimmste ist auch noch, dass niemand sie anscheinend bisher vermisst! Unglaublich finde ich auch, dass die "Eltern" Geld für sie vom Staat bekamen und die Behörden fragen da nicht nach, obwohl es Unstimmigkeiten gab? Ich hoffe, dass die leiblichen Eltern bald gefunden werden, denn dieses Mädchen braucht sie!
Kindeswohl steht an 1. Stelle ABER niemand scheint zu wissen wen das Kind vermisst. Wenn es seine leiblichen Eltern nicht kennt wird es sie nicht vermissen. Entscheidend ist zu wem das Kind wenn überhaupt eine Beziehung hat.

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SystemAdé 20.10.2013, 09:52
72. Ick kann einfach nicht verstehen

wieso so viele Leute hier im Forum die Roma so in Schutz nehmen oder das Thema mit fritzel oder Deutschland vergeleichen. Natürlich gibt es sowas hier auch, aber im Einzelfall und nicht systematisch in die Lebenskultur eingebunden. Ich war früher (ca. 15 Jahre) sehr gut mit einem Roma jungen befreundet den ich vom "Bolzplatz" kannte. Sein Clan lebte schon einige Zeit hier, jedenfalls lebten sie in einem hochhhaus und die Familie des jungen hatte 5 Stockwerke besetzt. Zwischen diesen 5 Stockwerken herrschte das reine chaos, dem jungen wurden mehrmals während unserer Bekanntschaft sämtliche Gliedmaßen gebrochen um Geld von der Versicherung und mehr Mitleid beim Betteln zu erhalten. Sein Vater hatte einen schlimmen buckel warsomit behindert, bezog behinderten stütze, seine Mutter wog 210 Kilo und galt somit ebenfalls als behindert... Trotzdem verkaufte sein Vater schwarz Autos fuhr Benz etc... Und jetzt komm mir niemand mit sie haben das Kind geliebt lol... Es ist wie es hier schon vorher geschrieben wurde reichtum Auf kosten der eigenen Leute!!! Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!!!

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gruenbonz 20.10.2013, 09:54
73. @westenmax: hier liegt ein Verbrechen vor.

Zitat von westenmax
Nochmals, liebe Forumsteilnehmer. Empörend ist, dass Kinder unter solchen schlechten Umständen aufwachsen müssen. Der Staat tut da zuwenig, den Familien zu helfen. Falls sich heraustellt, dass das Kindeswohl tatsächlich gefährdet ist, sollte eingegriffen werden. Auch, wie z.B. in Deutschland, mit temporärer Herausnahme der Kinder. Es gibt in einem Land wie Griechenland auch Roma-sprechende Pflegeeltern. Die Eltern des Kindes sind offenbar in Sozialbetrug verwickelt. Und die Adoption der kleinen Maria ist offenbar am Gesetz vorbei gelaufen. Wahrscheinlich hätte eine Familie mit solchen Existenzproblemen und offenbaren Mängeln in der Kinderversorgung auf legalem Weg das Kind niemals adoptieren können. Aber ein Kinderraub ist weder bewiesen, noch mit hoher Wahrscheinlichkeit wahr. Ein Verdacht, dass die Findelkind-Geschichte der Eltern gelogen ist, ist allerdings tatsächlich da. Finde es gut, dass man genauer nachfragt, aber deswegen die Leute gleich ins Gefängnis werfen ist ziemlich krass. Ich vermute, dass da jahrhundertealte Zigeuner-Klischees in Griechenland eine große Rolle spielen. Ein Klischee, wo die Griechen übersehen, dass es auch in ihrer Ethnie Frauen gibt, die aufgrund sozialer Lage, Jugend oder psychischen Störung ihr Kind nicht wollen und Fremden anvertrauen. Dieses Findelkind-Phänomen ist zwar in Westeuropa selten geworden, man stößt aber in Ländern der Peripherie, wo staatliche Ordnungen wenig ausgeprägt sind, ziemlich häufig darauf. Wieso denn nicht auch in Griechenland?
da, die Eltern die Herkunft des Kindes nicht einwandfrei belegen können. Sie sollten Ihren Kuschelautomatismus dämpfen. Die individuelle Schuld kann in diesem Fall nicht wie üblich delegiert werden.

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dana_berlin 20.10.2013, 10:06
74. Keine Kindesmisshandlung?

Es ist erstaunlich, dass viele Forumsbeiträge nichts direkt mit dem Thema zu tun haben. Ungeachtet aller Vorurteile und der Frage, wie die "Eltern" zu diesem Kind gekommen sind, stellt jedoch ein mangelnder Sprachschatz auf jeden Fall eine Vernachlässigung bzw. psychische Misshandlung dar. Wenn auch nur mit dem Kind ausreichend gesprochen worden wäre, könnte sie sicherlich mehr Wörter. Und eine 4jährige, die betteln gehen muss? Wann konnten die Kinder spielen? Deshalb fand vermutlich auch kein Spracherwerb durch andere Kinder statt. Und der Fall zeigt auf jeden Fall auch exemplarisch, warum Geldleistungen in diesen Fallen nichts nützen und in den Familien nicht der Zweckbestimmung entsprechend genutzt werden. Das Geld wird an die Clanoberen abgeliefert und für den Lebensunterhalt muss gebettelt oder mit anderen Aktionen gesorgt werden. Aber ein kindgerechtes Leben war das auf jeden Fall nicht. Soweit jetzt hier wieder auf andere Verbrechen gegen Kinder in Westeuropa hingewiesen wird, hat das mit dem vorliegenden Fall nichts zu tun. Es ist keine Pauschalverurteilung, kein Vorurteil, sondern wie überall in einem Rechtsstaat: Wenn Zuwiderhandlungen festgestellt werden, werden sie verfolgt und Massnahmen für das Kindeswohl getroffen. Nicht mehr und nicht weniger.

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natthias 20.10.2013, 10:11
75.

Der ganze Fall sagt doch weniger über die Roma aus, sondern in seiner Aufnahmen über den tief sitzneden Rassismus der Deutschen.
Die Kommentare sind zum größten Teil Erschreckend.
Auch wenn man noch so oft betont kein Rassist zu sein so sollte man sich doch die Frage ob man, per defintion nicht doch einer ist wenn man eine ganze Volksgruppe anhand eines Einzelfalls verurteilt.
Und wer macht denn hier Kinder zu seinem Werkzeug?
Warum es gerade ein Volk trifft das sowieso auf den Müllhalden Europas sein dasein fristen muss ist genauso schleierhaft wie die überraschende Kinderfreundlichkeit der Deutschen(die ja offiziell als kinderfeindlich eingestuft werden).
Zumal es sich um einen noch ungeklärten Fall handelt.
Wer wissen will wie es zu Progromen kommen kann braucht sich nur die Berichterstattungen und den anhängenden Schwanz an Kommentaren anzuschauen.

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Deep Thought 20.10.2013, 10:13
76. Wenn das Kind die Sprache der

... kann es noch nicht allzu lange dort leben, sondern wurde vor nicht allzu langer Zeit dorthin verbracht.

Es ist fast unmöglich, bei einigermaßen normal intelligenten Kindern in dem Alter von ca. 4 JAhren die automatische Sprachentwicklung mit Lernen der Sprache der Umgebung zu verhindern.

Einzige Möglichkeit der Verhinderung wäre die totale Isolation des Kindes in seiner "Gastfamilie", was dann wohl kaum mit "liebe" zu tun hätte, sondern mit FOLTER bzw Misshandlung.

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suplesse 20.10.2013, 10:17
77. Stab brechen!

Einfach nur als kleiner Hinweis: Es ist noch nichts erwiesen. Erwiesen ist es erst, wenn die "Eltern" rechtkräftig verurteilt wurden. Aufgrund von Vermutungen und Behauptungen darf niemand verurteilt werden. Vielleicht ist ja das Kind von ihren leiblichen Eltern ausgesetzt( verkauft ) worden. Dann sieht der Fall schon ganz anders aus.
Ich finds immer wieder toll, wenn Vorurteile ihre scheinbare Bestätigung finden, wird sofort losgehetzt. Aber das liegt wohl in der menschlichen Natur.

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inci2 20.10.2013, 10:21
78.

Zitat von Jan B.
Ahja..die Version des Roma-Paares ist natürlich gelogen und das was die Polizei VERMUTET kann nur wahr sein. Komisch ich hab schon mal davon gehört, dass auch in Deutschland Mütter ihre Babys in den Müll geworfen haben, weil sie mit der Situation überfordert waren. Aber das ein Roma-Paar ein nicht gewolltes Kind aufnimmt...NEIN NIEMALS! Übrigens würde dazu auch die Sache mit den gefälschten Geburtsurkunden passen, denn legale hätte das Paar ja gar nicht bekommen können. Wäre es also möglich, dass man erst einmal die Herkunft des Mädchens bestimmt, bevor man wieder auf Roma und die EU schimpft.


Vielleicht wurde das Kind ja tatsächlich ausgesetzt und zufällig gefunden. Daß Kinder einfach ausgesetzt werden, kommt ja auch bei uns vor. Trotz Babyklappen.

Am interessantesten fand ich allerdings den Hinweis auf die große Anzahl von Roma in Griechenland und erschütternd die Tatsache, daß rund 80% dieser Menschen Analphaten sind.

Ich nehme mal an, die leben schon lange in Griechenland, und somit schon länger in der EU als Roma in Bulgarien und Rumänien. Wie kann es sein, daß in einem EU-Land eine doch recht große Population einer Minderheit so durch den Rost fällt?

Ist eigentlich niemandem aufgefallen, daß das Haar des Kindes 2-farbig ist? Die Zopfenden sind dunkel, der Ansatz bis zur Hälfte der Haare, blond. Und das blond sieht verdammt nach Chemie aus.

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westenmax 20.10.2013, 10:28
79. Straftaten liegen vor

Zitat von
Hier liegt ein Verbrechen vor, da die Eltern die Herkunft des Kindes nicht einwandfrei belegen können.
Leider ist ein Verbrechen noch nicht nachgewiesen. Nachgewiesen sind Straftaten, wie Sozialbetrug, Urkundenfälschung, etc. . Straftaten, die eine längere Untersuchungshaft kaum rechtfertigen. Die kleine Maria wurde außerhalb des gesetzlichen Verfahrens adoptiert und hätte auch innerhalb dessen niemals an das Elternpaar gehen dürfen. Diese können nicht mal für sich selbst sorgen und leben vom kriminell beanspruchten Kindergeld. Außerdem ist die Kinderversorgung wohl nicht gegeben. Ein Amt hätte schon längst eingreifen müssen. Aber eine Entführung ist weder belegt, noch sehr wahrscheinlich, aber möglich. Was machen Forumsteilnehmer, wenn sie erfahren, dass eine Mutter tatsächlich das Kind aus freien Stücken weggegeben hat?

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