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Mysteriöse Verbrennung von Körperteilen: Was geschah im Regensburger Krematorium?
Jürgen Loesel/ Visum

Wurden im Regensburger Krematorium heimlich Organe und Gliedmaßen entsorgt? Zeugen berichten von illegaler Leichenverbrennung.

swenschuhmacher 20.02.2017, 07:08
1.

Ein Fall, der auf den ersten Blick fast schon als würdig für den Tatort wirkt, aber auf den zweiten Blick dann doch nicht spannender als die illegale Entsorgung von Bauschutt im Wald. Eine Firma spart auf kreative Weise Kosten. Die mit "bayerischer Gemütlichkeit" ermittelnden Beamten haben wahrscheinlich Wichtigeres zu tun.
Ein wenig makaber ist es natürlich schon, sich vorzustellen, dass die Urne eines verstorbenen Verwandten vielleicht nicht nur dessen sterbliche Überreste, sondern auch noch das amputierte Bein eines Unbekannten enthält. Aber es ist alles Asche. Wie heißt es doch treffend am Aschermittwoch: Von Staub bist du genommen, und zu Staub kehrst du zurück!

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Peter Guthörl 20.02.2017, 07:36
2. Vorgaben ?

Wie sind den Körperteile gesetzlich eingestuft ? Normaler Abfall ? Entsorgungsnachweis ? Bestattungspflicht, wenn sie einen bestimmten Umfang überschreiten ?

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Orest L 20.02.2017, 07:48
3. Schreibfehler

Der Fehler ist in der Mitte des 4 Absatzes und bezieht sich auf "klaubt".

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nurmeinsenf 20.02.2017, 08:36
4. Pietät und zugelassene Abfallbeseitigung

Letztlich ist es mehr das schiere Wissen, daß bei dem Verstorbenen eine "fremde Leber" im Sarg gelegen haben mag, in der Asche - die zum überwiegenden Teil zermahlene Knochenreste sind - dürfte davon nichts übriggeblieben sein. Es ist eine erstaunliche Empfindlichkeit um das, was letztlich im Feuer verbrannt wird. Unappetitlich ist das Geschäft ohnedies. Und ein solches ist es, wenn ich von "Sondertarifen für den Urnenversand" lese, oder von speziell zugelassener Abfall(!)beseitigung. Abfallverwertung Augsburg GmH klingt jetzt auch eher prosaisch. Es will halt jeder noch was mitverdienen, bei diesem besonderen Geschäft.

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Spiegelleserin57 20.02.2017, 09:16
5. eine recht unappetitliche Form der Einäscherung ????

was hat Appetitlichkeit mit der Verbrennung von Leichen oder Leichenteilen zu tun? Nichts!
Man kann allenfalls bemerken dass das Verbrennen von Körperteile mit einzelnen Leichen wohl nicht gestattet ist. Diese Sollten, wenn es sich um Kliniksabfälle handelt getrennt entsorgt werden. Wahrscheinlich gibt es hierfür gesonderte Vorschriften.
Außerdem sollten sich alle Hinterbleibenen darüber im Klaren sein dass sich die Asche zwischen den Verbrennungen nicht genau trennen lassen wird.
Niemand wird den Ofenschacht genau nach jeder Verbrennung säuberlich reinigen.
Über die schwarzen Schafe gibt es ein gutesBuch: todsichere Geschäfte.
Was mich immer wieder erstaunt ist dass sich so wenig Menchen mit diesen Themen die ja nun jeden betreffen beschäftigen.
Kontrollen werden in diesen Bereichen wohl kaum erfolgen und letztendlich wird heute bei Beerdigungen auch gespart.
Viele Einäschungen erfolgen längst nicht mehr in Deutschland und die Asche wird nach der Verbrennung zurück zum Bestattungshaus transpotiert.
Mittlerweile existieren Sammeltransporte zu den Krematorien im Ausland.
Trotz der Trauer sollten Angehörige die Beerdigung auch kritisch als ein Geschäft betrachten und einen Auftrag den sie erteilen.

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ruhepuls 20.02.2017, 09:27
6. Tod ist

Zitat von Spiegelleserin57
was hat Appetitlichkeit mit der Verbrennung von Leichen oder Leichenteilen zu tun? Nichts! Man kann allenfalls bemerken dass das Verbrennen von Körperteile mit einzelnen Leichen wohl nicht gestattet ist. Diese Sollten, wenn es sich um Kliniksabfälle handelt getrennt entsorgt werden. Wahrscheinlich gibt es hierfür gesonderte Vorschriften. Außerdem sollten sich alle Hinterbleibenen darüber im Klaren sein dass sich die Asche zwischen den Verbrennungen nicht genau trennen lassen wird. Niemand wird den Ofenschacht genau nach jeder Verbrennung säuberlich reinigen. Über die schwarzen Schafe gibt es ein gutesBuch: todsichere Geschäfte. Was mich immer wieder erstaunt ist dass sich so wenig Menchen mit diesen Themen die ja nun jeden betreffen beschäftigen. Kontrollen werden in diesen Bereichen wohl kaum erfolgen und letztendlich wird heute bei Beerdigungen auch gespart. Viele Einäschungen erfolgen längst nicht mehr in Deutschland und die Asche wird nach der Verbrennung zurück zum Bestattungshaus transpotiert. Mittlerweile existieren Sammeltransporte zu den Krematorien im Ausland. Trotz der Trauer sollten Angehörige die Beerdigung auch kritisch als ein Geschäft betrachten und einen Auftrag den sie erteilen.
In unserer - ach so modernen - Welt ist der Tod ein Betriebsunfall, etwas, was da eigentlich nicht sein sollte. Daher beschäftigt man sich erst damit, wenn man muss oder durch "Einschläge in der Nähe" dem Thema nicht mehr ausweichen kann. Und schon gar nicht mag man sich mit den "unappetitlichen" Begleitumständen wie Leichenaufbereitung, Verbrennung oder Verwesung beschäftigen. Friedhofsbetreiber und Bestatter müssen daher immer einen Mantel der Pietät über die realen Vorgänge halten. Kommt dann mal die Realität an die Öffentlichkeit, ist das Geschrei groß.

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a.wimmel 20.02.2017, 09:40
7.

Zitat von Orest L
Der Fehler ist in der Mitte des 4 Absatzes und bezieht sich auf "klaubt".
Kann sein, muss aber nicht! Siehe Verb "klauben".

MfG

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