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Mythos Intelligenz: "Gehirnjogging ist Humbug"
Corbis

Männer sind schlauer als Frauen, Schule macht dumm und Hitler war hochbegabt - Intelligenzmythen gibt es viele. Doch welche halten wissenschaftlicher Betrachtung stand? KarriereSPIEGEL enttarnt die größten Schlauberger und die dümmsten Klischees. Intelligenz-Mythen im Check: Zwischen Klischee und Wahrheit - SPIEGEL ONLINE

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ernstrobert 06.05.2013, 23:45
330. kollektive Identität?

Zitat von test-user
Es ekelt mich,... Möglicherweise fehlt mir jedoch die German Assertiveness, um mir darauf etwas einzubilden - mich für besser als andere zu halten. Nein, das überlasse ich mal lieber NPD-Dummköpfen, die damit Wahlkampf betreiben, von der erwiesenen Dummheit der Neger zu sprechen, aber im gleichen Atemzug ihre eigene unter .....
Die Beiträge dieses Forum belegen einen hohen Grad von Meinungsvielfalt, mit teilweise sehr kontroversen behauptungen.
Damit wird nebenbei die These von kollektiver Identität auf dem Gebiet von Intelligenz ad absurdum geführt.
Bitte reagieren Sie nicht sentimental, wenn es um geistigen Schlagabtausch geht, das ist Stilbruch, vor allem aber sollten Sie nicht durch kollektives Beleidigtsein oder kollektive Beleidigungen wie 'german assertiveness' den Wahn einer kollektiven Identität hier wieder auf den Thron heben. Danke.

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gapun 07.05.2013, 00:41
331. Tztztz...

Schon mal daran gedacht, das sich das Hirn in der Kindheit und Jugend entwickelt?
Diese Entwicklung ist erst mit ca. 21 Jahren abgeschlossen.
Alles was man bis dahin lernt, bzw. mit dem man sich auseinandersetzt bildet neue Synapsen und prägt das Hirn für spätere Problemlösungen. Deswegen hilft die Schulbildung bei der Bildung von Intelligenz, da hier ein breites Spektrum an Wissen die Hirnareale in der Entwicklung anregt. Späteres Training und lernen ist dann nur noch eine Erweiterung der Möglichkeiten um erlangte Intelligenz umzusetzen. Na Klar bekommt man auch eine ordentliche Portion von Hause (Genen) mit. Denn diese entscheiden, wie gut und wie lange neue Neuronale Verbindungen genutzt werden.
Und ja, auch die äußeren Rahmenbedingungen spielen eine Rolle. Von der Schwangerschaft an, vor allem in den ersten drei Monaten, spielt viel, was die Ernährung der Mutter angeht, ein Lebenlang auf die Gesundheit und Entwicklung des Menschen eine große Rolle.
Wirklich die Intelligenz zu messen ist sicher schwer, wenn man die äußeren Rahmenbedingungen außer acht lässt. Ist jemand Intelligent, der Tausende Bücher auswendig lernen kann? Oder ist der Intelligent, der kaum lesen und schreiben kann, dafür aber zu einem Problem eine Lösung findet die er selbst entwickelt hat?
Ich habe mehrere IQ-Test gemacht, machen müssen... Ergebnisse waren von... Bis... Je nach Tagesform. Angeblich könnte ich der Mensa beitreten.
Ich bin Leghasteniker und arbeite in der Technologie/Ausbdung/Entwicklung und musste mühselig viele Schulabschlüsse nachholen, weil es viele Vorurteile gab und gibt.
Ich weiß nicht, wie man Intelligenz messen kann. Aber eines weiß ich mit 100%iger Sicherheit.
Ich bin Schlau genug um zu erkennen, wie dämlich ich eigentlich bin... und das wünsche ich jedem Menschen.

... Lieber Gott, lass mich nicht doof sterben. Dafür brauche ich eigentlich noch ein zweites Leben. Mindestens...

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rational_bleiben 07.05.2013, 01:18
332.

Zitat von brucewillisdoesit
Nun es gab da dieses nette Experiment des Hrn Polgar, er wollte genau dieses untersuchen, und hat es getan, indem er versuhte seine 3 Töchter zu brillanten Schachspielerinnen zu machen. (...) Damit gibt es zumindest starke Indizien, das eine frühzeitige intensive Erziehung durchaus zu Höchstleistungen führen kann, zumindest dann wenn es voraussichtlich keine positive genetische Disposition gibt bzgl. der Leistung gibt.
Sie können bei einem Vater, der seine Töchter solch einem langjährigen und intensiven Unterfangen unterzieht, bereits von überdurchschnittlicher Intelligenz ausgehen, die er entsprechend an seine Töchter vererbt.

Allgemein sind Budapester Juden ein schlechtes Beispiel für ihre Behauptung, denn sie sind, wenn es denn wirklich intelligentere und weniger intelligente Ethnien gibt, die mit Abstand intelligenteste Ethnie der Welt. In wenigen Jahren (20er, 30er) haben alleine die Budapester Juden ein Dutzend Mathematiker, Physiker und Chemiker von Weltrang hervorgebracht. John von Neumann (einer der fähigsten Mathematiker aller Zeiten, ihr Rechner ist nach seinem Prinzip gebaut), Eugene Wiegner (Nobelpreis Physik), Edward Teller (Vater der Atombombe), Paul Erdös (die meisten Publikationen aller Mathematiker jemals), Leo Szilard (hat in der Chemie so ziemlich alles erfunden, wenn auch nicht selbst alles veröffentlicht), Thedore von Karman und weitere. Wir reden hier von Menschen eines Ranges a la Heisenberg oder Planck. Und schließlich die von Ihnen erwähnte beste Schachspielerin aller Zeiten, die einzige, die in der Weltrangliste der Herren geführt wird (Judith Polgar). Das ist einfach unglaublich, das schafft normalerweise ein Land von 100 Millionen Einwohnern in einem Jahrhundert, aber nicht die Minderheit einer einzigen Stadt in wenigen Jahren. Neumann, Szilard und Wiegner gingen sogar alle gemeinsam auf das Lutheranergymnasium, unglaublich. Die amerikanischen Wissenschaftler nannten sie "Marsians" (The Martians (group) - Wikipedia, the free encyclopedia), sie hielten sie scherzhaft für eine superintelligente außerirdische Spezies, die sich in Budapest als jüdisches Großbürgertum niederließ. :) Übrigens wurde auch die Filmindustrie in Hollywood maßgeblich von geflohenen Budapester Juden aufgebaut.

Hitler aber hatte mit diesen Herren (die alle an deutschsprachigen Universitäten studierten und einen deutschen kulturellen Hintergrund hatten) nichts besseres im Sinn, als sie zu Untermenschen zu degradieren!?!?!? Folgerichtig flohen sie alle in die USA, machten das Land zum Wissenschaftsstandort Nr. 1 und bauten u.a. nebenbei die Atombombe (Teller, Neumann, Szilard), was damals Science-Fiction war (einige von Ihnen sprachen sich übrigens auch gegen ihren Einsatz aus und wollten sie eher als Drohwaffe verstanden wissen).

Für Ihre These werden Sie sich eine andere Gruppe aussuchen müssen. :-) Und vom jüdischen Vorkriegsmilieu in Budapest könnten wir uns noch so einiges abgucken...

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emperor-of-mankind 07.05.2013, 01:23
333.

Wenn der Herr wirklich soviele Studien durchgeackert hätte wüsste er das der IQ nur mässig aussagekräftigist.

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rational_bleiben 07.05.2013, 01:27
334.

Zitat von Schäfer
Okay. Wenn's niemand tut, tu ich's. Meinen IQ von 80 konnte noch mehrmals unterbieten. Ich nenne aber immer gern den ersten Wert, weil ich nicht gern Aussenseiter bin.
Zitat von chrism1986
Die sehr interessante Arbeit von Rushton & Jensen (2010) mit dem Titel "James Watson’s most inconvenient truth: Race realism and the moralistic fallacy" ergibt folgende Daten für die IQs der Ethnien: Asiaten: 105 Europäer: 100 Indianer, Türken, Araber und Inder: 85-90 Afrikaner: 70 Aborigines und Buschmänner: 60
Ich rate zu strenger Vorsicht bei stark nach unten reichenden IQ-Werten. Nach unserer IQ-Definiton sind fast alle Aboriginies und Buschmänner sowie ein Großteil der Schwarzafrikaner schwachsinnig. Sieht man sich deren Sozial- und Gesundheitssysteme an, müssten sie jeden Monat 1/3 der Bevölkerung verlieren, bzw. längst ausgestorben sein. Sind sie aber nicht, ihre Bevölkerung ist konstant, steigt sogar z.T. stark an. Ganz so schwachsinnig, wie an diesen Zahlen eigentlich festzumachen, sind sie wohl also doch nicht. Ich glaube sogar, dass sie im tagtäglichen Leben besser improvisieren, als wir uns das vorstellen können.

Ich denke, diese Zahlen zeigen eher, dass man unseren Begriff der Intelligenz eben nicht einfach so auf andere Ethnien oder gar Jäger- und Sammlerkulturen übertragen kann.

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Deutsch-Brasilianer 07.05.2013, 01:58
335. Vielleicht gibt es verschiednen Arten von Intelligenz?

1. Schicken wir doch einmal unseren Professor Detlef H. Rost in den afrikanishcne Busch: da wird er ganz schnell feststellen, dass er dort eine andere Inetlligenz braucht, als irgendwelche Dreieckspielchen zu machen, oder mathematische Textaufgaben zu lösen.
2. Unsere klassischen Musikkomponisten mit äuserst komplexen Kompositionen und eine hohen Gabe von Abstraktion dies als Noten zu Papier zu bringen - hätten die IQ-Tests bestanden oder waren die einfach nur begabt?

3. Der Anthropologe Darrell Addison Posey hat herausgefunden, dass die Kayapó-Indianer für 150 Arten von Durchfall verschiedene Heilmittel und Behandlungsmethoden hatten - so weit ist die moderne Medizin noch nicht. Nur Erfahrungswerte oder systematische Wissensweitergabe, die wir nicht verstehen?
4. Robert Oppenheimer hat die Atombombe erfunden, verdammte sie allerdings, als er feststellen mußte dass damit tatsächlich Menschen umgebracht wurden. Fachidiot mit fehlender sozialer Kompetenz?

5. WIr haben Treibhauseffekt und Hungersnöte, Verteilungskonflikte. Die meisten Forschungsgelder gehen in Waffen und die Raumforschung, um einen Planeten mit Wasser zu finden, wohin wohl die Geldelite auswandert, wenn hier gar nichts mehr geht. Die Probleme der Menschheit hier am Boden zu lösen ist mit Sicherheit billiger. Ist das nun kollektive Intelligenz (mit Superschulsystem) oder Dummheit (über Pisatests eingeschränkte, trainierte Schmalspurdenker, wo diejenigen Kinder die ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten nachgehen, das ADHS-Syndrom angedichtet wird)? Finde es schwer da eine Grenze zu ziehen.
IQ-Tests sind nichts anderes als spezifische Eignungstests.
Gute Nacht!

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rational_bleiben 07.05.2013, 01:58
336.

Zitat von Robert A. C.
Nein, er hat ihre Argumentation entlarvt.
Ich denke, er hat viel mehr seine politische Gesinnung entlarvt.

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nosports28 07.05.2013, 03:37
337.

Selbst wenn Intelligenz auch durch das Maß aller bürgerlichen Dinge - die Fleißanstrengung - gesteigert werden könnte, würde das nichts daran ändern, daß es eben auch ohne geht. Jenem, dem diese Gabe in die Wiege gelegt wurde, blieben so folgende Möglichkeiten: Sich massiv anzustrengen, um aus möglichst großer Höhe auf die Fleißintelligenzler herabsehen zu können, und sich an ihrer Frustration zu ergötzen, oder aber sich mit geringem Aufwand immer leicht über ihnen halten, und ansonsten das Leben zu genießen.

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neu_ab 07.05.2013, 03:48
338.

Zitat von brucewillisdoesit
Nun es gab da dieses nette Experiment des Hrn Polgar, er wollte genau dieses untersuchen, und hat es getan, indem.....
Zufällig bin ich Schachspieler & kenne die Polgárs. Aber mit Intelligenz hat das alles nichts zu tun, was nicht heissen muß, daß die Polgarschwestern nicht nebenbei auch intelligent sind. Der springende Punkt ist, daß starke Schachspieler nur solche werden, wenn sie schon möglichst früh damit anfangen (ebenso wie etwa Violinenspieler). Klar kann es förderlich sein, als hochbegabt erkannte Kinder besonders zu fördern. Leider werden solche Ansätze durch grüne Gleichmacherei-Ideologie konterkariert.

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neu_ab 07.05.2013, 04:00
339.

Zitat von THINK
Ich muss sie enttäuschen, IQ Tests sind Humbug. Ein IQ Test misst nicht die Intelligenz (Was ist das?), sondern ausschliesslich, wie gut oder schlecht man diesen speziellen Test lösen kann.
Sie versuchen, das Phänomen Intelligenz wegzudiskutieren, oder wie? Irgendwie muß sich Intelligenz ja manifestieren, abfragbar sein. & genau dies leisten solche Tests. Sprich, genau das Lösen dieser Tests sagt am geeignetsten etwas darüber aus, wie intelligent der Getestete ist.

Zitat von
Es sollte sich in den letzten Jahrzehnten herumgesprochen haben, dass Psychologie mehr Fächern wie Astrologie, Graphologie, Kaffeesatzlesen etc. und nicht den Wissenschaften zuzuordnen ist.
Dann erklären Sie doch einmal, wieso manche Menschen (die intelligenteren nämlich) besser darin sind, bestimmte Muster zu erkennen, als andere. Ihre genanntenn Fächer korrespondieren eher mit Laberfächern wie Soziologie, wo nur Wischiwaschi geredet wird, ohne etwas Konkretes damit erreichen zu können. Intelligenztests dagegen können wenigstens eine qualitative Aussage darüber machen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Mensch später ähnliche Tests um die Themen mathematisches Verständnis, Geometrie, räumliches Denken oder sprachliche Kompetenz lösen können wird (etwa in einem bestimmten Job).











IQ Tests gehören wie Denksportaufgaben in nicht allzu ernstzunehmenden Zeitschriften und machen Spass.
Seriöse Personaler verwenden sie nur, weil sie etwas brauchen, an dem sie sich festhalten können.[/QUOTE]

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