Forum: Blogs
Nach Newtown-Massaker: US-Lehrer strömen in Waffenkurse
Getty Images

Nach jedem Amoklauf drängen sich die gleichen Fragen auf: Hätte er sich verhindern lassen? Wie hätten mehr Menschen überlebt? In den USA reagieren Hunderte Lehrer und Erzieher darauf auf recht bedenkliche Weise - und besuchen Waffenkurse. Amoklauf Newtown: Viele Lehrer in den USA belegen Waffenkurse - SPIEGEL ONLINE

Seite 14 von 23
mk70666 13.01.2013, 23:08
130. Logik

Zitat von Attila2009
Gut erkannt...
Ich habe mir alles nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und fasse jetzt mal die Kernaussagen IHRER letzten Beiträge hier nochmal zusammen:
1. Gewaltverbrecher begehen ihre Tat, egal welcher Waffen-Typ verfügbar ist.
2. Ein Messer ist ungefährlicher als eine Schusswaffe.
3. Schlechte Verfügbarkeit von Kampfpanzern, daher geringes Risiko von Panzer-Attacken.
4. Hohe Verfügbarkeit von Messern, daher hohes Risiko von Messer-Attacken.
5. Hohe Verfügbarkeit von Schusswaffen würde für mehr Sicherheit sorgen.

Habe ich Sie in allen Punkten richtig verstanden? Wenn ja, dann erklären Sie mir bitte Folgendes:
Wie können Sie aus 3. und 4. einfach auf 5. schließen (insbesondere unter Berücksichtigung von 2.)?
Wenn 1. und 2. gilt, wie schließen Sie dann auf 5. ?
Oder zusammengefasst: Ist 5. nicht ein völliger Widerspruch zur Gesamtheit aller anderen Punkte?

Beitrag melden
Attila2009 13.01.2013, 23:11
131.

Zitat von mk70666
Nach welchem Gesetz war das eine Straftat? Wie oft wurde diese "Straftat" seither wiederholt?
Ich hoffe doch nicht dass Sie die Atombombenabwürfe gegen Zivilisten als human befinden ?
Zitat von
Seufz... manchmal glaube ich wirklich, Sie habe zu viele Action-Filme gesehen.
Wer hat denn von Panzern angefangen zu lappen ?

Zitat von
Dagegen erhöhen Ihrer Meinung nach Schusswaffen durch leichtere Verfügbarkeit die Sicherheit. Seltsam...
Nein Ihr Trick zieht nicht. Schußwaffen sollen eben nicht so frei verfügbar sein wie Messer. Im Gegensatz zu Messern die jeder an sich nehmen kann und damit einen Vorteil gegenüber seinem Opfer erlangt, sollen Schußwaffen weiter nur an zuverlässige Personen legal abgegeben werden.

Bei Messern fragt Sie keiner im Baumarkt oder im Eisenwarengeschäft ob Sie vorbestraft sind und es macht auch keinen Sinn weil man das auch aus jedem Stück Stahl schleifen kann.
Also werden sich auch windige Gesellen damit bewaffenen.Wir können es nicht verhindern.

Damit potenzielle Opfer, das sind oft auch körperlich unterlegene Menschen die eben nicht weglaufen können (oder nicht wollen weil sie vielleicht noch Kinder bei sich haben) gegenüber einem Messerangreifer überhaupt eine Chance haben, sollten eben rechtstreue Bürger mit hoher Zuverlässigkeit die Möglichkeit haben geeignete Abwehrmittel zu erhalten.

Die windigen Gesellen dürfen weiter keine Schußwaffen bekommen -was sie aber oft nicht hindert das illegal zu tun.

Einer Frau (Krankenschwester etwa ) die Nachts vom Dienst kommt und in der Garage von jemanden mit Messer bedroht wird um sie zu vergewaltigen würde ich gerne eine Waffe zubilligen denn nur damit hat sie überhaupt eine reelle Chance.

Beitrag melden
mk70666 13.01.2013, 23:33
132. Rüstungswettlauf

Zitat von hesse1978
...Wie würden Sie denn versuchen 5 Leute davon abzuhalten einen Jungen tot zuprügeln? Mit netten Worten vielleicht?
Bei vereinfachter Verfügbarkeit von Schusswaffen haben dann nur dummerweise die 5 Leute wahrscheinlich auch welche. Was machen Sie dann alleine mit Ihrer Waffe? Ich ahne Ihre Antwort: wegen solchen Fällen müssen unbedingt auch vollautomatische Schusswaffen und Handgranaten frei verfügbar gemacht werden.

Beitrag melden
itchybod 14.01.2013, 01:44
133.

Zitat von Steuerzahler0815
punkt 1 ist unrealistisch punkt 2 ist in der tat ein problem punkt 3 risiko ist sehr gering punkt 4 dann würde er die waffe halt illegal mitnehmen... besitzen tut er sie oder so wenn er will und in anderen ländern löst man keine bahnsteigkarten vor revolutionen
Wäre ja nett, wenn Sie ihre Punkte auch begründen könnten.
Warum ist ein falscher Amokalarm unrealistisch?
Warum ist das Risiko einer Fehlbedienung gering? Jedes Jahr schießen sich Leute in den Fuß o.ä. oder töten sich mit vermeintlich ungeladenen Waffen. Gibt sogar einen Darwin Award für jemanden, dessen Dackel einen tödlichen Schuss ausgelöst hat.

Beitrag melden
itchybod 14.01.2013, 07:46
134.

Zitat von hesse1978
Wie lange braucht die Polizei im Durchschnitt um an einen Tatort zu kommen? Hören Sie mir doch damit auf. Die Polizei versucht doch in erster Linie Verbrechen aufzuklären. Nennen Sie mir ein paar Fälle wo die Polizei erfolgreich ein Verbrechen wie einen Mord verhindern konnte. Hätte die polizei evtl. den Mord in der Münchner U-Bahn oder am Berliner Alexanderplatz verhindern können. Ich denke nicht. Ein Passant, der ein Mittel dabei gehabt hätte, mit dem es ihm möglich wäre auch gegen mehrere bestehen zu können, aber schon. Wie würden Sie denn versuchen 5 Leute davon abzuhalten einen Jungen tot zuprügeln? Mit netten Worten vielleicht?
Naja diese Fälle schaffen es dann auch irgendwie nicht in die Medien.
Ich denke bei einem Amokalarm dauert es ca. 5-10 min, bis Polizei vor Ort ist. Daher würde es schon reichen, wenn die Klassenzimmer mit stabilen Türen ausgestattet wären und es eine codierte Amokdurchsage gäbe.
Außerdem wo soll das hin führen. Sie kaufen einen Tazer oder Pfefferspray. Die 5 Leute ziehen nach. Sie kaufen sich eine Pistole. Die Täter kaufen sich gleich ein Sturmgewehr....... Was kommt danach?
Es macht durchaus Sinn, dass der Staat ein Gewaltmonopol hat und im Idealfall die am Besten bewaffneten Männer vor Ort hat.
Einen anderen interessanten Punkt kratzt das aber an. Jedes Mal nach einem Vorfall kommen Forderungen wie: mehr Videoüberwachung, Verbot von Gewaltspielen oder Videos und technische Lösungen aller Art. Der Vorschlag einfach mal mehr Polizisten mit den Schuhen auf der Straße einzustellen kommt niemand. Das würde ja auch Geld kosten.

Beitrag melden
wulfr 14.01.2013, 08:24
135. Die Dynamik des Wilden Westens

hat offensichtlich die gesamten USA erfasst.

Beitrag melden
mffux 14.01.2013, 11:20
136. Warum sieht denn niemand...

...den übermässigen Verbrauch von Psychopharmaka? Prozac ist ein Mittel das sehr oft an "auffällige" Jugendliche verabreicht wird... Und Selbstmorde auslösen kann! Interessierte sollten nur mal die Schlagwörter Amoklauf Prozac in eine Suchmaschine eingeben.
Was bringt ein Waffenverbot? Dann nimmt man halt was anderes.

Beitrag melden
pfzt 14.01.2013, 12:44
137.

Zitat von Promethium
…Also Demütigungen spielen wohl eher eine untergeordnete Rolle.
Die ganze Sache scheint in der Tat sehr kompliziert zu sein, denn sie haben Recht, jeder Amoklauf war bisher doch irgendwie anders. Meine Theorie bezog sich auch eher hauptsächlich auf die sog. School Shootings, der Begriff und dessen fachliche Absetzung zum Amoklauf scheinen sich langsam in der Fachwelt durchzusetzen. Aber ich spekulier hier auch nur ins Blaue und finde, wie so viele, keine küchenpsychologisch taugliche Erklärung.

Zitat von Promethium
…Es wäre doch der Job der Psychologen "komische Einzelgänger" von extrem gefährlichen Amokläufern zu unterscheiden.
Das tragische an vielen dieser Vorfälle ist ja anscheinend gerade das genau die Psychologen versagt haben. Einige der Amokläufer waren vorher auffällig, einige sogar in Behandlung und die entsprechenden Psychologen haben diese sogar abgewimmelt, weil sie wahrscheinlich das Bedrohungspotential falsch eingeschätzt haben. Vielleicht werden, ähnlich bei den Medizinern, deren wahre Möglichkeiten von der Öffentlichkeit überschätzt.

Beitrag melden
Promethium 14.01.2013, 12:53
138. @mk70666

Zitat von mk70666
Genau solche Sachen meine ich mit "nichteinfachen Zusammenhängen".
Selbstverständlich ist es viel komplizierter! Die Klischee Argumente der Waffengegner platzen wie die Seifenblasen.
Seit 1986 werden die Waffengesetze in immer mehr US-Bundesstaaten liberalisiert aber die Mordrate ist seit dem um fast die Hälfte gesunken!
Jetzt muss sogar der letzte Bundesstaat (Illinois Heimatstaat von Obama) die Waffengesetze aufgrund eines Gerichtsurteils lockern!
Seit Obama gewählt wurde befürchten die Amerikaner strengere Waffengesetze und kaufen verstärkt Waffen aber die Mordrate sinkt (11%)!
Zeitgleich geht es den US-Bürgern in der Finanzkrise immer schlechter aber die Mordrate sinkt (16%)!

Alles was übrig bleibt sind diese Amokläufe die in den letzten Jahren gegen den sonstigen Trend zunehmen. Und auch da sollte schon klar sein, das die Waffen nicht das Problem sind, denn die gab es früher auch schon. Pumpguns gibt es z.B. seit 1897.

Zitat von mk70666
Man kann auch genauso in sozio-politischen Zusammenhängen in Israel wühlen, um Gründe für weniger Amokläufe zu finden, die nichts mit einer Aufrüstung der Bevölkerung zu tun hat.
Aber damit geben Sie schon zu, das andere Faktoren deutlich wichtiger sind als die Verfügbarkeit von Waffen! Und daraus schliesse ich, das die Diskussion ums Waffenrecht kontraproduktiv ist weil sie von den eigentlich wichtigen Faktoren ablenkt!

Zitat von mk70666
Ich mag Kameras auch nicht,...
Darum geht es nicht! Es geht darum das die dümmliche Verschärfung des Waffenrechts in Großbritannien KEINERLEI nachweisbaren postiven Effekt brachte! Ganz im Gegenteil steig die Mordrate in GB in den folgenden 10 Jahren dramatisch an und liegt heute noch deutlich über dem Durchschnitt in Westeuropa! Vielleicht hat sich die britische Polizei zu sehr darauf verlassen das die Klischeevorstellung "Weniger Waffen= weniger Morde" funktioniert und hat deshalb die eigentlich wichtigen Dinge verpennt? Ähnlich wie wir m.E. auch jetzt mit der Waffendebatte die eigentlich wichtigen Dinge zur Bekämpfung der Amokläufe übersehen.

Zitat von mk70666
Es ist schlicht und einfach eine Frage der persönlichen Grundphilosophie, ob man der Meinung ist, dass Aufrüstung welcher Art auch immer das Zusammenleben schöner und sicherer macht, ob man von einer Welt ohne Waffen träumt oder vom Kauf des nächsten Großkalibers. Ich bevorzuge den Traum einer Welt mit so wenig Waffen wie irgendmöglich.
Machen Verbote die Welt schöner? Sollen doch die Menschen so leben wie es ihnen gefällt!

Beitrag melden
Attila2009 14.01.2013, 13:03
139.

Zitat von mk70666
Ich habe mir alles nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und fasse jetzt mal die Kernaussagen IHRER letzten Beiträge hier nochmal zusammen: 1. Gewaltverbrecher begehen ihre Tat, egal welcher Waffen-Typ verfügbar ist. 2. Ein Messer ist ungefährlicher als ....
1 : Richtig
2 : Richtig
3 : Blödsinn
4 : Richtig
5 : eingeschränkt richtig

Ihre Überkreuzschlußfolgerungen funktioneren nicht weil Sie wesentliche Parameter ausblenden.
Mit dem Panzer brauchen wir gar nicht weiterdiskutieren. Das wäre aus aus Kostengründen und Umweltschutzgründen nicht praktikabel.
Die kollaterale Wirkung einer Panzerkanone und deren Gefahrenbereich muss ich nicht erklären außerdem ist es noch niemanden gelungen einen 60 Tonnen schweren Panzer in der Handtasche mit in die U-Bahn zu nehmen oder am Gürtel zu tragen.
Wir diskutieren doch bitte über machbare Verteidigung und nicht über Hirngespinste, ja ?
Zu Punkt 5 fehlt ein wichtiger Hinweis.

Schußwaffen sind schon hoch verfügbar. Der Schwarzmarkt gibt alles was Sie wollen. Produktion ist in einer technisierten hochentwickelten Welt mit guter Ausbildung kein Problem mehr.Das Wissen dazu ist nicht mehr auszulöschen.
Ich könnte eine Waffe nachbauen wenn ich wollte - ohne Nummer, vielleicht weniger präzis und haltbar aber sie wird funktionieren.

Ein Totalverbot befeuert den Schwarzmarkt - so wie bei der Prohibition in den 30 igern.


Hohe Verfügbarkeit von legalen Schußwaffen bei gleichzeitiger Trennung von unzuverlässigen Mitmenschen bringt mehr Sicherheit für zuverlässige Bürger und weniger Sicherheit für Spitzbuben mit Messern und illegalen Schußwaffen.
Das erkennt man in Östereich, Schweiz, Tschechien und vielen anderen Ländern.

Nun sagen Sie uns bitte wen Sie bevorzugen.

Beitrag melden
Seite 14 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!