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Namenswechsel bei Heirat: Ja, ich will nicht
Thilo Rothacker / DER SPIEGEL

Wie dämlich war ich nur? Anna Clauß bereut es zutiefst, den Nachnamen ihres Ehemannes angenommen zu haben. Es quält sie ein schrecklicher Verdacht: Sie hat sich als Frau dem Patriarchat unterworfen.

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Günther Jena 30.10.2016, 16:26
10. In Österreich gehts auch anders

In Österreich gehts auch anders. Mein früherer Nachname war Jehle, der meiner Frau Nagel. Wir wollten einen gemeinsamen Namen aber Doppelname kam nicht in Frage. Ich habe vor der Hochzeit dann meinen Nachnamen geändert in Jena, eine Kombination aus beiden Nachnamen. Ist wahrscheinlich in Deutschland auch möglich. Bei der Hochzeit hat dann meine Frau meinen neuen Nachnamen angenommrn. Wir sind sehr glücklich über die Lösung weil es für beide der gleiche Schritt war und beide ein Stück ihres alten Nachnamens mittragen. Sieht nicht jeder so, aber das kann ja jeder für sich entscheiden.

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spadoni 30.10.2016, 16:53
11. Namenswechsel

Ich hätte NIE UND NIMMER den Namen meines Mannes angenommen. Ich bin der Meinung, man wird geboren mit seinen Nachnahmen, den man ein ganzes Leben behalten soll. Es wäre eine schreckliche Vorstellung, ja fast eine Strafe, für mich mit dem Namen meines Ex-Mannes herumzulaufen!!!

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widower+2 30.10.2016, 17:01
12. Nein!

Zitat von Günther Jena
In Österreich gehts auch anders. Mein früherer Nachname war Jehle, der meiner Frau Nagel. Wir wollten einen gemeinsamen Namen aber Doppelname kam nicht in Frage. Ich habe vor der Hochzeit dann meinen Nachnamen geändert in Jena, eine Kombination aus beiden Nachnamen. Ist wahrscheinlich in Deutschland auch möglich. Bei der Hochzeit hat dann meine Frau meinen neuen Nachnamen angenommrn. Wir sind sehr glücklich über die Lösung weil es für beide der gleiche Schritt war und beide ein Stück ihres alten Nachnamens mittragen. Sieht nicht jeder so, aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Das ist in Deutschland nicht möglich. Namensänderungen gibt es nur bei wirklich triftigen Gründen. Zum Beispiel, wenn Sie durch Ihren Namen Diskrimierungen ausgesetzt oder der Lächerlichkeit preisgegeben wären.

Wie man sich freiwillig einen Doppelnamen zulegen kann, habe ich aber auch nie verstanden.

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Spiegelleser123 30.10.2016, 17:08
13. Ach du meine Güte...

...man sollte ja glauben, dass seit der (seinerzeit überfälligen) Änderung des ehelichen Namensrechts vor nunmehr 25 Jahren dieses Problem gelöst wäre. Jedem steht es seither bekanntlich frei zu heiraten und seinen Namen zu behalten, den Namen des Ehepartners anzunehmen oder eben als Bindestrich-Frau bzw. Bindestrich-Mann durch die Welt zu gehen. Damit sind die früher Benachteiligten aber mitnichten zufrieden. Jetzt liegt die Benachteiligung aus deren Sicht wohl darin, dass immer noch eine Vielzahl an Männern nicht bereit ist, ihren Namen aufzugeben und gleichzeitig immer noch eine erhebliche Zahl an Frauen sich dafür entscheidet, den Namen ihres Ehemannes anzunehmen. Eine wahrlich schrecklicher, schlechterdings untragbarer Zustand. Ich schlage vor, eine Online-Petition zu initiieren, dass es entweder Frauen ganz verboten wird, bei der Eheschließung oder während der Ehe ihren Geburtsnamen aufzugeben oder dies zumindest untersagt wird, solange nicht mindestens genauso viele Männer in einem Jahr ihrerseits den Namen ihrer Ehefrau annehmen. Was dieses Gender-Gedöns für Stilblüten treibt, ist einmal mehr unfassbar. Die Verfasserin sollte sich besser überlegen, warum sie ihre offensichtliche Unfähigkeit zur Durchsetzung ihrer Vorstellungen gegenüber ihrem eigenen Ehegatten öffentlich dikutieren muss. Sollen vielleicht die Leser dieses Artikels den Ehemann mit Protestbriefen überzeugen? Dieses öffentliche Eingeständnis des verlorenen Machtkampfs mit dem eigenen Partner und das larmoyante Gehabe ist einfach unerträglich.

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blablubber 30.10.2016, 17:08
14.

Zitat von spadoni
Ich hätte NIE UND NIMMER den Namen meines Mannes angenommen. Ich bin der Meinung, man wird geboren mit seinen Nachnahmen, den man ein ganzes Leben behalten soll. Es wäre eine schreckliche Vorstellung, ja fast eine Strafe, für mich mit dem Namen meines Ex-Mannes herumzulaufen!!!
Nur nebenbei: Nach einer Scheidung kann man jederzeit seinen vorherigen Nachnamen wieder annehmen.

So oder so finde ich es gut, dass man es heute mit den Nachnamen halten kann wie man will. Bei mir und meiner Frau war es so, dass ich keinen Doppelnamen wollte und meine Frau nicht wollte, dass ich ihren Namen annehme (wegen der Phonetiuk). So hat zwar meine Frau meinen Namen angenommen, aber wenn jemand da von dem Patriarchat schwafeln würde, würde ich ihn auslachen.

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at@at 30.10.2016, 17:41
15. Tja, was soll man sagen..?

In unserer Familie sind diverse Varianten vertreten, wobei mein Mann und ich unsere Namen jeweils behalten haben, eine Schwester hat den Namen ihres Mannes angenommen, eine andere ihren behalten und dafür heißt mein Schwager nun wie sie. Jeder wie er mag - zum Glück gibt es ja inzwischen alle Möglichkeiten.
Ich glaube auch weniger, dass Frauen den Namen des Mannes annehmen, weil sie sich unterwerfen, sondern in der Regel doch, weil sie die Tradition schätzen, so war es jedenfalls bei meiner einen Schwester. Oft spielt auch einfach eine Rolle, wie gut der Name klingt oder wie selten er ist oder auch, ob er eher positiv oder negaiv besetzt ist. Bei uns gab es die Namensdiskussion auch, aber mein Mann hat schnell begriffen und auch respektiert, dass ich seinen Namen - so schön er auch ist - nicht annehmen wollte, denn meinen finde ich schöner und zudem wollte ich den vertrauten Klang nicht aufgeben.

Vielleicht hat die Autorin einfach nicht klar gemacht, wie wichtig es ihr ist, oder ihr Mann hat es nicht verstanden? Wenn die Autorin es jetzt bereut, dann tut es mir leid für sie, aber das ist doch keine Katastrophe...

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Paule2016 30.10.2016, 17:42
16. Familiennamen vom Geschlecht des ersten Kindes abhängig machen

Meine Frau und ich haben unsere Namen auch behalten und viele Leute in unserem Bekanntenkreis auch. Gleichzeitig habe ich mich bei mancher selbstbewussten Frau in meinem Umfeld auch gewundert, dass sie ihren Namen nicht behalten hat. Aber das muss jedeR selbst wissen. Eine Möglichkeit, über den Namen fair zu entscheiden wäre auch, den gemeinsamen Familiennamen vom Geschlecht des ersten Kindes abhängig zu machen. Da hat man als Frau - wenn ich mich richtig an den Bio-Unterricht erinnere - sogar eine minimal höhere Chance, dass es der eigene Name wird.

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JohannaPink 30.10.2016, 17:43
17.

So richtig verstehe ich das Problem nicht. Mein Mann und ich haben jeder unseren Namen behalten. Wir haben uns beide mit unseren Nachnamen identifiziert, hatten mit diesen Namen schon etwas geleistet und hingen an ihnen und den dazu gehörenden Familien. Und wenn wir uns vorstellen, dann jeder mit seinem Namen. Ob Leute dann denken, dass wir verheiratet sind, ist uns relativ wurscht. Das Verheiratetsein vor sich herzutragen, hat wohl nur eine Frau nötig, die dringend ein Statussymbol braucht...

Als wir das erste Kind bekamen, haben wir nach einiger Diskussion ganz einfach auf das Geschlecht des Kindes "gewettet". Mein Mann hat gewonnen, das Kind bekam seinen Nachnamen und die weiteren dann auch. Weder für die Kinder noch für mich war das jemals ein Problem. Es hat keinen "Graben" in die Familie getrieben. Das hätte es wohl nur, wenn ich so unreif wäre, es meinem Mann permanent vorzuhalten. Dass mir die Kinder ferner sind, als wenn sie nach mir hießen, kann ich auch nicht behaupten. Ich weiß wirklich nicht, warum Mann oder Frau heutzutage auf seinen oder ihren Namen verzichten sollte, wenn er oder sie nicht will.

Übrigens kenne ich durchaus auch Männer, die den Namen ihrer Frau angenommen haben.

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shark65 30.10.2016, 17:55
18. easy

Meine Frau und ich haben das ganz einfach gelöst.
Wir haben Stein-Schere-Papier gespielt. Der Verlierer nimmt den Namen des anderen an.
Ok, ich hatte grob im Hinterkopf dass sie sehr gerne mit Papier anfängt :)
Dass erklärt dann auch den Ausgang des Spiels ;)

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Bachsau 30.10.2016, 17:56
19. Getrennte Namen sind doch völlig bescheuert

Ebenso wie Doppelnamen, die auch nicht viel besser sind. Das haben uns mal wieder die Kampflesben eingebrockt und hat wie sie oft mit Gleichberechtigung nichts zu tun. Ich nehm auch gerne den Namen meiner Frau an. Hauptsache das Konzept Familienname bleibt bestehen.

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