Forum: Blogs
Neue Bürgerlichkeit bei Studenten: Die Neo-Spießer
Verena Brandt

Einige gehen auf die Jagd, andere hängen sich Goldrahmen an die Wand oder lernen Golf. Was früher als fürchterlich bürgerlich galt, lieben heute mehr und mehr Studenten. Warum nur?

Seite 1 von 16
hansmaus 07.01.2015, 13:09
1. bürgerlich

hmmm also die meisten alt 68er von einst sind heute spießiger als die Generation denen sie den Muff aus 1000 Jahren austreiben wollten. Von daher ist es nur konsequent das die neue Generation den Quatsch gleich überspringt und sich zu dem bekennt was sie wirklich ist:
spießig, kleingeistig und Vereinsmeierisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
monolithos 07.01.2015, 13:12
2. Babyboom dank NSA

Womit soll man denn sonst seine Zeit verbringen? Das Internet war das Ding für die jungen Leute (und nicht nur die), aber die NSA hat es ja kaputt gemacht. Also muss man seine Zeit wieder mit Dingen vertreiben, die keinen USB-Anschluss besitzen und bei denen man nicht ausspioniert werden kann. Ich bin gespannt, ob wir bald wieder einen Babyboom erleben. Womit soll man sonst seine Zeit verbringen, wenn man weder jagen noch ins Internet will?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bernd.stromberg 07.01.2015, 13:13
3.

"Was früher als fürchterlich bürgerlich galt, lieben heute mehr und mehr Studenten. Warum nur?"

Hippster halt. Nichts finde ich schlimmer als Menschen die mit Anfang 20 im Kopf einem erzkonservativen 50-Jährigen Spießer entsprechen.

Dann lieber umgekehrt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
systembolaget 07.01.2015, 13:21
4. Langweilige Geradeausmenschen

Statt sich innovativen und unkonventionellen Dingen zu widmen und spannende Risiken einzugehen, möchten die jungen Leute am liebsten bei Oma am Ofen sitzen, stromlinienförmig an banalen Karrieren arbeitend, anpasserisch und am inneren Jägerzaun werkelnd, einer auskömmlichen Stelle und der Rente entgegendämmernd.

Schade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spontanistin 07.01.2015, 13:23
5. Nicht repräsentativ

Die Mehrzahl der Jungen holt sich die passende App auf's Smartphone und richtet sich in der angenehmeren virtuellen Realität ein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cromwelluk 07.01.2015, 13:32
6. ad fontes, ad libitum :-)

Ja mit HoChMin Gesangseinlagen und Guevara Konterfei hole ich heute keinen Studenten mehr vom Greenfee oder aus dem edlen Lindt Cafe. Warum auch, selbst der schräge HipHop ist da melodiöser und Steve Jobs hatte nachweislich mehr Charisma und Erfolg als der argentinische Utopist. Die Revolutionen haben sich - gottlob - als Rohrkrepierer erwiesen, der Mensch besinnt sich wieder auf sich selbst. Die einen nennen es Egozentrik/Egoismus, für andere ist schlicht und einfach Verstand und Effektivität. Alles zusammen kann dem Studium nur dienlich sein :-))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gracie 07.01.2015, 13:33
7. Auf der Flucht...

Damals bin ich davor geflüchtet, jeden Tag hatte ich das Gefühl zuhause zu ersticken in diesem "gutbürgerlichen" und auch heute mit fast 50 kommt dieses Gefühl immer wieder hoch wenn ich mal bei meinen Eltern vorbei schaue. Gruselig !

Für nichts in der Welt würde ich mein Leben, mit allem was dazu gehört Höhen, Tiefen, Gutes und Schlechtes, eintauschen. Freiheit hat keinen Preis und um sich zu entwickeln muss man vorwärts schauen. Wer stehen bleibt oder gar in der Vergangenheit lebt wird sich in der Zukunft nicht zurecht finden und wird es schwer haben.

Ich freue mich schon auf die nächste Generation und den totalen Ausraster der die Biedermann-Eltern auslösen werden. So ein Leben erträgt niemand lange....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
soschautsaus2014 07.01.2015, 13:33
8. Aha

Auch der RCDS hat die gesamte Zeit existiert und das der Jagd-Fan einen ähnlichen Freundeskreis hat, ist jetzt auch gar kein Wunder. Gibt es dazu objektive Zahlen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FNagel 07.01.2015, 13:40
9. Das Jägertum ist nicht bürgerlich. Es ist ein Relikt...

...aus der Lebensweise der Aristokratie, von der das Bürgertum sich als Symbol seines Aufstiegs halt dies und jenes Statussymbol abgeschaut hat.
Daß die Aristokraten mit der Jagd wiederum selbst ein Relikt aus der Zeit Jäger und Sammler weiterpflegten, unterstreicht nur, was viele Hobbies im Grunde sind: Erinnerung an die gewöhnliche tägliche Arbeit untergegangene Kulturen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 16