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Neue Cannabis-Fibel: Lieber druff als Suff
Sebastian Marincolo

Ein neues Marihuana-Buch will die Ehre der uralten Nutzpflanze retten. Mit guten Argumenten erklärt der Autor, warum das jetzige Verbot großer Unsinn ist. Und auch, wer es angezettelt hat: ein Ex-Alkoholfahnder aus Amerika, der einfach Schauermärchen aus der Boulevardpresse übernahm. Marihuana-Sachbuch "High" von Sebastian Marincolo - SPIEGEL ONLINE

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onecomment 01.08.2013, 18:52
40.

Zitat von high-co
...sie dann auch die Kosten für eine 15.000 €-Entwöhnungsbehandlung, von denen manch mittezwanzigjähriger User schon 2-4 absolviert hat, auch selber zahlen, dann können sie sich ganz relaxed ihr brain zudampfen;) Ich find´s schräg, das Dope aus den 6o´er in einem Artikel mit dem Stöffle in Verbindung zu bringen, was heute auf dem "Markt" ist... gegen den damaligen Wirkstoff-Anteil von 0,6 % stehen heute Pflanzen mit über 15% THC-Gehalt. Der Anteil jener, die "nur" durch Kiffen mit psychotischen Störungen in BKH´s und Entwöhnungskliniken auftauchen, is in den letzten 10 Jahren drastisch gestiegen... Von daher... ich bin definitiv kein Legalisierungsfan:)
Wie soll denn in dieser Angelegenheit ihrer Meinung nach weiter verfahren werden? Legalisieren soll man Cannabis nicht aber man kann es an jeder Ecke kaufen oder selbst anbauen. Die Mengen die Polizei und Zoll aus dem Verkehr ziehen sind gemessen am Kosten- und Zeitaufwand ein Witz.

Also soll man weiterhin einen sinnlosen Kampf führen oder das eingesparte bzw eingenommene Geld lieber dahin stecken wo es sinnvoll ist. Nämlich in die Prävention und in die Behandlung von Suchtkranken.

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huggythebear 01.08.2013, 18:53
41.

Zitat von niela
So so... das internet is voll davon. Koennen Sie einfach ne glaubwuerdige Quelle geben? Sie fordern vom Spiegel ueber etwas zu berichten von dem Sie selbst keine glaubwuerdige Quelle zu haben scheinen. Sie lassen sich von halbwahrheiten und stammtisch Propaganda leiten und aufschrecken. Niemand hat Depersonalisationsstörungen von einem mal kiffen.
Schwätzer, Google is your friend:

Einfach Depersonalisation + Marijuana in Google eingeben und mal die Ergebnisse durchlesen. Hier nur ein Beispiel:
Search Form - Depersonalization Community

Oder mal diese Bücher lesen:

Stranger to My Self: Inside Depersonalization: The Hidden Epidemic: Amazon.de: Jeffrey Abugel: Englische Bücher

Depersonalization: A New Look at a Neglected Syndrome (Cambridge Medicine): Amazon.de: Mauricio Sierra: Englische Bücher

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high-co 01.08.2013, 18:53
42. na genau... Kontrolle is supi!

Zitat von niela
Ach ja, den auch noch. Das ist so das beliebte argument in letzter Zeit. Wenn sie einen Schnapps trinken, giessen sie sich dann ein Bierglas ein? Nein. Ebenso ist es bei Grass. Man konsumiert weniger. Lassen sie mich ihnen erklaeren warum dieses Argument voelliger Bloedsinn ist. Heute wie damals gab es neben Grass auch Haschisch, was nichts anderes ist, als das Harz der Canabis Pflanze. Die THC konzentration in Haschisch ist heute wie damals bis zu 30%. Wenn das also grosse Probleme bereiten wuerde, haette man die auch schon in den 60ern gehabt.

Bestimmen sie doch mal die für sie selbst exakt passende Dosierung, wenn sie nur vage Vorstellungen über die Herkunft haben. Lassen sie mich raten - in ihrer Vorstellung gibt´s bei Heroin-Abhängigen auch nur tödliche Überdosen, weil die Herrschaften den Beipackzettel vom freundlichen Dealer ihres Vertrauens nicht richtig gelesen haben, ja?:)

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lonicerus 01.08.2013, 18:54
43. @huggythebear

Bitte eine seriöse Studie, in dem genau das beschrieben wird!

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der-denker 01.08.2013, 19:02
44. USA und die Lüge

Die USA sind maßgeblich dafür verantwortlich dass weltweit, auch in Kulturen zu denen Cannabis gehörte, dieses illegal wurde. Was das allein an menschlichen Katastrophen durch juristische Verfolgung ausgelöst hat...
Die USA führen eben gerne Krieg, und dafür verbreiten sie Lügen über Zwischenfälle im Golf von Tonkin (Vietnam), Babys die aus Brutschränken gerissen werden (Golf1), Massenvernichtungswaffen (Golf2), und das Suchtpotential von Cannabis.
Fantasie haben sie schon, auch ohne zu kiffen. Leider ist die Fantasie ziemlich düster und schmutzig.

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high-co 01.08.2013, 19:05
45. Schadensbegrenzung...

Zitat von onecomment
Wie soll denn in dieser Angelegenheit ihrer Meinung nach weiter verfahren werden? Legalisieren soll man Cannabis nicht aber man kann es an jeder Ecke kaufen oder selbst anbauen. Die Mengen die Polizei und Zoll aus dem Verkehr ziehen sind gemessen am Kosten- und Zeitaufwand ein Witz. Also soll man weiterhin einen sinnlosen Kampf führen oder das eingesparte bzw eingenommene Geld lieber dahin stecken wo es sinnvoll ist. Nämlich in die Prävention und in die Behandlung von Suchtkranken.
Von einem "sinnlosen Kampf" sprechen wir leider viel zu schnell, wenn die Erfolgsquote nicht hoch genug ist. Ich bin der Ansicht, dass an der Strafverfolgung im Bereich illegale Drogen nix verändert werden sollte... außer sie vielleicht effektiver zu gestalten;)

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onecomment 01.08.2013, 19:06
46.

Zitat von high-co
Meine Kinder haben mit meiner Arbeit wenig zu tun. Ich bin seit 10 J. in der stationären Suchtreha tätig... von daher brauche ich nicht auf irgendwelche Ammenmärchen zurückgreifen, sondern darf mich halbwegs aktueller Erkenntnisse bedienen;)
Dann wissen Sie sicherlich das es auf diesem Gebiet noch einiger Forschung bedarf um Aussagen zu treffen um Cannabis als alleinige Ursache für Psychosen verantwortlich zu machen. Diejenigen die Sie therapieren haben sicherlich nicht nur ein Cannabisproblem.

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ulnar 01.08.2013, 19:06
47.

Bei solchen Diskussionen muss ich immer wieder, fast amüsiert, daran denken, dass ich mich einmal krankenhausreif gesoffen hatte aufgrund eines emotionalen Tiefs.

Resultat?
10€ für den Krankenwagen, Übernachtung mit Frühstück im weichen Bett, besorgte Ärzte.

Jetzt fragen sie mal jemanden nach der Götterdämmerung die über einen hereinbricht, wenn man mit ein paar Körnchen 'krümelartiger Substanz' erwischt wird.

Wir sind Deutschl^...ächerlich.

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hirlix 01.08.2013, 19:07
48. optional

Der grosse unterschied ist, dass die Menschen viel sorgloser mit Canabis umgehen als sie es mit Alkohol tun. Alkohol schränkt einen viel mehr ein, wenn man jeden Abend saufen würde, würde man auch jeden Morgen einen Kater haben. Natürlich schützt das nicht vollkommen vor Alkoholismus, aber gemessen an den Alkoholkonsumenten ist die zahl der Abhängigen doch relativ gering. Bei Canabis hingegen bekommt man als regelmässiger Nutzer nicht einmal mehr rote Augen. Das heisst es gibt Leute die von morgens bis abends total stoned sind und es fällt halt nicht so auf, wie wenn sie von morgens bis abends total besoffen wären. Ich kenne selbst auch einige Personen, die durchs Kiffen enorme Schwierigkeiten im Beruf haben und ein paar davon haben schon versucht aufzuhören, aber haben es nicht geschafft. Es stimmt schon, dass es keine körperliche Abhängigkeit gibt, aber eine psychische und soziale schon. Wenn die ganzen Kifferkollegen alle weiterkiffen, ists halt schwer da nur neben zu sitzen oder sich neue Freunde zu suchen. Ich habs selbst auch ausprobiert als ich noch jünger war und ich muss sagen es war etwas langweilig. Hier ziehen alle immer den Vergleich mit Alkohol, also vergleicht mal ne Feier wo alle stoned sind und eine Feier wo alle angetrunken sind, die wo alle angetrunken sind ist garantiert lustiger. Da gibt es zwar Betrunkene, aber genauso gibt es bei den Kiffern auch solche die sich so viel reinziehen, dass sie mehr oder weniger bewegungsunfähig auf der Couch sitzen oder aufm Boden kriechen und kotzen, hab ich alles schon gesehn.

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storystory 01.08.2013, 19:08
49. Langsam nervt es

Und erneut ein Pro-Gras-Buch.

Es ist ja ok, wenn jemand aufzeigt, dass Cannabis auch nicht schlimmer ist als Alkohol und es ist sicher auch ok, wenn gezeigt wird, dass manche der Wirkstoffe im Cannabis einen medizinischen Nutzen haben. Es ist aber falsch Cannabis als Heilsbringer oder den Rausch als sinnvoll zu beschreiben.

Am Anfang ist das Kiffen sicher eine Erweiterung, Kreativitätsschübe werden ausgelöst, kognitives Denken findet in anderen Massen statt, selbst Emotionen werden anders empfunden und vielleicht überhaupt erstmals wahrgenommen.

Beim Dauerkiffer, also nach wenigen Jahren, gehen all diese Errungenschaften aber verloren, das Sozialverhalten wird unkontrollierbar, Agressionsschübe stellen sich ein, Emotionslosigkeit stellt sich ein, das kognitive Denken wird zunehmend singulärer, die geistige Flexibilität geht verloren.

Ausserdem stellen sich starke Veränderungen des Immunsystems sowie der Psyche im allgemeinen ein. Kinder werden öfter mit dem Down Syndrom geboren und die nicht Kifferwelt nimmt den Betroffenen nur noch als Kranken oder psycho wahr.

Experten könnten da sicher noch so einiges zu anmerken.

Cannabis ist nicht schlimer als Alkohol, aber eben auch nicht besser. Es ist eine Substanz, die letztendlich die Adaption an die tatsächliche Umwelt zerstört und den Abhängigen seiner ursprüngliche Fähigkeiten beraubt. Das weiss man aber eben erst hinterher !

Dennoch, wer es einsetzen darf, der soll es gerne eine Weile, zu bestimmten Anlässen im Jahr oder sonstwie begrenzt tun, wer zum Dauerkiffer wird, steht dem Säufer jedoch in nichts nach....

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