Forum: Blogs
Nicht entwertetes Ticket: Schaffnerin wirft Klasse aus dem Zug

Eine gnadenlose Schaffnerin hat einer Klassenfahrt ein vorzeitiges Ende bereitet. Obwohl die Lehrerin und ihre mehr als 20 Schüler ein Bahnticket hatten, mussten sie den Zug verlassen. Sie wollten einer Forderung der Bahnmitarbeiterin nicht nachgeben. Schaffnerin wirft Schulklasse aus dem Zug - SPIEGEL ONLINE

Seite 1 von 39
freiheitstehauf 26.11.2013, 16:54
1. Ist nicht bei der Deutschen Bahn,

gerade die Schaffnerin fürs entwerten der Tickets zuständig, also nach Deutsche Bahn liest sich der Artikel nicht, denn es gibt auch keine Möglichkeit seine Tickets selbst zu entwerten. Daher Skandal und grober Fehler der Logik.

Beitrag melden
ratschbumm 26.11.2013, 17:12
2. Die bei der Bahn in solchen Jobs tätigen

Zitat von freiheitstehauf
gerade die Schaffnerin fürs entwerten der Tickets zuständig, also nach Deutsche Bahn liest sich der Artikel nicht, denn es gibt auch keine Möglichkeit seine Tickets selbst zu entwerten. Daher Skandal und grober Fehler der Logik.
habe ich bereits häufiger als "not the sharpest knife in the drawer" wahrnehmen können.
Da werden sich zukünftig in vielen anderen Branchen noch ganz andere Knaller abspielen.
Jedem Deutschen eine Schirmmütze, Trillerpfeife und eine Uniformjacke, sei es die der Feuerwehr und schon ist ein kleiner Gott geboren.

Beitrag melden
profni 26.11.2013, 17:12
3. Keine Zivilcourage!

Ich frage mich, warum die Lehrerin unter diesen Umständen nicht einfach drin geblieben ist mit ihren Schülern. Die Schaffnerin hätte dann möglicherweise die Polizei geholt und die Lehrerin hätte denen das Versehen erklärt. Die hätten dann evtl. noch Personalien aufgenommen (wahrscheinlich nur von der Lehrerin), und die Sache mit der späteren Rechnung von der Bahn hätte sich notfalls mit Medienunterstützung bald geklärt.

Beitrag melden
suseliebesuse 26.11.2013, 17:18
4. wohl kein bahnfahrer

Da hat wohl jemand keine Ahnung vom Bahnfahren. Gruppentickets oder Tagestickets müssen sehr wohl am Startbahnhof vom Reisenden selbst entwertet werden, denn diese können bereits zuvor gekauft werden und gelten dann am Entwertungstag. hierzu dienen die kleinen roten oder blauen Kästen am Bahnsteig. Leidet funktionieren sie nicht immer oder Leute, die selten bahnfahren wissen dies nicht.
Schade für die Bahn, denn ich denke ein Schaffner sollte sehr wohl einschätzen können, ob eine Lehrerin mit einer ganzen Klasse im Schlepptau mit Jugendlichen verglichen werden kann, die mit dieser Masche immer wieder versuchen schwarz zu fahren.

Beitrag melden
chb_74 26.11.2013, 17:23
5. Klasse Werbung!

Was werden die Jugendlichen wohl für einen Eindruck nach der Bahnfahrt haben, wenn sie bislang eher nur mit dem Auto gefahren sind? "Bahnfahren ist kacke, nur Stress und unfreundliche Beamte, voll doof!". Herzlichen Glückwunsch, DB, da hat die Schulung und Auswahl der Kundenbetreuer ja wieder perfekt funktioniert... Diese Dame ist, und das kann man auch ohne ihre "Befragung" ziemlich sicher konstatieren, für den Innendienst weit besser geeignet, als für den Kundendienst. Kundendienst sucht *mit* dem Kunden eine Lösung für Probleme, die allen Seiten gerecht wird. Hier: Abstempeln der Karte mit der Zange, freundlicher Hinweis auf die Notwendigkeit des Entwertens grundsätzlich vor Fahrtantritt, "Gute Weiterreise!" und Abgang. Alles andere ist *völlig inakzeoptabel* für ein Dienstleistungsunternehmen, egal, ob die Lehrerin vielleicht ein bisschen bockig oder grantig war oder was auch immer! Ich fahre täglich im Regionalverkehr, und so manche Zugbegleiter sind da echt fehl am Platz - viele allerdings sind auch ausnehmend freundlich, das sollte man genauso erwähnen. Die DB muss härter daran arbeiten, die "Pflaumen" aus dem Dienst an der "Kundenfront" auszusortieren, sonst schadet sie sich anhaltend. Image ist im Wettbewerb nicht zu unterschätzen...

Beitrag melden
Robert_Rostock 26.11.2013, 17:23
6.

Zitat von freiheitstehauf
gerade die Schaffnerin fürs entwerten der Tickets zuständig, also nach Deutsche Bahn liest sich der Artikel nicht, denn es gibt auch keine Möglichkeit seine Tickets selbst zu entwerten. Daher Skandal und grober Fehler der Logik.
Nicht im Nahverkehr innerhalb von Verkehrsverbünden...
Meiner Meinung nach eine der Ursachen für den Vorfall und insgesamt ein Beispiel dafür, dass "gut gemeint" meist das Gegenteil von "gut gemacht" ist. Durch die zig Verkehrsverbünde, die jeder sein eigenes Tarifsystem, seine eigenen Regeln hat (auch dafür, welche Karten zu entwerten sind und welche nicht), ist das Reisen in Deutschland zu einer nur noch für Geistesgrößen der Güteklasse Einstein oder Hawking durchschaubaren Angelegenheit geworden. Vor allem, wenn man von einem Verbund in den nächsten will und dann noch eine Bahncard hat.

Beitrag melden
Skalla-Grímr 26.11.2013, 17:26
7. Ansprüche

Es wäre doch schön, wenn die Bahn dieselben Ansprüche an korrektes Handeln, aufgrund deren sie Fahrgäste mit nicht entwerteter Karte aus Zügen wirft, mal an das eigene Vorgehen anlegen würde.

Beitrag melden
titoandres 26.11.2013, 17:26
8. Hoffentlich Kündigung

Wer so wenig Verständnis für seine Mitmenschen hat und Kinder und eine Lehrerin, die sich wohl nicht zum Verbrechen getroffen haben, im Winter vor die Tür setzt, dem wünsche ich auch kein verständnisvolles Begegnen. Für die Bahn ist ja so ein Bericht ein Desaster in der Wahrnehmung. Ich würde der Person eine Kündigung wünschen, wenn ich nicht wüsste, dass dies arbeitsrechtlich unmöglich ist.

Beitrag melden
Robert_Rostock 26.11.2013, 17:27
9.

Zitat von chb_74
Was werden die Jugendlichen wohl für einen Eindruck nach der Bahnfahrt haben, wenn sie bislang eher nur mit dem Auto gefahren sind? "Bahnfahren ist kacke, nur Stress und unfreundliche Beamte, voll doof!". Herzlichen Glückwunsch, DB, da hat die Schulung und Auswahl der Kundenbetreuer ja wieder perfekt funktioniert... Diese Dame ist, und das kann man auch ohne ihre "Befragung" ziemlich sicher konstatieren, für den Innendienst weit besser geeignet, als für den Kundendienst. Kundendienst sucht *mit* dem Kunden eine Lösung für Probleme, die allen Seiten gerecht wird. Hier: Abstempeln der Karte mit der Zange, freundlicher Hinweis auf die Notwendigkeit des Entwertens grundsätzlich vor Fahrtantritt, "Gute Weiterreise!" und Abgang. Alles andere ist *völlig inakzeoptabel* für ein Dienstleistungsunternehmen, egal, ob die Lehrerin vielleicht ein bisschen bockig oder grantig war oder was auch immer! Ich fahre täglich im Regionalverkehr, und so manche Zugbegleiter sind da echt fehl am Platz - viele allerdings sind auch ausnehmend freundlich, das sollte man genauso erwähnen. Die DB muss härter daran arbeiten, die "Pflaumen" aus dem Dienst an der "Kundenfront" auszusortieren, sonst schadet sie sich anhaltend. Image ist im Wettbewerb nicht zu unterschätzen...
Im Prinzip Zustimmung, mit folgender Ergänzung:
Im ODEG-Zug, mit dem ich am Freitag gefahren bin, hätte das nicht passieren können. Da kam zwischen Berlin und Schwerin kein Schaffner vorbei. Abgesehen davon hätte eine Schulklasse im Zug eher keinen Platz mehr gehabt.

Beitrag melden
Seite 1 von 39
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!