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Offensive des Ensslin-Bruders: Das Rätsel der Stammheimer Todesnacht
dapd

Wie kam RAF-Gründerin Gudrun Ensslin am 18. Oktober 1977 im Gefängnis zu Tode? Bruder Gottfried Ensslin will endlich wissen, was in jener Nacht in Stuttgart-Stammheim geschah. Er prangert Ungereimtheiten bei der Untersuchung an und hat die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. RAF in Stammheim: Bruder will Tod von Gudrun Ensslin 1977 klären - SPIEGEL ONLINE

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troy_mcclure 19.10.2012, 13:28
80. Na ja

Zitat von Medienkenner
...Baader, der im übrigen seit den Anfängen offenbar als agent provocateur des VS fungierte, wurde dann nicht mehr gebraucht, die anderen sollten nicht als ewige Märtyrer weiterexistieren. ...
Ich denke, dass sie erst durch den Tod Märtyrer der Bewegung wurden und denke auhc, dass dies den Sicherheitsbehörden bewusst war

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gazettenberg 19.10.2012, 13:28
81.

Zitat von z_beeblebrox
Der Tod des damaligen Deutschen Bank Chefs Das weiß inzw. auch jeder, dass es eben NICHT die RAF war, sondern höchstwahrscheinlich einflussreiche Männer aus seiner eigenen Umgebung.
Soso, das weiß also "jeder". Warum gibt's dann keine Beweise für Ihre Aussage? Weil Banker böse sind und man ihnen daher alles zutrauen darf?

Mein Alptraum ist ein Staat, in dem VTler Richter und Staatsanwaltschaft sind. Da laufen Gerichtsprozesse dann so ab:

Staatsanwalt: "Herr Richter, es ist doch offensichtlich, dass die Katze von den Bilderbergern ermordet wurde. Warum sollte sie freiwillig vor ein Auto laufen? Außerdem habe ich am Vorabend viele Kondenzstreifen am Himmel gesehen."

Richter: "Ja, das klingt plausibel. Wir werden alle Beteiligten einsperren. Nächster Fall."

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afa1981 19.10.2012, 13:30
82. Ich sehe es exakt umgekehrt.....

Zitat von brille000
Ich glaube einfach nicht an einen Selbstmord dieser Leute. Damit hätten sie dem deutschen Staat einen zu grossen Gefallen getan. Sie hatten einfach keinen Grund dafür. Der deutsche Staat, oder besser dessen "Staatsschützer" (man kennt die Geistespotenzen dieser Schutz-Pfeifen ja aus neueren Pannen) hatten einfach die Idee, jeden Grund für weitere Terrormassnahmen zur Befreiung dieser Leute von vornherein auszuschliessen, in dem man diese Leute einfach eliminiert, neutralisiert oder wie immer es im neueren Vokabular der unser aller "Freiheitsschützer" heissen mag. Normalerweise bezeichnet man dies als Mord. Und so wird es wohl auch gewesen sein.
Das wäre in etwa das gleiche als würde man 3:0 führen und in der 90 Minute aufgeben. Also, ich verstehe den Sinn nicht. Der Deutsche Staat hat an vielen Fronten Härte bewiesen und somit Nachahmungen als erfolglos deklariert.
Wenn Sie sagen, die Terroristen hätten keinen Grund für diesen Selbstmord gehabt, dann sehen Sie sich doch einfach die Debatte an, die danach losbrach und bis heute läuft. Und der Märtyrer-Effekt. Nach den Reaktionen auf den Tot von Holger Meins kann man so wie Sie das tun eigentlich nicht mehr argumentieren.
Es war Baader und Ensslin auch klar, dass sie jetzt im Gefängnis bleiben müssen und ihre Hoffnungen auf das Revolutionsromantische Jugendleben ein für alle mal dahin waren. Also, es gibt genügend Gründe.

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MashMashMusic 19.10.2012, 13:43
83.

Zitat von z_beeblebrox
Genauso langweilig finde ich das von Ihnen mantramäßige Zitieren der damaligen und heutigen Deutung durch den Deutschen Staat. Nö, da werden Ungereimtheiten ja noch nicht einmal halbwegs gut kaschiert, da springen einem die Ungereimtheiten förmlich ins Auge, aber was solls, zur Not wird ein Verfassungsschützer / Politiker / Bundesstaatsanwalt vor einem Untersuchungsausschuss ausfallend. Und Ende gut ist es !? Eine sehr merkwürdige Auffassung von Rechtsstaat haben einige.
Meinen Sie nicht auch, dass man im Vorfeld diese "Ungereimtheiten" aus dem Weg geräumt hätte? Mit gefälschter Videoüberwachung usw.?

Das ist immer das Problem bei VTs: da werden unglaubliche Dinge wie die Mondlandung fingiert und inszeniert, für einen Milliardenaufwand, da wird vor Mord nicht zurückgeschreckt - aber ein paar kleinteilige Geschichten, die sich problemlos hätten regeln lassen, einfach übersehen? Das glauben Sie doch selber nicht.

Zumal die Geschichte zeigt, dass sich "echte" Sauereien wie My Lai oder die angeblichen WMDs im Irak nicht kaschieren lassen - und da waren wesentlich weniger Leute dran beteiligt.

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hwolf@gmx.net 19.10.2012, 13:43
84. Zu umfangreich...

Zitat von sweety007
...Ich bin 1974 geboren und habe noch nie verstanden, warum es so viel klammheimliche Sympathie in einigen Gesellschaftlichen Bereichen (Journalisten, Lehrer, Gewerkschafter...) gab und anscheinend immer noch gibt. Falls mir das jemand, der aelter ist mal erlautern koennte?
Das kann nur verstehen, wer die ersten zwei Nachkriegsjahrzehnte bewusst miterlebt und interessiert wahrgenommen hat. Das zu erklären, würde den Rahmen hier sprengen, weil es einfach zu viele Faktoren dazu gibt und als Ganzes zu umfangreich wäre, sorry. Es gibt aber sicher einige Bücher darüber, aus verschiedenen Sichtweisen. Da kann man versuchen, sich ein eigenes Bild zu machen. Aber wer das Gefühl aus dieser Zeit nicht kennt, kann das nie entsprechend nachempfinden. Genauso, wie wir Nazi-Zeit nicht wirklich nachempfinden können. Man muss es selbst erlebt haben.

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kalle_lutz 19.10.2012, 13:44
85. Ach ja,

Zitat von aber_nicht_doch
Immerhin soll ich dem Staat vertrauen!
für mich sind diese Zeiten lange vorbei!

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z_beeblebrox 19.10.2012, 13:44
86.

Soso, das weiß also "jeder". Warum gibt's dann keine Beweise für Ihre Aussage? Weil Banker böse sind und man ihnen daher alles zutrauen darf? Ich durfte Alfred Herrhausen wenige Tage vor seinem Tod persönlich kennen lernen.
Aus diesem Grund habe ich mich stets sehr intensiv mit allen Aspekten seines Todes auseinandergesetzt.
Das von mir erwähnte, stammt aus Recherchen von Journalisten, die diesbezüglich intensiv nachgehakt hatten.
Dieses und die persönlichen Aussagen von Alfred Herrhausen wenige Tage vor seinem Tod, lassen eben nur diesen einen Schluss zu.

Wie gesagt, wenn es Sie wirklich interessieren sollte, recherchieren Sie im Internet mal selbst - per obiger Wiki-Adresse kann man gut einsteigen.

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PeMH 19.10.2012, 13:45
87. So hart es klingt...

diese Menschen waren gewissenlose Mörder, die ihre Mordtaten mit Hilfe einer abstrusen Ideologie gerechtfertigt haben. Wenn interessierts, ob sie ihrem jämmerlichen und verkommenden Dasein selber ein Ende bereitet haben? Mich nicht.

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mz22 19.10.2012, 13:45
88. Zur Frag:

Wer hätte ein Interesse am Tod der Gefangenen gehabt?

Kann ich nur sagen, genug Leute und die wußten auch warum. Auch das Buch BM-Komplex hatte mir etwas die Augen geöffnet...

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fettwebel 19.10.2012, 13:47
89. Unheil

haben die Stammheimer genug angerichtet.
Nur schafft es kein Anwalt der Welt, Gefangene von solcher Brisanz mit Pistolen zu beliefern. Das ist ein Märchen für blöde. Es sei denn, man hat das billigend in Kauf genommen. An diesem Punkt fängt die Sache an zu stinken. Der Verdacht liegt nahe, daß man gängige Verfahrensweisen verlassen hat. An Motivation mangelt es nicht. Nur ist es nicht ohne Bedeutung, ob ein demokratisches System in der Lage ist politisch motivierte Verbrecher ordentlich abzuurteilen, oder sie ermordet. Ungereimtheiten gibt es jede Menge.

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