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Palästinas Uno-Anerkennung: Triumph über den Erzfeind Israel
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Pyrrhussieg an der Uno: Palästinas Aufwertung zum beobachtenden Nicht-Mitgliedstaat ist zwar ein diplomatischer Triumph. Doch der Schritt dürfte den Nahost-Friedensprozess eher behindern - Israel und die USA sind brüskiert. Palästinas Uno-Anerkennung: Triumph über den Erzfeind Israel - SPIEGEL ONLINE

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otla.pinnow 30.11.2012, 07:00
1.

Natürlich hat sich was geändert; der Weg zur Annexion ganz Palästinas ist verbaut.
Dies gegen den bekundeten Willen von 138 Staaten zu betreiben bei nur 9 Gegenstimmen dürfte etwas schwierig werden.
Als Folge der Unterstützung des Arabischen Frühlings sind die Exportraten der USA gestiegen.
Die können schnell wieder fallen - wenn sie sich stur gegen dieses Votum stellen.

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fr.rottenmeier 30.11.2012, 07:06
2. ich begrüße die Entscheidung der UN Vollversammlung

Zitat von sysop
Pyrrhussieg an der Uno: Palästinas Aufwertung zum beobachtenden Nicht-Mitgliedstaat ist zwar ein diplomatischer Triumph. Doch der Schritt dürfte den Nahost-Friedensprozess eher behindern - Israel und die USA sind brüskiert.
Dass es nicht falsch sein kann Palästina den Beobachterstatus zu gewähren, zeigt die überwältigende Mehrheit, die dafür gestimmt hat. Ich freue mich für Palästina.
Diese NEIN Stimmen waren wohl klar: Israel, Panama, Kanada, USA und die Anhängsel Palau, Marshall Islands, Nauru, Mikronesien, aber die Tschechische Republik?

Auch wenn ich mir ein ja von Deutschland gewünscht hätte, finde ich die Enthaltung schon fast ein wenig anerkennenswert. Ich könnte mir vorstellen, dass der Enthaltung Deutschland mehr Bedeutung zugemessen wird, als so machem JA anderer Staaten. Aber dafür gab es sicher auch diplomatische Gründe, denn ethische, ehrliche oder gar menschliche kann ich mir bei dieser Bundesregierung leider nicht mehr vorstellen.

Man sollte übrigens nicht unterschätzen, dass es auch in Israel viele Menschen gibt, die die Entscheidung der UN-Vollversammlung sehr begrüßen. Und die Sorge, dass jetzt die israelische Regierung durch die palästinänsische Regierung vor dem internationalen Gerichtshof erfolgreich wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt werden könnte, besteht doch sicher nicht. Oder hat sich die israelische Regierung etwas zu Schulden kommen lassen?

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PublicTender 30.11.2012, 07:10
3.

Zitat von sysop
Pyrrhussieg an der Uno: Palästinas Aufwertung zum beobachtenden Nicht-Mitgliedstaat ist zwar ein diplomatischer Triumph. Doch der Schritt dürfte den Nahost-Friedensprozess eher behindern - Israel und die USA sind brüskiert.
Verstehe ich alles nicht.

Jeder mögliche andere Kram muss einstimmig beschlossen werden und eine Staatsanerkennung (ok, eine halbe) geht auch so?

In Europa kann eine Schrebergartenpartei den ganzen Kontinent lähmen und bei so einem weitreichenden Schritt gibt es keine Sperrvetos?

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Donac 30.11.2012, 07:11
4.

Zitat von
"Die Paläsinenser wollen Israel zerstören", schimpft Freedman, deren Organisation Americans For A Safe Israel die dortige Siedlerbewegung unterstützt.
"Die Israelis wollen Palästina zerstören" schimpft die Weltöffentlichkeit und die Opfer der Siedlungspolitik Israels.

Die Anerkennung Palästinas durch die UNO ist ein richtiger Schritt!
Das passt den Aggressoren Israel und USA natürlich gar nicht.
Und das sich Deutschland feige der Stimme enthält spricht schon wieder Bände.
Jetzt noch die israelischen Kriegstreiber vor ein ordentliches Gericht stellen und das Land zu Reparationen zwingen.
Palästinenser, nutzt die Chance! Lasst Euch nicht auf das Niveau herab und stellt die bis dato angemessenen Vergeltungsschläge jetzt ein. Die Bühne ist nun eine andere.
Alles Gute dem STAAT PALÄSTINA und allen seinen gescholtenen Bürgern!

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schandmaul1000 30.11.2012, 07:11
5. Welchen Friedensprozess ???

Ich erlebe seit Jahrzehnten die immer gleichen Prozeduren,
Verträge ,Vertraege Vertraege,die noch vor inkrafttreten von Israel gebrochen werden.In der Zwischenzeit Mord und Terror an der palästinensischen Bevölkerung und ihren gewaehlten Vertetern.

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gonzo24 30.11.2012, 07:15
6. Un nu?

Um es vorweg zu nehmen,dem Friedensprozess haben die Delegierten einen Bären Dienst erwiesen.
Änderst gesehen wird an einem zwei Staaten Modell kein Weg vorbei führen.

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bertholdböckchen 30.11.2012, 07:16
7. Wo ist das Drama?

Der Artikel liest sich, als ob den Gegnern der Anerkennung schweres Leid zugefügt wurde. Dabei stand das Ergebnis längst fest und war keineswegs eine Überraschung. Wenn Israel jetzt fürchtet, vor Gericht wegen seines schändlichen Vorgehens im Westjordanland belangt zu werden, so kann Israel umgekehrt Palästina wegen dessen schändlichen Vorgehens rund um den Gaza-Streifen belangen lassen. Also wird sich nichts ändern, außer dass Juristen Urteile fällen, die so oder so von keiner der beiden Seiten akzeptiert und umgesetzt werden.

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kostuek 30.11.2012, 07:17
8.

Zitat von sysop
Pyrrhussieg an der Uno: Palästinas Aufwertung zum beobachtenden Nicht-Mitgliedstaat ist zwar ein diplomatischer Triumph. Doch der Schritt dürfte den Nahost-Friedensprozess eher behindern - Israel und die USA sind brüskiert.
Quatsch. Diese Aufwertung gehört zum Friedensprozess dazu. Vielleicht kommt jetzt etwas Bewegung in die Sache.

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bruno_67 30.11.2012, 07:28
9.

Zitat von sysop
Pyrrhussieg an der Uno: Palästinas Aufwertung zum beobachtenden Nicht-Mitgliedstaat ist zwar ein diplomatischer Triumph. Doch der Schritt dürfte den Nahost-Friedensprozess eher behindern - Israel und die USA sind brüskiert.
Pyrrussieg ? Irgendwie kann ich die Wortwahl von So nicht verstehen.
Wer ernsthaft im Nahen Osten an der so oft gepredigten Zwei-Staaten-Lösung interessiert ist, musste, um irgendwie glaubhaft zu bleiben, gestern mit "Ja" stimmen. Ich hätte mir diesbezüglich auch ein wenig mehr Rückgrad der beutschen Reigierung erhofft.

Ich sehe es eher andersrum. Das Nein Israels und der USA behindert den Friedensprozess. Ein "Ja" der USA gestern in der UN-Vollversammlung hätte den Palästinensern signalisiert, das auch die Schutzmacht Israels nicht nur das Recht Israels, sondern auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat anerkennen würde.
Das gestrige "Nein" der USA macht diese bei allen weiteren Verhandlungsbemühungen doch völlig unglaubwürdig, da sie wiedermal offen kundgetan hat, dass sie einzig die Interessen der einen Seite vertritt.

Ein "Ja" der USA hätte Abbas auch den Rücken gestärkt gegenüber der Hamas und den islamischen Splittergruppen. Abbas hätte seinem Volk sagen können: "Seht, wir haben wirklich die Chance auf einen eigenen Staat - selbst die USA ist dafür." und damit den Extremisten den Rückhalt in der palästinensischen Bevölkerung nehmen können.
Dann gestrige "Nein" signalisiert dagegen den Palästinensern, dass alle Friedensbemühungen und Aufrufe zu Verhandlungen der USA nur als Sonntagsreden aufzufassen sind, und sich an der Blockadehaltung Israels und damit der aussichtslosen Lage der Palästinenser nichts ändern wird.

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