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Palliativmediziner Bruce Miller: In Frieden sterben? Ja, das geht.
Stephen Lam / DER SPIEGEL

Der Palliativmediziner Bruce Miller wäre selbst fast gestorben: Bei einem Unfall verlor er beide Unterschenkel und den linken Unterarm. Nun sieht er seine Aufgabe darin, Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen.

scotty 25.08.2017, 14:47
1.

In Deutschland befindet sich die Palliativversorgung weiterhin in einem guten Entwicklungsprozess. Aber es dauert, bis sich das gesellschaftliche Bewusstsein und die Akzeptanz des Sterbens wandelt, und von daher ist das eher schlechtere Ranking von Deutschland verständlich. Hier vor Ort will trotz sehr guter und anerkannter Palliativmedizin kaum jemand konkret mit dem Thema konfrontiert werden - so lange es nicht unbedingt erforderlich ist und möglichst nur den Anderen betrifft.
Auf diesem Gebiet ist viel Beratung und Aufklärung notwendig.

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spon_3771681 25.08.2017, 16:22
2. Assistierter Suicid

Es ist eine Frechheit seitens der Mehrzahl der Politiker, den assistierten Suizid verboten zu haben. Auch derzeit bevormunden uns die meisten Politiker. Wenn Gläubige den assistierten Suizid ablehnen, so haben Gläubige nicht das Recht, anderen ihren Glauben aufzuzwingen. Ist Deutschland etwa ein Gottes-Staat?

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Xiuhcoatl 25.08.2017, 18:06
3. Re: 2. Assistierter Suizid

Zitat von spon_3771681
Es ist eine Frechheit seitens der Mehrzahl der Politiker, den assistierten Suizid verboten zu haben. Auch derzeit bevormunden uns die meisten Politiker. Wenn Gläubige den assistierten Suizid ablehnen, so haben Gläubige nicht das Recht, anderen ihren Glauben aufzuzwingen. Ist Deutschland etwa ein Gottes-Staat?
Mag sein, dass es eine Frechheit ist, aber dann (wenn es eine ist) ist es weniger eine der Mehrzahl der Politiker, sondern eine der Beauftrager dieser Mehrzahl der Politiker. Also eine der Wahlbürger. Also eine Frechheit (falls es eine ist) von uns. Ein Teil der Wahlbürger werden Gläubige gewesen sein, aber es darf als unausgemacht geltend verbleiben, welcher Gläubigenanteil zur Beauftraggung der genannten Politikermehrzahl beitrug. Und es ist im hiesigen Wahlsystem sowieso irrelevant. Und übrigens, ja, die Mehrheit hat anscheinend wohl das Recht zum (versuchten) Aufzwingen. Nennt sich Demokratie, und trägt anscheinend doch wohl einigermaßen, auch wenn nicht alles Gold ist.

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kumi-ori 25.08.2017, 18:37
4.

Mir werden die Begriffe Palliativ und Sterben zu oft durcheinandergeshmissen. Ein Palliativpatient lebt zunächst einmal und wenn er gut therapiert wird, dann kann er, je nachdem, welche Krankheit er hat, auch schon mal zwanzig Jahre bei guter Qualität weiterleben, bis er dann von einem Laster erfasst wird.

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Sumerer 26.08.2017, 11:35
5.

Zitat von kumi-ori
Mir werden die Begriffe Palliativ und Sterben zu oft durcheinandergeshmissen. Ein Palliativpatient lebt zunächst einmal und wenn er gut therapiert wird, dann kann er, je nachdem, welche Krankheit er hat, auch schon mal zwanzig Jahre bei guter Qualität weiterleben, bis er dann von einem Laster erfasst wird.
Palliativmedizinisch betreute Menschen, haben in aller Regel keine zwanzig Jahre mehr zu leben. Sie sterben halt geschätzt wesentlich früher und werden ihren Krankheiten entsprechend medizinisch versorgt - mitunter auch - durchaus berechtigt - so, dass sie vorzeitig medikamentös von ihren Leiden erlöst werden.

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