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Platzvergabe beim NSU-Prozess: Münchner Richter bleiben stur
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Das Oberlandesgericht München steht heftig in der Kritik, weil türkische Journalisten keinen festen Platz beim NSU-Prozess bekommen haben. Beispiele zeigen: Es geht auch anders. Doch das Gericht bleibt hart. Die Vergabe bleibt so. Platzvergabe beim NSU-Prozess: OLG München bleibt hart - SPIEGEL ONLINE

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backfeed1 27.03.2013, 19:23
1.

Zitat von sysop
Das Oberlandesgericht München steht heftig in der Kritik, weil türkische Journalisten keinen festen Platz beim NSU-Prozess bekommen haben. Beispiele zeigen: Es geht auch anders. Doch das Gericht bleibt hart. Die Vergabe bleibt so.
Warum müssen denn Vertreter von fast allen 3.Fernsehprogrammen hin? Langt nicht einer für die ARD? So, wie bei großen Live-Übertragungen?

Kann denn keiner seinen Platz zur Verfügung stellen?

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gog-magog 27.03.2013, 19:27
2.

Zitat von sysop
Das Oberlandesgericht München steht heftig in der Kritik, weil türkische Journalisten keinen festen Platz beim NSU-Prozess bekommen haben. Beispiele zeigen: Es geht auch anders. Doch das Gericht bleibt hart. Die Vergabe bleibt so.
Die Regeln sind klar und eindeutig und jeder hatte die gleiche Chance, sich rechtzeitig zu akkreditieren. Dass es einige nicht geschafft haben, sich zum richtigen Zeitpunkt drum zu kümmern, beruht nicht auf Versagen der ach so bösen Justiz, sondern einzig und allein auf persönlichem Versagen. Niemand wurde ausgeschlossen. Mir ist unklar, was es dabei zu diskutieren gibt? Der frühe Vogel fängt den Wurm und wer ausschlafen will, kann das tun, sollte hinterher aber die Schuld nicht bei anderen suchen. Das hat auch gar nichts mit der Nationalität der beteiligten Personen zu tun. Ich habe übrigens auch keinen Platz bekommen. Schade.

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Zaphod 27.03.2013, 19:36
3. Chancenlos

Nachdem nun das zweifelhafte Verfahren näher erläutert wird, wird auch klar, dass ausländische Vertreter keine Chance hatten. Die mussten ja erst einmal das Dokument übersetzen. Dieses Verfahren mag juristisch korrekt sein, aber es ist eine Ohrfeige für die ausländischen Medien, insbesondere für die türkischen Medien.

Türken raus - so steht es nicht nur an den Wänden und in den Köpfen vieler Hohlköpfe, sondern wohl auch auf der Umschlagseite des Schönfelders der Münchner Richter.

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plleus 27.03.2013, 19:41
4. Uebersetzen

Zitat von Zaphod
Nachdem nun das zweifelhafte Verfahren näher erläutert wird, wird auch klar, dass ausländische Vertreter keine Chance hatten. Die mussten ja erst einmal das Dokument übersetzen. Dieses Verfahren mag juristisch korrekt sein, aber es ist eine Ohrfeige für die ausländischen Medien, insbesondere für die türkischen Medien. .


Woher haben Sie denn diese Weisheit? Wenn ein Journalist nicht der deutschen Sprache maechtig ist, wie sollte er dann dem Prozess folgen koennen?

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rvb 27.03.2013, 19:42
5. wie gehabt

Zitat von gog-magog
Die Regeln sind klar und eindeutig und jeder hatte die gleiche Chance, sich rechtzeitig zu akkreditieren. Niemand wurde ausgeschlossen. Mir ist unklar, was es dabei zu diskutieren gibt?
Wenn Recht oder hier wohl besser die bornierte Einhaltung von einmal festgelegten Verfahrensvorschriften über Anstand und Menschlichkeit geht und dies auch noch erbittert und rechthaberisch verteidigt wird, dann sind wir mit Sicherheit in Deutschland.

Und da wundert sich noch jemand, daß halb Europa wieder anfängt, dieses Land und seine Bewohner zu hassen.

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Isildur 27.03.2013, 19:42
6. Sachlich bleiben ...

ist hier das Wichtigste, denke ich. Fakt 1 ist, dass es klar ist, dass nur akkreditierte Vertreter Platz bekommen können, da alles andere ein wahnwitziges Sicherheitsrisiko wäre. Klar ist auch, dass eine Verlegung schwierig ist, genauso wie eine Videoübertragung, bei solchen Prozessen muss peinlich genau darauf geachtet werden, dass keine Verfahrensfehler gemacht werden.
Die Frage ist nun (und das geht aus dem Bericht nicht hervor!), ob sämtliche türkischen Pressevertreter die Akkreditierung nicht geschafft haben, oder ob es lediglich einige sind. Und dann muss man sich fragen, warum... (wenn es so wäre).

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xvulkanx 27.03.2013, 19:44
7. Hirnrissiges Argument!

Sicher mag es schwierig sein, zwischen regionalen und überregionalen Medien zu unterscheiden. Aber diese Unterscheidung hätte man ja nicht treffen müssen. Es hätten 3 "Töpfe" gereicht: Einer für deutsche Medien, ein zweiter für türkische und griechische Medien und ein dritter für andere ausländische Medien. Diese Unterscheidungen hätten keinerlei Probleme gemacht.

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zappamagma 27.03.2013, 19:49
8. Nein

Zitat von backfeed1
Warum müssen denn Vertreter von fast allen 3.Fernsehprogrammen hin? Langt nicht einer für die ARD? So, wie bei großen Live-Übertragungen? Kann denn keiner seinen Platz zur Verfügung stellen?

Im Artikel steht: „Viele Journalisten zeigten sich empört über den Ausschluss der türkischen Kollegen und baten ihre Plätze an.

Auch vergeblich. "Das ist lieb gemeint, geht aber nicht", sagt Justizsprecherin Nötzel.“

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mountbatten 27.03.2013, 19:50
9.

Zitat von sysop
Am 5. März, um 8.56 Uhr, verschickte das Oberlandesgericht München (OLG) die sogenannte Sicherheitsverfügung für das Verfahren gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte. Es war die Aufforderung zur Akkreditierung für Journalisten, die am Prozess teilnehmen wollen. Um 8.58 Uhr antwortete als erstes Medium die "Tageszeitung". Im Minutentakt rauschten die E-Mails in das Postfach der Justizpressestelle. Die letzte Bewerbung ging 20 Minuten vor Ende der Frist ein: am 14. März um 23.40 Uhr.

Wie genau habe ich mir das denn vorzustellen wenn das OLG so eine Verfügung verschickt? Die können sich ja nicht bei allen in Frage kommenden Medien melden. Auf welche weise erhalten dies also die Information?

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