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Populisten-Partei "Alternative für Deutschland": Politik für Männer ab 50
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Wir haben eine neue Partei: Mit der "Alternative für Deutschland" ist der Rechtspopulismus in der deutschen Politik angekommen. Bisher geht es nur gegen den Euro. Wetten, dass das erst der Anfang ist? Alternative für Deutschland: Neue populistische Partei in Deutschland - SPIEGEL ONLINE

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dowhepole 18.03.2013, 18:57
540.

Zitat von agua
Auch ich wuerde mir eine Alternative wuenschen,weil das jetzige Europa mit der gemeinsamen Waehrung macht die Suedlaender zu Armenhaeusern und die,die Angst um ihr Hab und Gut haben zu Fremdenfeindlichen.
Gründen sie selbst eine Partei und brngen sie gleichzeitig in Portugal und Deutschland an den Start ;)
Ich weiß, leichter gesagt als getan, allerdings dürfte das eine Lösung sein, die auch aus der Krise führen kann.
Wenn man einfach aus dem Euro aussteigt weiß ebenso keiner was anschließend genau passiert. Gibt es Währungskriege, die Wiedereinführung von Zöllen, wird eine Geldabwertung die Konjunktur in den Südländern schnell geng ankurbeln etc pp.
Wieso also nicht einfach mal überall die selben Parteiprogramme zur Wahl stellen.
Auf eine gemeinsame Fiskal und Wirtschaftspolitik werden sich die Politiker sonst nie einigen.

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Farina Blanco 18.03.2013, 19:00
541. kein Argument

Zitat von sexobjekt
blablabla,,,,alles was nicht Links ist, Rechtspopulismus. Ich werde die wählen und bin noch weit unter 50.
Haben Sie den Bericht sorgfältig gelesen? wenn nicht dies, was ist denn dann rechtspopulistisch? Es reicht nicht, nur gegen den Euro zu sein, das ist schlichtweg Bauernfängerei.
Ich erinnere Walter Wallmann als OB in Frankfurt, mir dreht sich heute noch der Magen um.

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Axel H 18.03.2013, 19:04
542. Das sich was ändern muss ist klar,

Die Linkspopulisten haben auch schon lange kein Problem mehr mit den Kapitalisten im Bett zu liegen. Die EU hat das Problem das sie zu schnell gewachsen ist und die die nichts hatten dachten da kommt jetzt Geld ohne Ende. Wenns ums braune Hemd geht ist das nur gemeine veralberung aber ist auf jeden Fall besser als nur noch ein Hemd. Von den Wirtschaftserfolgen Deutschlands haben die Kleinen und Mittelkleinen aber nichts gehabt. Wenn man aber sieht wofür Geld da ist dann führt das schon zum verbalen Kotzen.

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So ist das? 18.03.2013, 19:07
543. Titel!

Zitat von a.vollmer
Nur jemand mit einem weichen Keks wünscht sich eine schwache Währung wie die DM zurück, die hatte zu Ende ihrer eigenständigen Existenz Anfang der 70er über 8% durchschnittliche Inflation. Dagegen hat der Euro gegenüber dem Maß aller Dinge, dem Schweizer Franken, seit 2002 besser abgeschnitten als jede andere der großen Währungen. Mehr als doppelt so gut wie das Pfund oder der Renminbi, die anderen von Rubel bis Dollar waren noch bescheidener in der Performance. Da will jemand das Erfolgsmodell von Helmut Schmidt und Giscard d'Estaing kippen und die Republik der Devisenknappheit, autofreien Sonntage und Massenarbeitslosigkeit wieder aufleben lassen. Ich glaube kaum, dass die Generation über 50, die sich an diese Zeiten noch erinnern kann auf diesen Blödsinn hereinfällt.
Unabhängig davon, wie ein Zahlungsmittel heißt (Euro, DM oder Muschel) spiegelt es die Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft wieder.

Der Euro in seinem Außenwert spiegelt die Volkswirtschaften von 17 Nationen wieder.

Der Außenwert des Euro ist für DE (und andere) zu niedrig, für GR (und andere) zu hoch.

Analog des Länderfinanzausgleiches in DE könnte man natürlich einen Staatenfinanzausgleich einführen, würde natürlich Bayern, BW und Hessen besonders gefallen.

Dem steht allerdings nur folgendes entgegen:

Der Länderfinanzausgleich wird durch das GG gefordert, der Staatenfinanzausgleich ist gemäß § 125 AEUV ausgeschlossen.

Und nun?

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polybios64 18.03.2013, 19:16
544. Etwas mehr Sachlichkeit

würde vermutlich beiden Seiten gut zu Gesicht stehen. Wer sich die Mühe macht, einmal das vollständige Programm der neuen Partei zu studieren, wird dort recht moderate und durchdacht wirkende Positionen finden. Rechtspopulistisch finde ich die offiziellen Postionen der AfD nicht. Anders ist allerdings der Eindruck, den eine ganze Reihe von Teilnehmern verschiedener Foren von SPON hinterlässt, die hier bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit von "Blockparteien", der EuDSSR u.ä. reden und damit ihren Hass auf den Euro und im Grunde auf die EU dokumentieren. Ich hoffe, dass es der neuen Bewegung gelingt, denjenigen, die den Euro ablehnen, die Möglichkeit geben wird, sich über eine gemäßigte Partei in einer adäquaten Weise zu artikulieren und an der politischen Meinungsbildung teilzunehmen. Denn selbstverständlich ist eine offenere Diskussion über den Euro, die alle Postionen mit einbezieht, wünschenswert. Wählen werde ich den Verein allerdings ganz bestimmt nicht.

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schwarzes_lamm 18.03.2013, 19:20
545.

Zitat von So ist das?
Unabhängig davon, wie ein Zahlungsmittel heißt (Euro, DM oder Muschel) spiegelt es die Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft wieder. Der Euro in seinem Außenwert spiegelt die Volkswirtschaften von 17 Nationen wieder. Der Außenwert des Euro ist für DE (und andere) zu niedrig, für GR (und andere) zu hoch. Analog des Länderfinanzausgleiches in DE könnte man natürlich einen Staatenfinanzausgleich einführen, würde natürlich Bayern, BW und Hessen besonders gefallen. Dem steht allerdings nur folgendes entgegen: Der Länderfinanzausgleich wird durch das GG gefordert, der Staatenfinanzausgleich ist gemäß § 125 AEUV ausgeschlossen. Und nun?
Man bedachte (oder übersah wissentlich) bei Einführung des € anscheinend nicht, dass die einzelnen Wirtschaften zum Teil völlig inkompatibel waren.
Selbst auf nationaler Ebene bahnte sich eine finanzielle Katastrophe in Bremen an, was mit einer kompletten Entschuldung gelöst werden sollte: mit dem Resultat, dass der Bremer Senat innerhalb kürzester zeit einen größeren Schuldenberg anhäufte, als der, den man vor der Komplett-Entschuldung hatte.

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einzelkönig 18.03.2013, 19:20
546. Geht mir genauso

Zitat von Paul Panda
Der Verfasser, dessen Beiträge ich bisher immer sehr schätzte, verstößt hier in fast schon peinlicher Weise gegen eine wichtige journalistische Regel: Keine plumpen Verallgemeinerungen. Wenn Feminismus, Klimahysterie und "Multikulti" über das Ziel hinaus schießen, ist es durchaus berechtigt, sich einmal Gedanken über Genderwahnsinn, Gleichmacherei, Sprachsäuberungen, Ökodiktatur und Überfremdung zu machen, ohne dabei gleich die Nazikeule übergebraten zu bekommen. Genau das tut Herr Augstein aber in seinem Artikel. Ich bin weder konservativ noch tendiere ich nach rechts - aber auch ich überlege, ob ich die neue Partei wählen soll. Dabei wird meine Sympathie für diesen "Verein" umso größer, je mehr die Medien versuchen, ihn schlecht zu machen. Es scheint, als ob heute bereits jeder als "Rechtspopulist" beschimpft wird, der nicht im Gleichschritt mit der "schönen, neuen" Eurowelt mitmarschiert.
Ich habe seit ich über 30 Jahren (also seitdem ich wahlberechtigt bin) durchgehend rot-grün gewählt, um einem allzu massiven Kapital-und -Industrie-Lobbyismus entgegen zu wirken. Damit ist es jetzt definitiv vorbei. Quoten-Unfug, Euro um jeden vom Steuerzahler zu bezahlenden Preis, Einwanderung in Sozialsysteme (ebenfalls auf Kosten der Steuerzahler und mit Sicherheit geeignet noch mehr Gettos in den Städten entstehen zu lassen), um die drei Punkte zu nennen, die mir am unvernünftigsten im rot-grünen Konzept erscheinen, lassen die AfD als ernst zu nehmende Möglichkeit aus dem Schwarz-Gelb-Rot-Grünen Einheitsparteischlamassel heraus erscheinen.
Das Parteiprogramm der AfD weist keine mir erkennbaren Extrempositionen auf. Wenn das so bleibt, und keine extremen Leute von denen aufgestellt werden, dann werde ich die AfD wählen.

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hello07 18.03.2013, 19:24
547. Uupps, Herr Augstein...

Zitat von sysop
Wir haben eine neue Partei: Mit der "Alternative für Deutschland" ist der Rechtspopulismus in der deutschen Politik angekommen. Bisher geht es nur gegen den Euro. Wetten, dass das erst der Anfang ist?
...über´s Ziel hinausgeschossen und das eigene Knie getroffen...?

Die neue Partei "Alternative für Deutschland" verdient eine objektivere

und positivere Berichterstattung! Ein Vorwurf des Rechtspopulismus

ist hier völlig unangebracht! Ihre Aussage Politik für Männer ab 50

ebenso total neben der Spur...kopfschüttel...

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kunsmartrider 18.03.2013, 19:25
548. Getroffen - es wird gebellt

Oh, da kommen sie alle aus der Deckung und beissen und geifern. Was fuer eine Debattenkultur wir doch in Deutschland haben. Anstelle mal einfach das Fuer und Wider des Augsteinschen Meinungsbeitrages abzuwaegen, wird man gleich persoenlich. Manche Wortwahl laesst mich schon daruber nachdenken, welche klammheimliche Gesinnung sich da wohl getroffen fuehlt. Bei aller Wertschaetzung gegenueber EURO-Kritikern (beileibe keine Kunst bei den Geburtsfehlern dieser Waehrung), haette ich erwartet, dass man zumindest wachsam ist gegenueber denen, denen man als Waehler nachzulaufen gedenkt. Nichts anderes habe ich aus Augsteins Beitrag herausgelesen. Deshalb muss man sich nicht seiner Meinung anschliessen. Aber (nach)denken dauert bei manchen wohl zu lange.

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jjh76 18.03.2013, 19:27
549. Immer locker durch die Hose atmen!

Zitat von sysop
Wir haben eine neue Partei: Mit der "Alternative für Deutschland" ist der Rechtspopulismus in der deutschen Politik angekommen. Bisher geht es nur gegen den Euro. Wetten, dass das erst der Anfang ist?
Keine Panik!

Es mag sein, dass die AfD im Kern von marktradikalen, neoliberalen, turbokapitalistischen Kräften getragen wird. Das mag Mancher im Freudentaumel darüber, endlich eine Alternative zu der unsäglichen Blockpartei CDUCSUFDPSPDGrüne gefunden zu haben, übersehen.

Dann wird sich das schnell von selbst korrigieren. Im Grunde genommen hat der Turbokapitalismus in diesem Land fertig. Die neoliberale Agenda 2010 hat der SPD als Volkspartei das Rückgrat gebrochen, die CDU ist angeblich so links geworden, dass man nicht mehr weiß, auf welcher Seite sie von der SPD sitzt und selbst die FDP nimmt böse linke Worte, wie "Mindestlohn" in den Mund, in der Hoffnung, die nächste Wahl zu überleben.

Da wird eine kapitalextremistische Partei höchstens ein kurzes Strohfeuer (geboren aus schierer Notwehr gegen die ständige Ideologie-Indoktrination der derzeit Herrschenden). Das rückwärtsgewandte, erzkonservative Weltbild mancher AfD-Köpfe... Herrgott, ja, die wird kaum einer lange ernst nehmen. Ultrakonservative haben eine Gesellschaft noch nie vorangebracht. Sie werden sich schnell als die Ewiggestrigen entpuppen und dann in der Versenkung verschwinden. Wenn sie's allzu doll treiben, werden sie halt bei der nächsten Wahl von den Linken ersetzt - in ihrer Partei oder die ganze Partei wird abgewählt. Es geht nur darum endlich aus dieser 15-, 20-jährigen politischen Agonie herauszukommen! Ansonsten - erstmal locker durch die Hose atmen!

Den Vorwurf des tumben Nationalismus lasse ich allerdings nicht gelten - wenn man schon Nationalist ist, weil man eine eigene Währung haben will (aus ökonomischen Gründen, nicht aus historischen) und den Zustrom von Ausländern in einer Weise kontrollieren möchte, die für die Mehrheit zweifelsfreier Demokratien (z.B. Kanada, Neuseeland, Australien,...) selbstverständlich ist, dann bitte, dann bin ich Nationalist. Obwohl ich mir dieses Etikett niemals selbst gegeben hätte.

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