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Postergirl der deutschen Waffenlobby: Feuer frei!
Sibylle Fendt / Ostkreuz / UNI SPIEGEL

Blümchenbettwäsche und Schießeisen: Die Studentin Carolin Matthie trägt aus Überzeugung eine Pistole - und avancierte zum Aushängeschild der deutschen Waffenlobby.

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klaus meucht 03.01.2018, 09:02
10. Trügerische Sicherheit

In Winnenden gab es einen Familienvater der Angst vor Einbrecher hatte. Alle seine Sportwaffen waren im Tresor. Bis auf eine. Die lag auf dem Nachttisch griffbereit. Wir dies ausging wissen wir.
Bei einem Überfall ist meistens der Angreifer im Vorteil. Die Wahrscheinlichkeit mit der eigenen Waffe verletzt oder ermordet zu werden ist höher.

Einbrecher können eigene Kinder sein, die den Hausschlüssel verloren haben, und die Eltern nicht wecken wollen. Es können Jugendliche sein, die eine Mutprobe bestehen wollen. Es können Kleinkriminelle sein, die nur eine Flasche Alkohol wollen. Der Fall des Sportlers der seine eigene Freundin tötete ist bekannt.
Eine Extremsituation richtig einschätzen zu können ist schwierig. Der Angreifer ist mental auf das Äusserste vorbereitet. Der Verteidiger häufig gerade aus dem Schlaf gerissen und überfordert, die Situation richtig einzuschätzen.

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f1ow 03.01.2018, 09:05
11. Falsch

Für Pfefferspray braucht man keinen kleinen Waffenschein. es muss als Tierabwehrspray gekennzeichnet sein, ansonsten ist es mir oder ohne kleinen Waffenschein verboten!

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Lars65 03.01.2018, 09:06
12. scharfe Waffe?

Zitat von adhortator
...ich kann schon verstehen wenn sich jemand allein nachts in der Großstadt nicht sicher fühlt und sich überlegt wie er sich im Falle eines Angriffs schützen könnte. Ob eine scharfe Waffe da die Lösung ist, bezweifle ich. Die junge Dame ist halt dieser Meinung und sie vertritt sie, das ist ihr gutes Recht.
Das ist keine scharfe Waffe, sondern eine lächerliche Schreckschusspistole. Was wäre dann Ihre Lösung zur Gewaltabwehr für die junge Frau? Sagen Sie jetzt bitte nicht "Pfefferspray"

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Lars65 03.01.2018, 09:06
13. Schweiz als Vorbild

Zitat von salomon17
Ich kann nicht erkennen, dass die massenhafte Verbreitung von Waffen die Kriminalität verringert. Die Verhältnisse in den USA legen eher das Gegenteil nah.
Nehmen Sie eher die Schweiz als Vorbild. Das entspricht eher der Deutschen Gesellschaftsform. Da funktioniert das prima.

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anders_denker 03.01.2018, 09:07
14. Lehre daraus zieht die Politik nicht

Mehr Polizei, mehr Personenkontrollen, mehr Sicherheitsempfinden. Wann merkten die Politiker das einen Staatstrojaner, Massendatenspeicherung und sonstiger schnick-schnack nicht ein bisschen Gefühl für Sicherheit geben.
Streifen müssen auf die Straße, auch zu Fuß. Es muss permanent Kontrollen verdächtiger Personengruppen geben. Eine Polizei die in der Öffentlichkeit nicht präsent ist zeigt das sich der Staat aus der Verantwortung zieht und der Bürger leider zum Selbstschutz greifen muss. Bleibt nur die Frage, wofür zahlen wir denn eigentlich noch Steuern?

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Thaelmann 03.01.2018, 09:09
15. "Lebe, liebe, lache und wenn das nicht geht: lade, ziele, schieße"

Klingt nach dem Leitspruch des IS. Ich denke eher, dass die Dame sich vorgenommen hat, um jeden Preis berühmt zu werden – notfalls auch mit "Waffengewalt".

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oli h 03.01.2018, 09:09
16. Denkfehler

Der Denkfehler liegt meines Erachtens darin, dass mit liberaleren Waffengesetzen nur die "guten" aufrüsten. Wenn die "bösen" aber davon ausgehen müssen, dass jedes ihrer Opfer bewaffnet ist, werden sie sich entsprechend darauf einstellen.
Außerdem, bei einer Gesellschaft, die sich von der Steinzeit über das finstere Mittelalter in die Neuzeit und darüber hinaus weiterentwickelt erwarte ich, dass die Anzahl der Waffen sinkt und nicht steigt. Oder diskutieren wir irgendwann darüber ob wir die Blutrache wieder einführen sollten?

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meisteryupa 03.01.2018, 09:09
17. Jede Waffe in Privatbesitz ist eine potentiell illegale Waffe

Sei es durch Diebstahl, Verlust, unbedarftem Verkauf oder einfach nur nach dem Tod.
Ich denke, dass einzige, was in Zukunft passieren wird, ist, dass die Kriminellen nur noch schneller und haerter zuschlagen. Und zwar bevor die Frau eine Chance hat, ihre Waffe zu ziehen.

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p2063 03.01.2018, 09:11
18. schlechte Wahl

abgesehen davon, dass eine Gaspistole sowieso die mit Abstand schlechteste Wahl zur Selbstverteidigung ist, warum greift man dann ausgerechnet zur P99? Das Teil ist nicht nur verhältnismäßig unhandlich, groß und schwer, sondern hat auch noch ständig Ladehemmung sowie Probleme mit der Magazinverriegelung und dem Schlagbolzen. Wenn man eien Waffe braucht um sich sicherer zu fühlen, warum nimmt man dann nicht eine Zoraki 904 oder eine kleine Röhm?

Und was hat sie mit der merkwürdigen Munitionsauswahl vor? Erst mal 4 Schuss wirkungslose Knallpatronen verballern bevor sie beim nur gegen Tiere erlaubten Pfeffer ist? Oder denkt sie in einer Gefahrensituation wäre noch Zeit, erst mal das Magazin mit einer der Situation entsprechenden Munition zu bestücken?

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bunhuelo 03.01.2018, 09:14
19. Adlershof

Habe ebenfalls Physik und Informatik in Adlershof studiert. Ich kenne die Gegend ganz gut, abends ist es tatsächlich etwas leer dort - aber um dermaßen Angst zu haben, dass man sich dort eine Waffe zulegt, muss man schon ein ziemlicher Schisser sein. Dass das erklärte Ziel jetzt der Besitz einer scharfen Waffe ist, zeigt ja gleichzeitig auch, worum es wirklich geht - die Frau ist ein Waffenfreak und damit eine Gefahr für die Allgemeinheit. Unangenehmer Gedanke, mit einer bewaffneten und offenbar zu Überreaktionen neigenden Person (mal ehrlich - wer in Berlin glaubt, eine Waffe besitzen zu müssen, reagiert über) in einer Straßenbahn sitzen zu müssen. Die wahre Gefahr für die Allgemeinheit sind solche Menschen.
Beste Grüße - habe das furchtbare Adlershof und das gefährliche Berlin inzwischen über 10 Jahre unbeschadet bestanden, seit geraumer Zeit auch aus familiären Gründen regelmäßige Aufenthalte in Medellín, Kolumbien - eine Knarre war bisher an keinem der Orte nötig, und ich hoffe, dass sich meine Wege niemals mit denen eines solchen Menschen kreuzen. Wobei ich Frau Matthie höchstwahrscheinlich ohne es zu merken schon ein paar Mal über den Weg gelaufen bin, gemessen an der Tatsache, dass wir die gleichen Fächer an der gleichen Uni studieren/studiert habe.

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