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Potentielle Speicher: Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen
dapd

Nachtspeicheröfen galten schon als Auslaufmodell - nun dürfen sie laut eines Beschluss des Bundestags auch noch im kommenden Jahrzehnt betrieben werden. Die Energiefresser werden neuerdings als flexible Stromspeicher gesehen, die das schwankende Ökostromangebot stabilisieren können. Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen - SPIEGEL ONLINE

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manni.baum 17.05.2013, 10:04
1. Energiefresser ??

"Energiefresser" - schreiben Sie nicht so ein dummes Zeug, eine Kilowattstunde Strom kostet 25 cent, eine Kilowattstunde Heizöl kostet 9 cent, der Unterschied liegt im Preis nicht in der Energie ,die ist beim Strom wenigstens zum Teil "nachwachsend" beim Heizöl nur fossil.(manni.baum besitzt KEINE Nachtspeicheröfen).

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spätzlesschwoab 17.05.2013, 10:06
2. Wie soll das funktionieren?

In unserem Mietshaus ist seit Mitte der 70er Jahre eine Stromzentralheizung eingebaut. Sie erzeugt hautpsächlich mit Nachtstrom Wärme, die sie tagsüber an das Heizungssystem abgibt. Wer kann mir sagen, wie diese gespeicherte Wärmeenergie in Form von Strom wieder zurückgeführt werden kann ins Stromnetz. Das würde ich unter einem flexiblen Stromspeicher verstehen. Wie hoch sind die Verluste bei dem Gesamtprozess? Dieser Braten stinkt doch wieder mal gewaltig nach Lobbyismus der großen Stromkonzerne oder gibt es da tatsächlich praktikable Lösungen für unser Altgerät um dieses als Stromspeicher nutzen zu können?

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Bartholomew 17.05.2013, 10:09
3. Stromspeicher - wohl kaum

Nachtspeicheröfen werden als ENERGIEspeicher diskutiert, nicht als STROMspeicher. Der Vorgang der Wärmeerzeugung mittels Heizdraht im Nachtspeicher ist irreversibel, das heißt der Strom ist unwiederbringlich weg und in Wärme umgewandelt. Wenn diese Wärme vonnöten ist, kann das sinnvoll sein. Wer aber an einem sonnigen und windigen Sommertag (also bei hohem Stromangebot) noch Interesse daran haben soll, seine Wohnung mit einem Nachtspeicherofen weiter aufzuheizen, ist mir schleierhaft. Tatsächlich handelt es sich hier um eine Blendgranate, die davon ablenken soll, dass die Stromkonzerne langfristige Investitionen in Energiespeicher (Pumpspeicher, Druckluftspeicher etc.) scheuen. Das kommt davon, wenn Soziologen und Juristen über technische Fragen diskutieren...

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Stelzi 17.05.2013, 10:13
4. Quatsch

Zitat von manni.baum
"Energiefresser" - schreiben Sie nicht so ein dummes Zeug, eine Kilowattstunde Strom kostet 25 cent, eine Kilowattstunde Heizöl kostet 9 cent, der Unterschied liegt im Preis nicht in der Energie ,die ist beim Strom wenigstens zum Teil "nachwachsend" beim Heizöl nur fossil.(manni.baum besitzt KEINE Nachtspeicheröfen).
Es geht um den WIRKUNGSGRAD und der ist, gleichgültig wie der Stom erzeugt wird, deutlich schlechter als bei jeder Öl- oder Gasheizung.

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tutnet 17.05.2013, 10:15
5. Nachtspeicheröfen sind keine Energiefresser

ganz im Gegenteil, die haben einen Wirkungsgrad von 100%. Die gesamte aufgenommene elektrische Energie wird in Wärme umgesetzt. Von solch einem Wirkungsgrad sind alle anderen Heizungen (Öl, Gas, Kohle, Pellet usw.) weit entfernt.
Der Nachteil des Nachtspeicherofens liegt darin, daß er vorher mit billigem Nachtstrom aufgeheizt wird, wobei niemand genau sagen kann, wieviel Wärme am nächsten Tag gebraucht wird. Ggf. muß mit teurem Strom nachgeheizt werden. Durch eine intelligente Steuerung versucht man dem entgegen zu wirken.
Hier setzt die neue Sichtweise an, den billigen Strom gibt es tagsüber auch bei Starkwind.

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a1200 17.05.2013, 10:17
6. Schon seltsam

E_Autos sind toll (kein Benzin- o. Dieselverbrauch) aber Nachtspeicheröfen sind schlecht?

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cirkular 17.05.2013, 10:21
7. Der Grundlaststrom

Zitat von manni.baum
"Energiefresser" - schreiben Sie nicht so ein dummes Zeug, eine Kilowattstunde Strom kostet 25 cent, eine Kilowattstunde Heizöl kostet 9 cent, der Unterschied liegt im Preis nicht in der Energie ,die ist beim Strom wenigstens zum Teil "nachwachsend" beim Heizöl nur fossil.(manni.baum besitzt KEINE Nachtspeicheröfen).
der in den Nachtspeicherheizungen verbraten wird stammt aus Steinkohlekraftwerken mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 33 %. Einschließlich der Leitungsverluste wäre der Strompreis im Vergleich durchaus angemessen. Die Kilowattstunde Nachtspeicherstrom wird aber deutlich billiger verkauft als 25 Cent.

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kantundco 17.05.2013, 10:24
8. Viel sinnvoller wäre es...

Elektrisch erhitztes Wasser in Schichtspeichern einzulagern.
Das könnte vor allem viel flexibler gestaltet werden. Ist ein Stromüberschuss da, gehen die Preise runter, wird das Wasser erhitzt und die andere Energiequelle (Öl, Gas etc.) geschont. Je nach Preis lässt sich das einstellen. Und das Wasser kann am Morgen auch zum Duschen verwendet werden.

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bwolfer 17.05.2013, 10:28
9. Konfuser Artikel

habe auf Spiegel Online selten einen so konfusen Artikel gelesen. Die potentielle Flexibilität von Speicherheizungen liegt in der Möglichkeit, die Ladezeiten zu steuern, also dann zu laden, wenn viel Strom (also auch der schwer planbare Wind- und Solarstrom) zur Verfügung steht. Bei aller berechtigter Kritik an Nachtspeicherheizungen ein Argument, das nicht ganz von der Hand zu weisen ist.
Und der letzte Absatz ist extrem mißverständlich. Natürlich stoßen Nachtspeicherheizungen selbst keine Klimagase aus, das passiert beim Erzeugen des Stroms, wenn das durch Verbrennung fossiler Energieträger passiert, speziell wenn die dabei unvermeidbare Abwärme nicht effizient genutzt wird.

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