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Protokoll einer Krippenplatzsuche: Die Not besiegt das Gewissen
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Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz? Schön und gut. Die Suche danach bleibt dennoch eine entwürdigende Prozedur. Eine Mutter berichtet von Telefonaten noch vor der Geburt, über Bord geworfenen Überzeugungen und Vermarktung der eigenen Familie. Krippenplatz: Protokoll einer Suche - SPIEGEL ONLINE

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wastl300 01.08.2013, 12:16
120. Einzelmeinung

Zitat von WhereIsMyMoney
Sie haben recht wenn Sie sagen, dass es für Kinder besser ist auch Zeit mit anderen Kindern in einer KiTa zu verbringen. Doch was soll der Quatsch mit Experten und Laien? Selbst unterdurchschnittliche Eltern sind besser als diese "Experten".
Schon mal unterdurchschnittliche Eltern erlebt? Da will man denen das Kind gleich wegnehmen.
Hallo Säugling ein Schluck Weißbier gefällig?
Ach in die Windel geschissen? Mußt warten bis wir wieder zu Hause sind.
Quengel nicht, ist erst Mitternacht, Papa und Mama haben Spaß...

Da hilft es auch wenig den Gastronomen hinzuweisen. Deuschland schaut gerne weg.

So etwas kann ich mir bei proffessionellen Kinderbetreuer (Experten) nicht vorstellen.

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Jule1984 01.08.2013, 12:16
121.

Zitat von Papierleschweizer
Eine Frage hätte ich Frau Jukschat: Wieso setzen Sie Kinder in die Welt, wenn Sie keine Zeit für sie haben? Glauben Sie, dass Staatserziehung die Zeit mit den Eltern kompensiert?
Gott sei Dank denken nicht alle so, wie Sie, sonst wäre Deutschland schon ausgestorben.

Vielleicht konnten Sie am Rande mal verfolgen, wie schwer es heutzutage ist, als Alleinverdiener, wie Sie es sich scheinbar wünschen, eine Familie zu ernähren und auch einigermaßen etwas bieten zu können.
Nicht alle Menschen sind Top-Manager!!

Und nur weil man einen Kita-Platz unter 3 Jahren in Anspruch nimmt, ist man keine schlechtere Mutter, kein schlechterer Vater, ganz im Gegenteil.
Am Nachmittag wird die Zeit viel intensiver mit den Kindern genutzt.
Meine Tochter ging mit 2 Jahren in den Kindergarten, weil ich, alleinerziehende Mutter, wieder arbeiten gehen musste.

Sie ist heute klassenbeste und wir haben ein super Verhältnis.

Aber von so Leuten wie Ihnen kommen auch so Kommentare wie: warum beziehen alleinerziehende Mütter Hartz 4? Dann sollen Sie Ihre Kinder in die Kita schicken und arbeiten gehen...
Besserwissen kann jeder- erstmal machen!!!

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Bondurant 01.08.2013, 12:18
122. was ist eigentlich

Zitat von sysop
Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz? Schön und gut. Die Suche danach bleibt dennoch eine entwürdigende Prozedur. Eine Mutter berichtet von Telefonaten noch vor der Geburt, über Bord geworfenen Überzeugungen und Vermarktung der eigenen Familie.
aus der früher als progressiv geltenden Psychoanalyse geworden? Die erklärte es doch für eine zwingende Notwendigkeit im Sinne psychischer Gesundheit, dass die Mutter (nicht irgendeine "Bezugsperson") für das kleineKind in den ersten vier Jahren ständig erreichbar sein sollte.

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person012 01.08.2013, 12:19
123. .

Zitat von asentreu
es sind unverschämte Kommentare wie ihre, die mich bis jetzt vom Kinder kriegen abhalten! In ihren Köpfen scheint es scheinbar völlig normal zu sein das ich als Frau mich selbst, alle meine Bedürfnisse (Mütter haben gefälligst keinen Urlaub zu brauchen) sowie meine beruflichen Ambitionen (bespaße dein Einzelkind gefälligst zuhause!) zurückzustellen habe nur um mich dem Minigötzen "Kind" zu unterwerfen. Sorry Leute, aber wie man sein Kind erzieht und betreut ist Privatsache, da habt ihr nicht drüber zu urteilen! Und auch Eltern brauchen Freiraum! Diese "24/7 helikoptermäßig ums Kind rumschwirren Treibhauserziehungsatmosphäre" führt sicher nicht zu selbstbewussten und selbstständigen Kindern!
Ich sehe da ja einen Widerspruch: wie man sein Kind betreut ist Privatsache. Aber der Staat soll Kitaplätze garantieren?
Und es ist einfach so: wenn man ein Kind bekommt, ändert sich vieles im Leben, da muss man in vielen Dingen zurückstecken. Wenn man dazu nicht bereit ist und das Kind nur als hippes Accessoire haben will, sollte man wirklich keine Kinder bekommen!

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tomaraya 01.08.2013, 12:20
124. Na klar!

Zitat von Pizza72
Das tut man ohnehin, völlig unabhängig ob Kita oder nicht. Das werden Sie noch merken wenn das Kind da ist ;-) Unsere Kinder sind mittlerweile im Kindergarten, wir arbeiten beide. Dennoch ist nichts mehr wie zuvor und das ist auch gut so.
Na klar, das wissen wir, das wollen wir!;)
Darauf freuen wir uns!

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thadome74 01.08.2013, 12:20
125. Danke Ruediger99!

Wollte gerade voller Unverständnis einen Kommentar schreiben und sah Ihren.. Ganz meine Meinung! Wir befinden uns bedauerlicherweise in der Lage, dass wir arbeiten gehen müssen, um zu überleben - wie gerne würde ich zuhaus bei meiner kleinen Tochter bleiben..!!!

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bicyclerepairmen 01.08.2013, 12:21
126.

Zitat von karteileiche007
Nur zur Realität:In den Kitas hier in meiner Umgebungs beispielsweise sind alle Bildungsprogramme ohnehin reine Theorie. Dafür hat man hier fast gar keinen Mangel an Kitaplätzen mehr. Wie auch, bei 16 Kindern von 0-2 in einer Gruppe, mit 2 Erziehern. Es wird im Akkord gefüttert, gewickelt, Händewaschen wird ausgelassen... und völlig klar, dass weinende Kinder auch nicht immer gleich getröstet werden können und früher oder später einfach gar nicht mehr weinen weil eh niemand da ist der hilft... Mit den Kindern spielen oder rausgehen? Kaum möglich. Mit Migrationskindern viel Deutsch reden? Eher wenig. Auf Integrationskinder gezielt eingehen? Wie denn, und wann. Kinder aus Problemfamilien auffangen? Hmmm... wenn das Alkoholikerkind bei uns den Anfall bekommen hat, dann sind alle beiden Fachkräfte damit beschäftigt gewesen, dieses Kind zu beruhigen. Die 15 anderen Kinder waren dann auf sich gestellt. Da kann mir einfach niemand erzählen, dass ein Kind unter diesen Bedingungen auch nur annähernd etwas anderes tut, als permanent Stress zu bewältigen.
Genauso sieht es aus. Auch ein Grund warum meine Frau als Erzieherin einen Tagesmutterzusammenschluss wagt. Und das bei eigentlich noch weniger Einkommen als schon unter den o.g. Bedingungen gezahlt wird.

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Cathetel 01.08.2013, 12:21
127.

Zitat von allefuereinen
Rabeneltern? Wie veraltet ist diese Meinung denn? Und vor allem wie intolerant. Flexibilität wird heute verlangt, also zieht man für den Job in eine andere Stadt. Hat keine Großeltern in der Nähe und wenn man sich und seinem Kind mehr als Balkonien, Secondhandklamotten und Fastfood geben möchte, dann müssen beide arbeiten. Ergo ist die 14 monatige Elternzeit schon ein Luxus. Ausserdem bin ich lieber eine ausgeglichene Mutter für mein Kind, der nicht zuhause die Decke auf den Kopf fällt, weil ihr Wäsche, Küche und Spielzeug nun mal nicht genug ist. Dann kann ich die Zeit mit meinem Kind auch intensiv nutzen.
Das kann ich so unterschreiben.
Ich kann nicht ganz nachvollziehen wieso einige hier so eine weltfremde Meinung haben. Wir leben nicht mehr wie vor 100/200 Jahren in einer Großfamilie mit Großeltern, Geschwistern, Tanten und und und...

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menschirgendwas 01.08.2013, 12:21
128. Was für ein bösartiges Statement.

Zitat von d14469potsdam
Ja, 14 Monate ist ein bißchen früh. Wenn beide Partner einen Job haben, muss es doch möglich sein, das lange ersehnte Wunschkind doch etwas länger als 14 Monate zu Hause zu betreuen. Wir setzen unsere Kinder auf die Welt, um gleich wieder krampfhaft zu versuchen, sie in Betreuungseinrichtungen abzuschieben. Warum haben solche Leute Kinder? Man könnte ja zugunsten der Kinder auch einmal auf einen Urlaub verzichten... Rabeneltern.
Wie kommen Sie auf so eine Feststellung? Warum soll das zu früh sein? Auf welcher fundierten Grundlage beruht diese Einschätzung?
Es ist natürlich nicht zu früh. In sehr vielen Ländern ist es absolut üblich, dass Kinder auch schon weit früher betreut werden. Nur in Deutschland herrscht immer nmoch die "Mütter an den Herd"-Ideologie aus der Nazizeit vor.
Warum genau nicht? Warum sollte ich mein Kind außschließlich zu Hause einsperren? Was heißt denn hier in eine Betreuungseinrchtung abschieben? Heißt dass, Sie enthalten ihren Kinder Jahrelang eine gute Gruppenbetreuung, den regelmäßigen Kontakt mit anderen Kindern vor? Mit welchem Recht eigentlich? Kinder profitieren absolut von der Interaktion in einer Gruppe, von den verschiedenen Aktivitäten der Kitas mit ausgebildetem Personal, die Eltern - egal auf welchen hohen Ross sie sitzen - in der Fülle niemals anbieten können.
Ich könnte auch sagen, dass viele Mütter aus Faulheit lieber jahrelang zu Hause sitzen, ihre Kinder geistig verkümmern und emotional nur auf die Mutter fixieren lassen, statt für ein paar Stunden am Tag eine ordendliche Betreuung der Kinder zu organisieren.
Aber damit würde ich den Lebensentwurf vieler Menschen herabsetzten und das wäre ziemlich dumm und arrogant.
Sie haben damit offensichtlich weniger Probleme.
Schämen Sie sich.

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janjibe 01.08.2013, 12:25
129. Bloß keine Angst machen!

Zitat von sa.paul
Und von Qualität braucht auch keiner sprechen. Krippengruppen in der Größenordnung von 12 Kindern unter 3! Toll!!! Davon dann 2-3 zwischen 6 und 13 Monaten die anderen 4-5 machen gerade die Trotzphase durch und die "Großen" 4 Kinder mit knapp 2,5-3Jahren laufen schon irgendwie mit ..klar, weil die 2 Fachkräfte der Gruppen ja nebenher noch 15 SEitige Entwicklungsbögen ausfüllen, Praktikanten betreuen -sofern vorhanden, Elternberatung betreiben und Personalmangel ausgleichen, weil zwar mehr Krippen gebaut wurden aber nicht mehr fähige Erzieher aus dem Boden schießen.
Da haben wir ja noch Glück mit unserer Krippengruppe:

15 Kinder, 2 feste Betreuerinnen, grundsätzlich immer eine Springerin dabei und eine FSJlerin (freies soziales Jahr). Mein Kind sagt zu seiner Betreuerin "Mama-Kerstin", was ist nicht als negativ sondern als positiv ansehe, weil ich weiß, er fühlt sich wohl.

Handelt einfach alle nach Bauchgefühl

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