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Prozess um Diskriminierung: Zu kleine Frau darf nicht Pilotin werden
DPA

Wer bei der Lufthansa Pilot werden will, muss mindestens 1,65 Meter groß sein. Eine 19-Jährige bewarb sich trotzdem, bestand alle Tests - und flog beim Nachmessen raus: 3,5 Zentimeter zu klein. Eine Entschädigung bekommt sie nicht, entschieden Kölner Richter. Zu klein für den Pilotenjob: Mindestgröße bei Lufthansa ist zulässig - SPIEGEL ONLINE

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Hilfskraft 28.11.2013, 20:06
100. ein Runde Mitleid ...

sonst noch Probleme, junge Lady?

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paul.45888 28.11.2013, 20:07
101. Diskriminierung

Warum darf ein 1,55m kleiner Mann nicht zur GSG9 und eine Frau mit Pferdeallergie nicht zur Reiterstaffel? Warum darf der 2,10m-Typ kein Panzerfahrer werden und der 5-Dioptrien-Typ nicht auf dem Flugzeugträger landen? Warum darf ein Sonderschüler nicht Zahnmedizin studieren? Warum darf ein Mann mit nur 3 Fingern kein Klavierlehrer werden? Weils einfach nicht hinhaut. Genauso wie bei der Frau, die im Flugzeug im Notfall nicht schnell genug an die Schalter kommt. Mein Gott. Wie dämlich kann man sein. Aber nette Idee, mal eben einen Riesenhaufen Kohle abziehen zu wollen. Wie soll die Summe begründet sein?

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Savoyen 28.11.2013, 20:08
102. Genderkonform?

Sorry, lieber Herr Richter, aber hier muß ich jetzt mal gewaltig einhacken!!! Ihre Aussage entspricht nun wirklich nicht den genderkonformen Massstäben! Das Geschlecht ist nur ein soziales Konstrukt: es gibt KEINEN Unterschied zwischen Männer und Frauen, wenn man sie nicht dahingehend konditionieren würde. Das ist Fakt, Herr Richter! Fragen Sie mal einen der überall verfügbaren Genderbeauftragten.
Ergo können Frauen auch nicht im Schnitt kleiner als Männer sein, denn das wäre ja nicht genderkonform, da ja beide - wie oben erwähnt - eigentlich gleich sind! Es ist nur die konservative Grundhaltung, die uns noch in diesen archaischen Konstrukten denken läßt. Messen Sie also lieber noch mal nach...

(Wer in dem Kommentar Ironie findet, darf sie behalten :-))))

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Der Pragmatist 28.11.2013, 20:08
103. Wo zu Bedingungen???

Zitat von rentier75
uns wurde immer erzählt das Jagdflieger keine Brillenträger sein dürfen und auch keine Zahnfüllungen haben sollten. Bei einer Flugschau sprach ich mit einem unter 30jährigen Eurofighterpiloten der Kontaktlinsen trug, aber auch ein "von" auf dem Namensschild... ... Die die überlebten durften dann bei LH und IF die ersten Passagiere durch die Gegend kutschieren. Was soll dieser Auswahlfanatismus. Wenn es zuviele Bewerber gibt, gibt es eben "arbeitslose" Piloten. Geht doch in anderen Berufen auch, oder nicht. Fliegen ist ausserdem eine Leidenschaft und wenn die "kleine" Frau eine solche hat, dann sollte sie das auch tun dürfen. Ist immer noch besser als ein "vonundzu" der das nur macht weil Urgrossopi zusammen mit dem Fettsack um die Wette geflogen ist.... Ich dachte immer wir verabscheuen Vetternwirtschaft, sind aber wohl diejenigen die diese bis auf höchstes Mass zelebrieren, in Politik, in der Wirtschaft, beim Bund, bei Polizei und in der Justiz, aber eben auch beim Privileg "Fliegen".
Wo zu ueberhaupt Bedingungen, Wenn es immer Leute gibt, die sich diskriminiert fueheln un sofort klagen? Eine andere Bedingungen ist sicherlich dass Bewerber einen Oberschulabschluss haben muessen. Als naechste so werden dann Hilsschueler klagen weil sie diskriminiert wurden. Was passiert Wenn eien Bewerberin nur 1,45 m gross ist? Wird sie dann auch wegen Diskriminierunng klagen?

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Hilfskraft 28.11.2013, 20:09
104. Zustimmung

Zitat von 4qfghei3pers
Ich habe es wirklich satt, immerzu von Diskriminierung zu lesen. Schwule werden diskriminiert, weil sie keine Kinder adoptieren dürfen. Die junge Frau wird diskriminiert, weil sie zu klein ist usw. Ich habe es satt, daß selbst angesehene Magazine dieses Unwort ständig und fälschlich benutzen. Zur Erinnerung: Es sind Voraussetzungen zu erfüllen! Wenn ein Paar Vater und Mutter bieten können, darf adoptiert werden. Jedes Kind hat Anspruch auf ein normales Leben mit Vater und Mutter. Die junge Frau erfüllt die Voraussetzungen ebenfalls nicht, sie ist zu klein. Leute, wenn ich Bahn fahren will, brauche ich ein Ticket. Man diskriminiert mich nicht, sondern erwartet als Voraussetzung ein Ticket. Schafft endlich das Wort Diskriminierung ab, es wird zu oft mißbraucht.
das sind die Jahrmarktsfiguren, die man damals zur Schau stellte, von heute.
Wen hätte ich alles verklagen können, wegen verwehrter und entgangener Chancen im Leben?
Ich hätte heute mehrere Millionen auf dem Konto.
Die junge Lady muss noch verdammt viel lernen.
Soll froh sein, dass es ihr nur an ein paar Zentimeter fehlt.

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Michi2010 28.11.2013, 20:09
105. Bitte gebt uns noch die

"Quotengrösse".
Es gab auch Grössenvorgaben für Jet-Piloten bei der Bundeswehr ... aber wir könne ja einen EURO-Fighter 10cm länger baeuen, damit auch 2,05 mtr. Pilot reinpassen.
Ich fühle mich auch diskriminiert ... ich bis 1,92 gross und die meisten Pinkelbecken sind recht tief montiert.
Ich bitte hiermit um eine EU-Verordnung zur Anbringung grössengerechter Pinkelbecken ...
Wie wäre es erst zu messen?

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Wildes Herz 28.11.2013, 20:11
106.

Zitat von 4qfghei3pers
Erstens gibt es kein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Leute, auch wenn sie zusammenleben.
Warum nicht? Zumindest, wenn einer der beiden Partner ein Adoptivkind in die Lebenspartnerschaft bringt (Sukzessivadoption), gibt es bereits jetzt ein Adoptionsrecht:

Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht Homosexueller - SPIEGEL ONLINE

Und in allen anderen Fällen ist das nur noch eine Frage der Zeit. Entweder die neue Regierung beschließt es demnächst, oder das BVerfG wird das so durchsetzen, sobald die nächste Verfassungsklage anhängig ist.

Zitat von 4qfghei3pers
Zweitens könnte ja jede x-beliebige Form des Zusammenlebens ebenfalls kommen und sich diskriminiert fühlen. 4 Frauen, drei Kerle oder sonstwas. Und alle wollen sie normal und gesund sein.
Natürlich können sie "kommen" - und zwar mit einer Klage beim Bundesverfassungsgericht, das dann entscheidet, ob eine verfassungswidrige Diskriminierung vorliegt oder nicht.

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rentier75 28.11.2013, 20:13
107. Ironie

Zitat von tweet4fun
Das ist doch völliger Kokolores! Erstens sind Rehe auch in Niedersachsen rotbraun und nicht blaugelb. Zweitens gehört zum Berufsbild des Försters der Waffenschein, weil die Wildkontrolle zur Waldhege gehört. Machen Sie sich um Himmels Willen doch mal sachkenntlich! Es gibt den Beruf des Forstwirtes, und es gibt den Beruf des Jägers. Beide dürfen in der Regel Waffen tragen. Der Forstwirt hat zusätzlich aber ein weiteres Aufgabengebiet als der Revierjäger.
Ich weiss selbst welche Farbe die Tiere haben, das war ein kleiner Scherz. Bei uns in Sachsen spazieren neudeutsch "Ranger" durch die Wälder die tragen keine Waffen und nicht jeder Forstwirt führt eine. Desweiteren gibt es in D keinen "Waffenschein", es gibt den Jagdschein und die Waffenbesitzkarte (so heisst das wohl korrekt).
Natürlich wird die Mehrheit der Förster mit der Flinte jagen dürfen, gehört ja auch dazu. Das ist aber auch nicht das Thema, sondern vielmehr geht es darum ob bestimmte Berufszugangsbestimmungen nicht einfach nur veraltet oder überholt sind. Immerhin leben wir in einem der fortschrittlichsten und weit entwickelsten Staaten der Erde, haben aber Gesetze der vorletzten Jahrhundertwende.
Es gibt genügend Hobbyjäger die eine försterliche Wildhege mittels Fangschuss mehr oder weniger überflüssig macht, alles eine Frage modernster Kommunikation via Smartphone. Förster entdeckt krankes Tier, sendet SMS an nächsten Hobbyjäger, der kommt bumm..... Wir leben in Mitteleuropa. So auch die Frau, als Co- Pilotin bekommt sie einen "langen Kerl" an die Seite der dann 1 Sekunde schneller den Triebwerkslöschknopf drücken kann. Was soll diese ewige Engstirnigkeit und A4- Denke?
Natürlich muss man das jetzt nicht alles wortwörtlich nehmen, aber mehr Flexibilität stünde uns allen gut und immerhin wollen wir doch gut vergütete Vollbeschäftigung erreichen.

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spon-facebook-10000041936 28.11.2013, 20:15
108. Diskriminierung

Völlig ungerechtfertigt - diese Richtlinien sind doch nicht aufgestellt, um irgend wen bewusst zu benachteiligen, sondern entsprechen dem Sachzwang. Sicherheit in diesem Fall ist wohl ein sehr gutes Argument für eine Mindestgröße - manche Jobs bringen einfach Bedingungen mit, die in der Natur der Sache liegen. Wenn ich etwas klein bin, kann ich eben nicht Pilot werden, genauso wenig wie ich kurzsichtig wohl eher nicht Scharfschütze werden kann oder als 2,xx Riese Panzerfahrer werde. Es ist ja auch keine Diskriminierung zu sagen, ein Gelähmter kann nicht Profispieler in der Bundesliga werden - da gibt es auch einfach Zwänge, die in der Natur der Sache liegen. Es geht ja nicht um ein aktives Verbot, sondern um passive Bedinungen, die der Beruf stellt. Trotzdem ist Diskriminierung nicht unangebracht in dem Zusammenhang - denn würde nicht eigentlich den Fluggästen das Recht auf Sicherheit verwehrt, wenn jemand der Sicherheitsbedingungen nicht erfüllt, Pilot werden könnte - wird da nicht die Allgemeinheit diskriminiert?

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mnbvc 28.11.2013, 20:15
109. Diskriminierung als Weg zu Geld

Der guten Dame ging es offenkundig ums Geld. Oder wie kommt aus einer nicht erfolgreichen Bewerbung eine "Entschädigung" von 135.000€ (!!) zustande -dem mehrfachen Jahresverdienst eines Durchschnittsverdieners? Dass sie dann mit "nur" 10.000€ auch zufrieden gewesen wäre, passt ins Bild. Ich werde übrigens gerade aktiv diskriminiert, weil mich Bayern nicht Champion's League spielen lässt und ich für meine Bilder weniger bekomme als Gerhard Richter. Sauerei!

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