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Prozess um Diskriminierung: Zu kleine Frau darf nicht Pilotin werden
DPA

Wer bei der Lufthansa Pilot werden will, muss mindestens 1,65 Meter groß sein. Eine 19-Jährige bewarb sich trotzdem, bestand alle Tests - und flog beim Nachmessen raus: 3,5 Zentimeter zu klein. Eine Entschädigung bekommt sie nicht, entschieden Kölner Richter. Zu klein für den Pilotenjob: Mindestgröße bei Lufthansa ist zulässig - SPIEGEL ONLINE

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Konstruktor 28.11.2013, 21:15
140.

Zitat von muffelkopp
Rotwild ist rot? Naja, mit sehr viel gutem Willen vielleicht.
Durchaus rötlich-braun.

Zitat von muffelkopp
Gehen Sie mal wieder in den Wald, oder in den Zoo, oder googlen Sie. Gegen Wildschweine (Schwarzkittel ;-)) hilft das auch. Und was passiert, wenn ein Wanderer selber eine dieser furchtbaren Jack-Wolfskin(tm)-roten-Gruseljacken trägt? Hätte er eine grüne tragen sollen?
Genau deshalb ist es wichtig, daß ein Waldaufseher (Förster) Farben gut unterscheiden kann, um die Fehlerquote so niedrig wie möglich zu halten, auch im Unterholz oder zwischen Bäumen und um seine Arbeit so effizient wie möglich wahrnehmen zu können (z.B. auch Baum-Markierungen etc.).

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FraSoer 28.11.2013, 21:17
141. Kommt sie nun wirklich nicht an die Knöpfe?

Interessant wäre es für mich dann, wenn etwa ihre Arme lang genug wären dass sie auch "in Notfallsituationen" schnell an die entsprechenden Knöpfe kommt obwohl ihre Körpergröße nominell zu gering ist.

Wenn die Vorschrift einen Sinn hat, dann wäre es für mich keine Diskriminierung. Wenn sie keinen Sinn hat, dann möglicherweise schon.
Ansonsten könnte dann auch ein 10 Jähriger klagen warum er bei der Bundestagswahl nicht wählen darf. Altersdiskriminierung.

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Vordenker 28.11.2013, 21:20
142.

Zitat von sysop
Wer bei der Lufthansa Pilot werden will, muss mindestens 1,65 Meter groß sein. Eine 19-Jährige bewarb sich trotzdem, bestand alle Tests - und flog beim Nachmessen raus: 3,5 Zentimeter zu klein. Eine Entschädigung bekommt sie nicht, entschieden Kölner Richter.
Was kommt als Nächstes? Eine Frau klagt, dass sie nicht gegen Klitschko boxen darf, obwohl es ihr Traum ist - Gewichtsklassen im Boxen sind nämlich sooo diskriminierend. Komischerweise will keine Dame im Stassenbau oder in Abwasserkanälen malochen.

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muffelkopp 28.11.2013, 21:21
143.

Zitat von Konstruktor
Durchaus rötlich-braun. Genau deshalb ist es wichtig, daß ein Waldaufseher (Förster) Farben gut unterscheiden kann, um die Fehlerquote so niedrig wie möglich zu halten, auch im Unterholz oder zwischen Bäumen und um seine Arbeit so effizient wie möglich wahrnehmen zu können (z.B. auch Baum-Markierungen etc.).
Nun seien Sie doch nicht so nicht humorlos ;-)

Natürlich sollte ein Jäger Farben unterscheiden können, aber wie hier bereits klargestellt wurde (nicht überprüft), gilt das hier für Förster. Die schießen in der Regel nicht.

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rentier75 28.11.2013, 21:37
144. Bitte nicht

Zitat von lucie
es ist nicht zu fassen-es geht um unser aller leben. im cockpit ist es nicht relevant,ob man höhere schuhe trägt oder auch mal schnell aufspringen kann. man sitzt fest mit einem mehrpunktgurt angeschnallt (den man sicher nicht in einem notfall löst!) und dann bleibt eben nur die körpergrösse , um gewisse köpfe und schalter zu erreichen!und der andere pilot ,welcher evtl. helfen könnte ,hat eigene aufgaben! es geht um den NOTFALL! ich bin entsetzt,dass sich einige auf diesen "diskriminierungsunsinn" einlassen.
übertreiben, es werden keine Milliarden Menschen sterben nur weil vielleicht, eventuell in einem möglichen Notfall eine zu kurze Pilotin den Triebwerkslöschanlagenknopf eine Sekunde später drückt als ein 1,82 m langer erfahrener Flugkapitän.
Wenn es danach geht müsste man alle Kfz mit einer Promillegrenze- Wegfahrsperre austatten, oder am besten das Auto, die Eisenbahn und die Passagierschifffahrt abschaffen. Das Flugzeug ist und bleibt das sicherste Personenbeförderungsmittel weltweit, auch mit Pilotinnen die unter 1,65cm Körperlänge messen.
Das Problem ist das die Gesetze gemacht wurden als es noch keine Flugzeuge gab, sie wurden nachgebessert als man fest stellte das die Emanzipierung der Frau unumgänglich wurde, aber keiner ändert die Gesetze aufgrund technischer und technologischer Weiterentwicklungen und wenn die Hersteller der Flugzeuge keine Mindestmasse kennen, dann sollte man das akzeptieren und entsprechend nachbessern, wenn man das nicht tut kommt es zu solchen Stilblüten innerhalb der Diskriminierungsgesetze.
Die modernen Flieger sind sehr komplexe Systeme und reagieren aufgrund der Programmierung ohnehin schneller als die Piloten, ist übrigens auch in modernen Kfz auch so, ich glaube kaum das ein sekundenbruchteile schnelleres Drücken von Knöpfen über einen Absturz oder Nichtabsturz entscheiden kann. Davon abgesehen ist die Physik ohnehin schneller als der Mensch je sein kann, sonst gäbe es keine Unfälle und daraus resultierend keine unfallvorbeugenden Massnahmen durch den Menschen.

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FocusTurnier 28.11.2013, 21:37
145. Keine Diskriminierung, sondern handfester Grund

Bei einem angenommenen Triebwerksausfall muss der bzw. die angeschnallte Pilot/in voll das Ruderpedal bis zum Anschlag mit normaler Körperhaltung auf der zugeordneten Seite durchtreten können.
Da die Grössenverhältnisse im Cockpit grosser Verkehrsflugzeuge konstruktiv durch zB den Einsatz des sog. 95%-Mannes und der 5%-Frau während der Entwicklung festgelegt werden, hat eine Abgrenzung der Körpergröße durchaus einen ernsten Hintergrund. Diese "Grenz"körpergröße ist entscheidend für das Führen bestimmter Flugzeugmuster. Die SWISS fliegt zB andere Flugzeugtypen als die Lufthansa - vielleicht hätte die Dame bei einer anderen Airline Glück - wenn die anderen Qualifikationen stimmen.

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Zapallar 28.11.2013, 21:38
146.

Zitat von gandhiforever
hatte die Frau am Simulator keine Probleme, die Pedale und Schalter richtig zu bedienen, trotz ihrer Koerpergroesse. Sonst haette sie die Pruefungen ja auch nicht bestanden. Hier handelt es sich um eine alte Bestimmung, die nicht aufgehoben worden ist.
Welchen Zusammenhang ziehen Sie zwischen DLR-Test und Simulator? Den Simulator eines A320 oder B737 sieht die Dame wenn überhaupt dann nach mehrmonatiger Ausbildung und Theorie. Ein Simulator, wie Sie ihn meinen, wird bei der Prüfung nicht verwendet .... Ihre Aussage ist daher schlichtweg falsch.

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Zapallar 28.11.2013, 21:39
147.

Zitat von maturin001
Wie konnte diese Zwergin alle Tests bestehen, wenn es ihr durch ihre geringe Größe doch unmöglich war, wichtige Schalter zu erreichen?
Welchen Zusammenhang ziehen Sie zwischen DLR-Test und Simulator? Den Simulator eines A320 oder B737 sieht die Dame wenn überhaupt dann nach mehrmonatiger Ausbildung und Theorie. Ein Simulator, wie Sie ihn meinen, wird bei der Prüfung nicht verwendet .... Ihre Aussage ist daher schlichtweg falsch.

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Gluehweintrinker 28.11.2013, 21:47
148. Hier ist der Hahn im Busch

Zitat von FFMer
Hanebüschendes Sammelsurium Die Voraussetzungen der Sehfähigkeit bei Einstellung sind der Tatsache geschulded, dass die Sehleistung im Laufe der Jahre abnimmt. Es ist also durchaus nicht selten, dass Piloten später Brillen tragen. Zum Rest schreibe ich nichts, das lohnt nun wirklich nicht.
Vorsicht mit unbekannten Begriffen.... sonst ist man schnell eine Konifere auf seinem Gebiet, wird noch vor den Kali gezerrt und alles wird noch viel zu sehr hochsterilisiert, und alles kommt auf's Trapez. Bei Ihnen war der Hahn im Busch. Hier die Herkunft des Wortes, das Ihnen so sehr am Herzen liegt :-)

Hanebüchen

Ja, Diskriminierung ist in der Tat ein Modebegriff. Wie, ich bekomme von der Mama meine Schoki nicht? Ich werde diskriminiert. Das fängt schon in ganze jungen Jahren an, denn die Kleinen plappern gern das nach, was Papa und Mama gedankenlos in die Welt föhnen.

Auch Passagiere fühlen sich diskriminiert, wenn sie trotz Gipsbeines oder eines Stützkorsetts einen Sitzplatz am Notausgang haben und leider-leider umgesetzt werden. Dabei haben sie doch EXTRA diesen Platz erbeten, wegen der Knie-OP, oder was immer der Grund sei. Für solche Sitzplätze gelten die glasklaren Regeln, dass der dortige Passagier mental wie körperlich geeignet sein muss, die Evakuierung einzuleiten und auch henadlungsunfähihe Passagiere zu retten.

Erst kürzlich saßen auf einem Flug aus den USA an den zwei Notausgängen in der Mitte der Economy-Class links und rechts jeweils 2 mindestens 80jährige Greise. Ich erklärte mit den zauberhaftesten blümchendekorierten Worten, deren ich mächtig bin, dass ich sie leider werden umsetzen müssen. Und siehe da - aus der trockenen Kehle einer dürren Ur-Ur-Urgroßmutter krächzte das Zauberwort "Diiiis-criii-mi-naaaa-tion" heraus.

Ich entgegnete: "Nun, gnädige Frau, Sie sind der Ansicht, dass Sie hier am Notausgang eine Evakuierung einleiten und überwachen könnten und jemanden wie mich, der stolze 180 Pfund auf die Waage bringt, retten könnten? Ich werfe mich gern einmal auf den Boden und wir üben das einmal, einverstanden?" Sie verzichtete - eigentlich schade, denn ich würde wirklich zu gern einmal den Test durchziehen.

Ach so, ich vergaß zu erwähnen, dass ich auch "Stewardess" bin, mit 189 cm im guten Mittelfeld angesiedelt, größentechnisch.

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geilundgemein 28.11.2013, 21:47
149. sie ist 161,5 cm anstelle der Mindestanforderung von 165 cm gross

Das hat mit Diskriminierung nichts zu tun. Und sie kann doch immer noch zu einer Gesellschaft mit niedrigeren Anforderungen an die Körpergröße unterkommen. Die Frau wollte halt den Zeitgeist von wegen Diskriminierung ausnutzen und hat verloren. Geschieht ihr recht.

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