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Der Schüler, der in einem Berliner U-Bahnhof einen Fremden brutal zusammentrat, bekam von der Boulevardpresse die Höchststrafe. Jetzt ist das Gericht an der Reihe.

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rgw_ch 06.09.2011, 06:48
1. Schuldminderung wegen Trunkenheit

Zitat von sysop
Der Schüler, der in einem Berliner U-Bahnhof einen Fremden brutal zusammentrat, bekam von der Boulevardpresse die Höchststrafe. Jetzt ist das Gericht an der Reihe.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Er hat es nunmal getan. Und ich finde, man sollte aufhören, Trunkenheit als Grund für Strafminderung zu bewerten. Wer freiwillig soviel säuft, dass er nachher nicht mehr weiss was er tut, ist dafür verantwortlich.

Ich möchte auch nicht von jemandem zusammengeschlagen werden, der es nachher ganz arg bereut und im Grunde ein ganz lieber Junge mit einer schweren Kindheit ist, und der halt nur ein wenig über den Durst getrunken hat.

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Zavi85 06.09.2011, 06:55
2. .

War ja klar dass er versuchen würde Mitleid zu erhaschen. Dann wurde er eben als Kind gehänselt, na und! Viele andere denen es so geht besaufen sich nicht und treten dann fast jemanden Tot.

Aber solang er das Bild des armen Sohnes der sich nur um seine Eltern kümmern will und Jura studieren will (der blanke Hohn wie ich finde) aufrecht erhalten kann wird die Strafe wohl geringer ausfallen.

Selbst Alkohol entschuldigt kein Verhalten solcher Art und sollte auch kein Grund für ein Strafminderung sein.

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alexkie 06.09.2011, 06:56
3. Es

sind zwei Seiten, die es gegeneinander abzuwägen gibt und ein angemessenes Urteil zu finden ist sehr schwierig. Einerseits machen junge Menschen Fehler, auch schwerwiegende, es kommen einige Punkte hinzu, die sich strafmildernd auswirken sollten, wie der Alkoholkonsum oder eine möglicherweise erfolgte Provokation durch das Opfer, andererseits darf man nicht vergessen, dass hier beinahe ein Mensch auf brutale Weise sein Leben verloren hat und definitiv irreparable Schäden zumindest psychischer Natur davontragen wird.

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watislos 06.09.2011, 07:02
4. Na aber hallo...

Mord ist auch Mord... auch wenn man ihn das erste Mal begeht.
Aber so ist die Justiz... er wird mit Samthandschuhen angepackt. Aber klau dem Staat Geld und du gehst dein Leben hinter Gitter.
Höchststrafe, alles andere ist menschenverachtend.

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hohggo 06.09.2011, 07:03
5. Falschverstandener Täterschutz

Vielleicht sollte der Autor einfach öfter mal U-Bahn fahren. Am Wochenende. Nachts. Er wird schnell sehen das es ihm leidlich egal ist, wenn er von Besoffenen angepöbelt oder verprügelt wird ob disee später "zittern und weinen".

Es sollte in diesem Prozess nicht um das Wohl des Täters gehen, sondern um den Schutz der Gesellschaft und jedes Einzelnen vor solchen Schlägern. Der Täter kann nüchtern zehnmal gutes Kind sein oder spielen - er hat hinlänglich gezeigt was sonst noch in ihm steckt.

Deshalb ganz klar wegsperren - oder möchten Sie der Nächste sein der ihm begegnet? In der U-Bahn? Nachts? Am Wochenende?

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Shaft13 06.09.2011, 07:08
6. Hmm

Täter hat schlimme Kindheit.
Also max 2 Jahre auf Bewährung.

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mr_supersonic 06.09.2011, 07:08
7. Schweres Schädel-Hirn-Trauma

Zitat von sysop
Der Schüler, der in einem Berliner U-Bahnhof einen Fremden brutal zusammentrat, bekam von der Boulevardpresse die Höchststrafe. Jetzt ist das Gericht an der Reihe.
Man sollte nicht vergessen, was ein Schweres Schädel-Hirn-Trauma ist. Dessen Folgen sind selbst von Ärzten nicht absehbar und können von Wesensveränderungen bis zu chronischen Epilepsie-Anfällen bis zu noch weiteren Spätfolgen führen.

Wie schon im Artikel treffend beschrieben, geht es nicht um die Pöbeleien. So etwas passiert andauernd auf U-Bahnhöfen in Berlin, u.a. auch weil dort schon lange kein BVG-Personal mehr vor Ort ist.

Auch wenn ich die familiäre Situation gut nachvollziehen kann, wäre eine Bewährung schon Grenzwertig.
Warum kann man nicht mal eine neue Art "Bestrafung" finden, die andere jugendliche Abschreckt und dennoch den Täter in seiner Entwicklung nicht so sehr beeinträchtigt?
Denn Abschreckung wird vielleicht nicht von Seiten des Gesetzes bei Jugendstrafen erwirkt, aber dennoch wäre sie nötig....

Im übrigen: Ich bin für ein Gesetz, dass man erst mit 21 Jahren harten Alkohol kaufen darf.

Aber an solche Forderungen traut sich selbst die Bild nicht ran....

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skorpianne 06.09.2011, 07:18
8. Ach ja

Zitat von sysop
Der Schüler, der in einem Berliner U-Bahnhof einen Fremden brutal zusammentrat, bekam von der Boulevardpresse die Höchststrafe. Jetzt ist das Gericht an der Reihe.
gehänselt in der Schule und Überforderung, weil er weniger reif war, als es seine Körpergröße vermuten ließ.
Und Jura will er auch studieren, der arme Junge.
Ab 18 ist der Junge volljährig, ab diesem Zeitpunkt kann er alles tun, was Erwachsene so tun, z.B.wählen.Warum sollte er für sein Verbrechen nach Jugendstrafe bestraft werden?Er wusste doch offensichtlich gleich nach seiner Tat, dass er Unrecht begangen hat.

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Priest 06.09.2011, 07:18
9. Ach der Arme, der will doch nur spielen

"Experten wie der Kieler Jugendstrafrechtler Heribert Ostendorf meinen, es sei nicht abwegig, in einem solchen Fall auf eine Bewährungsstrafe zu kommen - selbst wenn man davon ausgehe, dass Torben Markus P. nicht nur verletzen, sondern töten wollte, dort auf dem Bahnsteig."
Wenn ich sowas lese könnt ich an die Decke gehen. Also muss ich jetzt damit rechnen, dass jeder Jugendliche der einen Furz quer sitzen hat mich hald oder gar ganz tod prügeln darf, dann wird für 2 monate das Fastfood abgesetzt damit man etwas abgemagert aussieht ne Runde vor dem Richter geweint und in Selbstmitleid ergangen und schon ist er wieder auf freien Fuß.

Leider scheint diese Aussage zu stimmen:
http://www.focus.de/panorama/bouleva...id_477985.html

Was in der Tat stimmt ist, dass sich die Presse Gedanken über die Art der Berichterstattung machen muss.

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