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Der Schüler, der in einem Berliner U-Bahnhof einen Fremden brutal zusammentrat, bekam von der Boulevardpresse die Höchststrafe. Jetzt ist das Gericht an der Reihe.

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redwed09 06.09.2011, 12:07
200. Das Opfer stört nur

Zitat von paradox_vn
Ich bin selber mit ca. 18 Jahren extrem ausgerastet und habe einen Mitschueler erheblich verletzt. Natuerlich wurde ich angezeigt und hatte eine entsprechende Gerichtsverhandlung. Da ich vorher nie negativ aufgefallen war, fiel......
Haben Sie mal gefragt wie es Ihrem Opfer heute geht?
Haben Sie jemals gefragt, welche Langzeitschäden das Opfer hat?
Haben Sie jemals gefragt, welchen negativen Einfluss Ihr "Ausraster" auf das weitere Leben des Opfers in Bezug auf Ausbildung, Berufsleben hatte?
Haben Sie jemals versucht, dem Opfer zu helfen?
Sie scheinen ein typischer Vertreter der Täter zu sein, die sich als der Mittelpunkt der Welt sehen und das Opfer als lästigen Unfall ihres auf das Ego fixierten Lebens halten. Was zählt schon das Opfer, wenn es mir gut geht und ich nicht in meinem Lebensweg behindert wurde.
Daher sollte im vorliegenden Fall nicht wieder die berühmt-berüchtigte Kuscheljustiz angewand werden. Mit größter Wahrscheinlichkeit hat das Opfer ein lebenslanges Trauma davongetragen. Aber was srört das den Täter, er wird seinen Weg gehen, da stört ein solcher Mensch nur.

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objectiveview 06.09.2011, 12:09
201. Ich bin einfach nur schockiert

Bei versuchtem Mord noch auf eine Bewährungsstrafe zu kommen?
Was muss man denn tun um in den Knast zu kommen? Jugendstrafrecht? Zu zweit mehrere Flaschen hochprozentiges zu trinken, sieht für mich nihct so aus, als wolle er als Minderjähriger behandelt werden. Dort sollte man den Wunsch des Angeklagten berücksichtigen. Und wieso überhaupt strafmilderung wegen Rausches in Deutschland? Es sollte strafverstärkend berücksichtig werden. Denn der Alkohol macht einen nicht aggressiver, sondern nur ehrlicher. Er offenbart das innerste eines Menschen. Und dass er sich früher schon geritzt hat und gehänselt wurde, erweckt bei mir den Eindruck, dass er einfach nur seine über Jahre angestaute Wut an irgendjemandem auslassen wollte, und ich wette er hat in dem Moment dieses Gefühl der Macht genossen, dass er bis dahin (aus eigener Darstellung) nur aus der Perspektive des Opfers kannte.

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redwed09 06.09.2011, 12:18
202. Keine Hetze

Zitat von bolchen73xy
Scheinbar wirkt die Hetze des Boulevards. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter....teeren und federn, danach für ewig wegsperren, oder wie? Ich bin soooo froh, dass wir besonnene Gerichte haben, die auch eine Zukunft der Täter berücksichtigen. Torben P. muss bestraft werden, das ist klar, aber angemessen. Ist es wirklich sinnvoll den jungen Mann lange Zeit einzusperren? So wird er jedenfalls kein nützliches Mitglied unserer Gesellschaft, sondern wird eher zu einem Problem.
Es ist keine Hetze bestimmter Presseorgane. Es sind die Bilder, die zeigen, mit welcher Brutalität der Täter auf sein Opfer eintritt.
Welche Zukunft hat denn das Opfer? Haben Sie jemals danach gefragt. Aber vielleicht sind Sie der Meinung, da das Opfer Glück gehabt hat und noch lebt, sollte es darüber glücklich sein.
Eine weitere Frage wäre, kann ein Mensch mit einem derartigen Agressionspotential mit wenigen Stunden Therapie auf die Menschen losgalassen werden. Ich fürchte nein und eine wirklich angemessene Therapie sollte in einer Strafvollzugsanstalt über einen längeren Zeitraum erfolgen, wo der Täter auch mehr Zeit zum Nachdenken über seine Tat hätte. Und die Gefahr die vom Täter ausgeht, wäre bis zum Abschluss der Therapie, gebannt.

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Rhywden 06.09.2011, 12:19
203. Exzellent

Zitat von gaga007
Vergleichen Sie selbst: New York vor "Zero Tolerance" - Die meisten der 6221 Züge der New Yorker U-Bahn sind beschmiert. 500 Polizisten kontrollieren die Bahnen, trotzdem blühen.....
Sie argumentieren jetzt echt mit dem Polizeistaat USA, welcher sowohl mengenmäßig als auch prozentual die größte Gefängnispopulation der Welt hat?
Großartiges Vorbild.
Für's Wegwerfen von Müll 1 Jahr ins Gefängnis? Und sowas finden sie gut? So ein Schwachsinn.
Angemessen wäre da eher sowas wie ein Sozialdienst, der einen dazu verdonnert eine Zeitlang Müll aufzusammeln - hat was mit der Straftat zu tun, belastet die Gefängnisse nicht und hat den Vorteil, dass die Straßen sauber werden.

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gaga007 06.09.2011, 12:23
204. Ausgrenzen - für immer !

Zitat von infomonster
auch bei schärfster Handhabung bekommt so eine testosteronale Mißbildung doch nicht mehr als zwei bis drei Jahre Knast, wovon dann ein Drittel auch noch bei guter Führung entfällt. Damit zerstört man doch kein Leben. Nur Jurist kann er nicht mehr werden. Das wäre ja auch noch.....
Es ist zu hoffen, dass möglichst jeder Arbeitgeber den Namen des Angeklagten kennt und jede Form eines Mitarbeiter-Verhältnisses ablehnt - zum Schutz der Kunden und Kollegen.

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meier_02 06.09.2011, 12:32
205. Armer Täter.

Ich finde es unerträglich, daß in dem Artikel mal wieder der Täter zum Opfer gemacht wird. Dem eigentlichen Opfer wird eine Mitschuld gegeben, weil er sich gegen die Pöbeleien des agressiven Täters, durch Wegschubsen, zur Wehr gesetzt hatte. Was erwartet die Autorin, eigentlich von jemand, der von zwei agressiven Typen bedroht wird? Soll er die Opferrolle konsequent annehmen, sich alles gefallen lassen, damit ihm am Ende nicht auch noch eine Mitschuld daran gegeben wird, daß er fast zu Tode getreten wurde?

Wahrscheinlich kann es sich die Autorin hinter ihrem gemütlichen Schreibtisch nur schwer vorstellen, aber in so einer bedrohlichen Situation, geht der Puls schon mal hoch, da kommt dann auch schon mal Angst auf und da wird dann auch schon mal Adrenalin ausgeschüttet. Wer von so einem Bedrohten jetzt 100% juristisch einwandfreies und durchdachtes Verhalten erwartet, oder spitzfindig eine Mitschuld "wegen Wegschubsens" konstruiert, verbringt selber wahrscheinlich nur wenig Zeit außerhalb der geborgenen Bürowelt. Ausgelöst wurde die Situation von den beiden Tätern. Sollten die nicht auch die Konsquenzen tragen, die sich durch ihr eigenes Handeln ergeben?

Es geht nicht darum den Täter für immer wegzusperren, aber wenn für so eine extreme Gewalttat zum Schluß nur eine Bewährungsstrafe herauskäme, dann wäre das der blanke Hohn, nicht nur für Markus P., sondern auch für andere Opfer von Gewalt. Ich verfolge die Berichterstattung der Boulevardpresse nicht und finde es bedenklich, daß ihr in allen anderen Medien so ein hoher Stellenwert eingräumt wird. Und wenn diese Berichterstattung jetzt schon als Höchststrafe betrachtet wird, dann muß sich in Zukunft wirklich kein Gewalttäter mehr Sorgen machen.

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Peter Freiburg 06.09.2011, 12:37
206. frei erfunden

Zitat von archie21
Ein Troll-Posting? Der präzise Schlag mit der Flasche und die sofortigen sehr gezielten Fußtritte lassen auf ein Nahkampftraining schließen.
So ein Unsinn.

Zitat von archie21
Das war mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die erste Schlägerei und nicht das erste Opfer dieses sensiblen jungen Mannes. Er ist jedenfalls zum ersten Mal erwischt worden.
So ein Unsinn. Reine Mutmassung und populistische Kläfferei.

Zitat von archie21
In Schlägerkreisen kalkuliert man von vornherein die Strafen ein: Beim ersten Mal gibt es eine Bewährungsstrafe, also kann man solange hart zuschlagen, bis man das erste Mal erwischt wird. Das ist vielleicht erst beim fünften oder zehnten Mal der Fall, man kann sich also ziemlich lange frei ausleben.
So ein Unsinn. Das sind pure Unterstellungen. Wir alle kennen den Täter überhaupt nicht, und eine Zugehörigkeit zu "Schlägerkreisen" wurde nicht belegt.
Nur weil das in ihrer Phantasie so schön zusammen passen würde, ist es noch lange keine Tatsache.


Zitat von archie21
Mich erschüttert immer wieder, mit welch kaltschnäuzigen Hohn die Leute in der Sympathisantenszene den Opfern der Gewalt begegnen.
Mich erschüttert immer wieder, mit welch frei erfundenen Behauptungen manche den Täter überhäufen. Kein Mensch scheint mehr Interesse an einer sachlichen Aufarbeitung zu haben.

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CancunMM 06.09.2011, 12:42
207. Affekt ?

... Und ja es gilt hier nicht nur das Opfer, sondern auch den Täter zu betrachten und der scheint weder Grundböse noch mit Absicht gehandelt zu haben. Mir scheint es eher nahe an einer Affekthandlung.
Meinen Sie das ernst ? Affekthandlung ? Als spätestens als das Opfer hinfiel und er trotzdem zutrat, war es kein Affekt mehr !

Was ich nicht vertstehe, ist: Wir stellen Menschen immer als intelligent und im Grunde vernünftig dar. Aber es reicht aus in der Kindheit gehänselt worden zu sein und Ausraster zu erklären ? Sind wir doch nur Produkt unserer Erziehung ? Was unterscheidet uns dann vom Affen ?

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