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Psychologie: Programmiert auf Unheil

Warum vergewaltigen und töten manche Menschen ohne das geringste Anzeichen schlechten Gewissens? Der amerikanische Neurowissenschaftler Kent Kiehl unternimmt einen einzigartigen Feldversuch, um den rätselhaften Geisteszustand von Psychopathen zu erklären.

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Delphi10 25.04.2010, 14:12
30. born to kill

Zitat von maikcapetown
Ich bin auch dafür, solche Scans bei jungen Menschen / Kindern einzuführen. Wie kann es sein, dass unidentifizierte potenzielle Verbrecher unerkannt herumlaufen. Vllt. werden sie ja auch einmal Standard für Bewerbungsverfahren. Dann würde die Führungskultur in Unternehmen und Politik anders aussehen.
Nein, ganz entschieden nicht. Denn die, die die Bewerber auswählen, sind die Psychopathen von gestern. Ausgewählt werden nur die, die ins System passen - und das sind eben keine Leisetreter.

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Antje Technau 25.04.2010, 14:21
31. hungrige Löwen

Zitat von einstellung
Vielleicht ein einzigartiger Feldversuch, neu ist das nicht, in der Kriminologie wird ja schon länger mit diesen Ergebnissen gearbeitet.
wobei die Überlegung, dass man einen Täter, der "für seine Taten nichts kann" nicht einsperren dürfte, falsch ist.
Einen hungrigen Löwen läßt man auch nicht frei herumlaufen, nur weil der für seinen Jagdinstinkt "nichts kann" und weil ihm die Einsicht und das Mitgefühl fehlt, wenn er Menschen ermordet.

Daher ist es auch nicht notwendig, die Schuldfähigkeit eines Menschen an dessen "freien Willen" oder seine Fähigkeit zur Empathie zu knüpfen. Wenn ein Mensch ein Mörder oder Vergewaltiger ist - aus welchen Gründen auch immer - dann gehört er genau wie der hungrige Löwe hinter Gitter.
Zitat von
Wir hätten gerne alle Menschen gleich schuldfähig, sonst werden alle Regeln des Zusammenlebens außer Kraft gesetzt.
nein, die Regeln werden eben nicht ausser Kraft gesetzt, wenn man sich klar macht, dass es ohne diese nicht geht. Und wenn es Menschen gibt, die sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht daran halten können, dann kann man das jetzt zwar "ungerecht" finden, dass sie weggesperrt werden, obwohl sie sich nicht unter Kontrolle haben können. Aber anders geht es nunmal nicht.

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white eagle 25.04.2010, 14:29
32. Nur Reinkarnation ist die Erklärung

Wenn bereits bei Vier- und Fünfjährigen Anomalien im Gehirn festgestellt wurden kommt unser materialistisches Denken ganz schön in die Bredouille.
Für seine Gehirnentwicklung kann unter diesen Voraussetzungen keiner etwas. Andererseits ist bekannt, dass Erziehung, Erlernen von Emotionen usw. Veränderungen in der Persönlichkeit hervorrufen können. Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir von falschen Prämissen ausgehen.
Tatsächlich folgt die Entwicklung des Gehirns wesentlich dem Muster, das der Mensch aus früheren Erdenleben mitbringt. Da legte er bereits die Veranlagung zu seinem heutigem Verbrechertum indem er seiner Egozentrik freien Lauf ließ. Durch erfolgreiche Unterdrückung des Gewissens, hat er diesmal erst gar nicht die Voraussetzungen zur Entwicklung eines solchen mitgebracht. Deshalb ist sein limbisches System unentwickelt.
Das Primat des Geistig - Seelischen erkennt man gut an genetisch identischen Zwillingen (siamesische Zwillinge), die eben trotzdem sich charakterlich unterscheiden: http://geheimnisdesmenschen.blogspot...nlichkeit.html

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gloton7 25.04.2010, 14:34
33. Immer das Gen - wie langweilig

Zitat von Zephira
Auch bei vermeintlich unauffälligen sozialen Herkünften offenbaren sich bei näherem Hinsehen gravierende Missstände. Ted Bundy etwa wurde von seinen Großeltern in dem Glauben erzogen, sie seien seine Eltern und seine eigentliche Mutter somit bloß seine Schwester; erst Mitte Zwanzig hat er wohl die Wahrheit erfahren. Wie auffallend viele Serienkiller wuchs er ohne seinen leiblichen Vater auf; andererseits wiederum neigte sein vermeintlicher Großvater zu Gewalttätigkeit und Misshandlungen, so dass sich bis heute Spekulationen darum ranken, ob er nicht womöglich tatsächlich Ted Bundys leiblicher Vater war. Bei solchen familiären Zuständen ist es nebensächlich, ob der Lebensstandard und die Gesellschaftsschicht als bürgerlich zu bezeichnen sind. Kein Geld der Welt könnte den angerichteten seelischen Schaden kompensieren. Ich will die Bedeutung von genetischer Veranlagung nicht herunterspielen, aber nach dem mir bekannten Stand der Wissenschaft wird niemand als Serienkiller geboren. Es fanden sich stets signifikante Auffälligkeiten in der Biographie der Täterinnen und Täter, was den Schluss nahelegt, dass Umwelteinflüsse entscheidend sind. Das "klassische" Muster sieht zum Beispiel so aus: Ein abwesender Vater und eine dominante Mutter in Verbindung mit Misshandlung (häufig sexuellem Missbrauch) führen zu emotionaler Verkrüppelung, welche nur noch Extremerfahrungen Empfindungen hervorrufen lässt. Selbst wer also genetisch ohne Empathiefähigkeit geboren werden sollte oder sein Mitgefühl durch eine Gehirnschädigung verliert, hat noch nicht (sexuelle) Gewalttätigkeit als praktikable Verhaltensweise kennengelernt. Dafür braucht es immer noch die Gesellschaft in Form der Eltern. Was diese Menschen brauchen ist die Fähigkeit, wie normale Menschen zu fühlen. Solange das nicht möglich ist, ist es geradezu nebensächlich, ob man sie lebenslang wegsperrt oder hinrichtet: Ihr eigenes Leben bedeutet ihnen nicht viel mehr als das Leben ihrer Opfer.
Wer Reinkarnationstherapeuten weltweit befragt, bekommt die Antwort, dass Mord und Selbstmord sich über viele Leben hinweg immer wiederholen. Es scheint hier ein Wiederholungszwang vorzuliegen, der besonders im gleichen Lebensalter wieder zu Tage tritt.
Aber das darf man ja nicht denken, weil Reinkarnation ja angeblich etwas fernöstliches ist, genauso wie die Schwerkraft nur in England auftritt, weil sie ja von Isaak Newton entdeckt wurde.
Haltet Euch an die Dogmen Eurer Kirche, die seit dem Jahre 553 nach Christus aufgestellt wurden:
Wer von der Präexistens der Seele spricht, darf straffrei umgebracht werden.
Interessanterweise trauen sich auch westliche Psychologen nicht über Existenz, Herkunft und Weiterexistenz der Seele zu sprechen, so tief sitzt ihnen die Angst gegenüber der RKK im Nacken.
Falls sich doch jemand für die neuesten Erkenntnisse interessiert: www.reinkarnationswissenschaft.de

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W. Robert 25.04.2010, 14:49
34. Neues Design

Die alten Lobotomisten in völlig neuem Computerdesign. Das Böse ist krank und muss eiminiert werden, am besten natürlich präventiv. Es fehlt nur noch der Querverweis zur Eugenik. Dann wird die Intention des Artikels etwas klarer. Wie in Teil 4 gesagt sind Psychopathen aus psychiatrischer Sicht geistig gesund, das jedenfalls ist unbestritten. Die Frage ist nur,wer die Psychopathen sind.
http://usacontrol.wordpress.com/tag/hitler/

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Jamesteakirk 25.04.2010, 14:53
35. Kindesmißhandlung

Ich möchte mal daran erinnern, daß wir im 21. Jahrhundert leben.

Wie lange will man uns denn noch diese schwachsinnigen Theorien präsentieren. JEDER Verbrecher hat als Kind schwerste Mißhandlungen erlebt und gibt diese an Unschuldige weiter, um sie so in Verdrängung halten zu können.

Diese Menschen sind sich in keiner Weise auf einer emotionalen Ebene bewußt, was ihnen als Kind angetan wurde.

Genau dies ist die Voraussetzung für solche Verbrechen.

Da die meisten Menschen traumatische Kindheitserfahrungen haben, ist die Ignoranz unserer Geselschaft so groß und wir lieben solche "schönen und angenehmen" Theorien.

Hier gibt es seriöse Informationen zum Thema:
http://www.alice-miller.com

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Neinsowas 25.04.2010, 16:36
36. kann es sein...

,,,,dass insbesondere der Deutsche sein "Limbisches System" langsam degeneriert?°°°
Bei all der Gefühllosigkeit, die sich im Alltag all überall ausbreitet,...°°°, könnte doch sein, oder?

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reuanmuc 25.04.2010, 17:01
37. .

Zitat von icke 1977
Ich möchte mal daran erinnern, daß wir im 21. Jahrhundert leben.
Es fragt sich nur, ob das jemanden interessiert:-)
Zitat von
Wie lange will man uns denn noch diese schwachsinnigen Theorien präsentieren. JEDER Verbrecher hat als Kind schwerste Mißhandlungen erlebt und gibt diese an Unschuldige weiter, um sie so in Verdrängung halten zu können.
Nein, nicht JEDER. Wenn eine Degeneration oder Schädigung des Hirns vorliegt, dann hat das mit traumatischen Kindheitserfahrungen nichts zu tun. Die Neurobiologie im 21. Jhdt. kann anatomische und physiologische Abweichungen vom Normalzustand des Hirns schon sehr genau feststellen. Funktionale Abweichungen sind dagegen oftmals nur psychologisch festzustellen, wenn die Ursachen in sozialen Störungen in der frühen Kindheit liegen.

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white eagle 25.04.2010, 17:13
38. Nicht nur Kindheit

Zitat von icke 1977
Ich möchte mal daran erinnern, daß wir im 21. Jahrhundert leben. Wie lange will man uns denn noch diese schwachsinnigen Theorien präsentieren. JEDER Verbrecher hat als Kind schwerste Mißhandlungen erlebt und gibt diese an Unschuldige weiter, um sie so in Verdrängung halten zu können. Diese Menschen sind sich in keiner Weise auf einer emotionalen Ebene bewußt, was ihnen als Kind angetan wurde. Genau dies ist die Voraussetzung für solche Verbrechen. Da die meisten Menschen traumatische Kindheitserfahrungen haben, ist die Ignoranz unserer Geselschaft so groß und wir lieben solche "schönen und angenehmen" Theorien. Hier gibt es seriöse Informationen zum Thema:
Dass das nicht den kern trifft, machte der SPIEGEL - Artikel selbst deutlich:
Der Psychiater Hare: die Entfaltung der psychopathischen Persönlichkeit wird durch Gewalterfahrungen in der Kindheit sicher begünstigt, nicht aber verursacht .

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reuanmuc 25.04.2010, 17:18
39. reinkarnation

Zitat von gloton7
Aber das darf man ja nicht denken, weil Reinkarnation ja angeblich etwas fernöstliches ist, genauso wie die Schwerkraft nur in England auftritt, weil sie ja von Isaak Newton entdeckt wurde.
Im Westen heißt die Reinkarnation genetische Vererbung und gemeint ist im Prinzip dasselbe. Der Hauptunterschied ist wohl, dass die Vererbung strenger geregelt ist; dass man sich also nicht willkürlich einen Kandidaten aus dem mittelalterlichen Hochadel als Vorgänger aussuchen kann. Ähnlichkeiten mit den direkten Vorfahren sind oftmals deutlich zu erkennen, auch wenn sie lieber verleugnet würden.

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