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Psychologie: Wie viel Geld macht glücklich?
Dina Litovsky/ Redux/ Laif

Menschen mit höherem Einkommen sind glücklicher als andere. Doch wird man zu reich, verliert man die Freude an vielen Dingen, haben Psychologen nachgewiesen. Warum können wir bloß so schlecht mit Geld umgehen?

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Zaunsfeld 12.03.2017, 17:41
1.

Es ist im Grunde ganz einfach. Mehr Geld macht so lange zumindest zeitweise glücklicher, solang man sich damit Dinge kaufen oder leisten kann, die man braucht oder haben möchte und die man sich mit etwas weniger Geld nicht leisten könnte.

Allerdings gibt es irgendwann eine Schwelle, an der es keinen Unterschied mehr macht, ob man viel Geld oder noch mehr Geld hat. Jemand, der über 5 Milliarden Euro verfügt, wird auch nicht glücklicher, wenn er am nächsten Tag über 50 Milliarden verfügt, denn er hätte sich auch mit den 5 Milliarden schon alles kaufen können, was er möchte. Wer schon 5 Autos, eine Yacht und 3 Villen hat, wird durch das sechste Auto, die zweite Yacht und die vierte Villa nicht mehr glücklicher werden. Glücklich wird man, indem man seine Bedürfnisse befriedigt. Wenn man allerdings schon alles hat oder sich sowieso schon alles leisten kann, hat man keine zusätzlichen Bedürfnisse, die noch befriedigt werden können. Da spielt auch ein gewisser Gewöhnungseffekt eine Rolle.

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Thunder79 12.03.2017, 18:17
2.

Ich kann es voll und ganz bestätigen. Während meiner Ausbildung und ein paar Jahre danach, konnte ich mir fast garnichts leisten. Meine größte Sorge jeden Monat war, dass die Anzahl der Tage bis zum nächsten Gehalt wieder zuviel sein könnten. Ich war oft im Dispo und hatte deswegen schlaflose Nächte. Doch mit dem beruflichen Aufstieg stieg auch mein Gehalt. Irgendwann war es soviel, dass ich mir ein paar schöne Dinge leisten konnte. Am Monatsende blieb trotz kleinem Luxus sogar noch was übrig.
Ich meine, dass das meine glücklichste Zeit war. Denn aktuell verdiene ich soviel, dass ich nicht selten in diversen Onlineshops mich durchklicke und irgendeinen teuren "Mist" kaufe, dann wird damit ein paar Tage gespielt und es landet in der Ecke. Am Monatsende bin ich eigentlich garnicht mehr im Minus. Klar ich könnte mich mit noch teureren Dingen "belohnen", aber man merkt, dass das Ganze eigentlich nur noch aus einer Gewohnheit geschieht. Konsum-Gesellschaft kann auch ein Fluch sein.

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jorgos 12.03.2017, 19:15
3. Der wahre Luxus

ist Zeit. Zeit, die ich selbst nutzen kann. Natürlich bauch ich auch Geld. Hab ich aber mehr als ausreichend mittlerweile. Aber das knappste, weil nicht reproduzierbar, ist eben Zeit. Ich verzichte gern auf zusätzliche Einnahmen und gehe lieber zum Golfen, Schießen oder einfach an die Alster. Und ganz besonders bin ich lieber mit meiner Frau zusammen. Allerdings hat das auch was mit dem Alter zu tun: ich bin 57. Da hat man, wenn man manches richtig gemacht hat, die materiellen Dinge geregelt. Als wir jünger waren, galten andere Regeln - und Prioritäten.

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eunegin 12.03.2017, 19:52
4. Nicht über Geld nachdenken müssen = reich & glücklich

Genug Geld zu haben, um nicht daran denken zu müssen ist wunderbar. Aber bitte nicht so viel, dass es auch schon wieder Sorgen macht (Verlust, Anlage, Neider, falsche Freunde...). Daher: eine gesunde Mittelschicht macht das Land glücklich und zufrieden. Meine Meinung, meine Erfahrung.

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mali123 12.03.2017, 20:20
5. sagen sie das mal den jungen leuten

Zitat von jorgos
ist Zeit. Zeit, die ich selbst nutzen kann. Natürlich bauch ich auch Geld. Hab ich aber mehr als ausreichend mittlerweile. Aber das knappste, weil nicht reproduzierbar, ist eben Zeit. Ich verzichte gern auf zusätzliche Einnahmen und gehe lieber zum Golfen, Schießen oder einfach an die Alster. Und ganz besonders bin ich lieber mit meiner Frau zusammen. Allerdings hat das auch was mit dem Alter zu tun: ich bin 57. Da hat man, wenn man manches richtig gemacht hat, die materiellen Dinge geregelt. Als wir jünger waren, galten andere Regeln - und Prioritäten.
wie sie alles richtig gemacht haben mit ihren befristungen. das würde mich mal interessieren, wie sie heute alles richtig machen würden....

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_thilo_ 12.03.2017, 21:09
6. Umgekehrt formulieren:

Der Punkt ist nicht, dass viel Geld glücklich macht und noch mehr dann vielleicht wieder nicht ...
Der Punkt ist, dass zu wenig Geld unglücklich macht und noch weniger Geld zu echten Problemen führt ...
Eigentlich wie bei Vitaminen: Zuwenig ist schlecht aber mehr als genug hilft nicht mehr.

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_thilo_ 12.03.2017, 21:17
7. Umgekehrt formulieren:

Der Punkt ist nicht, dass viel Geld glücklich macht und noch mehr dann vielleicht wieder nicht ...
Der Punkt ist, dass zu wenig Geld unglücklich macht und noch weniger Geld zu echten Problemen führt ...
Eigentlich wie bei Vitaminen: Zuwenig ist schlecht aber mehr als genug hilft nicht mehr.

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libertarian2012 12.03.2017, 22:02
8.

Der Artikel hätte einiges interessanter sein können, wenn der Interviewer nicht ständing diese typischen antikapitalistischen Allgmeinplätze rausgeholt hätte und die Dame nicht ständig in diese Ecke geschubst hätte.

Man hätte z.B. Darüber reden können, welchen Einfluss Kultur hat und wie die Spendenbereitschaft dadurch beeinflusst wird. Man kann mit einer Geldmenge X oberhalb der persönlichen Bedürfnisse eine Menge positive Dinge bewegen. Das wird gerade in Deutschland immer vergessen und manchmal sogar feindlich betrachtet.

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masterrobin93 12.03.2017, 22:15
9.

Geld allein kann nicht glücklich machen. Wenn man nichts mehr hat, muss man es sich wieder mühsam aneignen. Ob Millionäre auf die Dauer lebenslänglich glücklich sind, wage ich mal zu bezweifeln. Der Staat will ja schließlich auch vom Einkommen haben, dementsprechend bleibt vom Einkommen nicht mehr so viel übrig. Oder seh ich das falsch?

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