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Rassismus-Debatte: Die Maske des Denis Scheck
ARD

Denis Scheck hat sich in seiner ARD-"Sendung" das Gesicht schwarz angemalt, um in die Debatte über rassistische Sprache in Kinderbüchern einzugreifen. Eine Provokation, die nicht mehr in die Zeit passt. Genauso wie die Reaktion des Literaturkritikers auf die Kritik daran. Denis Scheck: Rassistischer Sketch in ARD-Sendung Druckfrisch - SPIEGEL ONLINE

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nechtan 30.01.2013, 14:10
70. ***

Zitat von Mimimat
Was reden sie denn für einen Unsinn? Haben sie denn nicht mitbekommen, dass der überwiegende Teil der foristen den Begriff "Neger" eben NICHT negativ besetzt? Das tun sie und wenige Andere und maßen sich dabei an, für diese Leute zu sprechen. Woher bitteschön, wissen sie denn so genau, dass unsere früheren Literaten eine niedere Meinung zu diesen Leuten hatten? Zu meiner Zeit hat man noch in der Schule gelehrt, dass es einen aisiatischen, einen negroiden und einen europiden Menschenschlag gibt. Dabei wurde aber auch betont, dass die Hautfarbe und andere Körpermerkmale eben KEINE Qualitätsmerkmale sind. Ein Rappe ist ja auch kein schlechteres Pferd als ein Schimmel, nur weil er schwarz ist. Trotzdem bleibt er ein Rappe und wird nicht zum "Schwarzpferd", nur weil einige das so möchten.
Ich maße mir nicht an über diese Leute zu sprechen, sorry ich bin einer dieser Leute, tatsächlich maßen sie es sich an über Leute wie mich zu sprechen ohne Kenntnisse aus der Praxis das ist tatsächlich Anmaßung in Reinkultur.

Zu meiner Zeit hat man in der Schule sowas nicht mehr gelehrt, man entwickelt sich ja zum Glück weiter. Sollten Sie auch mal versuchen, tut gar nicht weh.

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hman2 30.01.2013, 14:13
71. Yepp

Zitat von jenzer
Schreiben wir jetzt alle 4 Jahre die Bücher um?
Sie haben ja soo Recht mit ihrer Frage. Fernab von allen Überlegungen zum Kulturgut Buch, die ganzen PC-Kläffer hier denken ihre eigenen Forderungen nicht zu Ende.
Wenn man heute alle Bücher umschreibt, die in irgendwelchen verschrobenen praxisfernen konstruierten Beispiele vielleicht irgendwann irgendwen verletzen könnten - dann müssen wir das ab jetzt regelmäßig wiederholen!
Denn was man heute an neuen Begriffen in die Bücher reinschreibt - das könnte schon morgen jemand anderen verletzen. Oder wieder denselben (siehe negroe/nigger/black/african american).

Man muss also sämtlich jemals geschriebenen Bücher plus allen die noch erst geschrieben werden für immer und ewig immer wieder umschreiben. Was für ein Irrsinn!

Liebe Frunde der Political Correctness, bitte denkt doch eure eigenen "Argumente" nur mal zu Ende...

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duisburg_mitte 30.01.2013, 14:13
72. Anmerkungen

"nach dem Motto: Wenn schon der Standpunkt nicht originell ist, soll es wenigstens die Aufmachung sein."

Was ist das denn für eine schräge Ansicht? Ein Standpunkt sollte nicht originell oder populär sein.
"das Festhalten an Begriffen, deren rassistischer Ursprung unbestritten ist."
Es ist sehr umstritten, ob der Begriff "Neger" per se rassistisch ist. Aber vor allem ist der Ursprung dieses Begriffs definitiv nicht rassistischen Ursprungs!

Sehr gut gemacht Hr. Scheck. Es zeigt, dass es doch noch Leute mit dem Mut gibt, sich gegen die links-grüne Gutmenschen-Meinungskontrolle zu widersetzen. 1984 lässt grüßen. Währet den Anfängen.

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muellerthomas 30.01.2013, 14:13
73.

Zitat von Robert_Rostock
Ja, gerade noch einmal, zur Sicherheit. Und es passt wie die Faust aufs Auge:
:-)
Das passt also? Ein "herrschendes Regime" wäre in dem Fall? Die CDU? oder wer schreibt hier Ihrer Meinung nach was vor?
Künstlich verändert? Doch genau im Gegenteil, der Sinn bleibt erhalten, wenn man abwertende Begriffe, die auch vom Autor nicht abwertend gemeint waren, durch neutrale Begriffe ersetzt.
Die Anzahl der Wörter wird verringert? Wo? Doch eher im Gegenteil, das Wort Neger bleibt als negativ besetzes Wort erhalten und zusätzlich werden neutral besetze Worte verwendet.

Gedankenverbrechen sollen unmöglich gemacht werden? Aha, also bestimmt die Wahl der Worte Ihrer Meinung nach durchaus das Denken? Dann ist das doch ein zusätzlicher Grund, negativ besetze Begriffe, die nicht negativ gemeint waren, nicht mehr zu verwenden.
Wie gesagt, das ist so ziemlich das Gegenteil von 1984 was hier geschieht.

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Vainamoinen 30.01.2013, 14:13
74. So ein Schwachsinn...

"Genau wie das Wort Neger steht die Praxis, sich das Gesicht schwarz anzumalen, in einer rassistischen Tradition"

Sicher. Robert Downey, jr. war als Schauspieler ja nach "Tropic Thunder" auch vollkommen erledigt...

Ich denke, hier werden amerikanische Sensibilitäten gezielt überzogen dargestellt, um eine grundharmlose TV-Geschichte zu einem Skandal hochzustilisieren.

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muellerthomas 30.01.2013, 14:14
75.

Zitat von hman2
Na, dann posten Sie doch mal Link, der Ihre These belegt. Na?
Bestreiten Sie etwa, dass Preussler noch lebt?

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Wildes Herz 30.01.2013, 14:15
76.

Zitat von Robert_Rostock
Ja, gerade noch einmal, zur Sicherheit. Und es passt wie die Faust aufs Auge:
Wo passt denn das "wie die Faust aufs Auge"?

Es handelt sich hierbei um eine souveräne Entscheidung von Verlagen, die in Absprache mit den Urheberrechtsinhabern (!) - also denen, die einzig und allein über die Wortwahl in den Texten zu entscheiden haben - ein paar wenige Worte ändern. Davon ist NICHTS von einem "herrschenden Regime vorgeschrieben". Ganz im Gegenteil: Das ist die freie Entscheidung der Urheberrechtsinhaber, die damit auf die Kritik einiger Leser eingehen, die sich durch rassistisch konnotierte Worte (zu Recht) in ihrem Lesevergnügen empfindlich gestört fühlen.
Und dadurch, dass ein paar wenige Worte zeitgemäßer und bei Lesern weniger Anstoß erregend formuliert werden, wird auch die Kommunikation nicht eingeengt.
Fazit. Die 1984-Neusprech-Definition passt in gar keiner Weise auf den vorliegenden Fall.

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hman2 30.01.2013, 14:15
77. Huch

[QUOTE=muellerthomas;11891143Dort aber, wo ein rassistisches Wort in einem ganz anderen, nicht-rassistischen Zusammenhang verwendet wird, sollte es selbstverständlcih geändert werden, eben damit der Sinn erhalten bleibt und nicht verfälscht wird.
[/QUOTE]

Unsinn. Gerade der Sinn wird damit geändert. Wenn's unbedingt sein muss, kann von mir aus gerne eine Fußnote hinzugefügt werden. Ansonsten ist die Exegese aber ein klarer Fall für die Sekundärliteratur.

Zitat von
Und bei Veränderung von Wörten wie "wichsen" geht es sowieso nicht um PC, sondern ausschließlich um das Verständnis.
Also ich verstehe völlig problemlos, dass jemand seine Schuhe polieren möchte, wenn er sie wichst. Sie nicht? Vielleicht ist das Problem ja weniger das Verständnis, als ein "komisches" Kopfkino, das den Blick verstellt?

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Grerd 30.01.2013, 14:15
78.

@Robert_Rostock
Neusprech in 1984 hatte das Ziel die Bevölkerung in einem totalitären System zu kontrollieren. Daher macht der Vergleich hier keinen Sinn.

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KV491 30.01.2013, 14:17
79.

Zitat von Robert_Rostock
Ja, gerade noch einmal, zur Sicherheit. Und es passt wie die Faust aufs Auge:
Das ist nicht Orwell, das ist Wikipedia. Soviel Zeit sollte sein.

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