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Rat einer Langzeit-Studentin: Immer locker bleiben
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Erst Sozialwissenschaften, dann Geschichte und Englisch auf Magister, jetzt auf Lehramt: Langzeit-Studentin Marina Kavelj, 32, hat eine akademische Hafenrundfahrt hinter sich. Jetzt steht sie kurz vor dem Abschluss. Ihr Tipp nach 13 Jahren Hochschule: nicht so verbissen sein. Interview mit einer Langzeitstudentin - SPIEGEL ONLINE

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rbn 23.10.2013, 12:46
120. und dann wundert man sich über Studienplatzgebühren

Zitat von canUCme
... ganz so extrem haben wir es nicht ausgereizt, aber Ende der 70er und in den 80ern haben wir uns auch schon ein wenig länger Zeit gelassen mit dem Studieren. Die Zeit möchte wohl keiner meiner Ex-Kommilitonen und auch ich nicht missen. Heute entgeht den jungen Leuten etwas, wenn sie in verschulten Bachelor-Studiengängen nur so durch das Curriculum hetzen. Auch wenn man es in Deutschland oft nicht glaubt: Das Leben besteht aus mehr als nur Arbeit - und der unfreie(re) Teil kommt noch früh genug....
diese Dame hat nicht nur anderen Studienplätze versperrt, sondern auch noch Steuergelder verschwendet. Ein Beweis für die Berechtigung von Studienplatzgebühren.
Kann aus meiner Verwandtschaft Ähnliches berichten.
Ein Vetter hat nach dem Abitur 1960 angefangen, an der LMU in München katholische Theologie zu studieren. Weil es natürlich für eine katholische Familie eine Ehre ist einen Pfarrer zu haben, wurde ihm von den Verwandten, auch von meinem Vater, das Geld vorne und hinten reingeschoben.

Dann lernte er eine Frau kennen, konnte dadurch natürlich nicht mehr Pfarrer werden und hat auf Lehramt studiert. Nach 18 Semestern hat er es sich dann nochmals anders überlegt und begann, Philosophie zu studieren. Er war natürlich klug genug, der ihn unterstützenden Verwandtschaft auch dieses Studium als zum Beruf des Theologie-Professors hinführend zu verkaufen.
Zum Schluss übernahm ihn die Stadt München mit 36 als Hilfs- Lehrer (ohne Abschluss) an eine Schule für Behinderte.
Franz Werfel hat über Ähnliches eine Novelle verfasst:"Der veruntreute Himmel".

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pinsel66 23.10.2013, 12:46
121.

Ok, die Dame war eine Zeitlang Karteileiche an der Hochschule. Wie sie da so hohe Kosten verursacht haben soll erschließt sich mir nicht..Geisteswissenschaftler sind ja in der Haltung eher preiswert.:-), keine Laborplätze, keine Praktika usw. 13 Jahre ist natürlich schon eine stramme Leistung (Ich habe in der Zeit drei Abschlüsse gemacht) aber verurteilen kann ich das nicht, den Schaden (Einkommensverlust) hat sie ja letztendlich selber, und ob es so lustig ist sich die ganze Zeit über prekäre Studentenjobs zu finanzieren lasse ich auch mal dahingestellt. Toll jedenfalls das sie es dann noch geschafft hat..:-)

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arimahn 23.10.2013, 12:46
122.

Zitat von lydisch
Wie? Und inzwischen sind Sie zum kleinkarierten Spießer mutiert? "Loser" führen jedenfalls ein freieres und zufriedeneres Leben, das behaupte ich einfach mal. "Loser" haben auch immer ein richtiges Rückgrat und eine eigene Meinung - und das macht sehr frei! "Loser" wollen gar keine Karriere machen und sie halten sich ganz bewusst immer in der zweiten Reihen auf. Trotzdem funktioniert ihr Leben sehr gut, weil es meistens schlaue Menschen sind.
Ziemlich pauschal. Manchmal sind die Loser wirklich genau das: Loser. Sowohl menschlich wie auch karrieretechnisch. Ich bin der Letzte der gegen Geisteswissenschaftler wettern würde aber man kann nicht von der Hand weisen, dass diese Studienrichtungen verstärkt eine bestimmte planlose Klientel anziehen.

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certainly 23.10.2013, 12:49
123. Jaja

Vielleicht sollten Sie sich über anerkannte Formen des Deutschen informieren? In Österreich und im Süden Deutschlands ist das Hilfsverb 'sein' in der Konstruktion des Perfekts üblich. Aber hey - Sie haben Ihr Studium sicherlich noch vor der Regelstudienzeit abgeschlossen. Und waren bisher nur Zuhause und auf der Arbeit. Glückwunsch.

Ich studiere auch etwas länger, weil ich mir meinen Unterhalt selbst finanziere umd bei 20 Std. Arbeit pro Woche kann man nicht mal eben durch marschieren. Außerdem sollte man sich seine Freiheit bewahren, wenn man es denn kann.
Wenigstens hat sie einen Abschluss und kann den Kindern, was beibringen.

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Ze4 23.10.2013, 12:56
124. Wohingegen

Zitat von arimahn
Ziemlich pauschal. Manchmal sind die Loser wirklich genau das: Loser. Sowohl menschlich wie auch karrieretechnisch. Ich bin der Letzte der gegen Geisteswissenschaftler wettern würde aber man kann nicht von der Hand weisen, dass diese Studienrichtungen verstärkt eine bestimmte planlose Klientel anziehen.
BWler und Zahnwälte menschlich gesehen natürlich Top of the Pops sind, nicht wahr?

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ich2010 23.10.2013, 13:00
125.

ich frage mich mit welchem recht die einen über die anderen urteilen.
weil sie "besser" sind? oder es zumindest zu sein glauben. irgendwie erschreckend diese arroganz.

es ist doch so. jeder soll so leben (dürfen) wie er /sie es möchte und die entscheidungen treffen, die am besten sind. und zwar für die jeweilige person am besten und nicht für die allgemeinheit. der eine fokussiert sich sehr schnell, der andere experimentiert etwas länger.

und das bittesehr ist doch wohl das recht eines jeden einzelnen - für sich das beste zu finden. egal wie.

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Draupadi 23.10.2013, 13:01
126. Grandios

Zitat von retmar
Ein schlichtes Gemüt bei den Anderen diagnostizieren besonders gerne die schlichten Gemüter ;)
Welch ein Eigentor....grade zu glanzvoll!
Entschuldigung aber das konnte ich mir nicht verkneifen!

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whl1511 23.10.2013, 13:01
127. Schmarotzer

1. wenn ich nicht weiss was ich will,sollte ich sicher nicht studieren und schon gar nicht Lehrer werden wollen.
2. Andere wollen studieren bekommen aber wegen derartigen Schmarotzern keinen Studienplatz.
Die Geschichte hört sich so an als wollte hier einer ganz lässig auf unsere Kosten Hartz 4 umgehen und
das Leben geniessen.
Schimm was es für unreife und eigensüchtige Menschen gibt-----und wir lassen das auch noch zu!!!

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retmar 23.10.2013, 13:01
128.

Zitat von lydisch
Nee, stimmt nicht...
Weil Sie das sagen?

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badner18 23.10.2013, 13:01
129. 14 Semester sind keine 13 Jahre

Was hier viele Kommentargeber, die von ihrem eigenen Studium berichten, vergessen. Die redet nicht von Semestern, sondern von Jahren. Klar kann man ein, zwei Semester mehr machen. Die Unis raten ja sogar, den Bachelor eher in 7, statt 6 Semestern zu machen. Dann noch den Master und man ist vielleicht nach 12 Semestern fertig und hat die Zeit auch noch produktiv für ein längeres Praktikum und einen Auslandsaufenthalt genutzt. Völlig ok und wird sicher kein Arbeitgeber bemängeln. Aber die Dame hat wohl um die 26 Semester studiert und das muss man glaub ich nicht auch noch anderen Leuten raten.

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