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Reise in die Provinz: Dieses Dorf ist Deutschland
Jakob und Laurenz Goos

Durch Deutschland geht ein Riss, er trennt Stadt und Land, Gewinner und Verlierer. Die Provinz, heißt es, fühlt sich abgehängt. Genau dorthin ist Hauke Goos mit seinen beiden Söhnen gereist. Eine Expedition in sein Heimatdorf.

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wilke.daniel35 07.05.2017, 09:42
1. Gut!

Endlich mal ein sehr guter Artikel. Genau darum geht es. Und es macht die Gesellschaft kaputt. Wir brauchen etwas was uns verbindet und eben nicht den Druck der uns trennt. Wenn doch endlich mal mehr Menschen begreifen würden, dass der Mensch ein soziales Wesen ist... . Danke für den guten und wichtigen Gedanken. Und ich kann vollkommen bestätigen, dass man auf dem Land eben keine Nummer ist.

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silvercat 07.05.2017, 13:36
2. Guter Artikel

Hier findet man einige Antworten warum sich Menschen von der Politik allein gelassen fühlen.
Nur wird sich was ändern?
Bestimmt nicht mit wählen der AFD die sich als Retter profilieren wollen aber selbst keine Lösungen bieten.
Ein miteinander anstatt gegen einander wäre ein guter Anfang...

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_gimli_ 07.05.2017, 13:42
3.

Zitat von wilke.daniel35
Endlich mal ein sehr guter Artikel. Genau darum geht es. Und es macht die Gesellschaft kaputt. Wir brauchen etwas was uns verbindet und eben nicht den Druck der uns trennt. Wenn doch endlich mal mehr Menschen begreifen würden, dass der Mensch ein soziales Wesen ist... . Danke für den guten und wichtigen Gedanken. Und ich kann vollkommen bestätigen, dass man auf dem Land eben keine Nummer ist.
Ich stamme aus der Lausitz, aus einem Dorf mit im Jahr 1985 200 Einwohnern. Jetzt sind es noch 80. Nahezu alle jungen Leute sind weg und niemand würde mehr dahin zurück gehen. Ich bin 1992 nach Mittelfranken gezogen. Infrastruktur, Bildung, gut bezahlte Arbeit, Kinos, Theater usw. gibt es nicht auf dem Land und wird es nie geben. Und darum gewinnen im Kampf um die jungen Leute immer die Städte und ihre "Speckgürtel". Ich lebe in Herzogenaurach. Kleinstadt mit allem was man brauch, mit Erlangen/Nürnberg in Wurfnähe, München nicht weit weg und trotzdem die Natur vor der Haustür. Alles super. Deshalb wachsen solche Gegenden derart dynamisch und die Lausitz (genau wie Gebiete Oberfrankens und der Oberpfalz) hat das Nachsehen.

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multimusicman 07.05.2017, 15:23
4. Das ist der beste Artikel seit langem, der in

die Tiefe geht, ohne diese längst überholte links- rechts Brille aufzuhaben.
Ich bin selbst Berliner und kann das Empfinden eines großen Teils der Landbevölkerung nachempfinden.
Dieser Artikel kann jedem Politiker in Berlin empfohlen werden, der aufrichtig darum bemüht ist der Politikverdrosdenheit entgegenzuwirken,
die zuerst wichtigsten Menschen im Land sind die Macher.....das sollte schleunigt anerkannt werden, sonst driftet unser Land weiter auseinander.
Vielen Dank der Autorin und ihren Söhnen für ihren Bericht und viel Erfolg !

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kratzdistel 07.05.2017, 18:02
5. es gibt aber auch gewinner

heute fahren die Landbewohner viele Kilometer in die metropolregionen. verdienen dort gutes Geld und haben auf dem lande stattliche Wohnungen mit großem Grundstück und niedrige Lebenshaltungskosten..andere haben auf dem Zeltplatz einen Wohnwagen stehen, wo sie über die Woche wohnen. zwischen Mainz und Koblenz gibt es keine brücke, sondern nur fährverbindungen, weil man sich nicht einig wird. das trennt die menschen auch. warum sterben die ortansässigen betriebe, weil viele mit dem Auto zu den Einkaufszentren fahren und andere können das nicht mehr. das sind die leidtragenden

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keinguternamemehrfrei 07.05.2017, 19:25
6. Schon etwas einseitig

Klingt ziemlich polarisierend, was der da schreibt. WIR Wichtigen in der Mitte machen die Trends und Entscheidungen, bei euch kommen sie nur an. WIR sind die Macht und das Leben, ihr seid weit weg davon. Polarisierend. Und falsch ist es auch noch. In Wahrheit ist es doch so: Entscheidungen, die wirklich wichtigen, fällen die Familien oder auch einzelne für sich selbst. Die werden nicht in Berlin gemacht und kommen als "Nachrichten und Vorschriften" an (damit ist wohl gemeint: wenn es im Spiegel steht, dann ist es für dich da draußen verbindlich).
Und nur mal so am Rande: die Söhne sind 15 Jahre und zum ersten Mal dort? Haben als Kinder nie Zeit bei den Großeltern verbracht? Traurig.

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kickmeto 07.05.2017, 20:18
7.

Zitat von keinguternamemehrfrei
Klingt ziemlich polarisierend, was der da schreibt. WIR Wichtigen in der Mitte machen die Trends und Entscheidungen, bei euch kommen sie nur an. WIR sind die Macht und das Leben, ihr seid weit weg davon.
Ich komme vom Land, bin nun in der Hauptstadt und kann sagen, der Autor hat ins Schwarze getroffen, genau so empfinde ich, seitdem ich in eine Großstadt gezogen bin.

Es ist einfach so, in den großen Städten werden die Trends gesetzt, hier enbtwickelt sich viel Neues, vieles wird in Subkulturen geboren und findet dann langsam seinen Weg in die breite Gesellschaft.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, jedoch waren mehrere Großstädte in ca. einer Stunde zu erreichen. Erst, wenn man dann mal z.B. im tiefsten Niedersachsen oder in Meck Pomm landet merkt man, was wirklich Land ist. Mir tut es teilweise im Herzen weh, wenn ich solche Orte sehe, wo alles verloren zu sein scheint.

Man muss nicht drum herum reden, es gibt in absehbarer Zeit für einige Gegenden in Deutschland keine wirkliche Perspektive, woher soll diese denn plötzlich kommen?

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Matttthias 07.05.2017, 21:14
8. Mobilität wird unterschätzt

Die "urbanen Eliten" haben die Republik nach ihrer Perspektive umgekrempelt. In Berlin Kreuzberg sind Autos eine Last. Stinkend, gefährlich für Radfahrer. Auf dem Land ist Mobilität lebensnotwendig. Benzinsteuer, gestrichene Pendlerpauschale sind schön aus einer Inner-City-Perspektive. Draussen entfallten sie eine schleichende Verödung. Zuerst gehen die Neugierigen. Wenn Läden schließen und auch der Arzt die Praxis aufgibt bleiben nur noch die Alten. Wohnungsnot in den Städten ist direkt mit der Landflucht verbunden. 7 Liter Benzin steuerfrei pro Woche für jeden Landbewohner. Mehrwertsteuer abschaffen für Cafes, Restauraunts und Clubs auf dem Land.

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chattagam 07.05.2017, 21:53
9. Selber schuld

In Bayern gibts immerhin die Freien Wähler und die CSU, da brauchts zum Glück keine Afd.
Ich komme auch vom Land (frängisches Mittelgebirge), bin zum Studieren in eine große Stadt gezogen und will nun wieder raus. Anderes Thema.
Die restlichen Parteien, besonders die Grünen, sollten sich eigentlich nicht wundern, dass sie in ländlichen Gebieten wie MV Boden verlieren. Auf dem Land brauchst nen Wagen, im Gebirge (okay, MV war ein mieses Beispiel) sollte der schon nen ordentlichen Motor haben dürfen. Wer einem den nicht gönnt und die Menschen vom Land, die mit dem Auto zum Einkaufen in die Stadt fahren, an allen Ecken und Enden gängelt, macht sich keine Freunde. Öffis bedeuten einen riesigen Zeitverlust, weil sie von zentral nach peripher über viele Dörfer fahren. Wohnt man im letzten Dorf, liegt die Reisegeschwindigkeit ungefähr bei der eines Mofas.
Welche Schulen sind die, die mit Lehrmitteln als letztes ausgestattet werden?
Welche Straßen sind die, die als letztes repariert werden? Wenn sie denn repariert werden und nicht ein Rudel Keilschwanzzikaden zufällig in den Schlaglöchern Eier gelegt hat...
Wo gibts das langsamste Internet?
Aber Hauptsache es ist Geld für die neue Veloroute und stylische Fahrradständer in der Stadt da.

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