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Religion als soziale Utopie: Die Jesus-Alternative
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Die Tatsachenmenschen haben abgewirtschaftet: In der Krise wird deutlich, dass Kapitalismus und Neoliberalismus keine Hoffnung bereithalten. Die Aufgabe der Politik wäre es, ihnen mit der Kraft der Utopie zu begegnen. Ostern, das Fest der Auferstehung, erinnert an diese Kraft. S.P.O.N. - Im Zweifel links: Die Jesus-Alternative - SPIEGEL ONLINE

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Steve Holmes 02.04.2013, 11:33
440.

Zitat von M. Thomas
Vielleicht können Sie im Ansatz verstehen, dass die Opfer dieses kapitalistischen Systems einiges anders sehen als Sie - und vielleicht sagen Ihnen die schieren Zahlen, dass das Heer dieser Mitbürger global von Jahr zu Jahr dramatisch anwächst.
Ich wurde im kommunistischen Rumänien geboren und habe die Unterschiede dieser Systeme kennengelernt. Später habe ich den Wohlstand kennengelernt die nur kapitalistische Systeme in der Lage sind zu schaffen. Das nicht alle gleichmäßig am Erfolg beteiligt sind ist eine Voraussetzung für den Erfolg denn er beruht auf Konkurrenz.

Zitat von M. Thomas
Wenn sie sagen, der Reformbedarf sei noch lange nicht erschöpft ist die Kernaussage dahinter selbstverständlich, dass bei den Nichthabenden durchaus noch einiges zu holen sei, ...
Wir müssen uns einfach an die Gegebenheiten einer alternden seit vielen Jahren im Frieden lebenden Gesellschaft anpassen. Das sind nicht die selben Gegebenheiten wie in der Nachkriegszeit mit einem hohen Bedarf an Wiederaufbau und fehlenden Arbeitskräften durch die Kriegsopfer.

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smokyfields 02.04.2013, 11:42
441. reuanmuc

Welchen Schöpfer?

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bakunicus 02.04.2013, 11:43
442. wohlstandsburg

Zitat von Steve Holmes
Ich wurde im kommunistischen Rumänien geboren und habe die Unterschiede dieser Systeme kennengelernt. Später habe ich den Wohlstand kennengelernt die nur kapitalistische Systeme in der Lage sind zu schaffen. Das nicht alle gleichmäßig am Erfolg beteiligt sind ist eine Voraussetzung für den Erfolg denn er beruht auf Konkurrenz.

und ?
sind sie dafür oder dagegen dass nun viele rumänier nach deutschland drängen um wohlstand zu suchen ?

das würde mich interessieren ...

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Spiegelkritikus 02.04.2013, 11:44
443. Die Utopie des freien Marktes

Zitat von klaus meucht
....... Der Glaube an die Unsichtbare Hand, ist für mich ähnlich schwer nachzuvollziehen wie der Glaube an die Jungfrauengeburt. Es ist reine Ideologie. Marktversagen gibt es in dieser Ideologie per Definition nicht. Marktgerechtigkeit ist ein Wort das in mir Hohn erzeugt. Gerechtigkeit gegenüber einer unsichtbaren Hand, anstatt gegenüber Menschen? Wenn die unsichtbaren Hand funktionieren sollte dann nur mit voller Transparenz und gleichen Stärken und Vorraussetzungen der Marktteilnehmer. Aber diese Bedingungen gibt es nur in der Theorie. Die soziale Martwirtschaft ist erfolgreich. Wir sollten diese nicht aufgeben und durch reinen Kapitalismus ersetzen. Der Kommunsismus setzt nur auf Solidarität, der Kapitalismus nur auf Eigenverantworug. Die soziale Marktwirtschaft bringt diese ins Gleichgewicht und spielt sie nicht gegeneinander aus.
Adam Smith ging von einem idealen Markt aus, in dem es weder Handelsbeschränkungen noch Monopolbildung gibt. Die einzelnen Marktteilnehmer agieren effizient und zweckrational, wenn sie egoistisch ihre Ziele verfolgen und nach optimaler Rendite streben. Ohne sich dessen bewusst zu sein, schaffen damit ein Maximum an gesellschaftlichem Reichtum und Güterallokation - gleichsam durch eine unsichtbare Hand, die hinter ihnen wirkt. Man kann diese Metapher auch auf ein Bienenvolk anwenden: indem jede Biene emsig ihre jeweilige Aufgabe ausführt, entstehen im Bienenstock Waben und Honig, die das Überleben des Volkes sichern.

Es hzandelt sich beim Konzept des freien Marktes deshalb um ein Ideal, weil erstens nur ein Teil der Bürger Martteilnehmer sind und zweitens sich immer Disparitäten im Kapital- und Kräfteverhältnis bei den Marktteilnehmern ausbilden.
Zur Kritik: Aus Obigem folgt, dass der Staat regulierend eingreifen muss, indem er zu starke Verwerfungen nud Monopolisierungen verhindert sowie die Bürger, die nicht am Markt teilnehmen (können), schützt und unterstützt. Zudem ignoriert das Konzept des absolut freien Marktes die Negativfolgen des Produktionsprozesses, die sich in gesellschaftlich relevaten Umweltschäden manifestieren. Auch hier muss der Staat im Gesamtinteresse regulierend eingreifen.

Das Optimum an Geimeinwohl erheischt neben unternehmerischem Handeln also einen starken Staat, der sozial und ökologisch ausgleichend wirkt. Er muss der "unsichtbaren Hand2 Kräftig nachhelfen bzw. diese teilweise durch rationale Steuerung ersetzen. Damit sind wir beim Konzept der sozialen Marktwirtschaft angelangt, das allerdings durch die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte zunehmend ausgehölt wurde. Die Folgen sind allenthalben sichtbar: Krise des Finanzkapitalismus, enorme Spaltung zwischen arm und reich, Prekarisierung von Arbeits- und Lebensbedingungen usw.

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brut_dargent 02.04.2013, 11:46
444. @Steve Holmes

"... Warum sollte der Mensch kein Tier sein?" Zitat Ende - Nennen Sie mir bitte ein Tier, das in der Lage ist, ein iPhone zu konstruieren, es in Großserie herzustellen und es zum Telefonieren zu nutzen.

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Rüdiger_Kalupner 02.04.2013, 11:47
445. Weltmacht- und -kulturrevolution der (öko-) KREATIVEN ante portas

Blochs Rede vom Anfang der 'wirklichen Genesis' ist mit den KREATIVEN, 1. evolutions- und goethepolitischen Partei der Welt, u n d mit der EURO-Krise u n d mit Angela Merkel, die das Epochenwechsel-Wissen der KREATIVEN drauf hat, aktuell.

Europa u n d die Welt steht vor einer Weltmacht- und -kulturrevolution unter die Ordnung des (öko-) KREATIVEN Evolutionspfad. Das fast-geheim herrschende 2%Wachstumszwang-Regime der KAPITALSTOCK-Maximierer wird gestürzt werden, und der 5000jährige Herrschaft der Konflkt- und Machtkämpfer und der Crash-folgt-Crash-Ordnung wird beendet werden. Der EURO-Einführung und den PIIGS-Staaten sei Dank. Sie hat die vorrevolutionäre Lage hergestellt. Jetzt muß nur noch das Evolutionsprojekt- und Epochenwechsel-Wissen der KREATIVEN in die öffentliche Diskussion gelangen. Die Finanzmärkte werden die Wahrheit der Lage und der Erkenntnisse mit einem Aktienkurs bestätigen.

Konkreter Einstieg ist die Nominierung von Goethepolitikern als parteiunabhängige Direktkandidaten zur Bundestagswahl in allen Wahlkreisen. Dann beginnt das Domino zu laufen. Ein Goethe-Politik-Tsunamie wird zur Bundestagswahl 2013 - hoffentlich - den Erkenntnisstand für den Exodus aus dem 2%Wachstumszwang-Moloch wirksam werden lassen.

Was werden wir rufen? HEUREKA! , die einen. 'Es ist vollbracht', die anderen.

Dann werden alle verstehen, was Ernst Bloch mit dem Zitierten gemeint hat:

"Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen."

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reuanmuc 02.04.2013, 11:47
446.

Zitat von agua
Ich propagiere lediglich fuer mehr Menschlichkeit.
Das tun wir alle, oder wollen Sie das abstreiten und Unmenschlichkeit unterstellen?
Zitat von
Dies hat nichts mit einem Diktat zu tun.
Doch, genau das hat es und genau das wollen Sie nicht verstehen. Genauso diktieren die Kleriker und wollen bestimmen, was das Glück der Menschen zu sein hat, bis hin zur Sexualität, also bis ins Bett.
Zitat von
Waehrend Foristen wie Sie und Steve Holmes die "gerechte Ungleichheit"propagieren,als erfolgreiche Juenger eines aus den Ufern gelaufenen Kapitalismus.
Das ist wieder pure und typische Verleumdung! Ungleichheit der Gesellschaft ist die Folge der Ungleichheit der Menschen und ist unvermeidbare Folge von individueller Freiheit.
Zitat von
Menschen wie Sie machen mit dieser Argumentation genau das,was Sie mir vorwerfen.:Der bessere gewinnt,der Rest kann sehen wo er bleibt,und das ist gut so.
Deshalb wurde die soziale Marktwirtschaft erfunden. Sie ist bisher die beste Lösung, die perfekte Lösung ist eben die Utopie.
Zitat von
Wenn in einem System mehr Menschen die Verlierer sind,als die,die profitieren,stimmt das System nicht.Dass sich in solch einem Fall die Mehrheit erhebt,zeigt die Geschichte.
Aber nicht in Deutschland. Bei einer Arbeitslosenrate unter 10% muss man Ihre Aussage auch hier wieder als diffamierende Unterstellung bezeichnen.

Die Arbeitslosigkeit ist eine logische Folge des hoch arbeitsteiligen Systems mit sehr unterschiedlichen Qualifikationen. Es gibt immer einen Sockel an Arbeitslosigkeit, weil die unterschiedlichen Qualifikationen unterschiedlich stark nachgefragt werden und weil sie sich ständig verändern. Kohlebergleute sind heute nicht mehr gefragt, dafür Programmierer und dergleichen.

Je höher der Wohlstand, desto ungleicher die Gesellschaft. Man kann nicht alles zusammen haben, das ist nicht möglich, in keinem System, außer in gleicher Armut wie in der Dritten Welt. Gegen eine Verbesserung der Zustände ist absolut nichts einzuwenden, aber das System infrage zu stellen, ist unbegründet.

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Steve Holmes 02.04.2013, 11:49
447.

Zitat von agua
Wenn der Markt staerker ist,werden die Menschen vom Markt regiert,
Die Menschen sind der Markt. Ein Marktplatz ohne Menschen ist kein Markt. Er wird es durch die handelnden Menschen.

Der Markt ist die vollkommenste Form der Demokratie weil alle Menschen daran teilnehmen. Auch die Nichtwähler. Daher ist der Markt stärker als jede Regierung die natürlich nie die Interessen aller Menschen vertritt.

Zitat von agua
Welches Interesse sollte ein Staat daran haben,dass seine Bevoelkerung Drogen nimmt.
Manche Regierungen maßen sich an zu entscheiden was gut und was schlecht für die Bürger ist und üben Zwang auf sie aus. Der Freiheitsdrang lässt sich aber aber nicht komplett unterdrücken. Der Markt schafft Abhilfe und bedient auch "illegale" Nachfrage.

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M. Thomas 02.04.2013, 11:52
448. Tja .... ,

Mr. reuanmuc: Sie haben mit der Wirtschaftslehre entweder nicht viel am Hut und schwadronieren so vor sich hin oder Sie wollen mit fadenscheinigen Formulierungen einfach nur Stimmung machen. Ein Viehzüchter wird dann zum (Raubtier-) Kapitalisten, wenn er die Existenz der anderen Züchter vernichtet und sich deren Rinder und Familien zu Hungerlöhnen aneignet. Also wenn im Grunde das passiert, WAS passiert. Wenn er dann noch hingeht, seinen Sklaven (vormaligen Mitzüchtern) erklärt, dass die angrenzenden Weiden widerrechtlich von bösartigen Nachbarn besetzt gehalten werden, stachelt er seine Leute zum Angriff, macht die missliebige Konkurrenz nieder und lässt verlauten, er wolle doch nur das beste für alle und die anderen da hätten Massenvernichtungswaffen. Die übernommenen Stallungen, Wiesen, Rinder und Familien entrechtet er dann ebenfalls und bringt sie auf Linie, in dem er ihr Einkommen möglichst tief nach unten drückt - wir nennen das "Kostenoptimierungsmaßnahmen". ein gut Teil derer, die völlig aus dem Raster fallen, lässt er großmütig vor seinen Zäunen dahinvegitieren, wirft ihnen ab und zu etwas Brot zu und benutzt sie als Warnung für all die, die beim Schuften wegen Hunger murren. Jeder, der von "außen" kommt, wo noch Wiesen und Rinder jenseits seines Zugriffs existieren, wird zum "Fremdling" erklärt und zum Feind aufgebaut. Unter dem Vorwand, er könne sonst sein Heer von Sklaven nicht mehr ernähren, hetzt er diese gegen die fremden Züchter. Die Sklaven, die Angst vor den "Fremden" haben und die glauben, dass diese "böse Eigenschaften" haben denken, sie täten das Gerechte - was der Großzüchter mit einem besonders großen Gelage feiert und seinem Banker dann ein Abendessen für 50.000 Euro spendiert, die auch noch die Sklaven erarbeitet haben.
Ist es Ihnen so recht?

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Steve Holmes 02.04.2013, 11:53
449.

Zitat von smokyfields
Ob nun Ungleichheit gerecht ist, oder auch nicht ist wahrlich Ansichtssache, angenehm ist sie jedenfalls nicht.
Nicht für jeden und das soll sie ja auch nicht sein. Die Motivation seine Situation zu verbessern ist ja die Triebkraft des gesellschaftlichen Wohlstands.

Zitat von smokyfields
Vulgär wird sie jedoch, wenn die einen vor lieber, lauter Langerweile nicht mehr wissen, was sie mit ihrem Geld anstellen sollen und andere nicht genug zu essen haben.
Ich kenne einige sehr reiche Menschen und keiner davon hatte bisher ein Problem damit dass es nicht weiß was er mit seinem Geld anstellen soll.

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