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Sachsen: Schwule Pfarrer dürfen mit Partner im Pfarrhaus leben

Es ist ein heikles Thema, umso bedeutsamer ist der Beschluss der Evangelischen Kirche in Sachsen: Homosexuelle Pfarrer*in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft dürfen künftig gemeinsam mit*dem Partner*im Pfarrhaus leben. Zumindest, wenn der gesamte Kirchenvorstand zustimmt. Sachsen: Schwule Pfarrer dürfen mit Partner im Pfarrhaus leben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

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adam68161 21.01.2012, 22:16
1. Bravo!

Eine wirklich mutige Entscheidung, die hoffentlich Schule macht!

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GeBrau 21.01.2012, 23:01
2. heikel?

Es ist kein heikles Thema.
Es ist erbärmlich, dass das überhaupt noch ein Thema ist.

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Stäffelesrutscher 22.01.2012, 00:34
3.

Und wenn auch nur einer aus dem Kirchenvorstand dagegen ist, geht die Heuchelei weiter ...

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rein-menschlich 22.01.2012, 01:04
4.

Was für eine tolle Nachricht! Das ist Christliche Menschlichkeit gelebt. So können tief gläubige Christen auch im Dienste des Herren ihren Glauben leben, ohne quälende Gewissensbisse ob ihrer Natürlichkeit.

Als Glied der evangelischen Kirche empfinde ich tiefe Genugtuung, dass es seit bald 500 Jahren die Möglichkeit gibt, zu glauben, wie es der Bibel entspricht und keinem System ausgesetzt zu sein, in dem ein weltfremder Diktator (Exekutive, Judikative und Legislative in einer Person!), die Scheiterhaufenzeit zurücksehnt, was die ganz sicher nicht gewollte Botschaft Gottes war und ist.

Reinhard, ev., 2 Kids, Hetero und mit einer Katholikin verheiratet

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ginfizz53 22.01.2012, 09:25
5. Erstklassiges Marketing...

Mir kann es eigentlich ja egal sein.

Aber ob es zur "Kundenbindung" des Unternehmens Evangelische Kirche beiträgt, wenn man immer wieder beliebig nach dem Zeitgeist die Spielregeln ändert, die Grundlagen des Unternehmens (Bibel) immer wieder je nach Zeitgeist neu definiert und Jesus nur noch als obersten Gutmenschen, Friedenskämpfer und Ökofreak positioniert?

Aber eigentlich kann ja nichts schiefgehen. Mit den Gewerkschaften, den Friedens- und Umweltgruppen hat man ja heutzutage starke Partner gefunden, mit denen man das Himmelreich auf Erden erkämpft.

Den altmodischen, esoterischen Seelenkram soll doch die Konkurrenz aus Rom bedienen. Wie bei RTL & Co. will man ja lieber die werbewirksame Klientel unter 50 erreichen...

Mit der Kundenbindung hat es bei mir übrigens schon lange nicht mehr geklappt...

Ach ja: Wann kommt der erste postmoderne Theologe auf die naheliegende Idee, das Zusammenleben Jesu mit seinen Jüngern als wegweisende, erste homoerotische Wohngruppe ohne den Zwang zur Monogamie zu interpretieren?

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Indigo76 22.01.2012, 09:59
6. nicht genug!

Zitat von sysop
Es ist ein heikles Thema, umso bedeutsamer ist der Beschluss der Evangelischen Kirche in Sachsen: Homosexuelle Pfarrer*in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft dürfen künftig gemeinsam mit*dem Partner*im Pfarrhaus leben. Zumindest, wenn der gesamte Kirchenvorstand zustimmt.
Es ist nur ein ganz ganz winziges Schrittchen; zwar in die richtige Richtung, aber lange nicht ausreichend. In nahezu jedem Kirchenvorstand wird sich ein Ewiggestriger finden, der das verhindert. Erst wenn die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der heterosexuellen Ehe in allen Punkten gleichgestellt ist (kein Pfarrer muss um Erlaubnis betteln, wenn er mit seiner Frau zusammenziehen will), kann man von Gleichberechtigung sprechen - und ein kleineres Ziel ist nicht diskutabel!

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unterländer 22.01.2012, 10:15
7.

Zitat von rein-menschlich
Was für eine tolle Nachricht! Das ist Christliche Menschlichkeit gelebt. So können tief gläubige Christen auch im Dienste des Herren ihren Glauben leben, ohne quälende Gewissensbisse ob ihrer Natürlichkeit. Als Glied der evangelischen Kirche empfinde ich tiefe Genugtuung, dass es seit bald 500 Jahren die Möglichkeit gibt, zu glauben, wie es der Bibel entspricht und keinem System ausgesetzt zu sein, in dem ein weltfremder Diktator (Exekutive, Judikative und Legislative in einer Person!), die Scheiterhaufenzeit zurücksehnt, was die ganz sicher nicht gewollte Botschaft Gottes war und ist. Reinhard, ev., 2 Kids, Hetero und mit einer Katholikin verheiratet
Als Mitglied der römisch katholischen Kirche ist es mir unverständlich, wie Menschen einer anderen christlichen Konfession eine solche Aussage über den Papst treffen können. Woran glauben Sie erkannt zu haben, dass er "die Scheiterhaufenzeit zurücksehnt"? Ich nehme zu Ihren Gunsten nicht an, dass Sie mit einer solchen Einstellung zu jenen gehören, die der katholischen Kirche mangelnde Bereitschaft zur Ökumene vorwerfen. Im Übrigen hat die EKD glücklicherweise nicht nur Mitglieder in ihren Reihen, die Ihre Ansichten in Sachen RKK teilen.

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msmt 22.01.2012, 11:15
8. Ein kleiner Schritt!

Aber er geht in die richtige Richtung. Allein wird er nicht genügen, aber zumindest ein Anfang ist gemacht. Ich bin gespannt, wie die Praxis aussehen wird?

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artaxerse 22.01.2012, 11:45
9. Willkommen im 20. Jahrhundert?

Was bitte ist heikel daran, wenn ein Pastor mit seinem eingetragenen Partner, egal welchen Geschlechts, zusammenlebt? Nun, zumindest schön, dass die evangelische Kirche damit im 20. Jahrhundert angekommen ist. Im 21. wäre man, wenn das Vetorecht Kirchenvorstandmitglieder wegfiele. Diese kleinkarierte Einschränkung ist doch ein wenig peinlich, oder?

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