Forum: Blogs
Sachsen: Schwule Pfarrer dürfen mit Partner im Pfarrhaus leben

Es ist ein heikles Thema, umso bedeutsamer ist der Beschluss der Evangelischen Kirche in Sachsen: Homosexuelle Pfarrer*in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft dürfen künftig gemeinsam mit*dem Partner*im Pfarrhaus leben. Zumindest, wenn der gesamte Kirchenvorstand zustimmt. Sachsen: Schwule Pfarrer dürfen mit Partner im Pfarrhaus leben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

Seite 2 von 5
tubelayer53 22.01.2012, 11:54
10. Überholen ohne einzuholen

Dieser Beschluss trägt dazu bei, die Ev. Kirche in Sachsen weiter zu marginalisieren. Und Überholen (der Zeitgeists) ohne einzuholen wird diese Probleme auch nicht lösen.

In einer Gemeinde ist es nie nur Privatsache, wie der Pfarrer lebt bzw. was er vorlebt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wird zwar vom Gesetzgeber sanktioniert, muss deswegen aber noch lange nicht in der Gemeinschaft der Kirche sozusagen zum Leitbild erhoben werden. Aus meiner Sicht ist die ev. Kirche in Sachsen damit erheblich übers Ziel hinausgeschossen.

Beitrag melden
jenzy 22.01.2012, 12:28
11. mahlzeit zusammen!

Zitat von tubelayer53
In einer Gemeinde ist es nie nur Privatsache, wie der Pfarrer lebt bzw. was er vorlebt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wird zwar vom Gesetzgeber sanktioniert, muss deswegen aber noch lange nicht in der Gemeinschaft der Kirche sozusagen zum Leitbild erhoben werden. Aus meiner Sicht ist die ev. Kirche in Sachsen damit erheblich übers Ziel hinausgeschossen.
es wird die gleichgeschlechtliche lebensgemeinschaft ja nicht als leitbild erhoben. es werden die von kirchen gerne vorgeschobenen werte wie toleranz und menschlichkeit einfach mal in die tat umgesetzt.
das ewig gestrige und engstirnige damit ein probleme haben ist selbstverständlich wie das amen in der kirche.
diesen empfiehlt sich dann der wechsel zu den katholiken. da friert eher die hölle zu als das sie diese wertevorstellungen auch umsetzen.

Beitrag melden
h.hass 22.01.2012, 12:30
12.

Zitat von tubelayer53
In einer Gemeinde ist es nie nur Privatsache, wie der Pfarrer lebt bzw. was er vorlebt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wird zwar vom Gesetzgeber sanktioniert, muss deswegen aber noch lange nicht in der Gemeinschaft der Kirche sozusagen zum Leitbild erhoben werden.
Wieso "zum Leitbild erhoben"? Es wird nur einem Menschen gestattet, sanktionsfrei und ohne Heimlichtuerei seine sexuelle Orientierung auszuleben.

Glauben Sie ernsthaft, dass es bislang keine schwulen Pfarrer gegeben hat? Natürlich gab es die. Und natürlich mussten die ihre sexuellen Neigungen verleugnen, weil bornierte Christen ihnen nicht gestattet haben, sie ganz selbstverständlich auszuleben.

Als Atheist wundere ich mich seit langem darüber, wie sehr der liebe Gott doch offensichtlich dran interessiert ist, was zwei erwachsene Menschen zusammen im Schlafzimmer treiben. Sexualpsychologen hätten dazu sicherlich Interessantes mitzuteilen.

Beitrag melden
fauleoma 22.01.2012, 12:52
13. Wenn wir davon ausgehen

dass nichts ohne Gottes Willen geschieht, so frage ich mich, wie wir Menschlein auf die Idee kommen können, anders veranlagte Menschen abzulehnen oder gar zu kritisieren!
Wir haben ein gleichgeschlechtliches Paar in unserer Gemeinde und jeder, aber auch jeder, könnte sich von diesen Beiden eine Scheibe abschneiden bei deren Begeisterung für ihren christlichen Glauben.

Beitrag melden
reuanmuc 22.01.2012, 13:03
14.

Zitat von tubelayer53
In einer Gemeinde ist es nie nur Privatsache, wie der Pfarrer lebt bzw. was er vorlebt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wird zwar vom Gesetzgeber sanktioniert, muss deswegen aber noch lange nicht in der Gemeinschaft der Kirche sozusagen zum Leitbild erhoben werden.
Wissen Sie eigentlich, was Sie da schreiben? Das heißt, die gläubigen Menschen brauchen einen Vorbeter und einen Vorleber, weil sie selber nicht fähig sind zum richtigen Denken! Damit bestätigen Sie das eigentliche Wesen der Religion: die Menschen zu bevormunden, sich in die Privatsphäre der Menschen einzumischen, Macht oder Autorität auszuüben, um einheitliche Lebensweisen zu erzwingen. Die individuellen Interessen, Freiheiten und Bedürfnisse der Menschen sind dazu nur Hindernis. Nächstenliebe, Moral und dergleichen sind nur hohle Phrasen zur Verschleierung der Interessen der Klerikerhierarchien und ihrer informellen Mitarbeiter.

Die Menschen leben gern in einer homogenen Gesellschaft, weil sie Vertrautheit und Gewohnheit garantiert und damit den Stress und die Ängste des Lebens mindert. Daher sind sie so erpicht darauf, dass die Nachbarn genauso funktionieren wie sie selber. Das erklärt die Angst vor Andersartigem und Fremdem und es erklärt die Neigung zur gegenseitigen Verhinderung, Überwachung, Ablehnung, Verleumdung, Bekämpfung und Bestrafung von Abweichungen.

Beitrag melden
hythlodaeus 22.01.2012, 13:05
15. Eine sehr krude Weltsicht,

Zitat von rein-menschlich
Was für eine tolle Nachricht! Das ist Christliche Menschlichkeit gelebt. So können tief gläubige Christen auch im Dienste des Herren ihren Glauben leben, ohne quälende Gewissensbisse ob ihrer Natürlichkeit. Als Glied der evangelischen Kirche empfinde ich tiefe Genugtuung, dass es seit bald 500 Jahren die Möglichkeit gibt, zu glauben, wie es der Bibel entspricht und keinem System ausgesetzt zu sein, in dem ein weltfremder Diktator (Exekutive, Judikative und Legislative in einer Person!), die Scheiterhaufenzeit zurücksehnt, was die ganz sicher nicht gewollte Botschaft Gottes war und ist. Reinhard, ev., 2 Kids, Hetero und mit einer Katholikin verheiratet
noch dazu Christ ohne einschlägige Kenntnisse der Bibel. Schade!

Beitrag melden
sorry ich bin bloß arzt 22.01.2012, 13:06
16.

Zitat von tubelayer53
Dieser Beschluss trägt dazu bei, die Ev. Kirche in Sachsen weiter zu marginalisieren. Und Überholen (der Zeitgeists) ohne einzuholen wird diese Probleme auch nicht lösen. In einer Gemeinde ist es nie nur Privatsache, wie der Pfarrer lebt bzw. was er vorlebt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wird zwar vom Gesetzgeber sanktioniert, muss deswegen aber noch lange nicht in der Gemeinschaft der Kirche sozusagen zum Leitbild erhoben werden. Aus meiner Sicht ist die ev. Kirche in Sachsen damit erheblich übers Ziel hinausgeschossen.
Ich gehöre zwar keiner Konfession an, aber das Leben eines Pfarrers ist Privatsache. Er ist nicht Eigentum der Kirche oder der Gemeinde. Wenn die Gemeindemitglieder noch nicht so weit sind anzuerkennen, dann sind genau die dafür verantwortlich, dass die Kirche sich marginalisiert, wie Sie schreiben.

Beitrag melden
sorry ich bin bloß arzt 22.01.2012, 13:10
17.

Zitat von tubelayer53
In einer Gemeinde ist es nie nur Privatsache, wie der Pfarrer lebt bzw. was er vorlebt. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft wird zwar vom Gesetzgeber sanktioniert, muss deswegen aber noch lange nicht in der Gemeinschaft der Kirche sozusagen zum Leitbild erhoben werden. Aus meiner Sicht ist die ev. Kirche in Sachsen damit erheblich übers Ziel hinausgeschossen.
Als Atheist frage ich: Wenn alles einen göttlich Sinn hat, warum erstens macht der Gott dann Homosexualismus und zweitens warum negieren Teile der Kirche das dann? Ich verstehe es nicht.

Beitrag melden
neeanders 22.01.2012, 13:17
18.

Zitat von reuanmuc
Die Menschen leben gern in einer homogenen Gesellschaft, weil sie Vertrautheit und Gewohnheit garantiert und damit den Stress und die Ängste des Lebens mindert. Daher sind sie so erpicht darauf, dass die Nachbarn genauso funktionieren wie sie selber. Das erklärt die Angst vor Andersartigem und Fremdem und es erklärt die Neigung zur gegenseitigen Verhinderung, Überwachung, Ablehnung, Verleumdung, Bekämpfung und Bestrafung von Abweichungen.
Ist das Ihre Entschuldigung für das völlig überflüssige Religionsbashing, was Sie hier betreiben? Ist es Ihre Angst vor dem Andersartigen und sollen tatsächlich alle Menschen genau so funktionieren und der gleichen Ansicht sein wie Sie?
Dann gute Nacht!

Beitrag melden
felisconcolor 22.01.2012, 13:25
19. Und ich kenne

Zitat von Stäffelesrutscher
Und wenn auch nur einer aus dem Kirchenvorstand dagegen ist, geht die Heuchelei weiter ...
Kirchenvorstände, die sind päpstlicher als der Papst.
Gerade im evangelischen Bereich.

Das war keine tolle Entscheidung der Kirchenleitung.
Man hat nur den schwarzen Peter weiter geschoben um
sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen.
Wenn man die Sache wirklich ernst gemeint hätte, dann
wäre es eine Pro Entscheidung ohne Umweg über den Kirchenvorstand.

Beitrag melden
Seite 2 von 5
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!