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Schach-WM: Carlsen trotzt Anand erneutes Remis ab

Im Kampf um den WM-Titel hat Herausforderer Magnus Carlsen einen weiteren großen Schritt gemacht. Im achten Spiel gegen Titelverteidiger Viswanathan Anand gab es wieder ein Remis. Carlsen zeigte sich unbeeindruckt vom zurückhaltenden Inder, der lediglich mit seinem ersten Zug überraschte. Schach-WM: Carlsen und Anand spielen erneut Remis - SPIEGEL ONLINE

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andy12123 19.11.2013, 13:06
10.

Zitat von smoothways
Anand fast schon. Er musste ja eigentlich auf Sieg spielen, hatte aber zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit dazu. Klar, dass Carlsen jetzt so ausgeglichen ist. Wohl das krasse Gegenteil von Anand. Entweder er kann hier mentale Stärke beweisen oder die Begegnung ist jetzt schon entschieden und wird mächtig an seiner Legende kratzen. Denn als Titelverteidiger darf man sich nicht so leicht geschlagen geben.
Ich finde es erstmal gut, das Anand seinen Titel verteidigt und nicht versucht den aus dem Weg zu gehen (wie schon oft geschehen). Als einfacher Hobbyschachspieler finde ich es langsam auch etwas entäuschend, hätte mir vielleicht gewünscht, dass Annand zum Beispiel sizilianisch vorbereitet hätte. Einfach nochmal was völlig anderes mit ganz guten Siegchancen für schwarz, die kein schnelles abtauschen ermöglichen. Natürlich hätte er dies als Antwort auf e4 vorbereiten müssen. Mit der spanischen Eröffnung war das Unentschieden von meinem Gefühl her klar.

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siebi 19.11.2013, 13:11
11.

Man kann fast annehmen, dass die Partie Nr. 10 (und falls Anand die 9. oder die 11.Partie gewinnt) auch Partie Nr. 12 fast identisch zur Partie Nr. 8 verläuft.

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lonicerus 19.11.2013, 13:14
12. Interessante Taktik

Zitat von bitte_weitergehen
Anand wartet anscheinend darauf, dass Carlsen einschläft. Das hätte heute fast geklappt.
Etwas in der Art ist tatsächlich schon einmal passiert: 1949, bei einem Turnier in Bukarest, schlief der Mitfavorit Pal Benko ein (er hatte wohl die Nacht zum Tage gemacht) und der Pole Tarnowski gewann leicht durch Zeitüberschreitung des Gegners. Dabei passierte dem Schiedsrichter sogar noch das Missgeschick, dass er von der Bühne stürzte. Nicht einmal das konnte Benko aber aufwecken.

Anand sollte sich allerdings nicht zu sehr in Sicherheit wiegen:
Der Österreicher Esra Glass ist angeblich bei einem Turnier in Innsbruck 1977 mehrfach während der Partie eingeschlafen, jedoch immer wieder rechtzeitig aufgewacht und gewann dann meistens auch noch!

Es ist schon bezeichnend, wie wenig Anstrengung Carlsen aufbringen muss, um gegen den Weltmeister ein Remis zu erzielen. Alleine die verbrauchte Zeit heute sprach Bände...

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tbax 19.11.2013, 13:33
13. Schade

Anand hat wohl eine mentale Tiefphase, ausgerechnet in diesen Wochen. SO spielt kein amtierender Weltmeister. Alle bisherigen Partien wurden von ihm harmlos bis leichtfertig gespielt. Echt schade sowas. Mal sehen welcher Herausforderer sich für die nächste Weltmeisterschaft gegen Carlen herausbildet.

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labbimen 19.11.2013, 13:35
14. Ganz normal

Zitat von hubie
Ich wünsche mir mal wieder ein Spiel mit Ergebnis :D, aber vielleicht reicht auch einfach eines, dass die Spannung etwas länger aufrecht erhält, als es diese schnellen Unentschieden tun.
Das ist doch ganz normaler Turnieralltag. Der Führende verwaltet seine Führung, der Verfolger hat scheinbar nichts hinzuzusetzen.

Was soll Carlsen machen? Zwei Partien jeweils die Dame stehen lassen? Nur damit es für Sie spannend bleibt?

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HaioForler 19.11.2013, 13:48
15.

Zitat von debakey
Die Wettquote dürfte allerdings nicht sehr vielversprechend sein;-)
Und genau deshalb ist "kaum noch" auch richtig :-).

Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei jetzigem Stand kann man wohl leicht errechnen. ich schätze die mal auf 10-15% für Anand, aber eventuell hat jemand hier eine griffige Formel zur Hand.

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HaioForler 19.11.2013, 13:52
16.

Zitat von lonicerus
Es ist schon bezeichnend, wie wenig Anstrengung Carlsen aufbringen muss, um gegen den Weltmeister ein Remis zu erzielen. Alleine die verbrauchte Zeit heute sprach Bände...
Das Plus an Zeit schien mir bereits in fast allen vorherigen Partien der Fall. Oder abder Carlsen kam - wie auch immer - ständig in für ihn günstige Positionen. Aber auch dies wäre dann sein Verdienst.

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sebastian.teichert 19.11.2013, 13:54
17. optional

Die ziemlich genau teilen sich den Pott doch ehh... oO
Das ist doch der reinste Sozialismus! Arbeite, oder nicht... Geld bekommst du so, oder so.

Das man mit nem Titel wie schachweltmeister kaum der Frauenheld ist, ist denke ich kla?^^

Also. Der Gewinner kriegt alles und dann wird's auch wieder spannend!

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stiip 19.11.2013, 14:16
18. Psychologie statt Analyse?

Irgendwie fehlte ja noch 34. g2 - g3. Obwohl. Dann hätten sich wohl viele veralbert gefühlt.

Tja, entweder ist Carlsen wirklich das neue Schach-Genie, oder Anand ziemlich außer Form. Als Gelegenheitsschacher kann ich die taktischen Finessen der Partien sicher nicht gebührend goutieren, aber mir scheint, dass der Erfolg im menschlichen Schach mittlerweile weniger auf genialen Taktiken beruht, die der Gegner nicht durchschauen kann, als auf dem Lauern auf die Fehler des Kontrahenten. Also Psychologie wichtiger als Analyse. Zumindest auf diesem Level. Wie sehen das die Experten im Forum?

Vielleicht sollte man dem "Advanced Chess", wie Kasparov es vorgeschlagen hat, wieder eine Chance geben.

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Der_Widerporst 19.11.2013, 14:20
19. Null Ahnung!

Zitat von sebastian.teichert
Die ziemlich genau teilen sich den Pott doch ehh... oO Das ist doch der reinste Sozialismus! Arbeite, oder nicht... Geld bekommst du so, oder so.
Aha, um Weltranglistenerster zu werden und sich als Herausforderer zu qualifizieren muss man also nicht arbeiten - wenn das so einfach ist, warum sitzen Sie dann nicht auf der Tribüne und holen sich das leichtverdiente Geld?


Zitat von sebastian.teichert
Das man mit nem Titel wie schachweltmeister kaum der Frauenheld ist, ist denke ich kla?!
Was soll daran klar sein, denken Sie Schachspieler haben kein Leben neben dem Brett? Gerade Carlsen ist doch ein Mädchenschwarm und wenn ich an vergangene Weltmeister wie Capablanca oder Aljechin denke - die haben nix anbrennen lassen.

Aber lassen Sie sich nicht durch Fakten verwirren und behalten Sie Ihre Vorurteile (am besten für sich).

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