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Scheidende Familienministerin: "Ich verpasse einfach zu viel"
DPA

Ihr Amt als Familienministerin gibt sie auf, um mehr Zeit für ihre kleine Tochter zu haben. Jetzt verteidigt Kristina Schröder ihre Entscheidung im Gespräch mit dem SPIEGEL. Es sei falsch, Mütter zu kritisieren, die sich dafür entschieden, sich im Beruf weniger zu engagieren. Ministerin Kristina Schröder ermuntert Frauen zum Zuhausebleiben - SPIEGEL ONLINE

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SamuelTee 06.10.2013, 09:46
1. Glückwunsch

Ich beglückwünsche Frau Schröder zu dieser Entscheidung. Meine Frau hat unsere beiden Erstgeborenen zunächst allein "betreut". Inzwischen verbringen wir die Zeit mit unseren vier Töchtern gemeinsam. Tag für Tag. Es ist die bisher anstrengendste, aber auch wunderbarste Zeit meines und hoffentlich auch meiner Kinder Lebens. Ich wünsche Ihr vor Herzen alles Gute.

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tomy1983 06.10.2013, 09:53
2. Da hat sie vollkommen Recht.

Und als Vater empfindet man ähnlich, aber bei Frauen ist es nach meiner Erfahrung noch stärker. Wie auch immer, jeder sollte das für sich entscheiden können. Ich kenne auch andere Beispiele. Fakt ist, die Mediendarstellung und die linke Politik entspricht nicht dem Bedürfnis von Eltern in der Phase. und es ist in keiner Weise verwerflich, zuhause bleiben zu wollen.

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mkissed 06.10.2013, 09:57
3. Unfassbar

... Für eine (Ex-)Familienministerin. Zeigt das weiterhin tradierte, in den 1980ern verankerte Familienbild der Union. Ich selber (männlich) habe meine Karriere massiv zurückgefahren, damit meine Frau mehr Zeit für Ihren Beruf hat und ich mehr Zeit für die Kinder. Wo sind bei Frau Schröder denn die Männer anzusiedeln? Was wir brauchen sind flexible Arbeitsmodelle und Teilzeitarbeitsmodelle für beide Geschlechter, auch in Führungspositionen.

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Eisenstemmer 06.10.2013, 09:58
4.

Frau Schröder gibt Selbstverstaendlichkeiten von sich. Die Mutter gehoert zum Kind, keine Frage. Wie kaputt ist eine Gesellschaft, zu deren Leitideen es gehoert, diese Basiserkenntnis politisch neutralisieren, gar bekämpfen
zu wollen?

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jaund2003 06.10.2013, 10:02
5. Frau Schroeder..

.. kann und konnte nie ihre noch relativ wenigen persoenlichen Erfahrung vom Amt als Politikerin differenzieren. Sie war sich nicht in der Lage, die Lebenssituationen anderer Frauen, die nicht einer gut situierten Mittelschicht angehören, vorzustellen und zu reflektieren. Es ist ihr einfach fremd, vorzustellen, dass es z.B. alleinerziehende Muetter gibt, die nicht die Wahl haben, zwischen Karriere oder 'schoene Momente' mit ihren Kindern zu wählen.
Sie stellt sich hin und praesentiert sich in der Art:'Schaut her, ich kann es auch, warum koennt ihr nicht??'
Bei einem einzigen Punkt in ihrer gesamten Karriere gebe ich aber ihr recht, naemlich, dass Sie die Frauenquote fuer eine Dummheit halte. Diese Aussage war naemlich voellig auf sie bezogen!

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Phil2302 06.10.2013, 10:03
6.

Kann das vollends nachvollziehen! Es geht vielen Frauen in meinem Bekanntenkreis, die jetzt ihr erstes Kind bekommen haben, ähnlich. Die möchten nämlich gar nicht auf Teufel komm raus schnell zurück in den Beruf, und die möchten auch nicht, dass der Mann zu Hause bleibt, weil sie selbst sehr froh darüber sind, Zeit mit ihrem Kind verbringen zu können.

Die Frauen, die noch arbeiten, darunter auch welche, die sich früher mal als Karrierefrauen bezeichnet haben, sagen selbst: "Klar, ich kann wenn das Kind geboren ist den Mann zu Hause lassen und wieder meine 60 Stunden Woche plus Dienstreisen aufnehmen. Aber das möchte ich glaube ich gar nicht."

Der Witz an der Sache: Alle fühlen sich schlecht dabei, weil ihnen die Feministinnen unserer Gesellschaft ja einimpfen, dass es nicht richtig ist, als Mutter gerne Hausfrau zu sein und sich um die Kinder zu kümmern. Was die alle nicht verstehen: Es ist keine Schande, sondern eigentlich ein Privileg. Viele Männer würden sich gerne die Auszeit vom Beruf nehmen, aber sie lassen der Frau den Vortritt.

Kann es aber nicht erwarten, die Kommentare der radikalen Feministinnen hier zu lesen, die der Frau Schröder Geschlechtsverrat vorwerfen.

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corvus cornix 06.10.2013, 10:06
7. ...

Sie hat ja durchaus Recht, endlich sagt sie mal etwas, was sie selbst wirklich vertritt.
In unserem Freundes- und Bekanntenkreis wird keine Frau schief angeschaut, wenn sie zu Hause bleiben möchte. ABER trotzdem gibt es Frauen, die wirklich gern schnell wieder arbeiten WOLLEN (und ich rede ich nicht von Karriere, sondern einfach nur den Beruf ausüben) und diese Frauen dürfen darüber nicht vergessen werden.
Auch wenn es viele Frauen gibt, die gern zu Hause bleiben wollen, muß die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch um weiten verbessert werden - übrigens auch für uns Männer.

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tetra1 06.10.2013, 10:08
8. Freiheit ja, Vorurteile bitte nein!

Bei der Bewertung von Frau Schröders Äußerungen bin ich hin- und hergerissen. Einerseits empfinde ich es wirklich als Zumutung, wenn die Politik Eltern einreden will, es müssten beide unbedingt möglichst schnell trotz kleiner Kinder wieder berufstätig sein. Da gehe ich voll mit, das ist eine private Entscheidung, und dort sollte absolute Freiheit (von Politik) herrschen!
Was mich jedoch ärgert, sind die Rollenklischees, die Frau Schröder bei dieser Gelegenheit verbreitet. Sicherlich mag es so sein, dass bei der *Mehrheit* der Paare die Mutter das größere Nähebedürfnis zum Kind hat. Ich selbst lebe in einer vollkommen "konservativen" Partnerschaft: Einer verdient (allerdings bin das ich), der andere kümmert sich hingebungsvoll um die Kinder (allerdings ist das mein Mann), und dies bei jedem unserer Kinder ab sofort nach Ende des Mutterschutzes. Darunter habe ich als Mutter *nicht* gelitten, auch wenn das den Statistiken widersprechen sollte. Ich habe es genossen, zwei Monate nach der Geburt wieder voll arbeiten zu gehen und dabei keinerlei Sorge um die Kinder haben zu müssen, die ich wunderbar bei ihrem liebevollen Vater aufgehoben wusste.

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dieter0708 06.10.2013, 10:09
9. Bravo Frau Schröder!

Endlich mal jemand der Klartext redet und die Urbedürfnisse von Mutter und Kind aus eigener Erfahrung kennt. Diese Bedürfnisse werden vom sogenannten Zeitgeist und den Anforderungen der Wirtschaft systematisch niedergebügelt. Die Frauen sollten sich mehr wehren. Danke Frau Schröder für diese, in der heutigen Zeit, mutigen Worte.

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