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Scheidende Familienministerin: "Ich verpasse einfach zu viel"
DPA

Ihr Amt als Familienministerin gibt sie auf, um mehr Zeit für ihre kleine Tochter zu haben. Jetzt verteidigt Kristina Schröder ihre Entscheidung im Gespräch mit dem SPIEGEL. Es sei falsch, Mütter zu kritisieren, die sich dafür entschieden, sich im Beruf weniger zu engagieren. Ministerin Kristina Schröder ermuntert Frauen zum Zuhausebleiben - SPIEGEL ONLINE

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brut_dargent 06.10.2013, 13:31
170. @tweet4fun

"... Wenn es den Kindern besser geht, ..." Zitat Ende - Genau. Viele Steinzeitforisten verstehen das hier aber nicht. -- Zitat: "... lesen Sie mal den Beitrag #151. Da kann einen schon die Hoffnung auf gesellschaftlichen Konsenz verlassen." Zitat Ende - Dann lesen Sie bitte auch #95. Vielleicht wird hier wieder mal ordentlich Astroturfing betrieben, um ein vermeintliches Bild 'moderner' Familie zu suggerieren ... http://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing

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Senf-Dazugeberin 06.10.2013, 13:38
171. Habe sehr gelacht über ihren Beitrag

Zitat von brut_dargent
"... Die meisten Kinder kommen wunderbar damit klar vormittags bei der Oma zu sein oder bei der Tante oder sonstwo. ..." Zitat Ende - Ich glaube nicht, dass unsere Kinder gern vormittags auf dem Friedhof spielen möchten. Wir haben die klassische Rollenverteilung: Mutter Zuhause, Vater im Büro. Mutter schmeißt den kompletten Haushalt und hält Vater den Rücken frei. DAS ist richtig Arbeit für Mutter. In der Woche von morgens 6.00 Uhr, Feierabend ist so gegen 22.00 - 22.30 Uhr. Und warum diese Rollenverteilung: Pragmatisch auch, da ich höher qualifiziert bin und von daher deutlich mehr Einkommen erziele. Und, weil es uns beiden Spaß macht. Unsere Kinder sind weder narzisstisch noch besondere Egoisten. Erst recht keine Muttersöhnchen. Und jetzt?
Danke für Ihren Beitrag, ich musste laut lachen. Sie haben völlig recht. Bei uns leben die Omas und Opas zwar noch aber Oma/Opa 1 sind beide selber noch berufstätig (selbständig) und Oma/Opa 2 sowie Oma 3 (ohne Opa) leben zu weit weg als dass ich meine Kinder an sie abschieben könnte. Also bleibt nur Fremdbetreuung übrig.

Wenn ich dann so überlege, dass mir von ca. 10-15 angeschauten Aushilfs-Babysitterinnen (alle erwachsen) nur eine einzige wirklich gefallen hat (Lehramtsstudentin, die schonmal in einem KiGa gearbeitet hatte)... Da hat man wenig bis gar keine Lust, die Liebe seines Lebens (die einem zugegebenermaßen manchmal auch von 6 Uhr früh bis zum abendlichen Ins-Bett-gehen auf die Nerven geht) schon mit wenigen Monaten irgendwelchen Leuten, von denen man nicht weiss, ob sie das Kind wirklich im eigenen Sinne fördern, den halben oder ganzen Tag zu überlassen.

Es ist zwar mit zwei Winzlingen höllisch anstrengend, vor allem wenn der Mann auch mal über Nacht unterwegs sein muss - aber trotzdem, ich glaube nicht, dass unser Kinde mit 2,5 in so vielen Dingen schon so fit wäre, wenn ich mir nicht die Zeit genommen hätte, mich mit ihm ausgiebig zu beschäftigen und ihm alles Mögliche beizubringen.

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leser47116352 06.10.2013, 13:47
172. wie schoen

dass man in deutschland ein bundestagsmandat so toll vereinbaren kann mit dem einfach zu hause bleiben und sich der schoenen momente mit seinem nachwuchs zu erfreuen. ich dachte immer abgeordnete zu sein, ist ein full time job, offenbar nicht. sie empfiehlt was, was viele gar nicht koennen, mangels geld. bei dr. schroeder gibts ja jeden monat fast 10 riesen netto und man kann offenbar auch zu hause gut abgeordneter sein, das nenn ich ma nen dickes kindergeld. waere sie realistisch, muesste sie auch ihr mandat niederlegen, damit ihre sprueche glaubhaft sind.

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Palmstroem 06.10.2013, 13:54
173. Erfolgreiche Punktlandung

Zitat von spiegelfrauchen
Diese Frau war von Anfang an eine Fehlbesetzung . Ohne Profil und innovative Ideen . In Deutschland geht es vielen Familien mittlerweile finanziell so schlecht , dass sie nicht die Wahl haben , ob sie ihr Kind zu Hause betreuen möchten oder in eine Krippe mit überarbeiten und schlecht bezahlten Erziehern zu geben!
Unter Gerhard Schröders rotgrüner Regierung galt Familienpolitik noch als "Gedöns"!
Christina Schröder hat nicht nur die Familienleistungen erhöht, sonder ihr Management der Krippenbetreuung hat eine Punktlandung hingesetzt. Wieviele Talkshows haben im letzten Jahr geunkt, dass die Garantie auf einen Krippenplatz nicht funktionieren wird - nun gab es am Stichtag mehr Krippenplätze als gesetzlich vorgeschrieben.

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brut_dargent 06.10.2013, 14:02
174. @Senf-Dazugeberin

"... ich glaube nicht, dass unser Kinde mit 2,5 in so vielen Dingen schon so fit wäre, wenn ich mir nicht die Zeit genommen hätte, mich mit ihm ausgiebig zu beschäftigen und ihm alles Mögliche beizubringen. ..." Zitat Ende - Ja, da bin ich mir auch sicher. Ist bei uns genauso. Ich frage mich, warum die Leute dann überhaupt Kinder kriegen? Sie sind geliehenes Glück und für mich, der eigentlich gar keine Kinder haben wollte, die Bereicherung schlechthin für mich im Leben. Und was den kleinen Friedhofsgag betrifft: Die Mutter meiner Frau war über 10 Jahre lang sehr krank und pflegebedürftig. Ihre Geschwister haben sich nicht gekümmert, sie aber sehr aufopferungsvoll. Und wie gesagt, alles 'unbezahlt', Stichwort Rente ...

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alasiaperle 06.10.2013, 14:05
175. Jetzt mal im Ernst

Ich bin dankbar, dass Eltern noch zu Hause bleiben dürfen, auch wenn sie dadurch wirklich nur Nachteile haben. (Null sozialles Ansehen, keine Rente, usw.)

Es gibt nämlich Situationen, da können nur die Eltern was machen. Viele Menschen wollen das aber nicht verstehen, weil bei ihnen immer alles glatt gelaufen ist. Kann man nur hoffen, dass alles weiterhin so glatt für sie läuft.

Es gibt auch sehr viel neid. In dem Fall kann ich nur sagen, niemand hindert Sie das gleiche zu tun. Vielleicht merken die Menschen dann endlich, dass nichts beineidenwertes an der Sache gibt.

Es ist ein viel größeres Opfer zu Hause zu sein als auf die Arbeit zu gehen, weil man dadurch auch vom Leben ausgeschlossen wird.

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karteileiche007 06.10.2013, 14:06
176. Leider zu spät

Leider kommt diese Erkenntnis von Frau Schröder für uns Eltern zu spät. Nun machen andere die Politik und treiben weiter den Kitaplatz-Ausbau-Wahnsinn voran und wollen Betreuungsgeld abschaffen. Überhaupt wird ja nach wie vor das längere "Fernbleiben" der Frauen/Mütter (und natürlich auch Väter) vom Arbeitsplatz wegen der Betreuung der eigenen Kinder als Ursache für die schlechten Chancen der Frauen auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Selbst das Elterngeld wurde schon in Frage gestellt.

Nicht in Frage gestellt wurde bislang dagegen ob es denn sein kann, dass heutzutage nur der ein guter Arbeitnehmer ist, der dem Job die oberste Priorität einräumt. Wer wegen der Betreuung der eigenen Kinder länger zu Hause bleibt oder Teilzeit arbeitet, wer aus diesem Grund familienfreundliche Arbeitsbedingungen möchte - der taugt maximal für die befristete Teilzeitstelle oder für die Leiharbeit.

Und klar, die großen Unternehmen freuts, wenn nun nicht nur Väter, sondern auch Mütter sich um ihre Niedriglohnstellen prügeln - rückt doch die Notwendigkeit, angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen in noch weitere Ferne.

Auch fehlt mir bei Frau Schröders Erkenntnis so ein bisschen der Aspekt, dass auch Väter gern Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten. Vielleicht eignet sich dafür nicht unbedingt das erste Lebensjahr wegen Stillen etc. - aber im zweiten Lebensjahr profitieren Kinder, wenn sie gerade die Welt erkunden, oftmals sehr, wenn sie mit Papa zusammen die Welt entdecken. Wäre es selbstverständlich, dass Väter ebenso in Elternzeit gehen wie Mütter - wenn auch vielleicht nicht direkt nach der Geburt - dann wäre das Arbeitsleben auch wieder ein wenig gerechter. Denn jeder Arbeitgeber müsste dann ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass der Arbeitnehmer ebenso wie die Arbeitnehmerin jederzeit Elternzeit beantragen könnte. Bislang beschränkt sich der Wunsch von vielen Vätern aber auf das gemeinsame Sorgerecht, wenn die Beziehung dann in die Brüche gegangen ist. Vom Recht auf Elternzeit machen dagegen eher wenige Gebrauch.

Und Frau Schröder braucht sich nun nach ihrer Tätigkeit als Familienministerin ja auch keine Gedanken mehr um ihren Lebensunterhalt zu machen. Auch Altersarmut wird sie wohl kaum erleben. Ganz im Gegensatz zum Großteil der Familien in diesem Land.

Die Durchschnittsfamilie wird sich dagegen damit beschäftigen müssen, wie einerseits der Lebensunterhalt finanziert werden soll, zunehmen spielt Geld ja auch eine Rolle was den Bildungsstand der eigenen Kinder betrifft, und wie gleichzeitig eine Vorsorge gegen die spätere Altersarmut getroffen werden soll. Gerade letztere wird wohl in den meisten Fällen nicht getroffen - warum auch, was man sich heute vom Munde abspart, kann morgen schon verspekuliert sein. Oh, und natürlich muss man ja auch die Renten von heute bezahlen - auch wenn man selbst wohl keine nennenswerte Rente mehr erhalten wird.

Lasse ich mal außen vor, wie sich die Qualität der Kitabetreuung hier entwickelt hat, seitdem es den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für 1jährige gibt. Von Qualität redet da ja nach wie vor keiner mehr...

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xehris 06.10.2013, 14:11
177. Niedrigste Geburtenrate der Welt

Zitat von bettyboop2013
In Skandinavien gibt es (außer in Schweden, glaube ich) auch eine Frauenquote. Das erleichtert nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Mütter und Väter (und mutmaßlich auch die Kinder) sind einfach zufriedener. Und es werden mehr Kinder geboren. Ich würde die ungeprüfte These aufstellen, dass es, wenn es den Frauen besser geht, auch dem ganzen Land besser geht.
Deutschland hat heute die niedrigste Geburtenrate der Welt, trotz relativ geringer Frauenerwerbstätigkeit, trotz starrer Arbeitsteilung der Geschlechter.

In den hochentwickelten Ländern mit höheren Geburtenraten als in Deutschland, ist meist auch die Erwerbstätigkeit von Müttern der Normalfall, z. B. in Frankreich, Skandinavien, USA.

Allen geht es besser, wenn Mütter erwerbstätig sind: Die Väter werden von der Last befreit, auf einem zunehmend prekären Arbeitsmarkt Zahlesel der Familie zu sein, die Mütter behalten den Anschluss ans Erwerbsleben, die Kinder haben psychisch ausgeglichene Eltern, die eine echte Partnerschaft führen.

Nicht zuletzt weigern sich junge Männer zunehmend Kinder zu zeugen, weil sie angesichts schwieriger Arbeitsmarktbedingungen Angst vor einer Familiengründung und der alleinigen Sorge für den finanziellen Unterhalt der Familie haben. Frau Schröder sollte deshalb den Frauen lieber Mut machen, alterhergebrachte Rollenbilder der Geschlechter in Frage zu stellen.

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huettenfreak 06.10.2013, 14:13
178. Von anderen Kindern lernen

An alle die meinen sie allein könnten ihre Kinder am besten erziehen: Ein für mich unschlagbares Pro-Argument für die Kita ist und bleibt der Kontakt zu anderen Kindern verschiedenster Altersgruppen. Was sich unsere Kleine da schon alles abgeschaut und gelernt hat ist wirklich enorm. Das kann kein Elternteil leisten. Manchmal lohnt es sich seinen eigenen Kopf von jahrzehnte altem Gerümpel zu befreien;-)

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andros0813 06.10.2013, 14:14
179. und tschüss

diese frau hätte es in der politik besser nicht gegeben.. sie hat noch nie die interessen des volkes vertreten, sondern nur ihre eignen.. null in ahnung von den bedürfnissen der geringverdiener/innen mit kind.. schön wenn sie sich um ihr kind kümmern will, um ihr amt hat sich sich kaum gekümmert, kaum ministerin, schon schwanger selten am arbeitsplatz, dort durchweg farblos, für den posten ungeeignet.. hauptsache eine gute versorgung auf lebenszeit, geht mit 36 jahren in den ruhestand..toll, ist wirklich ein repräsentatives beispiel für die politikerkaste.

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