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Schlank durch Fett: Einmal Hähnchen mit Schlagsahne, bitte
Benedicte Desrus

Schluss mit Magerquark und Knäckebrot! Ein Harvard-Mediziner rät von Kalorienzählerei ab und sorgt mit einer neuen Ess-Regel für Aufsehen: Wer Fettpolster loswerden will, muss mehr Fett essen. Spinnt der Mann? Von Hilmar Schmundt

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Jasro 14.08.2016, 19:22
1. Ein UR-alter Hut....

Ich habe den Artikel eben in der aktuellen Printausgabe geärgert und mich schon darüber geärgert, dass "Low Carb/High Fat" als "brandneue Erkenntnis" verkauft wird.

Das gab es schon in den 1970er (!) Jahren als "Atkins-Diät" des US-amerikanischen Arztes Robert Atkins (1930-2003). Sogar etwas früher veröffentlichte der österreichische Internist Wolfgang Lutz (1913-2010) sein bekanntes Buch "Leben ohne Brot" und Ende der 1970er der deutsche Arzt Alexander Felix (Lebensdaten leider nicht bekannt) sein Buch "Das Schlankheitskonzept".

Und alle sagen genau das aus: Kohlenhydrate, letzten Endes alle Kohlenhydrate machen dick, weil sie die "Zucker-Insulin-Schaukel" in Gang setzen. Eiweiß und Fett hingegen sättigen nachhaltiger und schonen außerdem die Bauchspeicheldrüse.

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kittiwake 14.08.2016, 19:29
2.

Wieso das jetzt als neu verkauft wird?! Dr. Lutz hat es bereits in den 60ern und Dr. Atkins in den 70ern geschrieben! Es gab die "punktdiät" und lowcarb! Was ist daran neu?

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eo no 14.08.2016, 19:34
3. Ausgewogen essen, bitte

Vernünftig frühstücken - Kaffe, Saft, Marmelade, Käse, Schinken, Wurst, Ei, Joghurt. 2. Frühstück Joghurt/Obst
Mittag: Beilagen, Gemüse, Fisch, Fleisch, - Abend: Salat Oliven, Käse, Brot, Milch (wer nicht gerade Lactosekrank ist) Täglich 1/2 Liter Butter/Vollmilch. Essen Sie doch einfach alles im Wechsel so lange es noch einigermassen geht. Und lassen Sie sich nicht verrückt machen. Sie werden nicht dick weil oder wenn Sie sich normal ernähren, sondern weil Sie sich falsch/einseitig ernähren. Dem Körper fehlen dann zuviel Stoffe, was zu Hungergefühl führt, gleichzeitig
zu Schwäche, Nervorsität, Unwohl, Müdigkeit. Da essen sie schnell irgendwas vom Burger bis zu Süssigkeiten oder trinken (zuviel) Alkohol. Das macht dick.

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mario_breitenbach 14.08.2016, 19:54
4. Sicher ist es nicht neu...

sagt der Autor doch selbst, aber er setzt das Ganze endlich mal auf eine wissenschaftliche Basis mit Studien und ähnlichem. Das hatten Atkins und Co. damals nicht in diesem Umfang...

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eo no 14.08.2016, 19:55
5. Ich halte seit Jahrzehnten mein Gewicht

in dem ich einfach fast alles esse (bis auf Pommes, Chips,
Burger, Bratwurst (Höchstens 1x/Jahr stark Zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten/Kuchen, Torten selten) nur nicht alles auf einmal und im Wechsel.

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Rechtschreibprüfer_der 14.08.2016, 20:07
6.

Zitat von Jasro
Und alle sagen genau das aus: Kohlenhydrate, letzten Endes alle Kohlenhydrate machen dick, weil sie die "Zucker-Insulin-Schaukel" in Gang setzen. Eiweiß und Fett hingegen sättigen nachhaltiger und schonen außerdem die Bauchspeicheldrüse.
Falsch. Letztenendes macht nur ein Kalorienüberschuß dick. Ob dieser Kalorienüberschuß durch Kohlenhydrat-, Fett-, oder Eiweisskalorien verursacht wurde spielt überhaupt keine Rolle.

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Antaeus79 14.08.2016, 20:37
7. Die Kalorien des Menschen sind unantastbar

Es wäre schade, wenn Menschen unneurotisch und glücklich lebten, wenn Frauen anfingen, Emanzipation ernst zu nehmen, wenn niemand den Selbstwert vom Bauchumfang abhängig machte, wenn Ernährungsschlaubis wirklich Ahnung von Biochemie hätten, und wenn Wissenschaftler sich wissenschaftlichen Fragen widmeten anstatt Zeit und Geld mit Klimbim zu verschwenden. Das will doch niemand, oder?

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Jasro 14.08.2016, 21:02
8. Eben nicht

Zitat von Rechtschreibprüfer_der
Falsch. Letztenendes macht nur ein Kalorienüberschuß dick. Ob dieser Kalorienüberschuß durch Kohlenhydrat-, Fett-, oder Eiweisskalorien verursacht wurde spielt überhaupt keine Rolle.
Eine Kalorie ist eben nicht "einfach eine Kalorie, egal woher sie stammt". Das ist schon seit langer Zeit überholt.

Tatsächlich werden durch ein dauerhaftes Übermaß an Kohlenhydraten, egal welcher Art, bestimmte hormonelle Prozesse in Gang gesetzt, an denen neben der Bauchspeicheldrüse auch die Nebennieren beteiligt sind - und die eine Kaskade von Folgen für den menschlichen Organismus haben.

An deren Ende stehen dann Krankheiten wie Übergewicht, (Alters-)diabetes, Morbus Cushing und andere.

Lesen Sie z.B. das Buch "Leben ohne Brot" von Wolfgang Lutz, dort wird dies wissenschaftlich präzise beschrieben.

Und Lutz ging es gar nicht einmal in erster Linie um "die schlanke Linie", sondern um Gesundheit im Allgemeinen.

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Atheist_Crusader 14.08.2016, 21:04
9.

Schlanksein ist einzig und allein eine Frage des Energiehaushalts. Nehme ich mehr auf als ich verbrauche, nehme ich zu. Nehme ich weniger auf als ich verbrauche, nehme ich ab. So einfach ist das.

Dieser ganze Diätkram - Atkins, Keto, Paläo und wie sie alle heißen - sind da nur kleine Stellschrauben. Eine anderen (und effektivere) ist Sport.

Anders gesagt: Lebensstil. Wenn ich esse wie Jemand der 200 Kg wiegt und mich bewege wie Jemand der 200 Kg wiegt, dann werde ich über kurz oder lang auch 200 Kg wiegen.

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