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Schockierende Umfrage: Tiefer Graben zwischen Großbritannien und Europa
REUTERS

Der britische Premier Cameron schießt wieder scharf gegen die Europäische Union: Er will die Freizügigkeit innerhalb der Gemeinschaft einschränken und stänkert gegen EU-Kommissare. Nun zeigt eine Umfrage in vier EU-Staaten, wie tief die Kluft zwischen Kontinent und Insel bereits ist. Umfrage zeigt große Differenzen zwischen Europa und Großbritannien - SPIEGEL ONLINE

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brucewillisdoesit 01.12.2013, 15:57
140. Freizügigkeit zum x-ten

Zitat von xaka
Was ursprünglich als (AN) -Freizügigkeit innerhalb der EU gedacht war, entwickelt sich immer mehr zu einer Wohlstandswanderung im Bereich der Sozialhilfe. Bürger wandern dort hin, wo es die lukrativsten Sozialhilfebedingungen gibt. Dieses wird in einigen Ländern noch willfährig forciert um sich der eigenen sozialen Verantwortung galant zu entledigen. Sozialstandards werden bewusst niedrig gehlten, um die Bedürftigen zur Abwanderung zu bewegen, oder gar zu zwingen. Rumänien, Bulgarien ect.... nur als Beispiel. Hier liegt konkret ein Defekt der Idee der Freizügigkeit vor.
Es gibt diese "Wohlstandswanderung" sicherlich, aber in einem sehr geringen Maße, welche absolut Vernachlässigbar. Der "Schaden" der hierdurch angrechtet wird ist weitaus geringer, als der Benefit, den die allgemeine Freizügigkeit erbringt. Die meisten Menschen haben nämlich nicht den innere Drang in ein Land mit fremder Sprache, von den Eingeborenen abgelehnt, fernab der Freunde zu ziehen, ohne eine minimale Chance auf Arbeit, nur um sich mit fremden Behörden herumzuschlagen, weil sie vielleicht 50 EUR mehr im Monat kriegen. Gucken sie sich die Migrationszahlen arbeitsloser Rumänen und Bulgaren, die jährlich ach Deutschland migrieren einmal an. Davon mal abgesehen gäbe es hier genügend (allerdings schlecht bezahlte, da unqualifizierte) Hilfsjobs für diese (ich sehe überall Schilder hängen), die kein vernünftig ausgebildeter Deutscher (verständlicherweise) machen will.

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amidelis 01.12.2013, 15:58
141.

Noch bedenklicher finde ich die französischen Werte !!!! Im europäischen Zentrum 36% Zustimmung - das ist katastrophal.

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klasl 01.12.2013, 15:58
142. EU Referendum

Zitat von ehFrank
Warum haben in den meisten Staaten der EU die Bürger keine Möglichkeit gehabt, in einem Referendum über Euro oder Erweiterungen abzustimmen? Die EU ist doch vielen nur noch als Schimpfwort und Beispiel für maßlose Bevormundung geläufig. Falls die Britten wirklich eine Option bekommen, über den Verbleib in der EU abzustimmen, kann ich sie nur darum beneiden. Die EU ist zu einem Monstrum der vom europäischen Einheitsstaat träumenden Bürokraten verkommen. So oft die chinesische Führung verdammt wird, so oft wird bei der Kommission wohl auch davon geträumt, diese Strukturen einmal in Europa zu haben.
Ich als Brite habe mich bereits vor Jahren in einem Referendum für die EU entschieden und, so Cameron die nächste Wahl gewinnt, soll ich es erneut. Wie oft eigentlich? Alle Jahre wieder ... ? Wenn dann, wie es nach derzeitigem Stand aussieht, eine wenn auch knappe Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmt, wird die lautstarke Minderheit der EU-Gegner die Klappe halten? Doch wohl kaum.
Es ist übrigens durchaus möglich, dass ich diesmal für einen Austritt stimme, gerade weil ich für die EU bin, ihr aber mit mit dem destruktiven britischen Verhalten wenig Chancen gebe. Der politische Horizont des Leichtgewichts Cameron reicht ohnehin kaum über die City of London hinaus.

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newlook 01.12.2013, 16:06
143. Wer nicht will der muss nicht

Da die Briten, wenn sie ins EU Land reisen auf den Kontinent reisen, sonst auch sehr weit von der EU entfernt sind, haben sie in der EU nichts zu suchen. Ein Land das sich nur die Vorteile herauspickt, brauchen wir nicht. Ohne die EU wären sie schnell wirtschaftlich ein armes Land.

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peter234 01.12.2013, 16:06
144.

Wenn ich EU-Fan wäre würden mich die Zahlen Frankreichs viel mehr beunruhigen als die GBs, nur mal so am Rande. Wenn Frankreich auch nur annähernd auf den eurokritischen Pfad einschwenkt ist es Schicht im Schacht.

Zum eigentlichen Thema:
Die EU hatte Jahrzehnte Zeit etwas vernünftiges aufzubauen, rausgekommen ist nur Pfusch, Kosten für eine feudale Bürokratenclique, Gängelung und Politik gegen die Menschen. Die berühmten Zitate mit dem in den Raum stellen kennt ja inzwischen jeder.

Es ist noch Zeit bis Mai Politik für die Menschen zu machen. Der Vertrauensvorschuß ist aufgebraucht und von meiner Seite wird es keinen weiteren geben, egal wieviele Bettelartikel in allen Medien es geben wird und egal wieviel Gülle man über die demokratischen Alternativen zur jetzigen Politik seitens des Establishments auskippt.

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4qfghei3pers 01.12.2013, 16:08
145. Europa!

Europa zeigt sich für den Normalbürger als Abbild lächerlicher Entscheidungen wie dem Krümmungsgrad der Gurke, Glühlampenverbot usw. Es sind diese teils skurillen Entscheidungen, die so mancher EU- Bürger nicht versteht. Ein Grundübel ist die Regel 1 Kommissar für jedes Land. So müssen manche Kommissare auf irgendeine Art ihre Berechtigung nachweisen, heraus kommen solche absurden Entscheidungen.

Hinzu kommt die Tatsache, daß die Brüsseler Bürokraten durch keinen demokratischen Vorgang legitimiert sind. Sie entscheiden praktisch wie eine Diktatur, die Völker haben zu kuschen.
Dies gefällt besonders den Briten überhaupt nicht, zu Recht wie ich meine.

Jetzt soll angeblich die Freizügigkeit in UK eingeschränkt werden, was aber am Kernproblem vorbeigeht. Es ist nicht die Freizügigkeit, die ursprünglich gemeint war, nämlich freie Arbeitsplatzwahl. Die Freizügigkeit wird vielmehr mißbraucht, um Sozialleistungen abzugreifen. Dies will Cameron eindämmen und tut gut daran.
Wenn z.B. innerhalb der EU der Grundsatz gelten würde, daß durchaus Freizügigkeit herrschen soll, die entsprechenden Sozialleistungen aber am Standard des Heimatlands gemessen werden, dann erledigte sich dieses Problem schnell von selber. Wer will dann noch nach UK oder Deutschland gehen, um dort max. die heimischen Leistungen zu erhalten?
Europa ist unausgegoren und in vielen Bereichen einfach nur lächerlich. Solange manche Staaten zahlen bis sie wunde Finger haben, wird sich an dieser Einstellung auch nichts ändern. Es muß mehr Gerechtigkeit her, wer die größte Bevölkerung hat und wer am meisten zahlt, muß auch mehr Stimmgewicht haben. Man kann nur hoffen, daß sich hier bald was tut...sonst ist dieses Europa bald am Ende.

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brucewillisdoesit 01.12.2013, 16:09
146. Luxemburg

Zitat von ruthteibold-wagner
Dass die Kommission im Gesetzgebungsprozess der EU entscheidend ist (EU-"Richtilinien"), und diese Kommission von den Exekutiven nicht demokratisch eingesetzt ist, ist eine schwere Verletzung des Prinzips der Gewaltenteilung, ist demokratietheoretisch eine rein bürokratische, tendentiell totalitäre Konstruktion. Die Stimme eines Luxemburgers zählen ungefähr das 10 - fache wie die Stimme eines Deutschen. Das ist völlig undemokratisch. Das preußische Dreiklassenwahlrecht war "demokratischer".
Ähm, apropos Gewaltenteilung: wo hat denn bitte die EU eine Exekutive ? Ich kenne nur Legislative und Judikative.
Und was das undemokratische Wahrrecht betrifft, können sie sich einen Grund vorstellen, warum ein Land wie Luxemburg, wenn es aufgrund seiner geringen Bevölkerung ab sofort vollständig fremdbestimmt wäre, einer EU beitreten sollte, insbesondere dann wenn der Lebensstandard in diesem Land SIGNIFIKANT höher ist als im Rest der gesamten EU ? Genau es gibt keinen.
Natürlich ist das ganze irgendwie nicht schön, andererseits ist es pragmatisch und berücksichtigt die Situation das es gegenwärtig noch Nationalstaaten mit wenig rationalem Nationalpatriotismus gibt. Wenn in 50 Jahren die deutsche Bevölkerung auf die Hälfte geschrumpft sein wird, sieht es auch nicht mehr ganz so schlimm aus. Das Problem regelt sich also von alleine.

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Nordwestler 01.12.2013, 16:10
147. Bitte, bitte Infos richtig übernehmen !!

Im Original: "At the same time, the total numbers of people in Germany and France who support giving Britain a special deal on membership to satisfy British opinion are heavily outnumbered by those who oppose doing so, which suggests that David Cameron may struggle to achieve his hoped-for tailor-made arrangement for the UK."
Weiter unten: "Only 16% of Germans and 26% of French people back the idea of a special deal being struck for the UK. Cameron has said he intends to renegotiate the UK terms of entry and hold an in/out referendum if he wins a majority at the next election, offering the new arrangement to the British people in a referendum."

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brucewillisdoesit 01.12.2013, 16:14
148. Einwanderungsland

Zitat von d.kapferer
Sind wir, wollen wir ein Einwanderungsland sein ?
Wir sind anhand der Zahlen natürlich Einwanderungsland, auch wenn es aufgrund der demographischen Entwicklung dringenst geboten wäre eines zu sein. Aber mal ganz ehrlich: wer, der nicht hier geboren wurde, will hier schon freiwillig hin ? Offensichtlich nur ein sehr kleiner Teil der Menschen.

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RührDich 01.12.2013, 16:16
149. Wenn Grossbritannien aus

der EU austreten würde, heisst das, dass der Anteil der Deutschen am Euro-Fiasko auf rund 40 % steigen würde. Schon ein Platzen des Euros mit jetzt 27 % hätte für Deutschland katastrophale finanzielle Folgen und würde dieses Land in seinem Wohlstand weit zurückwerfen. Wir sollten also immer dran denken: Die Briten sind nicht nur die grossen Unkenrufer. Sie sind eine Wirtschaftsmacht. Für diejenigen, die denken,wir können auf GB verzichten, seht ja immer noch die Option offen, sich vertrauensvoll an Rumänien, Bulgarien oder auch Kroatien zu wenden. Die werden uns ganz bestimmt unterstützen wenns hart auf hart kommt .....

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