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Schüsse in Memmingen: Die Macht der Waffen-Narren
dapd

Ein 14-Jähriger hantiert auf dem Schulhof in Memmingen mit scharfen Waffen - und die neue Debatte zum Waffenrecht ist die alte. Claudia Roth sagt: "Die Knarren müssen raus aus den Privatwohnungen." Die Lobby kontert und verhindert seit Jahren, dass sich etwas ändert. Memmingen: Politiker fordern eine Verschärfung von Waffenrecht - SPIEGEL ONLINE

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beija-flor 24.05.2012, 01:04
150. Klasse Argument...

Zitat von Heinz-und-Kunz
Logisches Denken zum Beispiel! Wenn bekannt ist, dass sich in den Vereinshäusern ganze Waffenarsenale befinden, wie lange würde es wohl dauern bis das letzte Vereinshaus von Kriminellen leergeräumt wurde? Stichwort Kriminelle: Ca. 90% der mit scharfen Schußwaffen begangenen Straftaten werden mit illegalen Waffen begangen. Das heißt, die ganze Diskussion über das Waffenrecht geht an 90% des Problems vorbei. Was wir brauchen sind Polizisten, die verdeckt Waffen nachfragen und anbieten und dann die Verkäufer/Käufer hochnehmen, damit der Schwarzmarkt verunsichert wird.
Stimmt, Sie haben völlig Recht. Einzelne Gebäude sind unmöglich zu schützen, deshalb müssen alle Waffenläden sofort verboten werden. Ein Dorado für die ganzen Kriminellen, die nur darauf warten ein paar Kilo Waffen abzustauben. Und in Vereinsheimen gäbe es ja sogar Sportwaffen, die sind, so habe ich gehört, unter den kriminellen Profis besonders gefragt. Was, es gibt auch Waffenmuseen? Unglaublich! Zur Sicherheit sollten die dort ausgestellen Waffen nach Museumsschluss unter den Angestellten aufgeteilt werden.

Mal im Ernst: Natürlich gibt es Probleme mit illegalen Waffen. Aber das bedeutet doch nicht, dass deshalb alles andere vernachlässigbar wäre. Wenn Ihnen die zentrale Aufbewahrung von Waffen so widerstrebt: Ich habe heute noch kein einziges Argument dagegen gehört, die Munition nicht zu Hause, sondern zentral zu lagern.

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thanatos09 24.05.2012, 01:22
151.

Zitat von dekkers.e
---- Missbrauch hebt den (rechten) Gebrauch nicht auf ---- Fakten aus Berlin - 2008 bis 2010 Gewaltdelikte: 55.779 davon mit ......

Keiner der Amaokläufer war ein legaler waffenbesitzer, nur die jeweiligen eltern. ersmal informiern dan hirn einschalten dann den mund aufmachen bzw schreiben.

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haufenweise 24.05.2012, 02:58
152. Relativismus

Mh, dass einzige was man hier von "Bewahrern" des gesetzlichen Ist-Zustandes zu hören bekommt, sind Relativierungen. 60000 Autounfälle hier, 5000 beim putzen gestorbene Menschen da, 10000 Krebsttote durch rauchen dort. Illegale Waffen gefährlicher und Haushaltsmesser die Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts.

Wo war nochmal bitte das Argument, dass 150 Tote (irgend eine Zahl aus diesem Forum) durch Schusswaffengebrauch nicht verhindert werden sollten?
Bzw. dass diese 150 Toten eher in Kauf zu nehmen sind, als 20000 Verkehrstote? Wird hier tatsächlich mal wieder versucht Tode in ein plausibles Mengenverhältnis zu setzen?
Peinlich und ekelhaft sowas.

Meine Meinung:
Privater Waffenbesitz tabu. Im Rahmen von Vereinen oder Innungen, können gerne treuhänderisch Waffen erworben werden, welche dann in der jeweiligen Einrichtung verbleiben. Scharfe Munition tabu.
Ausnahmen müsste man bei Jägern machen. Dort ließe sich dann z.B. der Munitionsvorrat deckeln o.ä.
Ich habe kein Problem damit, dass jemand mit Waffen umgehen kann oder es lernen und trainieren will. Aber nur solange er nicht im Besitz einer solchen Waffe ist.

Grüßes

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thunderhand 24.05.2012, 03:20
153. lachhafte diskussion

rauchern verbietet man das rauchen, weil sie angeblich die gesundheit anderer schädigen, da setzen sich aggressive nichtraucher durch, aber waffen, die tun ja niemandem was... wirklich köstlich, bananebrepublik, narrenschiff! Einfach krank! Ein Staat, der so agiert, macht sich lächerlich! Und, liebe Waffenbesitzer, zahlt ihr auch für die psychischen Schäden, übernehmt ihr demnächst alle Therapiekosten der betroffenen? Stimmt ist ja nix passiert, selbser Schuld, wenn Menschen noch Jahre nach einem Amoklauf traumatisiert sind, eben nervenschwach- ... denn es gibt eben nicht nur durch solche Vorgänge Tote und Verletzte, sondern auch Hinterbliebene und solche, die dabei waren, einfach menschenverachtend, die Argumente der Waffenbesitzer

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xera01 24.05.2012, 03:22
154. EngliscEnglische Erfahrungen-oder sprechen Reporter kein Englisch?ein Blick über die Grenzen

Großbritannien hat seit 1997 mit dem Firearm Act eines der schärfsten Waffengesetze der freien Welt. Ergebnis: Straftaten mit Schußwaffen stiegen zwischen von 1998/99 von 5207 auf 9865 (J. Slack, Culture of violence: Gun crime goes up by 89% in a decade, Mailonline, 27.10.2009). Gleichzeitig ist der illegale Handel mit Schußwaffen explodiert (D. Campbell, Firearms: cheap, easy to get and on a street near you, The Guardian, 30.08.08). Mehr Informationen holt der Ungeübte in 10 Minuten aus dem Internet.
Ein großer Teil der Schußwaffen in Deutschland liegen seit Jahrzehnten (z. T. seit 1918) in den Schränken - und nix passiert! Anstatt ohne jeden Grund eine Verschärfung des Waffenrechts zu fordern und damit die persönliche Freiheit unbescholtener Bürger zu beschneiden, sollte man sich die Frage stellen: was treibt einen jungen Menschen dazu, solche Taten zu begehen. Denn wenn jemand sich für eine solchen Tat entscheidet, findet er auch seine Tatmittel: Autos, Messer, Äxte, Benzin ... und ach ja: Düngemittel!

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Martin2 24.05.2012, 03:54
155. Waffen nur für Polizei, Sicherheitspersonal und Jäger

Jeder Tote durch Schusswaffen ist zuviel. Alle Vergleichen mit Verkehrstoten, Messern etc hinken.
Die Verfügbarkeit von Schusswaffen aufgrund der Waffenlobby haben dazu geführt dass unschuldige, junge Menschen in unserem Land durch eine Affekttaten aus dem Leben gerissen wurden, welche sonst nicht in dem Ausmaß möglich gewesen wären. Selbst wenn es nur ein einziger unnötiger Toter wäre, wäre das zu viel.

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thefreeman 24.05.2012, 04:22
156. Lobbyismus

Wenn ich mir die Kommentare hier ansehe hat der Waffenlobbyismus hier auch bereits Einzug gehalten. Und zwar mit fadenscheinigen Argumenten wie ich sie auch erwartet habe. Da wird argumentiert mit Vergleichen von mehr Todesopfern bei Autounfällen als durch Schusswaffen und, und, und. Das ist blödsinniges, eigentlich schon fast hirnloses Geschwätz. Es gibt keinen, aber keinen einzigen Grund, dass Schusswaffen zuhause aufbewahrt werden müssen. Wenn Ihr Waffenverrückten einen Ersatz für Eure primären Geschlechtsmerkmale braucht dann ist Euch nicht zu helfen. Wäre Euch denn damit geholfen, wenn der nächste Amokläufer bei Euch vor der Tür steht und auf Euch und Eure Angehörigen losballert? Ist es dann immer noch so toll?

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cs2001 24.05.2012, 05:29
157.

Zitat von Hermes75
In der Bundesrepublik kommen im Jahr ca. 11.000 Menschen durch Suizid, 4000 Menschen durch Verkehrsunfälle, 600 durch Badeunfälle aber nur 150 durch Tötungsdelikte mit Schusswaffen ums Leben. Wahrlich da muss man natürlich Hunderttausenden von Sportschützen ihr .....
Wieder so ein dummer Vergleich: Der primaere Zweck des Autos ist es nicht, Leute umzubringen. Der eine Schusswaffe schon.

Dennoch gebe ich Ihnen recht: Das Bohei was hier jedes mal versanstaltet wird ist voellig ueberzogen. Vor allem, da die meisten Schusswaffen aus den Toetungsdelikten ohnehin illegal sind.

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Absturz 24.05.2012, 05:32
158.

Genau....erstmal alle Waffen, von Sportschützen und Jägern, schön zusammen gesammelt an einem Platz lagern. Am besten noch etwas ab von Wohngebieten, sodass man sie auch gut klauen kann.
Bitte, bitte liebe Leute. Könnt ihr Einzeller nicht freiwillig einfach mal vor eine Flinte laufen. Ein Hirn ist zum Denken da.

Jeder solcher Fälle ist ja tragisch. Ich verstehe es ja auch ein wenig wenn man sein Kind wegen einem Amoklauf verloren hat das man noch andere Schuldige sucht als den Täter selber. Aber bitte, realitätsfremd sollte man dann auch nicht sein.
Entweder ganz oder garnicht.
Man verbietet jede Schußwaffe. Außer die von der Polizei.
Die Welt wird sowass von Sicher....
Kinder tanzen auf der Straße mi Blumen im Haar. Alle sind froh und glücklich. Verbrecher üben keine Verbrechen mehr aus, ist ja verboten und die Welt ist ein Hellokitty Werbespot.

Ach ja, wir verbieten noch Ehefrauen und Ehemänner und den Rest der ganzen Verwandschaft. Die meisten Morde passieren ja, oder besser, werden durchgeführt von Familienmitgliedern.

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hesse1978 24.05.2012, 05:36
159.

Zitat von wusson
Wenn Sie den Unterschied in der Gefährlichkeit zwischen einer Schusswaffe und einem Messer nicht verstehen (wollen), kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen.
Anscheinend ist Ihnen nicht klar, dass das Messer DIE Mordwaffe Nr.1 in der Welt ist. Und rechnet man mal alle wirklichen Amokläufe nur in Deutschland zusammen, sind weitaus mehr Opfer zu beklagen als mit legalen Schusswaffen. Mit wirklichen Amokläufen meine ich die Fälle, die in den Medien gerne als Familientragödie bezeichnet werden und wo kein Hahn mehr nach einem Tag nach schreit.
Und wenn Sie nun die Gefährlichkeit dieser Waffe namens Messer nicht verstehen (wollen), kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.

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