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Selbstversuch : Wie es sich anfühlt, Veganer zu sein
Timo Zett für den SPIEGEL

Sieben Tage ohne Fleisch, Käse, Leder, Wolle, Milch, Honig - verbunden mit der Frage: Und wenn wir alle Veganer wären? Wo kämen wir da hin? Ein Selbstversuch von Barbara Supp

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BlackRainbow666 28.08.2016, 19:03
10. Palmöl-Problem?

Sobald man sich mal damit auseinandergesetzt hat, lebt man halt vegan und ohne Palmöl. Man muss sich "Argumente" gegen Veganismus schon an den Haaren herbeiziehen.

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jujo 28.08.2016, 19:10
11. ...

Veganer unterliegen einem permanenten Selbstbetrug. Veganes Leben ist in der modernen Welt ganz einfach unmöglich. Denn diese Welt kommt ohne tierische Produkte nicht aus.

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eunegin 28.08.2016, 19:42
12. Horror für Gastgeber

drei Ehefrauen von Bekannten/Freunden wurden (unabhängig voneinander) Veganer. Ich kann Vegetarier verstehen und gerne akzeptieren, als Gäste sind sie problemlos zu bewirten. Veganer sind aber der reinste Horror und haben mehrfach die gute Stimmung durch unsägliches ideologisches Gequatsche vermiest, wohl um von der Freudlosigkeit des eigenen Seins abzulenken. Ich sehe meine Bekannten jetzt meist separat. Ist einfacher und macht mehr Spaß. Ich umgeben mich einfach nicht gerne mit Fundamentalisten, egal welcher Art...

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jeby 28.08.2016, 19:52
13.

Zitat von jujo
Veganer unterliegen einem permanenten Selbstbetrug. Veganes Leben ist in der modernen Welt ganz einfach unmöglich. Denn diese Welt kommt ohne tierische Produkte nicht aus.
Stimmt genau.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/s-p-o-n-helden-der-gegenwart-verehrte-veganer-a-887767.html

"Neulich zum Beispiel, da bin ich mit der Bahn gefahren. Und, was hat die Bahn gemacht? Sie hat gebremst. Und womit tut sie das? Mit ihrer Bremse. Und in der Bremsscheibe ist, man glaubt es nicht, und ich habe auch keine Ahnung, wie es da genau reinkommt: Schwein. Ebenso wie im Streichholz und im Zigarettenfilter. So recherchierte es die niederländische Designerin Christien Meindertsma.

Nun bin ich zwar schon dazu übergegangen, nur noch Leute zu küssen, die ohne Filter rauchen. Aber jedes Mal, wenn ich eine Kerze anzünde, habe ich vielleicht diesen Schweinleim an den Fingern, der bei der Herstellung von Zündhölzern verwendet wird. Oder nehmen wir Brot. Auch da ist Schwein drin. Das gibt die Industrie in Form von aus Haaren gewonnenem Eiweiß hinein, damit der Teig geschmeidiger wird. Nun, so ein Brot, das lässt sich vermeiden. Aber selbst wenn ich mir eine Möhre mit Paste beschmiere und sie auf einen Teller tue oder wenn ich aus einer Tasse trinke, könnte da Schwein drin und dran sein, weil selbst für die Porzellanherstellung das rosa Vieh herhalten muss. Und sogar den Weg in Patronen findet so ein Borstentier. Beziehungsweise Teile davon. Was die Frage aufwirft: Wie soll das gehen als Veganer in der Bundeswehr?"

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daniel.main.cernhoff 28.08.2016, 19:52
14. Es geht nicht um Extremismus

Ich sehe in den Artikel oft drüber gesagt wird, dass es kaum möglich ist alles Vegan zu haben, Autos, Musik, Instrumente, etc. Es geht um das möglichst zu verhindern, dass Tiere wegen unser krankes Konsumismus leiden müssen. Also wenn alle zumindest nur beim Essen kein Fleisch, Milchprodukte und Eier essen würden, wäre das ein RIESIGER Fortschritt!

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Moewi 28.08.2016, 20:21
15.

Zitat von dorothee_olé
Sehr guter Artikel! Ich habe mich beim Lesen gefragt, warum es Veganer gibt, die Strom aus Biogas ablehnen. Massentierhaltung ist nun mal leider eine Realität, warum sollte man die Reststoffe nicht nutzen?
Und die Häute fallen sowieso an, und die Gelatine, usw, nicht wahr?

Wenn man Einblick in Veganerkreise hat, stehen plötzlich viele Dinge im Raum, die einen ziemlich nachdenklich machen. Ich hatte vor ein paar Wochen das "Vergnügen", ein Kuhaltersheim zu besuchen.

Rinder, denen ein Fenster in die Seite "eingebaut" wurde, damit man verdauungstechnisch weiter optimieren kann, damit man ALLES aus der Kuh rausholen kann. Nun, die Löcher im Rumpf sind bei den besuchten Tieren wieder geschlossen, das hat viel Liebe und Arbeit gekostet. Normalerweise wären diese Tiere auf dem Müll gelandet.

Apropos "alles rausholen": Auf der Nachberweide stand eine Kuh, die -ganz nüchtern erzählt- nach 140.000 "gegebenen" Litern diesen Sommer auf einer Wiese leben soll. Sie soll auch schon kräftig zugelegt haben, allerdings ist selbst mir als Stadtbewohner aufgefallen, dass SO wohl keine gesunde Kuh aussieht.
Normalerweise werden diese Tiere weggeworfen, wenn sie es nicht mehr bringen.
Zu Hunderten. Zu Tausenden. JEDEN VERDAMMTEN TAG.

Viele Tiere aus Beschlagnahmungen der Veterinärämter.
Hörner zum Teil als Halbkreis in den Kopf zurückgewachsen. Niemand hat sich darum gekümmert.

Tiere mit Haltungsschäden, weil sie ein Leben lang falsch angebunden im Stall verbracht haben.
Wenn sie sich auf die falsche Seite legen kommen sie aus eigener Kraft nicht mehr hoch und verrecken elendig.
Daher werden auf dem Hof in regelmässigen Abständen Kontrollgänge auf die Weiden gemacht. Aber die Tiere sind nicht so blöd wie man meint: Sie kennen inzwischen ihre schwache Seite ;o)

Glauben Sie mir, ich bin kein Verganer, aber DAS ALLES macht nachdenklich.

Übrigens:"Veganer Wein" ist kein Marketinggag, sondern ein eindeutiges Zeichen, dass dieser Wein NICHT mit aus Tierknochen gekochter Gelatine von Schwebstoffen befreit wurde. Klingt komisch - ist aber so.

Wir konsumieren in Massen, und in den meisten Fällen machen wir uns keine Gedanken über die Entstehung.

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volkiw 28.08.2016, 20:29
16. Vegan ist unnatürlich

Lebewesen leben halt auf Kosten anderer Lebewesen, da muss ich garnicht weit gucken, draußen im Garten metzeln sich die Tiere und das sogar ziemlich grausam. Ich kann noch nicht mal einen veganen Waldspaziergang machen, ständig trete ich irgendwelche Schnecken/Käfer/Asseln tot. Veganismus ist für mich eine Form des Selbsthasses. Die Leute kommen mit ihrem Menschsein nicht mehr klar und geißeln sich selber deshalb. Außerdem ist das Thema völlig aufgebauscht. Mal wieder betimmt eine Minderheit die Themen. Ich geh jetzt erstmal in die Küche und schmier mir ein leckeres Leberwurstbrot. Guten abend !

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peterbruells 28.08.2016, 20:46
17.

Zitat von Moewi
Apropos "alles rausholen": Auf der Nachberweide stand eine Kuh, die -ganz nüchtern erzählt- nach 140.000 "gegebenen" Litern diesen Sommer auf einer Wiese leben soll. Sie soll auch schon kräftig zugelegt haben, allerdings ist selbst mir als Stadtbewohner aufgefallen, dass SO wohl keine gesunde Kuh aussieht. Normalerweise werden diese Tiere weggeworfen, wenn sie es nicht mehr bringen. Zu Hunderten. Zu Tausenden. JEDEN VERDAMMTEN TAG.
Milchkühe werden nach Abfallen der Milchleistung nicht „weggeworfen“, sondern geschlachtet. Fast alles Rindfleisch in Deutschland stammt von Milchkühen, bzw. deren Kälber, die nicht selber zu Milchkühen werden.

Und bei rund 8.000 Rindschlachtungen pro Tag, werden wohl kaum „Tausende pro Tag“ weggeworfen. Das wäre eine zu hohe Quote.

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irobot 28.08.2016, 21:04
18. Vegetarier, Veganer, Frutarier

Alles Leute, die sich ständig selbst belügen. Beim Essen auf "ethisch" machen, sich sonst aber einen Dreck um die Umwelt kümmern. Das sind zumindest meine Erfahrungen im eigenen Bekanntenkreis.

Laut rumschreien, wenn 'ne Möhre nicht in den Schlaf gestreichelt worden ist, aber drei Mal im Jahr mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen. Heuchler!

Die erinnern einen irgendwie an die "Selbstgestrickten" aus den 80ern. Immer schön vor der drohenden Umweltzerstörung warnen, aber selber mit stinkenden Benzinfürzen à la VW Käfer, Ente oder VW Bulli durch die Gegend gurken.

Merke: nirgendwo geht es verlogener zu als beim Umwelt- und Tierschutz.

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micromiller 28.08.2016, 21:39
19. Das irdische Leben endet mit dem Tod

für Tier und Mensch. Was bei beiden an feuchter Fasermasse nachbleibt, ist fast identisch beim Menschen wird es irgendwie bestattet, beim Tier wird es verwurstet. oder anderweitig präpariert. Wir sind Teil der Tierwelt. Wir haben jedoch die Freiheit zu entscheiden was wir essen und trinken wollen. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat anzusehen, unter welchen erbärmlichen Bedingungen die Tiere, die wir essen ihr kurzes Dasein fristen, wird vor Entsetzen und Ekel diese Nahrungsmittel kaum geniessen können. Als Teil der Tierwelt haben wir in unseren Genen auch das Bedürfnis nach Fleisch programmiert, es ist also durchaus normal Tiere zu essen. Was mich stört, ist die brutale, ja bestialische Art und Weise mit der Tiere zu Fleischlieferanten gezwungen werden.

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