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Sexualstraftäter als Kollege: Arbeitskampf am Containerterminal
REUTERS

Mit einem spontanen Streik protestierten Hafenarbeiter eines Containerterminals gegen einen Kollegen. Der Mann ist ein verurteilter Sexualstraftäter, die Belegschaft will auf keinen Fall mit ihm zusammenarbeiten. In dem Fall gibt es nur Verlierer. Bremerhaven: Arbeiter wollen Sexualstraftäter nicht als Kollegen - SPIEGEL ONLINE

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hors-ansgar 29.06.2013, 10:36
200. Ein Fall für Naujoks

Der sollte das geregelt bekommen: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/rechtsanwalt-hilft-arbeitgebern-bei-kuendigung-von-unkuendbaren-a-825792.html
Was Arbeits-Richter seltenst verstehen: Ein Arbeitnehmer repräsentiert ein Unternehmen auch. Zweitens: Wie sieht es hier mit dem Arbeitsfrieden aus? Und: Die Mitarbeiter akzeptieren, dass er seine Strafe abgesessen hat. Sie lynchen ihn nicht und sie sperren ihn auch nicht ein. Sie wollen nur nicht mit ihm zusammenarbeiten.

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montags 29.06.2013, 10:40
201. Der

Zitat von An-On gestern, 19:09 Uhr "Da triumphiert der Mob mal wieder
weil er jemanden gefunden hat, auf den er herabsehen kann. Und der Betriebsrat, dessen Aufgabe es waere, die Interessen des gemobbten zu schuetzen, schaut zu. Ganz toll."

Ich hätte noch nicht gehört das Dockarbeiter all zu hohe Ansprüche an ihre Kollegen hätten oder haben dürfen. Von daher geh ich davon aus das sie sich schon etwas dabei gedacht haben. Es gibt immer (mindestens) zwei Seiten. Und ich denke das wohl die meisten Menschen ein Problem mit einen veruteilten Sexualstraftäter hätten. Fände es irgendjemand gut wenn er neben einem solchen arbeiten müsste? Darf der dann auch deine Familie kennenlernen oder eher nicht? Sicherlich wird die Strafe vom Gericht gegeben, das ist auch richtig so. Trotzdem kann ich es keinem übelnehmen, wenn er sagt, dass er jemanden der seine Stievtochter vergewaltigt hat, nicht in seiner nähe haben will.
Aber ich bin mir sicher das es viele vollkommen unvoreingenommene Menschen wie sie gibt, die es offenbar nicht stört wenn der gegenüber eine vorlieben für wehrlose Kinder hat/hatte.

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Hamberliner 29.06.2013, 10:44
202. Re: Unsere Rechtsprechung ist dahin

Zitat von brummbaer85
Seine eigene Stieftochter vergewaltigen, ihr Leben für immer zerstören und man darf dann bald wieder arbeiten.
Ich wüsste nicht, aus welchen Quellen man entnehmen kann, dass in diesem Fall jemand vergewaltigt oder dass ein Leben für immer zerstört wurde. Mit blutrünstiger Phantasie Geschichten zu erfinden, die gar nicht stattgefunden haben, dient eher fragwürdigen Zielen.

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no-panic 29.06.2013, 10:51
203.

Zitat von mat_1972
Was ich an dieser Stelle mal wieder beobachte bzw. angstvoll zur Kenntnis nehme ist folgendes: Hier in diesem Forum sollten eigentlich nur halbwegs normale und gebildete Leute unterwegs sein. Den durchschnittlichen Bild-Leser hoffe ich hier nicht anzutreffen. Wenn aber nun schon in Foren wie diesem hier Strafen jenseits von Gut und Böse oder sogar Selbst/Lynchjustiz gefordert, und, was ich noch schlimmer finde, Andersdenkenden Gewalt angedroht oder gewünscht wird, so ist das sehr bedenklich. Wir leben in sehr merkwürdigen Zeiten.....
Sie erwarten von SPIEGEL Lesern eine höhere moralische Kompetenz als von BILD Lesern?
Vergessen Sie's.
Wenn der Lynchmob losstürmt, stürmen alle mit, das war schon immer so. Ist auch keine deutsche Eigenschaft, das finden Sie in jedem Land, in jeder Zeit. So wie auch Gewalt gegen Kinder oder andere Wehrlose. Ist alles völlig normal. Wenn es aber ein anderer macht, erzürnen sie sich, die Biedermänner. Da wird die Moral, der Anstand und das menschliche Empfinden hinten an gestellt, da will der Mob Blut sehen.
Dieser Blog zeigt dies wieder sehr deutlich. Ein paar Foristen verweisen auf Recht und Ordnung, der Rest hat Schaum vorm Mund und den Strick hinter dem Rücken.
Da stehen sie wieder, hinter den brennenden Barrikaden und brüllen: "Aufhängen, Aufhängen.....!"
Immer öfter schauerts mich.......

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Hamberliner 29.06.2013, 10:52
204. Woher weiß der Mob das überhaupt?

Zitat von sysop
Mit einem spontanen Streik protestierten Hafenarbeiter eines Containerterminals gegen einen Kollegen. Der Mann ist ein verurteilter Sexualstraftäter, die Belegschaft will auf keinen Fall mit ihm zusammenarbeiten. In dem Fall gibt es nur Verlierer.
Was schiefgelaufen ist: Die Eurogate-Belegschaft hätte von vorne herein gar nicht erfahren dürfen, dass und warum er verurteilt wurde. Da der (von wem auch immer angestachelte) Mob mit dieser Information nicht umgehen kann - Google zeigt mir, dass sich inzwischen auch die NPD mit dem Fall zu profilieren versucht - geht das ganze den Mob nichts an. Wie ist denn diese Information zu den Falschen geflossen? Das würde mich am meisten interessieren. Ich meine, alle Welt redet derzeit von Prism und Tempora, ob der Gläserne Mensch denn ein Problem sei wenn man sowieso nichts zu verbergen habe, und nun haben wir ein sehr plakatives Beispiel dafür was passiert wenn persönliches an die Öffentlichkeit gerät.

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rammbock 29.06.2013, 10:53
205. Ist Mobbing,

hier kooperiert der AG mit den ANs gegen einen einzelnen unliebsamen MA. Es ist auch AG der es eskalieren lässt. Soweit das verständlich sein kann, dass man mit Kriminellen nicht persönlichen Kontakt haben möchte, ist es schlicht unprofessionelles Verhalten was man hier sieht. In Deutschland werden jedes jahr Millionen Menschen durch Gerichte verurteilt. Und nun? Wenn man nie mit einen zusammen arbeiten will, wird man ins tibetische Exil gehen müssen. Wo ist der Unterschied ziwschen eine Mörder, Vergewaltiger oder jemanden der im Suff wem tot fährt und einen der wegen Kindesmissbrauch verurteilt wurde? Es gibt keinen.
Wenn doch, würde das eine Selektion bei den Opfer bedeuteten. Geht gar nicht.
Und nur mal so, bei 2 Jahren muss es sich um einen Form des "moderaten" Missbrauch gehandelt haben. Macht es nicht besser.
Aber das hat man irgendwie oft, dass ein Mob sich rottet und Selbsjustiz üben will.
Der Mann wird ne Abfindung bekommen und gehen, dann ist der Betriebsfrieden wieder hergestellt. Altes Unrecht kann man nicht durch neues Unrecht aufheben. geht nicht.

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Barbara52 29.06.2013, 11:46
206.

Wissen Sie was? (Kann sich angesprochen fühlen, wer will)Die Geschichte hat mich gelehrt, dass Täter sehr schnell per Gericht zu Opfern werden. Und wissen Sie warum das geschah? Weil diese „Richter“ denjenigen der laut gegen Unrecht protestierte als Mob betitelt in´s Niemandsland beförderte.

Die Grenzen zwischen Recht und Unrecht können auch heute verdammt schnell zwischen Paragraphen verwischen. Und wer jemanden als Mob betitelt, der seine Meinung über ein gefühltes Unrecht äußert, diffamiert nicht nur diese Person, die ihr gleiches Recht auf Meinungsfreiheit nutzt, sondern auch das Recht, das er meint vertreten zu müssen. Selbst Richter prangern das Recht an, das sie gezwungen sind sprechen zu müssen. Gerade bei Prozessen um Delikte an den schwächsten in unserer Gesellschaft. Nämlich an Kindern.

Und wissen Sie noch etwas? Wenn ich hier manche Kommentare lese, dann danke ich Gott auf den Knien, dass dies vielleicht PRISM in´s Auge fällt.

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Altesocke 29.06.2013, 11:51
207. Wer wilkl schon als Bekannter/Arbeitskollege eines Kinderschaenders gelten?

Und der Arbeitgeber wird doch wohl irgendwo eine Ecke auf dem Gelaende finden, um den Freigaenger (Freigang bei Kinderschaendung? Lernen die Gerichte nie irgendwas? http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article8137440/Freigaenger-gesteht-versuchten-Kindesmissbrauch.html ) die alten unbrauchbaren Container zaehlen zu lassen.
Oder hat das Gericht auch vorgeschrieben, das er mit seinen alten Kollegen' zusammenarbeiten muessen darf?
Interessant ist auch: Beamte fliegen hochkant raus, bei laengeren Haftstrafen. Nix mit Freigang und weiterarbeiten in alter Stelle. Wieso wird ein Arbeitgeber gezwungen, 1. die Stelle nicht neu besetzen zu koennen, weil 2. der Verurteilte Anspruch darauf erheben kann?
Irgendwas ist faul im Staate Daenemark!

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trompetenmann 29.06.2013, 11:57
208. Mob?

Ich lese hier immer vom "Mob". Ist für mich bezeichnend, dass einige hier die Belegschaft einfach pauschal als "Mob" bezeichnen. Vielleicht ist es viel mehr so, dass viele Väter und Mütter da arbeiten, die Einfach die Schnauze voll davon haben, immer auf so Sch....Typen Rücksicht nehmen zu
müssen? Es ist genauso bezeichnend, dass einige die Belegschaft für die Situation verantwortlich zu machen scheinen, in der sich der Straftäter befindet.
ausserdem finde ich es bemerkenswert, dass dem AN nach begehen eines Kapitalverbrechens nicht gekündigt werden kann? Aber wenn eine Kassiererin eine Frikadelle oder Pfandbon mit nach Hause nimmt, wird gleich gekündigt.

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plebold 29.06.2013, 12:07
209. Wer von Euch ohne Schuld ist werfe den ersten Stein

Wenn der Mob den Rechtsstaat mit Füssen treten kann, ist das doch der Anfang vom Ende.
Ein Rechtsstaat ist gerade da wichtig, wo es schwierig wird. Die dagegen verstoßen, müssen in die Schranken verwiesen werden.
Wir regen uns auf, wenn in islamischen Ländern Ehebrecher/innen gesteinigt werden. Das Verhalten dieser Gutmenschen erscheint mir kaum anders.

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