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Sexuell auffälliger Zwölfjähriger: Im Zweifel weggesperrt

Max, 12, lebt 700 Kilometer von seiner Familie entfernt, weil er als sexuell auffällig gilt - und als gefährlich. Nach sieben Monaten in einer geschlossenen Abteilung hat das Amtsgericht Coesfeld nun beschlossen, ihn ein weiteres Jahr wegzusperren. Zum Schutz für andere und sich selbst. Sexuell auffälliger Zwölfjähriger: Im Zweifel weggesperrt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

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Hr. Rossi 29.03.2012, 12:02
20.

Zitat von schablonser
Wenn man die Geschichte liest, und man muss noch nichteinmal die Hälfte davon glauben, so ist der Junge eine Gefahr für die Gesellschaft. Mir geht das Schicksal des Jungen sehr nahe. Armer Max.
Glücklicherweise steht dieser ganz wichtige letzte Satz in Ihrer Antwort. Das übrige Klientel scheint nicht in der Lage zu sein, zu differenzieren. Zumal "Max" alles ander als ein Einzelfall ist! Doch das scheint hier keiner wahrhaben zu wollen. Dieser "Fall" gelangte eben in die Aufmerksamkeit der Medien.

Sexuell motivierte Übergriffe sind unter Jugendlichen an der Tagesordnung. Und wenn sie nicht offen "ausgebelebt" werden, dann passiert so etwas wie Emden.

Wo das Problem ist? Wir sind das Problem! Indem wir unseren Kindern vorleben wie man sich durchs Leben boxt. Die Lösung: Weniger Leistungsdruck mehr Menschlichkeit - ... auch im Umgang mit Randgruppen, Kranken, und vor allem mit Menschen, die sich nicht über Kapital und Arbeit definieren.

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delta058 29.03.2012, 12:02
21. Aha

Zitat von Crom
Nix klaro, denn bei Vergewaltigungen geht's nur zweitrangig, wenn überhaupt um Sex sondern um Macht und deren Ausübung verbunden mit Gewalt. Statt wieder jahrelang wegzusehen und sich dann zu wundern, wenn es dann plötzlich Opfer gibt, geht man hier endlich mal den richtigen Weg und versucht frühzeitig die Gesellschaft zu schützen.
Und das schreibt einer aus dem Osten?
Sie wissen schon das hier das Kindeswohl und der Rechtsstaat mit den Füßen getreten werden?
Erstens ist der Junge unter 14, zweitens sind das nur Behauptungen die das Heim ausstößt und wieweit kann man einem solchem Heim trauen wo sich die Betroffenen nicht wehren können und drittens würde Maxs Verhalten ja wohl eher darauf deuten das er sexuell missbraucht wurde. Die Wormser Prozesse und die Folgen lassen grüßen, dort wurden Kinder aus intakten Familien herausgerissen und dann im Heim mißbraucht. Vielleicht hat ja auch die Mutter damit zu tun, wäre nicht das erste mal auch wenn es in Dt. stark tabulisiert wird, zum WOhle der heiligen Kuh Mutter.

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wronzky 29.03.2012, 12:05
22.

Zitat von mischpot
Hier fehlt Einfühlnahme und der richtige Umgang. Alles was "Max" äußert ist der Schrei nach Liebe und Geborgenheit und genau dass wird Ihm von den Richtern entzogen.
Das sehe ich genauso! Mich verwundert das Verhalten des Jungen nur wenig, wenn man bedenkt, dass er ohne die Liebe seines Vaters und anscheinend auch die unzureichende Liebe seiner Mutter aufwachsen musste. Und die einzige Person -die Großmutter-, die diese Liebe noch geben könnte, wird dies verwehrt. Kein Wunder, dass es dem Jungen da nicht besser, sondern nur schlechter gehen kann.
Daran sieht man wieder mal in erschreckender Weise, was elterlicher Liebesentzug bei Kindern auslösen kann und wie wichtig diese besondere, bedingungslose Liebe für die Entwicklung bei Kindern ist.

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Dornröschen2 29.03.2012, 12:05
23. Psychologie

Die Oma macht eine absolut zutreffende psychologische Analyse!!! Der Junge hat Minderwertigkeitskomplexe, ein zerstörtes Selbstwertgefühl und eine kaputte Kindheit hinter sich. Solche Kinder brauchen oft eine Bühne, um überhaupt wahrgenommen zu werden, bzw. zu kompensieren. Wenn er die Hose runter macht, dann ist ihm die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden garantiert!

Wieso sehen das die Betreuer oder das zuständige Personal bloss nicht? Haben die denn überhaupt keine Ahnung von Psychologie?

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andydevine 29.03.2012, 12:09
24. Armes Bayern!

Zitat von hjka
wer solche Richter hat braucht keine Feinde. Ein Zwölfjähriger soll in den letzten 4 Jahren eine Vergewaltigung begannen haben. Schon für solch eine Schwachsinnige Aussage gehört dieses Pack von scheinheiligen Richtern, Jugendämtlern und sogenannte selbsternannte Sachverständige hinter Gittern.
Was mit dem Jungen passierte, sofern der Bericht einigermaßen objektiv ist, ist ein Skandal. Das erinnert doch alles sehr an alte Zeiten, in denen man sochen Problemen in der Regel mit körperlicher Gewalt entgegen trat. Heute geht das nicht mehr, da beschränkt man sich auf geistige bzw. emotionale Grausamkeiten.

Aber einer wie der frühere Augsburger Bischof Mixa taucht mit seinem gesalbten Ar... mal eben ein Jahr in der Provinz ab, um danach ein fettes Amt im Vatikan zu bekleiden.

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DrWimmer 29.03.2012, 12:11
25. Die Wutbürger blöken wieder Unsinn...

Zitat von schablonser
Natürlich ist auch ein 9 - 10jähriger in der Lage ein Mädchen zu vergewaltigen. Die meisten Männer die ich kenne waren jedenfalls schon vor dem 13. Lebensjahr sexuell aktiv – auch wenn es nur mit sich selber war.
Richtig! Viele Kinder - auch sexuell "nicht gestörte" haben bereits deutlich vor der eigentlichen Geschlechtsreife einen Trieb und gehen diesem auch nach - i.d.R. mit sich selbst oder über sog. "Doktorspielchen". Viele überhöhen hier die Mär von der kindlichen Unschuldigkeit oder schließen von ihrer eigenen Spätentwicklung auf die Allgemeinheit, nur um malwieder "SKANDAL!" rufen zu können. Für schlimme Konsequenzen müssen sie ja auch nicht gerade stehen. Diese Reaktionen sind rein emotional. Diejenigen die solche Entscheidungen beruflich treffen müssen, können sich sowas nicht erlauben.

Es ist unglaublich was sich Menschen heutzutage in sämtlichen, oft weit von ihrer eigenen Ausbildung und Lebenserfahrung entfernten Disziplinen für ein vermeintliches Urteilsvermögen rausnehmen, nur auf Basis eines - angesichts des umschriebenen Zeitraums - relativ kurzen, einseitigen und komprimierten Medien-Artikels. Alles und jeder wird heute gerichtet, für unfähig erklärt und soll für seine beruflich i.d.R. fundiert getroffenen Entscheidungen gar selbst hinter Gitter gesperrt werden.

Was bin ich froh, dass in diesem Land Volksabstimmungen relativ selten sind. Die Schreckensherrschaft dieses Wutbürger- und verbitterte Bürgerinitiativen-gegen-Alles-Volkes würde doch in wenigen Jahren glatt sowas ähnliches wie die Scharia bei uns einführen.

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laluna3 29.03.2012, 12:13
26. Kind als monster

Zitat von sysop
Max, 12, lebt 700 Kilometer von seiner Familie entfernt, weil er als sexuell auffällig gilt - und als gefährlich. Nach sieben Monaten in einer geschlossenen Abteilung hat das Amtsgericht Coesfeld nun beschlossen, ihn ein weiteres Jahr wegzusperren. Zum Schutz für andere und sich selbst.
da wird aus einem Kind ein Monster gemacht.
Die Grossmutter, seine einzige Bezugsperson darf 1 mal im Monat fuer 2 Stunden zu Besuch kommen.
Es scheint ja eindeutig festzustehen, das das Kind sexuellen Uebergriffen ausgesetzt war.

Da machen es sich die Richter zu einfach.

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symolan 29.03.2012, 12:14
27.

Zitat von sysop
Max, 12, lebt 700 Kilometer von seiner Familie entfernt, weil er als sexuell auffällig gilt - und als gefährlich. Nach sieben Monaten in einer geschlossenen Abteilung hat das Amtsgericht Coesfeld nun beschlossen, ihn ein weiteres Jahr wegzusperren. Zum Schutz für andere und sich selbst.
Es fällt mir schwer zu glauben, dass diese Einrichtung, in der sich Max nun befindet, einen positiven Einfluss auf seine Entwicklung hat.

Und wie es sein kann, dass man Kinder 700km von der einzigen Bezugsperson in ein Heim steckt ist für mich sehr fragwürdig.

Klar scheint der Junge Probleme zu haben. Ob die auf diese Weise nachhaltig gelöst werden... Falls der Bericht Fakten enthält, scheint es sie eher zu verstärken.

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DaveDope 29.03.2012, 12:14
28.

Schwer zu sagen was stimmt und was nicht aber gehen wir mal davon aus das Max wirklich eine sexuelle Störung hat so ist es wirklich richtig ihn vor sich selbst und vor der Gesellschaft zu schützen. Vielleicht kann eine Therapie in jungen Jahren schlimmeres verhindern aber und das ist ein ganz großes ABER muss man kein Psychologe sein um zu erkennen das es nicht wirklich förderlich sein kann einen 12Jährigen mit älteren Tätern 700km entfernt von seiner Familie therapieren zu wollen.
Mag sein das er ein gestörtes Sozialverhalten hat aber trotzdem wage ich zu behaupten das auch ein gestörter 12jähriger seine Familie braucht um nicht noch mehr verkorkst zu werden.

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snafu-d 29.03.2012, 12:14
29. xxxx

Zitat von sysop
Max, 12, lebt 700 Kilometer von seiner Familie entfernt, weil er als sexuell auffällig gilt - und als gefährlich. Nach sieben Monaten in einer geschlossenen Abteilung hat das Amtsgericht Coesfeld nun beschlossen, ihn ein weiteres Jahr wegzusperren. Zum Schutz für andere und sich selbst.
Und wo ist jetzt das Problem?

Wer sich nicht an die regeln hält und andere gefährdet, muss sanktioniert werden.

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