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Sicherheit: So rüstet sich Berlin gegen den Terror
Kieran Tiberlake

Straßensperren, Gesichtserkennung, Panzerglas - die Hauptstadt wird zur Festung umgebaut. Die bisherigen Einsatzpläne taugen nicht mehr.

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Jimmy.B 18.08.2017, 10:45
1.

Meiner Meinung nach bringen die Sicherheitsvorkehrungen wie Sperren, Poller, Zutrittskontrollen und Gepäckscanner ohnehin nichts. Hiermit werden bestenfalls einzelne potentielle Anschlagsziele gesichert, eine wirkliche Sicherung der Menschen kann jedoch nicht erreicht werden, die Attentäter werden auf andere Ziele ausweichen (Bahnhöfe, Busse, Kaufhäuser).

Erreicht wird das das öffentliche Leben erschwert wird, dies für den Preis einer nicht gegebenen Sicherheit die lediglich das subjektive Sicherheitsgefühl erhöht.

PS: Hierbei möchte den Sicherheitsbehörden in D hier ein großes Kompliment machten. Die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen sind im Vergleich zu dem was ich z.B. in Italien erlebt habe doch recht dezent. Dort stehen quasi vor jeder Sehenswürdigkeit Soldaten mit Sturmgewehr im Anschlag, und für was? Für eine reine Symbolpolitik die die jungen Soldaten in der italienischen Mittagshitze orientierungslos herumstehen lässt.

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chalchiuhtlicue 18.08.2017, 10:56
2. Gesichtserkennung?

Wie soll Gesichtserkennung Anschläge mit LKWs verhindern? Das ist genau so als würde man behaupten, dass nicht Radio zu hören einen vor Fusspilz schützt - einfach nur blödsinnig.

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ingofischer 18.08.2017, 10:58
3. Terroristen sind ohnehin nicht zu stoppen, darum Kirche im Dorf lassen

Da kann ich mich dem Beitrag von Putenbuch nur anschließen. Es gibt unzählige unnatürliche Todesursachen, an denen tagtäglich weitaus mehr Leute sterben als bei Terroranschlägen. Knapp 150 Leute finden in Deutschland jährlich den Tod durch den Fall von der Leiter. Keiner würde auf die Idee kommen, deshalb diese gefährlichen Dinger zu verbieten oder schärfere Sicherheitsvorkehrungen beim Besteigen einer Leiter zu verordnen. Nicht dass man die Terrorgefahr klein reden sollte, aber man sollte sich bewußt sein, dass das Risiko deutlich geringer ist, als es sich durch die mediale Aufmerksamkeit anfühlt. Dementsprechend sollte man auch bei den Vorkehrungen gegen den Terror die Kirche im Dorf lassen. Meiner Meinung nach kann man im Prinzip jemanden der möglichst viele Leute umbrigen möchte und dabei auch den eigenen Tod in Kauf nimmt, nicht wirklich stoppen. Wie will man jeden der 80 Millionen Menschen davor schützen, dass ein Verrückter ihn mit irgendeinem Fahrzeug umfährt oder sich eine andere Art und Weise ausdenkt ihn umzubringen.

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acitapple 18.08.2017, 11:00
4.

Zitat von ingofischer
Da kann ich mich dem Beitrag von Putenbuch nur anschließen. Es gibt unzählige unnatürliche Todesursachen, an denen tagtäglich weitaus mehr Leute sterben als bei Terroranschlägen. Knapp 150 Leute finden in Deutschland jährlich den Tod durch den Fall von der Leiter. Keiner würde auf die Idee kommen, deshalb diese gefährlichen Dinger zu verbieten oder schärfere Sicherheitsvorkehrungen beim Besteigen einer Leiter zu verordnen. Nicht dass man die Terrorgefahr klein reden sollte, aber man sollte sich bewußt sein, dass das Risiko deutlich geringer ist, als es sich durch die mediale Aufmerksamkeit anfühlt. Dementsprechend sollte man auch bei den Vorkehrungen gegen den Terror die Kirche im Dorf lassen. Meiner Meinung nach kann man im Prinzip jemanden der möglichst viele Leute umbrigen möchte und dabei auch den eigenen Tod in Kauf nimmt, nicht wirklich stoppen. Wie will man jeden der 80 Millionen Menschen davor schützen, dass ein Verrückter ihn mit irgendeinem Fahrzeug umfährt oder sich eine andere Art und Weise ausdenkt ihn umzubringen.
Ihnen ist schon klar, dass es einen Unterschied zwischen Haushaltsunfällen und Terroranschlägen gibt ?

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acitapple 18.08.2017, 11:05
5.

Zitat von ingofischer
Meiner Meinung nach kann man im Prinzip jemanden der möglichst viele Leute umbrigen möchte und dabei auch den eigenen Tod in Kauf nimmt, nicht wirklich stoppen. Wie will man jeden der 80 Millionen Menschen davor schützen, dass ein Verrückter ihn mit irgendeinem Fahrzeug umfährt oder sich eine andere Art und Weise ausdenkt ihn umzubringen.
Das ist Unsinn. Hätte man am Eingang vom Berliner Weihnachtsmarkt diese Betonpoller hingestellt, wäre der Terrorist mit dem LKW bestimmt nicht so weit gekommen. Aufgrund dieser geringen Auswirkung hätte er sein Vorhaben vermutlich auch sein lassen. Natürlich steht es ihnen frei sowas als „Beschneidung der Freiheit“ zu klassifizieren und sich jedem Spinner mit einem Fahrzeug auszuliefern. Ich sehe es als simple aber effektive Maßnahme, die mich nicht an einem Weihnachtsmarktbesuch behindern würde.

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hmueller0 18.08.2017, 11:12
6. Lieber Ursachen bekämpfen

Es ist doch total sinnlos, sich dagegen schützen zu wollen im Sinne von Mauer, Sperre etc. Dürfen dann keien Autos mehr rein? Oder gilt der Schutz dann nur für ausgewählt Bereiche, wie Bundestag etc - nicht für das Fussvolk? Evtl. wäre es ja sinnvoller, mal im Vorfeld tätig zu werden - zB nicht erst alle unbesehen einreisen lassen um dann hinterher nachzuforschen, wer nun da ist. Oder aber es mit den x Fällen, wo man hinterher liest "Polizeibekannt, x Vorstrafen wegen..., bereits aufgefallen, galt als Gefärder etc) - da kann man dann ja nicht sagen, hat man nicht kommen sehen.

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testuser2 18.08.2017, 11:15
7. Merkel dazu: Besiegen kann er (der Terrorismus) uns nie

Gerade tritt Merkel zu dem Attentat in Barcelona vor die Presse - und macht es kurz, sehr kurz (ca. 2 min ?). Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat heute im Deutschlandfunk die Frage des Interviewers, ob es einen Zusammenhang zwischen vermehrter Migration und Terroranschlägen gäbe, verneint. Sie sei der Meinung, dass die Terroristen bereits zuvor in den EU-Ländern gewesen seien, oder dass sie durch die EU-Länder reisen. Frau Leutheusser-Schnarrenberger wurde im Deutschlandfunk dann gefragt , ob die AfD von diesen Anschlägen profitieren könnte (der Fragesteller meinte damit vermutlich, dass die Menschen Merkels Migrationspolitik die Schuld an den vermehrten Terroranschlägen geben könnten und daher nicht CDU, sondern AfD wählen könnten). Sie hat geantwortet, dass das nicht auszuschließen sei.

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Jimmy.B 18.08.2017, 11:52
8.

Zitat von acitapple
Das ist Unsinn. Hätte man am Eingang vom Berliner Weihnachtsmarkt diese Betonpoller hingestellt, wäre der Terrorist mit dem LKW bestimmt nicht so weit gekommen. Aufgrund dieser geringen Auswirkung hätte er sein Vorhaben vermutlich auch sein lassen. Natürlich steht es ihnen frei sowas als „Beschneidung der Freiheit“ zu klassifizieren und sich jedem Spinner mit einem Fahrzeug auszuliefern. Ich sehe es als simple aber effektive Maßnahme, die mich nicht an einem Weihnachtsmarktbesuch behindern würde.
Dann wäre der Attentäter in irgendeine andere Menschenmenge an einer Bushaltestelle, der Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle oder anderswo gefahren.

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horstu 18.08.2017, 11:55
9. Politischer Wille

Erstaunlich, welche Schutzmaßnahmen beim Thema Feinstaub/Diesel über Nacht möglich wurden; hier ist ein enormer politischer Wille vorhanden, die ganz dicken Bretter zu bohren. Beim Thema innere Sicherheit hingegen ist schon die Anwendung der bestehenden Gesetze tabu: etwa schärfere Identitätskontrollen an den Grenzen und konsequentere Abschiebungen. Immerhin langt der politische Wille hier zum Ablesen von Beileidsbekundungen, wenn mal wieder passiert ist. Das ist nicht nichts.

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