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Sieg gegen Stuttgart: Die Super-Dusel-Bayern
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Bayern feiert seinen Sieg über den VfB Stuttgart, doch souverän wirkte der Tabellenführer nicht. Trainer Guardiola experimentierte wie ein Getriebener mit seiner etwas erfolgsträgen Mannschaft. Nur mit Thomas Müller gingen am Ende die Hormone durch. FC Bayern siegt vor allem wegen eines starken Thiago über Stuttgart - SPIEGEL ONLINE

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to5824bo 30.01.2014, 21:49
320. Fan-Geschichte(n)

Zitat von der_ba_be
Wissen sie, ich kann nur für mich sprechen...Aber ich wurde im Alter von neun Jahren Bayernfan oder Kunde (um in ihrem Jargon zu bleiben). Schuld daran war ein gewisser Lothar M. den ich als siebenjähriger bei der WM 90 bewundern durfte. Als er noch bei inter spielte, war ich natürlich auch irgendwie Inter-Fan. Auch dank Brehme. Von beiden habe ich heute noch Originalautogramme im Intertrikot. Als Matthäus dann zu Bayern wechselte, war der Rest klar. (...)
Ich bin BVB-Fan seit der WM 1966, als mich Hans Tilkowski, Siggi Held und Lothar "Emma" Emmerich als 8jährigen Knirps schwer begeisterten (außerdem noch Haller, aber der spielte in Italien).

Als dann der BVB 1972 in die Regionalliga-West abstieg, war ich immer noch sein Fan, aber auch gleichzeitig begeistert vom damaligen FC Bayern mit der wunderbaren Mannschaft um Maier, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Roth, Breitner, U. Hoeneß und Müller usw.
Das hat sich später wieder gegeben, als der BVB zurückkam und meine "Lieblinge" nach und nach abtraten.

Fan-Sein hat sehr viel mit kindlichen und jugendlichen Erlebnisse und Emotionen zu tun. Das sollte man wissen, wenn man den Fan eines anderen Vereins massiv angreift und/oder beleidigt.
Das wird dann oft psychologisch gesehen immer auch als ein Angriff auf die eigene Lebensgeschichte empfunden: Auf wunderschöne (und manchmal auch traurige) Erlebnisse, die man mit dem Verein verbindet.

Ich denke sehr gern an Erfolge des FCB in den 70er-Jahren zurück, die mich "glücklich" gemacht haben. Und deshalb kann und mag ich den Verein auch als daraus "Erwachsener" nicht "hassen" (was ja eh eine menschlich nicht eben vorzeigbare Haltung ist).

Und an meine eigene Geschichte versuche ich mich zu erinnern, wenn ich Fans eines anderen Vereins begegne. Die haben auch ihre sehr persönlichen Geschichten, ihre Erlebnisse und Emotionen und legen Wert darauf, dass man nicht darauf herumtrampelt.
Auch nicht verbal in einem Forum wie diesem.

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senta1958 30.01.2014, 21:50
321.

Zitat von der_ba_be
Danke für die Blumen, aber da gibt es glücklicherweise noch ein paar mehr hier. In diversen Trikots. Dortmunder, Kölner, Gladbacher. Wenn man das Spiel wirklich liebt, fällt das Bemühen (!) um Objektivität leicht. Das es trotzdem nicht immer gelingt, geschenkt. Aber bei einigen kommt vor der Liebe zum eigenen Verein, der Hass gegenüber anderen. Damit kann ich persönlich nix anfangen. Es macht meinen Verein nicht besser oder schlechter wenn der "verhasste Verein" verliert. In der Psychologie nennt man so ein Verhalten "kognitive Dissonanz-reduktion".... Könnte der eine oder andere mal googeln und reflektieren. Rivalität ist im Sport die Triebfeder für eigene Leistung. Zu Rivalität gehört Respekt und Hingabe. Zu gleichen Teilen. Aber um das zu verstehen muss man wohl selbst leistungsorientiert gespielt haben.
Danke für den Tipp, habe bei Wikipedia nachgeschaut. Ich denke nicht, dass man leistungsorientiert gespielt haben muss. Ich denke, dass man Respekt vor der Leistung Anderer haben sollte. Auch wenn ein hochbezahlter Profi drei mal freistehend das Tor nicht trifft.

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simplythebeast 30.01.2014, 21:54
322. Pfff...

Zitat von iguude
...Außerdem haben Sie auch als langjähriger, offenbar überzeugter Bayerfan immer auch die Wahl zu sagen: Nö, diesen Sch... mach' ich nicht mehr mit. Denn über dem Verein steht immer noch der Sport selbst. Bei mir zumindest.
Langweilig. Wenn Sie an gutem Fußball interessiert sind, warum werden Sie dann nicht Fan der zur Zeit besten Fußballmanschaft der Welt?

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to5824bo 30.01.2014, 22:03
323. @der_ba_be

Zitat von der_ba_be
(...) ...aber einmal auf der Süd im Westfalenstadion wäre trotzdem drin, oder? (...)
Gern, aber auf der Nord wäre mir lieber.

Ein ganzes Spiel stehen schaffe ich wegen einer gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr.
Aber auf der Nord ist es (außer im Gästeblock, da war ich noch nicht ;-) auch immer wieder sehr schön. Habe leider keine Dauerkarte, aber ein paar mal pro Saison klappt es meist.

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iguude 30.01.2014, 22:07
324.

Zitat von Greg84
Ganz falsch ist der Ansatz allerdings nicht. Bayern hatte seine erste Hochphase in den 70er Jahren, da lieferten Sie sich ein Rennen mit Gladbach, danach war Gladbach recht schnell wieder verschwunden. In den 80er Jahren war auch der HSV eine Weile das Maß aller Dinge, in Zusammenhang mit den Möglichkeiten der Stadt hätte da viel erreicht werden können, es funktionierte allerdings nicht, weil der Verein immer wieder schlecht geführt wurde. Dortmund hat sich Mitte der 90er auch mal angeschickt den Bayern das Leben schwer zu machen aber auch hier haben Dilettanten den Verein fast vor die Wand gefahren. Da scheinen die Bayern doch einiges richtig gemacht zu haben. Ansonsten können Sie sich Ihre Heuchelei schenken. Wenn ich schon sowas lese wie "Arbeiterverein", kann ich nur noch müde lächeln. Beim Großteil dieser "Arbeitervereine" laufen eine ganze Menge Millionäre auf. Das mag bei der Gründung mal eine Rolle gespielt haben, der Zug ist aber längst abgefahren. Die Bayern sind übrigens auch als Arbeiterverein entstanden, der "große" Verein in München war damals 1860.
Hinsichtlich Ihres ersten Absatzes hier haben Sie ja insofern durchaus recht, als daß in vielen Verein tatsächlich schlecht und schlampig gewirtschaftet wurde, wobei es mir im Zusammenhang mit sportlichem Wettbewerb immer wieder schwer fällt, von Wirtschaften zu reden und letztendlich doch sportlichen Erfolg zu meinen.
Aber dieses schlechte Wirtschaften ist zu großen Teilen auch dem finanziellen Vorsprung der Bayern geschuldet, den man natürlich in kürzester Zeit möglichst wettmachen mußte, so man den Wettbewerb mit dem Ziel Meister auch als solchen begreifen und sich nicht nur mit dem Klassenerhalt oder der Qualifikation zu einem europäischen Wettbewerb zufrieden wollte.
Daß da natürlich unter Druck viel Mist gebaut wurde, ist klar.
Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, daß auch unter gleichen Bedingungen für alle immer Verlierer gegeben sein werden.
Ein sportlicher Wettbewerb kann aber nur als solcher existieren, wenn diese Verlierer durch finazielle Ungleichverteilung nicht den Anschluß verlieren, wie es eben zur Zeit extrem der Fall ist.
Da kann man wirtschaften wie man will, der Zug ist ein für allemal abgefahren.
Das schadet nicht nur den Verlieren, auf Dauer schadet das allen, auch den Bayern natürlich.
Das wissen die schon selbst am besten, nur lässt es sich so schlecht aufhören, wenn die Gier erst mal sitzt und der Rubel noch so schön rollt.

Zu Ihrem zweiten Absatz, natürlich ist das mit den Arbeitervereinen Quatsch. Von mir werden Sie das auch nicht hören.
Die Zeiten des traditionellen Klassenkampfs sind längst vorbei.
Aber früher war tatsächlich zumeist die jeweilige Sozialisation ausschlaggebend, für welchen Verein man sich entscheidet.
Die Sechzger waren übrigens wirklich der Verein aus dem Arbeiterviertel, während die Bayern die Bessergestellten waren, auch wenn die Sechzger dominierten.

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Attila2009 30.01.2014, 22:18
325.

Zitat von simplythebeast
Langweilig. Wenn Sie an gutem Fußball interessiert sind, warum werden Sie dann nicht Fan der zur Zeit besten Fußballmanschaft der Welt?
Vielleicht will er EHRLICHEN Sport sehen ?

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gegenpressing 30.01.2014, 22:21
326.

Zitat von james-100
Dann hat es sich doch ausgeglichen, das auch Harnick bei seinem Foul, von hinten in die Beine, kein Rot gesehen hat. Ach, natürlich war das natürlich kein Foul, sowie es beim Tor von Stuttgart kein Abseits war.
Sorry, aber das Harnik Foul war 1 zu 1 dasselbe wie das Foul von Kroos zuvor. Dafür Rot? Da kann ich ja echt nur lachen....

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der_ba_be 30.01.2014, 22:22
327.

Zitat von to5824bo
Als dann der BVB 1972 in die Regionalliga-West abstieg, war ich immer(...) begeistert vom damaligen FC Bayern mit der wunderbaren Mannschaft um Maier, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Roth, Breitner, U. Hoeneß und Müller usw. Das hat sich später wieder gegeben, als der BVB zurückkam und meine "Lieblinge" nach und nach abtraten.
AHA!!!! Klassischer Erfolgsfan, wusst ich's doch ;-)

Zitat von to5824bo
Fan-Sein hat sehr viel mit kindlichen und jugendlichen Erlebnisse und Emotionen zu tun. Das sollte man wissen, wenn man den Fan eines anderen Vereins massiv angreift und/oder beleidigt. Das wird dann oft psychologisch gesehen immer auch als ein Angriff auf die eigene Lebensgeschichte empfunden: Auf wunderschöne (und manchmal auch traurige) Erlebnisse, die man mit dem Verein verbindet. Ich denke sehr gern an Erfolge des FCB in den 70er-Jahren zurück, die mich "glücklich" gemacht haben. Und deshalb kann und mag ich den Verein auch als daraus "Erwachsener" nicht "hassen" (was ja eh eine menschlich nicht eben vorzeigbare Haltung ist). Und an meine eigene Geschichte versuche ich mich zu erinnern, wenn ich Fans eines anderen Vereins begegne. Die haben auch ihre sehr persönlichen Geschichten, ihre Erlebnisse und Emotionen und legen Wert darauf, dass man nicht darauf herumtrampelt. Auch nicht verbal in einem Forum wie diesem.
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Danke dafür!

Zitat von to5824bo
Gern, aber auf der Nord wäre mir lieber. Ein ganzes Spiel stehen schaffe ich wegen einer gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr. Aber auf der Nord ist es (außer im Gästeblock, da war ich noch nicht ;-) auch immer wieder sehr schön. Habe leider keine Dauerkarte, aber ein paar mal pro Saison klappt es meist.
Okay, ich nehm auch die Nord ;-) Aber "Wir sind alle am Borsigplatz geboren" sing' ich nicht mit, woll ;-)

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iguude 30.01.2014, 22:33
328.

Zitat von austübingen
Ein neuer Forentroll. Leider ist es doch wieder nur das ewig gleiche, was dann kommt - nur die Namen ändern sich - die Polemiken und Verschwörungen bleiben die gleichen.
Argumentativ unschlagbar, was Sie hier so blubbern.
Respekt.

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moserer 30.01.2014, 22:34
329. ;)

Zitat von iguude
Na ja, Sie haben die Konjunktive doch soeben selbst bestätigt. Soll ich jetzt etwa Sie auslachen. Ich verkneife es mir. Die Million, von der ich geschrieben habe, bezog sich allein auf Steuerschulden, die zur Nachzahlung fällig waren. Ich meine ......
Na deutsch werde ich Ihnen wohl nicht mehr beibringen, aber lassen sie sich versichern, dass ich keinen benutzt habe ;)

*gähn* Ja Steuerschulden und der Fiskus hat sich auf eine Ratenzahlung eingelassen und sie sind von Bayern gezahlt worden. Nur mal so am Rande: In der Regel werden solche Steuern beim Zwangsabstieg dann als uneintreibbar wegen Bankrott vom Fiskus abgeschrieben ... Aber letztendlich haben wohl beide dann doch eine Regelung gefunden, durch die derFiskus sein Geld bekommen hat und Bayern sich von dieser Schuld befreit hat. Sie sehen das Gegenteil ist der Fall: Bayern HAT dann doch noch seine Steurn bezhalt und sie mußten mit keinem Pfenning irgendetwas dazuzahlen, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen.

Und das Stadion. Das wurde wegen der olympischen Spiele gebaut und nicht für den FCB. Der FCB hat sich anschließend in das Stadion eingemietet, weil er bis dahin quasi zur untermiete im Grünwalder Stadion bei den 60gern "wohnte". lücklich war der FCB niemals wirklich mit dieser Lösung.Hohe mietkosten und man mußte sich dasStadion mit anderen Events teilen. GERADE die Stadt München wollte eben nicht, dass sich der FCB ein eigens Stadion baut, weil man eben dann eine Lücke im ffentlichen Etat gehabt hätte. Es gabmassiven Widerstand von SPD UnD CSU. Dies wurde erst durch einen Volksentscheid zu gunsten des FCBs entschieden.

und im Gegensatz zu allen anderen Fußballvereinen darf der FCB als einziger nur fußballspielen, weil die stadt dem fcb auferlegt hat, eben keine anderen events dort stattfinden lassen zu dürfen.

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