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Slomkas Gabriel-Interview: Das ZDF und der kritische Journalismus
ZDF

Ist Marietta Slomka nach ihrem Interview mit Sigmar Gabriel jetzt die Heldin der Öffentlich-Rechtlichen Freiheit? Nein. Nicht jede unkundig-freche Frage ist kritischer Journalismus, und nicht jede patzige Antwort ein Zeichen für politische Unabhängigkeit. Jakob Augstein über das Interview von Gabriel und Slomka - SPIEGEL ONLINE

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dislozierter 02.12.2013, 22:27
560. gestörte kommunikation

ohne den zeitversatz bei der übertragung -von dem die beiden wahrscheinlich nichts wussten-wäre ihnen das Gespräch nicht entglitten. So sahen sie sich ins Wort gefallen und sannen auf Verteidigung. Sicher, man könnte meinen Frau Slomka müsse auf technische Problem gefasst sein. Aber habe Verständnis dafür wenn man der Technik blind vertraut, vor allem wenn man eine keine Spitze im Gepäck hat.

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Mustermann 02.12.2013, 22:29
561. Ein Blick ins Gesetz fördert die Rechtskunde

Zitat von kosiak
liegtda im Pfeffer: Der Abgeordnete der SPD ist frei, wird aber durch das Votum gebunden.
Nochmal zum Nachdenken. Es handelt sich nicht um eine Abstimmung im Bundestag.
Es handelt sich um die Abstimmung in einer Partei, ob sie eine Koalition eingehen möchte oder nicht.
Und das entscheidet die Partei. Entweder

1. durch einen Beschluss des Parteivorstandes oder
2. durch einen Parteitag oder
3. durch eine Mitgliederbefragung.

Egal wie entschieden wird, der Abgeordnete kann sich bei der Wahl des Kanzlers entscheiden wie er will.
Egal wie die Entscheidung zustande gekommen ist.

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bembel01 02.12.2013, 22:30
562. optional

Herr Augstein, ein Wunder ist geschehen - ich kann Ihnen mal zustimmen - hätte ich nicht gedacht :-). Jetzt bitte nicht gleich wieder in alte Muster verfallen ...

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Herr Hold 02.12.2013, 22:31
563. Ach, wrtlbrmft

Zitat von wrtlbrmft
Ach Herr Hold, das ist ja das Problem: den Staatsrechtler schert nämlich es einen feuchten Kehricht, wie eine Partei intern zu Beschlüssen kommt.
"Nach Einschätzung des Leipziger Staatsrechtlers Christoph Degenhart ist der SPD-Mitgliederentscheid über den schwarz-roten Koalitionsvertrag nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. „
Es geht dem Herrn nicht darum, wie Parteien zu ihren Beschlüssen kommen, seiner Meinung nach ist der Mitgliederentscheid nicht mit dem GG (aka Verfassung) vereinbar. Darauf zielte Frau Slomka wohl ab.

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ehFrank 02.12.2013, 22:33
564.

Zitat von califactor
Es ist schon traurig, dass der Mensch nicht selbst urteilsfähig ist. Deshalb zählt in der Politik die "bella figura" mehr als der Inhalt. Frau Slomka hat ihn etwas schlecht aussehen lassen und jetzt ?muss? man das trauriger Weise gerade rücken.
Ich fand Gabriel klasse obwohl ich nicht sein Wähler und schon garnicht sein Fan bin. Slomka habe ich eigentlich immer geschätzt (mal abgesehen von ihrer Attitüde zu glauben sie moderiert die Sendung mit der Maus). Aber das "interview" mit Gabriel- ätzende Vorstellung.

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Dengar 02.12.2013, 22:35
565. @jte #567

Ihr Fehler, wie übrigens der vieler Foristen, ist, der SPD zu unterstellen mit unlauteren Methoden in die Koalitionsverhandlungen eingestiegen zu sein. Dem ist mitnichten so! Merkel hat VORHER gewusst, dass die SPD-Basis über einen fertigen Koalitionsvertrag abstimmen wird. Die CDU hätte ja nein sagen können, hat sie aber nicht. Drehen wir den Spieß doch mal um: Merkel hat ihre Wählermehrheit wissentlich in diese Abstimmung hineinlaufen lassen...und das soll verfassungskonform sein?!

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mazzeltov 02.12.2013, 22:37
566.

Zitat von ichbinsowieichbin
Wenn etwas Blödsinn ist muss man niemand um Erlaubnis fragen das auch als Blödsinn zu benennen! Sicherlich gibt es Anstandsregeln dabei zu beachten, aber dafür gibt es die schon übertriebene "political correctness", noch mehr davon und wir haben nur noch Lügen und Unfreiheit. Es ist nun hinlänglich erklärt worden, das Frau Slomka in das journalistische "Klo" gegriffen hatte, wer das noch beschönigen möchte kann einem nur noch Leid tun und nun sollte das Gekrampfe mal ein Ende erfahren, es gibt wirklich wichtigeres. Im Übrigen erwarte ich mehr Respekt und das man nicht länger versucht meine Intelligenz zu beleidigen oder ist das zu viel verlangt?!
Sie ERWARTEN mehr Respekt? Wofür? Und Ihre Intelligenz beleidigen zu wollen, lag mir fern. Ich fürchte, das wäre mir auch gar nicht möglich.

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Claus61 02.12.2013, 22:41
567.

Zitat von kosiak
liegtda im Pfeffer: Der Abgeordnete der SPD ist frei, wird aber durch das Votum gebunden.
Da fällt mir aber gleich der noch viel gepfeffertere Hase auf Seiten der CDU/CSU ein: Der Abgeordnete der CDU/CSU ist frei, wird aber durch Befehl seiner Fraktion gebunden. Das war schon immer so, aber, ist das so viel demokratischer, als vor einem solchen Befehl mal die Mitglieder zu fragen, ob sie das denn überhaupt wollen?

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awbferdi 02.12.2013, 22:51
568. Professionell ist anders

Zitat von sekatschwinkelmann
Hier ist J. Augstein das SPD-Mitglied-Hemd (nach meinen Informationen ist er Parteimitglied) mal näher als der Rock eines professionellen Journalisten. Gabriel geht schon auf die ersten beiden Fragen zur Mitgliederbefragung nicht ein - nach dem verbreiteten Politikermotto: was interessiert .....
Professionell ist anders. Dieser Forist verhält sich wie die drei berühmten Affen, mit einem Unterschied: Nix hören, Nix sagen, aber trotzdem etwas meinen. Der SPON-Fakten Check ist überaus korrekt und keineswegs blödsinnig wie der Beitrag dieses Foristen. Die Empfehlung lautet tatsächlich: noch einmal das Interview hören und sehen – und danach bitte objektiv urteilen. Das ist bei diesen Beitrag leider nicht der Fall gewesen. Grüezi F.

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teddyschultze 02.12.2013, 23:00
569. Willkommen in der Sesamstraße

Es ist noch nicht mal so schlimm, dass die Pferde mit Frau Slomka durchgegangen sind. Immerhin hatte ich einen sehr unterhaltsamen Fernsehabend, weil das endlich mal ein lebhaftes Interview war. Aber man sollte schon erkennen, wenn man einfach daneben lag und das öffentlich bekennen. Ohne ein "Asche auf mein Haupt", Frau Slomka, bleibt der Eindruck, dass Sie wirklich meinen, was Sie da herausgesprudelt haben. Man ahnt, dass das nicht der Fall ist; sonst hätte es nicht der Ausflucht bedurft, dass Sie "ja nur die Meinungen von anderen" an Herrn Gabriel herantragen. Es zeugt von Größe, auch von journalistischer, wenn man sich - auch zur Versachlichung des Disputs- zu einem Irrtumseingeständnis durchringen kann.

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