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Slomkas Gabriel-Interview: Das ZDF und der kritische Journalismus
ZDF

Ist Marietta Slomka nach ihrem Interview mit Sigmar Gabriel jetzt die Heldin der Öffentlich-Rechtlichen Freiheit? Nein. Nicht jede unkundig-freche Frage ist kritischer Journalismus, und nicht jede patzige Antwort ein Zeichen für politische Unabhängigkeit. Jakob Augstein über das Interview von Gabriel und Slomka - SPIEGEL ONLINE

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olicrom 03.12.2013, 12:35
640. Eine Mehrheit will Merkel nicht

Zitat von analyse
eine Mehrheit erzielt:das Ergebnis ist jedoch zustandegekommen unter der glaubhaften,begründeten Zusicherung der SPD,keinesfalls mit der LINKEN zu koalieren,(keine Außenpolitik mit ihr möglich etc.) Eine Wahl mit der Aussicht auf ROTROTGRÜN würde wohl ganz anders ausgehen !(schätze:SPD bei 18%)
Darauf könne wir uns aber einigen? Unabhängig von der Frage ROTROTGRÜN?

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katjanella 03.12.2013, 12:45
641.

"Ohne Politiker gibt es aber keine Demokratie."

Kann sein. Aber ohne Demokratie gibts dennoch Politiker.

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casacolina 03.12.2013, 12:48
642. optional

Noch mal eine Frage an Herrn Augstein:
Wie kann das eigentlich sein, dass die Beantwortung einer völlig "dummen" Frage immerhin einige wertvolle Zeilen eines Spiegelartikels bedarf?

Und wieso hat sich niemand über die Tatsache aufgeregt, dass Frau Nahles "unkundig" und "frech"
monatelang mit der These durch das Land tingelte,
man werde das Bundesverfassungsgericht anrufen, um über die Verfassungsmäßigkeit des Betreuungsgelds zu entscheiden.

Die These der Verfassungswidrigkeit des Betreuungsgeldes war auf jeden Fall "steiler", als einfach mal zu fragen, ob man SPD-Mitglieder letzlich
noch mal "nachwählen" lassen dürfe.

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klube 03.12.2013, 12:56
643. Hallo casacolina,

Zitat von casacolina
Hallo Herr Augstein! Gabriel wirft eine Nebelkerze - und Sie fallen darauf herein!: "470.000 sind doch wohl demokratischer ale ein Gremium von 20" Ja - und was heißt das .....
Was wollen Sie uns sagen ?
Was hat um Himmels Willen die Bevölkerung von Berlin mit dem Mitgliederentscheidt der SPD zu tun ?
Wissen Sie überhaupt wovon Sie reden oder labern Sie das nach was Ihnen die Blö... Zeitung erzählt hat ?
Deutschland hat die Mitwirkung der Parteien bei de politischen Willensbildung in der Verfassung festgeschrieben.
Bitte erklären Sie mir den Unterschied wenn z.B. ca. 300 Delegierte eines Parteitages den Koalitionsvertrag bestätigen, oder wenn darüber nicht die von der Basis der Partei gewählten Delegierten, sondern die Basis selber abstimmt.
Was stört Sie an Basisdemokratie ?
Der Mitgliederentscheidt kann nicht die Abgeordneten zwingen im Bundestag zu wählen was sie für richtig halten, er kann aber zum Ausdruck bringen was er von dem Koalitionsvertrag hält, den der Vorstand im Namen seiner Mitglieder ausgehandelt hat.
Der Parteivorstand ist seinen Mitgliedern rechenschaftspflichtig, nicht den Wählern einer Partei.
Diese haben die SPD gewählt, nicht eine GROKO.
Wer was anderes behauptet lügt !
Es stand meines Wissens nicht auf dem Wahlzettel welche Koalition zu wählen war.

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myshkin67 03.12.2013, 12:56
644. Bezeichnend

vielen Dank Yabanci unsur, daß sie den Großteil der hier kommentierenden "Bürger" mit im Prinzip zwei Sätzen aufklären, was Wahlen und Wählerwille inhaltlich überhaupt bedeuten.
Anscheinend sind viele Deutsche nicht mehr in der Lage oder Willens jenseits ihres diffusen Willens, der sich im Kreuzchen machen beim rein technokratischen Aspekt einer Wahl erschöpft, nachzudenken über Inhalte und Verfahren unseres Wahlssystems.

Stattdessen werden lieber die virtuelle Mistforke und der Dreschflegel gegen unliebige Haltungen und Inhalte geschwungen, sowohl bei Pseudointellektuellen wie Slomka als auch aus Volkes Reihen.
Im übrigen wären Neuwahlen auch nur ein ganz normaler Prozess und nicht, wie hier stellenweise vermutet wird, der Untergang des Volkswillens.
Verharren in der Unmündigkeit.

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Mike Sommer 03.12.2013, 12:56
645.

Zitat von ilek
Mit Verlaub, aber stimmt einfach nicht. Das Wahlvolk hat sich eben nicht für eine große Koalition entschieden! Es ist auch nicht danach gefragt worden.
55% wollen sie. Das sollte eigentlich reichen.

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apetri1 03.12.2013, 12:57
646. Der kleine Unterschied

Zitat von sysop
Ist Marietta Slomka nach ihrem Interview mit Sigmar Gabriel jetzt die Heldin der Öffentlich-Rechtlichen Freiheit? Nein. Nicht jede unkundig-freche Frage ist kritischer Journalismus, und nicht jede patzige Antwort ein Zeichen für politische Unabhängigkeit.
Nun ja. Hat ja was für sich, dieser Kommentar. Andererseits: wie wäre es, wenn man mal zwischen innerparteilicher Demokratie und repräsentativer Demokratie für die Republik unterschiede? Das sind nämlich zwei paar Stiefel. Und wenn letztere erstere auszuhebeln droht, ist das wahrscheinlich doch nicht lehrbuchgerecht und systemkonform. Da waren die Slomka'schen Zweifel vielleicht doch nicht so ganz daneben
Parteibefragung zum Wahlprogramm: ok. Aber dann sollten die Verhandler sich bitteschön auch an dieses Mandat halten und es zurückgeben, wenn es dann mit den Koalitionsverhandlungen nicht klappt. Und was sind das für Führungspersönlichkeiten, die hinterher nochmal fragen müssen, ob sie auch alles richtig gemacht haben?
Man stelle sich vor: die Bundesregierung beschließt etwas und muss dann jedes mal den Bundestag fragen, ob sie das auch darf.
Die Parteien sollten sich lieber einmal darum kümmern, dass die nun so vielgelobte innerparteiliche Demokratie sich nicht auf dieses eine populistische Mal beschränkt, sondern z.B. auch für die Wahlen von Vorständen, Präsidien etc. auf allen Ebenen praktiziert wird. Dann bräuchte mal solche Kinkerlitzchen wie jetzt nicht mehr.

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Mike Sommer 03.12.2013, 13:00
647.

Zitat von analyse
eine Mehrheit erzielt:das Ergebnis ist jedoch zustandegekommen unter der glaubhaften,begründeten Zusicherung der SPD,keinesfalls mit der LINKEN zu koalieren,(keine Außenpolitik mit ihr möglich etc.) Eine Wahl mit der Aussicht auf ROTROTGRÜN würde wohl ganz anders ausgehen !(schätze:SPD bei 18%)
Vor allem wäre es ein starkes Stück, bei einem Wahlergebnis von 52% für rechte/konservative/liberale Parteien eine explizit linke Regierung aufzustellen. Schlimmm genug, dass 16% der Wählerstimmen unter den Tisch fallen. Man mag mich aufklären aber ich kann mich nicht erinnern, dass das schon einmal der Fall gewesen ist.

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ehFrank 03.12.2013, 13:01
648.

Zitat von biobayer
Die Abgeordneten entscheiden im aktuellen Fall - ein positives Mitglieder-Votum vorausgesetzt - durch die Wahl der Bundeskanzlerin, ob eine Regierungskoalition zustande kommt oder nicht. Die Frage....
Na Biobayer, blind auf dem rechten Auge? Imperative Kanzlerwahl, lächerlich. Gilt dann wohl für alle Kandidaten der Koalitionsregierung: belieben die Abgeordneten der Union Mutti zur Kanzlerin einer Koalition zu wählen? Frau Merkel kann auch ohne Koalition mit Stimmen der SPD zur Kanzlerin gewählt werden, das mag aber weder der Horsti noch Mutti.

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Mike Sommer 03.12.2013, 13:03
649.

Zitat von olicrom
Eine Mehrheit will Merkel nicht. Darauf könne wir uns aber einigen? Unabhängig von der Frage ROTROTGRÜN?
Keine absolute. Aber eine relative - und die ist gar nicht klein für eine x-Parteiendemokratie.

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