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Soziale Ungleichheit: Herkunft wird benotet

Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note.*Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht*genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte* - attackieren aber die derzeitige Notengebung. Soziale Ungleichheit: Auch Herkunft wird benotet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL

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mm01 14.12.2011, 17:28
1. Könnte..

Zitat von sysop
Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note.*Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht*genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte* - attackieren aber die derzeitige Notengebung.
es evtl. daran liegen, dass "gebildete und reiche" Eltern mehr Interesse daran haben, dass ihre Kinder lernen? Notfalls wird eben mit Nachhilfeunterricht nachgeholfen.

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geroi.truda 14.12.2011, 17:32
2. *

Zitat von sysop
Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note.*Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht*genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte* - attackieren aber die derzeitige Notengebung.
In Österreich gab's früher eine Aufnahmeprüfung zum Gymnasium - daran sollte man anknüpfen. Eine solche Aufnahmeprüfung kann man - nach Art der heutigen schriftlichen Staatsprüfungen - streng anonymisiert durchführen, dann zählt nur, was objektiv nachprüfbar zu Papier gebracht wird.

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MKasp 14.12.2011, 17:38
3. Wenn man vor diesem ...

... Hintergrund an Guttenberg denkt, wird einem noch mehr schlecht.

Da hatte der Junge doch den (nein: die) richtigen Vornamen, ein optimal konfiguriertes Elternhaus und Geld ohne Ende und dann versiebt er es dennoch dermaßen.

Guttenberg ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch nahezu allein durch Herkunft "weit" bringen kann. "Weit" setze ich in Anführungszeichen, weil es zu positiv besetzt ist: Es würde ja suggerieren, dass irgendwann und irgendwo eine Leistung erkennbar gewesen wäre.

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biobanane 14.12.2011, 17:55
4. .

Zitat von geroi.truda
In Österreich gab's früher eine Aufnahmeprüfung zum Gymnasium - daran sollte man anknüpfen. Eine solche Aufnahmeprüfung kann man - nach Art der heutigen schriftlichen Staatsprüfungen - streng anonymisiert durchführen, dann zählt nur, was objektiv nachprüfbar zu Papier gebracht wird.
Was soll das bringen? Meiner Meinung nach sollte man sich nicht Methoden über das Aussieben überlegen, sondern bessere Methoden für die Unterstützung bildungsferner Kreise. Es macht kein Sinn, wenn ein Kind, dessen Eltern nur rudimentär Deutsch können, wegen seiner Leitung in der Grundschule auf das Gymnasium kommt (zumindest hier in BaWü), und dort dann frustiert wieder abgeht, weil ihm die Unterstützung von Zuhause fehlt.

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Schäfer 14.12.2011, 17:55
5. zentrale Prüfungen

Zitat von geroi.truda
In Österreich gab's früher eine Aufnahmeprüfung zum Gymnasium - daran sollte man anknüpfen. Eine solche Aufnahmeprüfung kann man - nach Art der heutigen schriftlichen Staatsprüfungen - streng anonymisiert durchführen, dann zählt nur, was objektiv nachprüfbar zu Papier gebracht wird.
Das gab es in Deutschland, zumindest 1960, auch.

Wenn solche Bedingungen abgeschafft werden, ist das ein Zeichen dafür, dass Leistung entgegen den Beteuerungen nicht erwünscht sind. Interessant wäre an diesem Artikel nur, wem diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit nützt. So etwas müsste man natürlich zwischen den Zeilen suchen.

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unschuldvomlande 14.12.2011, 18:00
6. nicht nur in Österreich...

Zitat von geroi.truda
In Österreich gab's früher eine Aufnahmeprüfung zum Gymnasium - daran sollte man anknüpfen. Eine solche Aufnahmeprüfung kann man - nach Art der heutigen schriftlichen Staatsprüfungen - streng anonymisiert durchführen, dann zählt nur, was objektiv nachprüfbar zu Papier gebracht wird.
...gab's eine Aufnahmeprüfung.
Zu meiner Schulzeit, ich bin Jahrgang 58, war eine Aufnahmeprüfung an der aufnehmenden Schule (Gymnasium) in Bayern vorgeschrieben. Es war ganz normal, jeder musste da hingehen. Dort wurde schriftlich die Leistung gemessen, also ganz anonym. - und somit total objektiv.

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rechnernetzstecker 14.12.2011, 18:06
7. Motivforschung

Zitat von MKasp
Wenn man vor diesem Hintergrund an Guttenberg denkt, wird einem noch mehr schlecht. Da hatte der Junge doch den (nein: die) richtigen Vornamen, ein optimal konfiguriertes Elternhaus und Geld ohne Ende... Guttenberg ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch nahezu allein durch Herkunft "weit" bringen kann. ...
Als Außenstehender frage ich mich natürlich: Wieso sollten Lehrer wohl-situierte Schüler in der Notengebung bevorzugen? Der einzige Grund, der mir in den Sinn kommt, sind gewisse Zuwendungen zum Vorteil der Lehrer, die somit korrupt wären.
Was mich betrifft, kann ich mir das nicht vorstellen, dass eine Grundschullehrerin nach zwei Jahren Unterricht in einer Klasse denjenigen eher die Gymnasiumseignung attestiert, deren Eltern ihr am Ende dieser Zeit einen Blumenstrauß schenken. Das wäre maßlos naiv und sorglos-dumm von den Grundschultanten.
Aber einer der beiden Gründe muss ja wohl zutreffen, denn göttlicher Befehl wird es keiner gewesen sein, wenn Noten manipuliert werden.

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Critik 14.12.2011, 18:18
8. Unverständlicher Artikel

Zitat von sysop
Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note.*Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht*genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte* - attackieren aber die derzeitige Notengebung.
Ich weiss ja nicht wie es den anderen Lesern geht, aber ich finde den Artikel nicht sehr informativ. Bei mir bleiben viele Fragen offen:

Werden Schüler wirklich nach der Herkunft benotet, d.h. unfair benotet? Geben Lehrer den Schülern bessere Noten als diese objektiv verdienen, nur weil die Lehrer *wissen*, dass sie aus einem gebildeten Elternhaus kommen? Das wäre in der Tat ein Skandal.

Oder ist es lediglich so, dass Schüler aus gebildeten Elternhaus bessere Noten haben. Aber die Notengebung selbst fair und objektiv ist. Das wiederum würde mich nicht sonderlich überraschen, weil solche Eltern auch viel mehr auf die Leistung Ihrer Kinder achten.

Letzteres wiederum wäre aber nun "bloody obvious" und hätte ungefähr den Neuigkeitswert von: Hund beisst Mann.

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Schäfer 14.12.2011, 18:23
9. naja ...

Zitat von rechnernetzstecker
Als Außenstehender frage ich mich natürlich: Wieso sollten Lehrer wohl-situierte Schüler in der Notengebung bevorzugen? Der einzige Grund, der mir in den Sinn kommt, sind gewisse Zuwendungen zum Vorteil der Lehrer, die somit korrupt wären.
Auch wenn das als Provokation gemeint war und Kopfschütteln hervorrufen sollte, glaube ich, dass es so etwas wirklich gibt. Das dürften aber wenige Einzelfälle sein, die den Durchschnitt unerheblich beeinflussen. Insofern kann man von solchen Mutmassungen absehen.

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