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Soziale Ungleichheit: Herkunft wird benotet

Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note.*Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht*genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte* - attackieren aber die derzeitige Notengebung. Soziale Ungleichheit: Auch Herkunft wird benotet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL

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supersuperheld 15.12.2011, 04:48
50.

Mir gehts wahnsinnig auf die Nerven, dass Akademiker mir ständig erzählen wollen, dass ihre Studien belegen, dass ich ein Opfer bin.

Ich bin Arbeiterkind und meine Freunde stammen fast alle aus Arbeiterfamilien. Wir konnten alles werden, was wir wollten, niemand hat uns an irgendwas gehindert, nichts war für uns unerreichbar.

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almeo 15.12.2011, 06:39
51. kein Titel

Zitat von hartenstein123
Lehrer, die ihre Schüler nicht nach ihren Noten sondern nach Herkunft oder Geschlecht beurteilen, sollte das Lehramt entzogen werden, wegen Diskriminierung strafrechtlich verfolgt werden (Freiheitsentzug ohne Bewährung + saftige Geldstrafe) und Berufsverbot erteilt werden. So einfach ist das!!!
Genau! Alle erschiessen!

Bestechung, Korruption, in den Knast... Was hier für Vorstellungen herrschen... Als ob sich Lehrer von Blumensträußen bestechen lassen wurden (alles über 5 Euro darf zumindest nach hess. Schulrecht soweit mir bekannt eh nicht angenommen werden.) oder nach dem Elternhaus bewerten würden. Bei den meisten Schülern kennt man das Elternhaus kaum, sieht sie in vier Schuljahren vielleicht 10 Mal... Der Faktor des "sich kümmerns" dürfte viel wichtiger sein. Lesen üben, Hausaufgaben machen, Stoff vor Klassenarbeiten üben, auf Sozialformen achten, kooperatives Handeln üben, etc. Das alles leistet eben eine Familie aus einem guten Sozialen Umfeld eher als eine Familie aus einem Brennpunktviertel. Dass das Deutsche Notensystem natürlich sowieso fragwürdig ist, steht ja wieder auf einem ganz anderen Blatt...

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fernossi 15.12.2011, 06:56
52. Aha

Zitat von sysop
...Mit einem Einflussgrad von rund 20 Prozent und in etwa gleichstark spielten kognitive Fähigkeiten, der Bildungshintergrund der Eltern, der Bücherbesitz im Elternhaus sowie der sozioökonomischen Status eine Rolle.
"Der Buecherbesitz im Elternhaus" spielt also eine Rolle bei der Notengebung. Weil die Lehrer ueber den Buecherbesitz informiert sind? Sich evtl. Fotos der heimischen Buecherwand haben zeigen lassen? Fragen ueber Fragen...

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talvisota 15.12.2011, 07:10
53. Och Mensch, nicht immer auf die Leerer, sie machen doch gar nix.

Wird - wie der Titel suggeriert - tatsächlich unterschiedlich benotet?
Oder ist vielleicht nicht doch auch der Lernerfolg noch sehr oft von der „sozialen Herkunft“ abhängig? Gerade bei den weit überproportional links/grünen Leerern erwartet man doch eigentlich keine klassenbewusst/rassistische Selektion der Schüler, da wäre doch mal eine gründliche Ursachenforschung angesagt.

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--_Der_Kleine_Prinz_-- 15.12.2011, 09:08
54. Große, ernsthafte Leute

Zitat von hartenstein123
Lehrer, die ihre Schüler nicht nach ihren Noten sondern nach Herkunft oder Geschlecht beurteilen, sollte das Lehramt entzogen werden, wegen Diskriminierung strafrechtlich verfolgt werden (Freiheitsentzug ohne Bewährung + saftige Geldstrafe) und Berufsverbot erteilt werden. So einfach ist das!!!
Ein sehr dummer Beitrag, den Sie hier eingestellt haben: Schüler werden nicht nach Noten beurteilt. Sie werden mit Noten beurteilt.
Aber das passiert schon mal, wenn sich große, ersthafte Leute aufregen. Das ist nicht so schlimm.

Schlimm ist: Wie wollen Sie das denn herausfinden? Mit der Gedankenpolizei? Wer entscheidet, wann eine Lehrerin oder ein Lehrer ungerecht war? Ein Gericht, ein Tribunal oder der Elternrat? Welche Lehrerin, welcher Lehrer wird länger als einige Monate im Beruf bleiben können?

Manche großen, ernsthaften Leute machen mit Angst.

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fernossi 15.12.2011, 09:14
55. Beispielhaftes

Zitat von maturin001
Lassen sie mich nochmals zusammenfassen: Reich = Intelligent, reiches Kind = intelligentes Kind, da vererbt. Arm = doof, deswegen auch Hartz 4 = doof. Ich frage mich, warum wir überhaupt noch Noten brauchen.
Sie pauschalisieren und verzerren damit die Aussage des Mitforisten.

Bestes Beispiel fuer Foerderung der unteren Schichten war die DDR. In den 50er bis 70er Jahre haben tatsaechlich sehr viele Arbeiter- und Bauernkinder ein Studium absolviert. Das war sozusagen der Stau aus vorheriger Nichtfoerderung und Krieg. Befaehigte, aber zuvor benachteiligte einfache Menschen nutzten ihre Chance. Danach passierte Folgendes: Die Kinder der nun zur Intelligenzia zaehlenden ehemaligen Arbeiter und Bauern draengten weiterhin auf die Universitaeten. Trotz massiver Foerderung und Bevorteilung bei Studienbewerbung nahm der Anteil der "echten" Arbeiter und Bauern immer weiter ab. Ab Mitte der 80er war die Partei froh, wenn in einer Abiturklasse ein, zwei Abkoemmlinge der herrschenden Klasse sassen.
Da soll mal jemand sagen, Intelligenz vererbe sich nicht...

Wichtig ist nur, dass die Bildungswege nicht verschlossen werden. Nur so koennen intelligente Kinder aus armen Schichten aufsteigen. Aber dies zur Doktrin zu erheben, ist selbst im Arbeiter- und Bauernstaat gescheitert.

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Nationalliberal 15.12.2011, 09:27
56. Natürlich

Was für eine sinnlose Untersuchung. Natürlich sind Kinder von erfolgreichen Eltern besser. Intelligenz und andere Talente werden nunmal vererbt, dazu kommt, dass reiche Kinder ein viel positiveres Sozialumfeld haben das sich mehr um diese Kinder kümmert. Das heißt beide Faktoren die Einfluss auf den späteren Erfolg haben sind bei diesen Kinder positiv. Und da wundert sich jemand?

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ogs 15.12.2011, 09:46
57. leseschwäche

Zitat von mrsa
Sie schlagen also vor, die Forschung so zu designen, dass die gewünschten Ergebnisse herauskommen? Klingt mir irgendwie nicht nach freier, offener Forschung nach den Ursachen, sondern eher nach einer Anleitung, wie Forschungergebnisse manipulativ eingesetzt werden können.
Die Frage war ob die Ergebnisse durch ungleiches Förderverhalten der Eltern erklärt werden könnten. Meine Antwort war, dass es dieses Verhalten natürlich gibt und man den einen Einfluss ausschließt um nach dem anderen zu suchen. Das ist eigentlich ziemlich banal.

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mibarina 15.12.2011, 11:10
58. Spekulation

Zitat von Nationalliberal
Was für eine sinnlose Untersuchung. Natürlich sind Kinder von erfolgreichen Eltern besser. Intelligenz und andere Talente werden nunmal vererbt,
Weit verbreitete Meinung, aber weitgehend Spekulation. Wenn man da etwas tiefer gräbt, stößt man auf unbelegte Annahmen noch und nöcher. Da streiten sich Intelligenzforscher um genetische Determiniertheit / Vererbungsanteile zwischen 30% und 70%. Gesichertes Wissen sieht anders aus. Problematisch ist hierbei, dass hier Spekulationen als unumstößliche Fakten verkauft werden.

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mauimeyer 15.12.2011, 11:11
59. Immer auf die Leher

Zitat von sysop
Je gebildeter und reicher die Eltern, desto besser die Note.*Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie und zeigt: Seit Pisa hat das deutsche Bildungssystem nicht*genug dazu gelernt. Experten warnen zwar vor Lehrerschelte* - attackieren aber die derzeitige Notengebung.
Vorweg: Ich bin nicht Lehrer. Aber als ehemaliger Ehemann einer Lehrerin und als Vater, der auch schon mal zur Schulplegschaft ging, habe ich so einiges erlebt. Es ist überhaupt nicht neu, daß Kinder aus "privilegierten" Elternhäsern bessere Startchancen haben. Die Gründe sind bekannt. Mittelstands-Eltern können wie Furien werden, wenn es um ihre Kinder geht. Siehe Volksentscheid in Hamburg. In einer Stadt mit vielen höheren Beamten habe ich bei Eiternabenden im Gymnasium erlebt, wie Väter (A16 und B-Gehälter) mit Min-Zulage, die Lehrer (A13/14) "fertig" gemacht haben. Teilweise hätte die Brut vom Gymnasium entfernt werden müssen; stattdessen wurden sie noch "gefördert"! Da hilft nur Eines: Alle Mittel in die Frühförerung mit Ganztagsschulen und -Kindergärten. Dort ist die Bildungsrendite am größten. das Land braucht alle Talente - vor allen Dingen die Verborgenen.
Kauri

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