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Sozialstaat: Gute Kunden

Bei den Unterkunftskosten für Hartz-IV-Empfänger ließe sich ein dreistelliger Millionenbetrag einsparen. Doch Wohnungsgesellschaften wollen das verhindern.

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iomega 17.06.2010, 13:40
170. Höchstsatz

Das jetzige System verursacht sicher zu viel Verwaltungsaufwand und ist nicht unbedingt gerecht.
Der Bafög Höchstsatz beschreibt ja recht gut wie viel Geld eine Person in einer vermeintlich teuren Unistadt braucht ~550 Euro(650 minus Studiengeb.). Ich sehe keinen Grund wieso die H4 Bezüge incl. aller (!) Kosten diesen Betrag übersteigen sollten. (Man vergisst ja gerne Sachleistungen wie Möbel, Haushaltsgeräte). Wer in einer teuren Gegend wohnen möchte (Berlin, München) muss dann eben in eine Wohngemeinschaft ziehen.

Entsprechend der Arbeitsbelastung der Studenten sollte ein H4 Empfänger dann bitte auch > 40 Stunden pro Woche in Arbeitssuche und Weiterbildung investieren. Die Arge sollte auch bitte strenger bei Arbeitgebern prüfen ob ein Arbeitssuchender ordentliche Bewerbungen abgibt und sich wirklich um den Job bemüht.(Auch wenn ich nichts verallgemeinern möchte hat doch schon fast jeder einen H4 kennen gelernt, der seine Arbeitssuche selbst sabotiert um eben in H4 bleiben zu können)

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Thomas von und zu B. 17.06.2010, 13:41
171. Öffentlicher Internetzugang?

Zitat von Tesla2000
Vielleicht sollten sie tatsächlich einen haben, damit die Bewerbungspflicht zur "aktiven" Jobsuche erfüllt werden kann oder sollen sie die Bewerbung gar mit einer Schreibmaschine abtippen? Ach was Handschriftlich ist ja noch besser, da kann man auch gleich ein paar graphologische Laienurteile fällen...
Wie wäre es denn, wenn dazu im JobCenter Möglichkeiten geschaffen würden? Dann könnten sich die Jobsuchenden auch gegenseitig unterstützen und müssten nicht alleine sauf... ähh surfen?

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Giubar 17.06.2010, 13:41
172. Junge, alleinerziehende Mutter..

Nun, wenn ich als junge, alleinerziehende Mutter mit meinem Kind von ALGII lebe, muss ich mir dann noch ein weiteres Kind zulegen? Wie wär's denn mal mit Lebensplanung? Oder ist das erste Kind so alt, dass man hätte arbeiten gehen müssen? Genau dieses Problem lässt doch sauer werden auf ALGII-Empfänger. Die Regelungen sind leider nicht konsequent genug. Um die Zahl der Klagen einzudämmen, würde ich dafür Gebühren erheben. Und um schärfere Regeln einführen zu können, sollte man auch darüber nachdenken, diesen Personenkreis nicht wählen lassen zu dürfen. Dann wäre für unsere Parteien das Schielen und die Rücksichtnahme auf dieses Wählerpotenzial nicht erforderlich.

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zynik 17.06.2010, 13:42
173. sorry

Zitat von perpetuummobile
...wenn unsere Hartzer alle einen Internetanschluss haben und hier munter kommentieren können...
Ja, blöd was? Wie schön könnte man erst über die Betroffenen abziehen, wenn man "unter sich" wäre. Endlich mal kein Widerspruch, wenn es um Kürzungen, Schikanen und Diskriminierungen geht. Mensch, wäre das herrlich....

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schniggeldi 17.06.2010, 13:43
174. Mumpitz

Zitat von sol invictus
Die Miete wird nicht pauschal bezahlt, es gibt eine maximale m² Zahl die ein Hartz IV Empfänger bewohnen darf. Wird diese überschreitet muss er aus einer existierenden Wohnung ausziehen oder darf eine potentielle Wohnung nicht beziehen. Des Weiteren darf eine gewisse Grenze bei den Kosten pro m² nicht überschritten werden.
Und genau das ist doch großer Mumpitz!
Warum muss ein Hartz IV Empfänger aus einer Wohnung ausziehen, die 55qm groß ist, auch wenn er sodann in eine (insgesamt! nicht nur pro qm) TEURERE 44er einzieht?

Das bringt niemandem etwas - der einzige Effekt ist, dass die Mieten im Bereich bis zur qm-Grenze auf Dauer überhöht sind. Selbst so erlebt. Der Vermieter hat das so ganz klar bestätigt - ich kann ihn auch verstehen. In "ländlicherem" Bereich - aber genauso ist es. Besonders diejenigen, die ohne staatliche Zuschüsse kleine Wohnungen suchen müssen "freuen" sich darüber.

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Geometretos 17.06.2010, 13:43
175. .

Zitat von berns
hört DER SPIEGEL endlich einmal damit auf, mit falschen Zahlen, Behauptungen und Unterstellungen gegen die ärmsten in der Gesellschaft zu hetzen? ... Früher kassierten Wohnungsbesitzer Mieten, die in 30 Jahren die.....
Sie haben aber *gut* recherchiert! Um in 10 Jahren ein Wohnung zu amortisieren, müßten Sie ca. 15% des Kaufpreises als JahresKALTmiete nehmen. Das wären bei einer Billigwohnung für 50.000 Euro 600 Euro pro Monat.

Inwiefern sind denn Immobiliengewinne steuerfrei? Helfen Sie mir, ich bin Hauseigentümer

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tata-susi 17.06.2010, 13:43
176. populistischer Aktionismus

Wieder ein Vorschlag aus Berlin ohne Sinn und Verstand, vorbei an der Realität.

Die meißten Hartz4ler wohnen bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften (kommunales Eigentum). Damit haben die Städte (=ARGE) selbst Einfluss auf die Miethöhe und damit sind die Städte der Ansatzpunkt und nicht die Hartz4ler.

Der Fehler liegt im System (ARGE / Kommune / Wohnungsbaugesellschaft), aber es ist wieder einfacher, auf die Kleinsten einzudreschen anstatt die grundätzlichen Fehler im System anzugehen.

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Chris-Gardner 17.06.2010, 13:44
177. Erläuterung

Zitat von Holzauge
Wusste gar nicht dass man "Spätrömische Dekadenz" jetzt schon studieren kann. Wie dem auch sei, wenn Ihnen Ihr Studentenleben nicht mehr gefällt, gehen Sie arbeiten!
Das habe ich auch vor Einstein. Das Studium hat aber u. a. ja den Zweck meinen Nutzen in Zukunft zu erhöhen, indem ich jetzt meine Ansprüche zurückschraube.

Dieses Prinzip scheint sich jedoch zahlreichen 4Hlern und ihren Fürsprechern nicht erschlossen zu haben.
Aber ich wende es einfach mal auf diese an: wer arbeitsfähig ist, aber sein junges Leben damit verbracht hat auf den Durchbruch bei DSDS zu warten und leider keine Qualifikationen aufgebaut hat und daher maximal zum "Konsum von Alkohohl und Kohlenhydraten" (Zit.) geeignet ist, hat m. E. kein Anrecht auf Transferzahlungen. So einfach ist das.

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marks & spencer 17.06.2010, 13:44
178. Deckel drauf

Man sollte die Mietzahlungen an H4-Empfänger in der Tat deckeln. Kann nicht sein, dass der normale Mieter sich gegenüber einem H4-Empfänger schlechter steht.

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inci 17.06.2010, 13:45
179. oooo

Zitat von Nikolai C.C.
Früher wohnten (hausten) teilweise sieben Menschen auf 25 qm Der Skandal ist eigentlich, daß in Städten wie München z.B. permanent Büros gebaut werden, die dann leer stehen, und die Mieten für Wohnraum explodieren..im Osten leiden viele Kommunen an einem Einwohnerschwund...Dies sollte unbedingt bei der H4 Diskussion berücksichtigt werden.
oder bei der planung von bürobauten. man könnte doch z.b. die neuen und dann leerstehenden bauten in der malerischen landschaft so manch ostdeutschen bundesland bauen, und dafür sinken die mieten in den ballungszentren.
hier in berlin wird auch an jeder ecke neu gebaut, und es ist in der regel jedesmal das x. überflüssige bürogebäude.
wenn alle die büros die derzeit leerstehen, mit menschen gefüllt wären, die dort zur ordentlichen löhnen arbeiteten, hätten wir kein problem mit hartz4.

aber das ist reines wunschdenken, denn die bauen ja nicht wegen des büroraum-bedarfs, sondern wegen des abschreibungsbedarfs.

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