Forum: Blogs
SPD im Kampf gegen die Krise: "Wofür stehen wir eigentlich?"
Dominik Asbach / DER SPIEGEL

Seit 1990 hat die SPD mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Wie versuchen die Sozialdemokraten, in den Bundesländern Wähler zurückzugewinnen? Erkundungen an einer verunsicherten Basis.

Seite 2 von 7
Fleckensalz 07.08.2016, 16:42
10. Das ist sehr erstaunlich.

Die Frage "Wofür stehen wir eigentlich ?" sollte sich allen Sozialdemokraten, sofern sie das Parteiprogramm kennen, nicht stellen.
Es ist fast nicht zu glauben, dass die derzeitigen "Genossen" es offenbar immer noch nicht verstehen wollen, dass ihr Herumkrebsen bei 20 % direkt mit dem beispiellosen Verrat ihres damaligen Kanzlers Schröder, samt seinen Helfershelfern (Grüne), an der SOZIALDEMOKRATIE und der ARBEITNEHMERSCHAFT direkt zusammenhängt. Muss man studiert haben um das zu kapieren ??
Die Politiker rechnen mit der Dummheit und der Vergessensfähigkeit der Menschen...mit den Ex-SPD-Wählern geht diese Rechnung nicht auf.

Beitrag melden
Paul-Merlin 07.08.2016, 16:46
11. Aus und vorbei ....

Der Verrat den Gas-Gerd den deutschen Arbeitnehmern und den SPD-Sympathisanten zugefügt hat ist nicht mehr heilbar. Jedenfalls nicht, solange sich die Partei nicht von diesem Arbeiterverräter getrennt hat. Wie wahrscheinlich ist das, solange Gabriel und Steinmeier, die bei der Agenda 2010 ebenfalls voll eingebunden waren, bei die SPD den Ton angeben? Also alles klar: Es bleibt dabei: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" Die SPD stirbt einen langsamen Tod. Verdientermaßen, denn sie hat ihre Ideale und ihre Wähler betrogen und sich seit der Ära von Rot/Grün auch in keiner Weise zum Besseren geändert.

Beitrag melden
jjcamera 07.08.2016, 16:52
12. Mottenkiste

Die SPD leidet am meisten darunter, dass eine hauptsächlich auf Ideologien basierende Politik den jüngeren Menschen heute nicht mehr als zeitgemäß und als obsolet erscheint. Dieser Kampf um Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, in der Bildung, um gleiche Rechte für Frauen, für Homosexuelle, für Arbeitslose, für Arme, für Asylbewerber, wird von der Allgemeinheit nicht mehr als aktuelles Problem, sondern als Ladenhüter aus der Mottenkiste der industriellen Revolution und der Arbeiterbewegungen im vergangenen Jahrhundert wahrgenommen.

Die heutigen politischen Fragen lassen sich nur mit Pragmatismus und neuen Denkansätzen lösen. Links, rechts, liberal, neoliberal, ökologisch - man kann doch zugucken, wie sich das alles hinter den drängenden Fragen einer neuen Generation auflöst.

Beitrag melden
Renée Bürgler 07.08.2016, 16:55
13. Vorschlag, wie die SPD wieder mehr Mitglieder bekommen kann

Die Partei müsste neuen Mitgliedern ein monatliches Gehalt für die Mitgliedschaft anbieten.

Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, dass Mitglieder Beitrag zahlen müssen, statt dass sie Geld bekommen.

Geld ist sicher genug da, denn der Staat überweist ja viele Millionen jährlich für Wählerstimmen, Stiftungen, Diäten usw.

Wenn die SPD neuen Mitgliedern ein Mitgliedsgehalt zahlen würde, würde es ganz ganz sicher wieder mehr neue Mitglieder geben.

Die Partei sollte vorurteilsfrei neue Wege der Mitgliedergewinnung gehen, die zeitgemäß sind.

Beitrag melden
citizen01 07.08.2016, 17:01
14. Die großen Organisationen haben alle das gleiche Problem!.

Gewerkschaften, Parteien, Vereine: Mitgliederschwund. Vielen Menschen geht es gut und sie fragen sich, warum sollen sie sich irgendwo engagieren, kostet ja auch ein paar Euro. Innnerhalb der Organisationen gibt es außerdem ein dramatisches Hierarchiedenken. Die Mitglieder haben sich gefälligst zu engagieren, damit die leitenden Figuren im Amt (Verband, Regierung, resp. Fernsehen) kommen und dort bleiben können. Letzteres führt gerade bei der SPD zum Verlust der Glaubwürdigkeit.

Beitrag melden
Fleckensalz 07.08.2016, 17:03
15. Schmeißt ihn einfach raus !

Vielen ehemaligen SPD-Wählern wäre es ein Zeichen wenn IHR ECHTEN SPD´ler den Herrn Schröder aus der Partei schmeißt um endlich ein ZEICHEN zu setzen !!
Und den Gabriel mitsamt dem Schröder-Cliquen-Spezi Steinmeier dazu...mal sehen was die SPD-Wählerschaft für eine Resonanz bereit hält...BESINNT EUCH !

Beitrag melden
53er 07.08.2016, 17:18
16. Wenigstens in NRW

Zitat von Thorkoch
Die Beschwerden etwa über den status quo im Steuerecht sind wenig plausibel für eine Partei, die seit Jahrzehnten als Regierungspartei die Möglichkeit gehabt hätte, auf Veränderungen hinzuwirken. Aber schauen wir uns das segensreiche Wirken der SPD doch einmal näher an: Berlin: der SPD-Justizminister zeigt sich rückgratlos, indem er entgegen früherer Lippenbekenntnisse die rechtsstaatswidrige Vorratsdatenspeicherung durchsetzt. Berlin: Der SPD-Vorsitzende engagiert sich für TTIP und CETA, mit denen die faktische Entmachtung des Parlaments durch Millionen-Schadensersatzforderungen bei missliebiger Gesetzgebung und Gesetzen nur nach Absprache mit Konzernen (regulatorische Kooperation) einhergeht. Hamburg: Der SPD-Bürgermeister Scholz ermöglicht anlasslose Schikanen und Drangsalierungen der Bürger durch die Polizei in sog. „Gefahrengebieten“. Erst das OVG setzt diesem Unfug ein Ende. Dessen Entscheidung versucht man jetzt zu unterlaufen. Bremen: Die SPD stellt fest, dass das bremische Wahlrecht den Bürgern einen effektiven Einfluss auf die personelle Zusammensetzung des Parlaments eröffnet. Das geht ja mal gar nicht – das Wahlrecht soll daher jetzt geändert werden, um die Bedeutung der von Parteien vorgeschlagenen Listen gegenüber der Entscheidung des Wählers zu erhöhen. Hannover: Die SPD will Klagemöglichkeiten von Unternehmen gegen eine Konkurrenz durch Staat und Kommunen beseitigen. Einzig denkbarer Sinn einer solchen Maßnahme: Niemand soll gegen eine rechtswidrige wirtschaftliche Betätigung etwas unternehmen können. Das ist die Lizenz zum offenen Rechtsbruch. Die Liste ließe sich verlängern, macht aber bereits deutlich. Die Politik der SPD ist gekennzeichnet von einer Orientierung an obrigkeitsstaatlichen Strukturen und Willfährigkeit gegenüber den Interessen großer Unternehmen. Wer sollte eine solche Partei wählen wollen?
wirkt ein SPD-Politiker segensreich und das nicht nur im Sinne von NRW. Norbert Walter-Borjans hat für den Steuerzahler im Allgemeinen 6,1 Mrd von Steuerhinterziehern eingetrieben. 2,1 Mrd. davon landeten allein in NRW. Wenn es noch einen wahrhaftigen und standhaften SPD-Politiker gibt, dann ihn. Die SPD sollte ihn mal fragen ob er Lust zur Kandidatur hätte, 6 Mrd. Argumente sind doch eine ganze Menge. Selten hat ein SPD-Politiker soviel für Deutschland getan.

Beitrag melden
53er 07.08.2016, 17:25
17. Nettes Bild übrigens,

von Jung-SPD-Mitglied Fugmann, auch im neuen Spiegel.
Warum er sich gerade Schröder als SPD-Idol auserkoren hat, verstehe ich nicht. Schröder ist und bleibt der Sargnagel der SPD. Wenn er das Idol der neuen SPD-Generation sein sollte, dann gehen bei der SPD in nicht allzuferner Zeit die Lichter aus. Meine Empfehlung: Zuerst den Mitgliederschwund seit Schröder überdenken und dann nochmal nachdenken.

Beitrag melden
ozdlb 07.08.2016, 17:27
18. die spd

wofür steht diese partei, für soziale gerechtigkeit, was heist das, gerechter lohn, bezahlbarer wohnraum, sichere schulen, unbedingter schutz für unsere kinder,
bedingungsloser zugang zu universitäten was das heist sollte die politik wissen, menschenwürdige arbeitsbedingungen, und vieles mehr, was uns bürgern
genommen wurde, sichere renten von den man auch leben kann, fakt ist doch die politik hat sich eine altersvorsorge geschaffen die seines gleichen sucht,
oder hat man gedacht der kleine mann ist so dumm und merkt dieses nicht, ich frage mich immer wieder, wo sind die pensonsrücklagen für die beamten geblieben,ich bin davon überzeugt diese wurden zweckentfremdet
verpulvert, ich könnte so weiter machen über das was man mit uns so macht, ihr politiker lebt weiter nach dem motto, was geht mich das elend der anderen an,
die spd möge sich besinnen darauf was ihr auftrag ist,
und das schon soweit ich weis 150 jahre, aber bis jetzt
habe ich nur von euch den egoismus mitbekommen.

r.wolff

Beitrag melden
yvowald@freenet.de 07.08.2016, 17:35
19. Na klar, Ausschlußverfahren

Zitat von Fleckensalz
Vielen ehemaligen SPD-Wählern wäre es ein Zeichen wenn IHR ECHTEN SPD´ler den Herrn Schröder aus der Partei schmeißt um endlich ein ZEICHEN zu setzen !! Und den Gabriel mitsamt dem Schröder-Cliquen-Spezi Steinmeier dazu...mal sehen was die SPD-Wählerschaft für eine Resonanz bereit hält...BESINNT EUCH !
Gerhard Schröder, dieser schwadronierende frühere Bundeskanzler, sollte wirklich aus der SPD ausgeschlossen werden, denn er hat diese Partei an maßgeblicher Stelle zu Grunde gerichtet.
Mit ihm sollten auch Wolfgang Clement und Otto Schily, vielleicht auch noch Walter Riester, in ein solches Ausschlußverfahren einbezogen werden.
Die alte Tante SPD sollte sich wieder auf ihre ureigenen Klientel besinnen. Dies sind heute zwar nicht mehr "die Arbeiter", aber alle unselbständig Beschäftigten, zumindest diejenigen, die zur Schicht der Klein- und Mittelverdiener zählen.
Aber die SPD steht bekanntlich unter dem Druck des Großen Geldes.
Seitdem Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften und auch SPD-Genossinnen und SPD-Genossen in Aufsichtsräten und sonstigen Wirtschaftsgremien sitzen, haben sie den Kontakt zu "denen da unten" gänzlich verloren.
Die sogenannte Mitbestimmung war in Wahrheit das Trojanische Pferd der Unternehmerklasse nach dem Motto: Mit Speck fängt man Mäuse.
Und tatsächlich: Heute sitzen Schröder, Clement, Schily und Riester als gutbezahlte Lobbyisten in solchen Gremien und lächeln milde über die schlechtbezahlten SPD-Genossinnen und SPD-Genossen.

Beitrag melden
Seite 2 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!