Forum: Blogs
SPIEGEL-Streitgespräch: "Schrecken ohne Ende"

Die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger und Stefan Homburg über die Euro-Krise, die Folgen eines deutschen Ausstiegs aus der Währungsunion und die Frage, was Euro-Bonds und Spätzle miteinander verbindet

Seite 1 von 41
endbenutzer 22.12.2010, 08:11
1.

Ein griechischer Lokführer verdient 5000 Euro netto im Monat? Was sind wir Deutschen doch für Blödmänner...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Inuyasha 22.12.2010, 08:23
2. Schluss!

Dazu kann man nur eines sagen:
Deutsches Geld für Deutsches Land. Raus aus dem Euro.
Wann begreift die politische Kaste endlich, das sie dem Volk verpflichtet ist, nicht Europa und nicht den ganzen Pleitegeiern? Wenn sie so weitermachen, zerfällt die EU eines Tages in Blut und Eisen. DAS kann hoffentlich niemand wollen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Social Distortion 22.12.2010, 08:37
3. Der ist gut:

Zitat von sysop
Die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger und Stefan Homburg über die Euro-Krise, die Folgen eines deutschen Ausstiegs aus der Währungsunion und die Frage, was Euro-Bonds und Spätzle miteinander verbindet
Bofinger: "Nein. Die Währungsunion ist ökonomisch wie politisch eine vernünftige Sache. Und wir haben von dem Gemeinschaftsgeld profitiert. Ohne den Euro wäre Deutschland eine Art Japan geworden, mit schwachem Wachstum und stets am Rande der Deflation. Wie Japan hätten wir jeder Abwertung des Dollar mit Lohnzurückhaltung begegnen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen."

Gut, daß durch den Euro die Löhne in den letzten Jahren so schön gleichmäßig gestiegen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sukowsky 22.12.2010, 08:38
4. Ohne Sinn und Verstand Kredite vergeben

Die Finanzindustrie dagegen hat über Jahre ohne Sinn und Verstand Kredite vergeben. Das kann man nur unterstreichen von Herrn Bofinger

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nr6527 22.12.2010, 08:41
5. Oh je

Zitat von sysop
Die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger und Stefan Homburg über die Euro-Krise, die Folgen eines deutschen Ausstiegs aus der Währungsunion und die Frage, was Euro-Bonds und Spätzle miteinander verbindet
Was soll man schon von Bofinger halten? Zitat von
... Bofinger: Nein. Die Währungsunion ist ökonomisch wie politisch eine vernünftige Sache. Und wir haben von dem Gemeinschaftsgeld profitiert. Ohne den Euro wäre Deutschland eine Art Japan geworden, mit schwachem Wachstum und stets am Rande der Deflation. Wie Japan hätten wir jeder Abwertung des Dollar mit Lohnzurückhaltung begegnen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Das haben wir dank des Euro vermieden, und deshalb lohnt es sich auch, alles zu tun, damit er uns erhalten bleibt....
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,735669-2,00.html

Entweder hat er die letzten zehn Jahre nicht in Deutschland gelebt oder er hat sich in einer Paralelwelt befunden.
Der normale Bürger in Deutschland hat nicht vom Euro profitiert und Lohnzurückhaltung und Lohndumping hat breite Bevölkerungsteile verarmen lassen.

Wenn man tatsächlcih den Euro erhalten möchte, muss man die Handelsbilanzunterschiede angleichen, das geht im Falle der Gemeinschaftswährung nur durch höhere Löhne und Mindestlohn in Deutschland.
Wer den Euro retten will, ohne diese grundlegenden Zusammenhänge zu erkennen, kann nur scheitern.
Immerhin wurden die Folgen der CDU/FDP Politik unter Merkel richtig erkannt:
Schrecken ohne Ende

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hornbeam 22.12.2010, 08:44
6. Heureka

"Freude ohne Ende!" wenn diese unheilige Kapitalisten-EU endich die Grätsche macht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hilfloser 22.12.2010, 08:44
7. Ich bin sooo

wütend. Wenn das stimmt das ein Griechischer Zugführer 5 Riesen Netto im Monat kassiert und bei uns MILLIONEN Menschen Prekär arbeiten gehen MÜSSEN!!! ( Ein Euro Jobs von der ARGE ) oder mit 5,-Euro/Std. versklavt werden, dann steht mir echt der Kamm. Bin ansonsten kein Neidhammel, wer malocht soll verdienen, klare Sache, aber Das! Und all diese Dummschwätzer die auf diese Eurobonds abzielen haben soviele Fragezeichen in ihren Gleichungen. Wenn so und so, ja dann geht die Rechnung auf. Und was wenn eben nicht so und so? Dann zahlt der dumme, brave, Deutsche Malocheresel, der sich im Nasenring durch die Europäische Arena ziehen läßt, die Zeche. Das Risiko das diese Bondsanleihen nicht die gewünschte Wirkung zeigen ist viel zu groß als das man das auch nur andenken sollte! Und die Banken lachen sich eins, da geht keiner ran. Kein Wunder das immer mehr Menschen psychisch krank werden, daß hällt ja keine normale Seele lange durch. Was sind wir Deutschen doch Duld und Leidensfähig, bis zur Selbstaufgabe. Schmeißen wir doch hin, WIR können auch ohne EU, die EU aber ganz sicher nicht ohne uns. Dann sind wir wieder für unseren eigenen Kram verantwortlich und ICH prognostiziere, das das unter Schmerzen und einer mehr oder weniger längeren "Fastenzeit" bei uns wieder in Lot kommen würde. Sorry, daß mußte jetzt mal raus!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jörg seifert 22.12.2010, 08:48
8. Das Standardargument

"wenn wir aus dem Euro aussteigen, bricht der Export zusammen"
wird nie weiter erläutert. Vielleicht weil es einfach nicht wahr ist? Fakt ist, wir haben auch vor dem Euro über 40% unseres Exports in Europa abgesetzt, sogar etwas mehr als heute mit dem Euro. Fakt ist, auch ohne Euro würden wir in den EU-Binnenmarkt verkaufen, also ohne Zölle. Fakt ist, dass es für uns nicht nachhaltig sein kann wenn wir unsere Waren an europäische Nachbarn verkaufen die sich dafür hemmungslos verschulden, und bei drohendem Zahlungsausfall deren Schulden übernehmen.
Fakt ist doch eigentlich, dass Europa VOR dem Euro eine politische und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte war. Wenn man sich die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Griechenland anschaut und sieht, wie die europäischen Staaten sich gegenseitig mit Anschuldigungen übergießen, dann ist doch offensichtlich dass der Euro kein Rezept für Stabilität ist sondern eine Zündschnur die das ganze Gebäude sprengen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
National-Oekonom 22.12.2010, 08:50
9. Der Witz des Tages, Bofinger nicht überzeugend

Zitat von endbenutzer
Ein griechischer Lokführer verdient 5000 Euro netto im Monat? Was sind wir Deutschen doch für Blödmänner...
...weil wir uns auf den Euro eingelassen haben . Ob der griechische Lokführer wirklich 5000 € netto bekommt, sei dahingestellt. Aber es hat im "Club Med" extreme Gehaltsentwicklungen nach oben gegeben - letztlich alles auf Pump. Auch der Verkauf von Staatsanleihen ist Gelddrucken. Nun soll für dieses Geld die dt. Haftung eingefordert werden.

Der Witz des Tages ist aber
Zitat von Bofinger
: Dazu wird es nicht kommen, wenn der Vorschlag richtig umgesetzt wird. Er sieht ja nicht nur neue Anleihen vor, sondern vor allem mehr Macht für die Brüsseler EU-Kommission. Sie soll künftig darüber wachen, dass alle Mitgliedstaaten eine solide Haushaltspolitik betreiben. Es ist ganz einfach: Wer gegen die Kriterien des Stabilitätspakts verstößt, darf keine Euro-Bonds mehr ausgeben.
Was "keine Euro-Bonds mehr ausgeben"? Das glaubt Bofinger doch selbst nicht! Der Refinanzierungsbedarf ist riesig, da werden in jedem Fall weiter Anleihen gedruckt werden - egal ob mit der Aufschrift "Euro-Bond" oder nicht. Und wenn die EU das unterbinden will, sind wir in kürzester Zeit wieder soweit wie bei der Griechenlandkrise.

Merkwürdig, wie mechanisch dahergebetet Bofingers Standpunkt kommt, er scheint davon nicht mehr überzeugt zu sein. In einem Punkt hat er aber recht: Die Überschuldungsstaaten (nicht der Euro, der ist nur gefährdet, wenn man ihn "kaputtdrucken" würde) sind unmittelbar gefährdet, einen Absturz der PIG würde das System schon im nächsten Jahr nicht mehr überleben, da die Länder unverzüglich damit beginnen müssten, Notgeld zu drucken. Homburgs "10 Jahre" sind jenseits aller Betrachtungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 41