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SPIEGEL-Streitgespräch: "Schrecken ohne Ende"

Die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger und Stefan Homburg über die Euro-Krise, die Folgen eines deutschen Ausstiegs aus der Währungsunion und die Frage, was Euro-Bonds und Spätzle miteinander verbindet

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JannisKomplizis 22.12.2010, 09:06
20. Danke, Herr Homburg

Die Argumente von Herrn Homburg überzeugen mich sehr. Der Bevölkerung muss klar werden, dass die Entscheidung des Bundestags im Mai 2010 - welche im Übrigen vor dem Bundesverfassungsgericht geprüft werden wird (auf Anstrengung von Privatpersonen!) - die weitreichendste Entscheidung dieser Republik seit den 2plus4-Verträgen war und dem Beitritt zur Währungsunion.
Für die nächsten Jahre brauche ich einen hervorragenden privaten Finanzberater, der mich durch die Währungsirrungen gut durchbringt.
Manchmal isses mir fast lieber, wir würden unser Steuergeld Privaten anvertrauen, denn die wissen in der Regel, was man mit Geld macht. Ich glaube nicht daran, dass Politiker - wo immer sie wirken, ob in Irland, Griechenland oder sonstwo auf der Welt - angesichts ihrer kurzen Legitimierung, verantwortungsvoll und langfristig handeln. Diese Politiker gibt es in unserer heutigen Medienwelt nicht mehr.

Dem Euro und seinen Mythen wird nur über schlimme Erfahrungen abgeschworen werden. Das Gute daran ist: Europa hätte deswegen noch lange nicht verloren.

Herr Bofinger sollte sich nochmal an den Weihnachtsfeiertagen von alten Bildern im Kopf frei machen und versuchen, über die Dinge neu nachzudenken :-)

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Lochblech.19 22.12.2010, 09:08
21. Nie

Zitat von Inuyasha
Wann begreift die politische Kaste endlich, das sie dem Volk verpflichtet ist, nicht Europa und nicht den ganzen Pleitegeiern?
Nie! Wir sind zum Untergang vertraglich verpflichtet und blöd wie wir Deutschen sind werden wir es in Nibelungentreue auch tun.

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docrernat 22.12.2010, 09:11
22. Bofinger + Homberger

Ich maße mir nicht an, den großen Zusammenhang WIRKLICH zu durchschauen... insofern ist ein solches Streitgespräch unter klugen Menschen auf jeden Fall ein Gewinn! Intuitiv lehne ich jedoch den Euro ab, weil er zwar eindeutig das Großkapital noch mächtiger gemacht hat, die "normalen Menschen" (zumindest in Deutschland) aber schlichtweg durch´s Netz gefallen sind. Anders: Die SOZIALE Komponente der Gemeinschaftswährung sehe ich nicht!
Und DAS schafft Unfrieden

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frubi 22.12.2010, 09:12
23. .

Zitat von endbenutzer
Ein griechischer Lokführer verdient 5000 Euro netto im Monat? Was sind wir Deutschen doch für Blödmänner...
Jetzt fängt das wieder an. Kapieren Sie nicht, dass irgendwelche Leute genau das wollen? Das sich die "Normalbevölkerung" in Europa gegenseitig beschimpft während die wahren Übeltäter unbeschadet davonkommen? Das gleiche wurde vor ein paar Monaten auch in Deutschland mal wieder versucht indem man die Menschen aus den unteren Lohnkategorien gegen die H4-Bezieher aufgehetzt hat. Das ist unnötig.

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Viva24 22.12.2010, 09:13
24. Die Euro Bonds und die Spätzle

verbindet das gleiche Schicksal, der Euro wird gehalten damit die Lobbyisten Banken und Versicherungen Ihre investierten Gelder wieder zurückbekommen. Die Begründung ist für das Volk schnell gefunden: Ihr könnt überall in Europa Spätzle essen und müsst nicht Geld umtauschen. Mittlerweile kann jeder Bürger auch ohne Schulabschluss nachzählen, dass Ihm diese europäischen Spätzle teuer kommen und er mit einer neuen Währung besser bedient ist. Wir können und werden nicht langfristig die Fehlinvestitionen der Banken schultern, dazu haben wir kein Kreuz auf den Stimmzettel gemacht!

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Lochblech.19 22.12.2010, 09:14
25. Ideologische Verblendung, bei wem?

Zitat von punkorrekt
...ein gewerkschaftsnaher Wirtschaftswissenschafler. Das ist schon ein Widerspruch in sich, Wirtschaft hat mit Leistung zu tun, gewerkschafliche Ideologie mit Leistungsfeindlichkeit.
Genau, wegen der Leistungsfeindlichkeit verdient der deutsche Lokführer auch keine 5000€ und die deutsche Wirtschaft boomt zur Zeit auch nicht.

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D50 22.12.2010, 09:14
26. Raus aus dem Euro

Deutschland wird doch bei jeder Gelegenheit über den Tisch gezogen.
Wir müssen wieder die Hoheit über unsere Ausgaben wiedererlangen.
Raus aus dem EU und Euro!

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charly993 22.12.2010, 09:16
27. exportweltmeister - und weiter?

ob euro oder nicht - wieso freuen wir uns immer exportweltmeister zu sein? anstatt die kleinen und mittelständigen betriebe in deutschland zu unterstützen wird alles am export gemessen. die handwerksbetriebe leben z.t. schon lange von der substanz oder krebsen so vor sich hin. das wären aber diejenigen, die über schaffung von arbeitsplätzen im land dafür sorgen würden, dass die inlandsnachfrage wieder stärker würde und wir unabhängiger vom export würden. wenn dies so wäre müsste auch keiner vor dem euro-aus zittern.
m.e. gibt es nur zwei möglichkeiten.
entweder die binnennachfrage zu stärken und aus dem euro raus. oder die mitgliedsstaaten zwingen endlich ordentlich zu wirtschaften und sie sonst gnadenlos rauszuwerfen bis sie sich erholt haben.
im übrigen finde ich es unglaublich dass wir immer die geldgeber sind und trotzdem von allen beschimpft werden. aber irgendwie hat das ja tradition. und unsere "volksvertreter" machen dies alles mit....

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e_n_2009 22.12.2010, 09:17
28. ...

Das einzig wirkliche Argument, das Bofinger bringt, ist mehr Macht fuer die Bruesseler Kommission.
(Noch) weniger Macht fuer die Buerger. Wringt die Zahlstaaten noch weiter aus, damit sich Bruessel groessere Glas- und Stahlpalaeste leisten kann. Noch mehr Steuern, damit Griechenland und Spanien weiter schlemmen koennen.
Let them eat f*^&ing cake ...

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README.TXT 22.12.2010, 09:21
29. Zwei Ökonomen drei Meinungen

Beide sind auch noch Professoren.

Vodooscience Volkswirtschaft.

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