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S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Eine Mauer für Bayern

Bayern will sich vom Rest des Landes abspalten? Nur zu! Und am besten die Seppls errichten dann auch noch eine Mauer um ihren Freistaat, auf dass möglichst wenig Oktoberfeststimmung in den Rest des Landes schwappt. Silke Burmester über Bayern und seine Exporte - SPIEGEL ONLINE

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reinersch 23.09.2012, 16:25
100. Keine Mauer bitte . .

Bitte keine Mauer!
Aber ein netter Holzzaun wäre doch nicht schlecht 8D !!
Ich spende auch ein paar Holzlatten und ein paar Nägel.

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j t 23.09.2012, 16:26
101. Als Satire...

Zitat von Spiegelkritikus
Oje, wenn Bayern mit dem Freistaat ernst machen und eine eigene Republik oder gar Monarchie ausrufen würde, gingen in Bremen und NRW mangels Transferleistungen rasch die Lichter aus! Die Bayern jedoch hätten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: erstens hätten sie endlich die lästigen Schmarotzer abgeschüttelt und zweitens könnten sie wieder ganz nach ihrer Facon leben. Als Sitz der königlichen Regierung böte sich Neuschwanstein an, von dort hat man den Überblick. Bayern hat alles, was man braucht, um völlig autark zu leben: saftige Wiesen, viel Kühe, Weißbier und Tradition, die Wirtschaftsmetropole München, BMW und natürlich das grandiose Oktoberfest. Alternativ könnten die Bayern Deutschland als Exportweltmeister ablösen und zum reichsten Staat Europas avancieren - vorausgesetzt, sie machen bei der Schulden-, Banken- und Transferunion für Südeuropa nicht mit. Aber es dürfte klar sein, daß die freien Bayern dem Euro sofort verabschieden und ihre eigene stabile Währung einführen, denkbar wäre anfangs auch eine Währungsunion mit der Schweiz, immerhin grenzen die Länder im Bodensee aneinander. Für Bayern täte sich also eine goldene, völlig unbelastete Zukunft auf und ihre Majestät der König würde über ein florierenden, blühendes Land herrschen und von seinen Untertanen bejubelt werden. Deutschland und die Eurozone hingegen gingen weiterhin einem harten Schicksal entgegen!
...fände ich Ihren Beitrag ganz okay! Aber ich befürchte, Sie meinen das ernst. Und wenn Sie sich mal schlau machen, dann würden Sie ganz schnell herausfinden, dass Bayern jahrzehntelang vom Länderfinanzausgleich als Nehmerland profitiert!

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areion 23.09.2012, 16:29
102. *augenreib*

Man sollte gelassen zwischen den Zeilen lesen; wenn es jemand nötig hat, gegen die Bayern mit einem tendenziell beleidigenden Unterton zu wettern dann hat das "a Geschmäckle", wie der Würtemberger sagt. Gottseidank sind die Bajuwaren nicht gleich empört, über diese Verunglimpfungen - sonst würden wohl schnell mal hamburger Fahnen brennen?!? Spaß beiseite! Wenn man liest dass Frau Burmester u. a. auch für die TAZ schreibt dann weiß man schnell welch' geistes Kind hier den Griffel geschwungen hat. Ich bin Bayer und habe ca. 1 Jahr in HH gearbeitet. Der gravierende Unterschied, der mir dort aufgefallen ist: wir in Bayern sagen den Leuten offen & ehrlich die Meinung (womit viele andere wohl nicht klarkommen?!?). In HH hingegen wurde ich häufig oberflächlich angelächelt; hintengrum wurde dann verlogen intrigiert. Dieser Artikel passt genau in mein Bild - HH, nein danke!

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j t 23.09.2012, 16:30
103. Hoho,

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
Das ist der erste Artikel von der Burmester, dem ich vollumfänglich zustimmen kann. Eines allerdings wurde in der Aufzählung dessen, was uns mit einer bayrisch-deutschen Mauer erspart würde noch vergessen : Diese gruselige Sprache, das, was man in Bayern als Dialekt, im Rest der Republik hingegen als Vorstufe zur Mundfäule wahrnimmt. Ach ja, und die fehlenden Zahlungen aus dem Länderfinanzausgleich würden wohl auch schmerzen...
Ihnen sind ja offensichtlich die Bayern noch sympathischer wie mir!

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Edelstoffl 23.09.2012, 16:31
104. @ Sleeper_in_metropolis

Ihre Aussage passt hervorragend zu den ganzen Vorurteilen, welche man hier in Süddeutschland bezüglich des norddeutschen Bildungsniveaus hat. Falls sie es in ihrer etwas schlichten norddeutschen Lebenswelt noch nicht bemerkt haben- sie sprechen Süddeutsch! Das heute gebräuchliche Standarddeutsch hat sich aus den hochdeutschen und mitteldeutschen Varitäten entwickelt. Das norddeutsche Niederdeutsch gilt als so gut wie ausgestorben und wurde vom süddeutschen Hochdeutsch verdrängt. Oder anders gesagt: Der durchschnittliche Hamburger spricht mittlerweile das in Süddeutschland gebräuchliche Deutsch. Ist immer wieder lustig zu sehen, wie Norddeutsche ernsthaft glauben, dass das sog. "Hochdeutsche" in Norddeutschland beheimatet wäre. Liegt wohl am Missverständnis, dass die Tatsache, dass Norddeutschland auf der Landkarte "oben" liegt nichts mit "Hoch" zu tun hat. Bringt aber einen Bayern immer wieder zum schallenden Lachen, wenn ein Norddeutscher sich über süddeutsche Dialekte auslässt und ernsthaft meint, "Hochdeutsch" zu sprechen. Das ist ungefähr so, wie wenn ein Glasgower einem Oxforder schlechtes Englisch vorwirft. Bitte versuchen sie vor dem nä. Kommentar ihre, wohl dem norddeutschen Bildungsverständnis geschuldeten- eklatanten Bildungslücken zu füllen.
Zum Nachlesen auch nochmals hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache

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dosmundos 23.09.2012, 16:33
105. Hmmm...

In Bayern feiern sie ihr Oktoberfest, in Köln ihren Karneval, und in Hamburg?
Ihre gepflegte Langeweile?

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phoinix 23.09.2012, 16:34
106.

Zitat von
Und wenn Frauen denken, sie würden sexy, wenn sie sich die Brüste hochschnüren und sich in Omas alte Kleider hüllen, dann sollen sie das tun.
Ach naja, daß Frauen durch das Hochschnüren ihrer Brüste sexier wirken, kann in Einzelfällen aber schon funktionieren...

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Martin2 23.09.2012, 16:35
107. Oktoberfest und Seehofer

Zitat von sysop
Bayern will sich vom Rest des Landes abspalten? Nur zu! Und am besten die Seppls errichten dann auch noch eine Mauer um ihren Freistaat, auf dass möglichst wenig Oktoberfeststimmung in den Rest des Landes schwappt.
Moin Moin und Servus mitanand!
Also echt -muss so ein Beitrag sein und was soll das bringen? Von dem zitiertem Buch, noch nie was gehört- und wen interessiert das auch schon? Grad hat das Oktoberfest bei uns in München begonnen und ich muss daran denken, dass gerade dort viel für die Völker bzw. Länderverständigung getan wird - hat man erstmal eine Maß zusammen gezischt, dann merkt man schon, dass wir alle nur Menschen sind und wir SEHR GUT miteinander können ;-)
Den Seehofer wollen hier übrigens viele loswerden und die katholische Kirche spielt nun wirklich nicht mehr so die grosse Rolle heutzutage!

Liebe Hamburger und sonstige Nicht-Bayern: Kommt doch einfach mal vorbei und überzeugt euch davon, wie weltoffen, lustig, modern, tolerant und freundlich es hier zugeht!

PS: Dies war der erste und letzte Beitrag den ich von Frau Burmester gelesen habe - reine Zeitverschwendung in meinen Augen.

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watschendoni 23.09.2012, 16:35
108.

Zitat von Lütt_Matten
Dialekt finde ich persönlich generell charmant. Unerträglich finde ich nur diese standige Selbstbeweihräucherung, das pausenlose Rumgeprahle und der ganze "Mir san mir" Quatsch"!!! Woher kommt bloß dieses extreme Geltungsbedürfniss - Wegen des Bauernstaatimages?
Mit dieser "Mia san mia" kann ich in der Tat auch nichts anfangen, och habe aber auch eine Abneigung gegen Trachtenvereine, obwohl ich bairisch sprechender Baier, sogar wohnhaft in M., bin.

Aber du darfst auch nicht alle über einen Kamm scheren. Die meissten Bayern reden Bairisch, weil es ihre Muttersprache ist und bilden sich deswegen nichts drauf ein. Übrigens gibt es Brauchtumspflege mit "wir sind wir Menthalität auch in ausserhalb Bayerns.

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j t 23.09.2012, 16:36
109. Sehr freundliche Darstellung!

Zitat von caledonian2010
Das Stichwort "Grosskotz" dass die Verfasserin verwendet, ist in diesem Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen. Dies ist eine spezielle Spielart lokalpatriotischer Selbstdarstellung, für die eben nun mal nicht jeder auf den ersten Blick empfänglich ist, das ist doch eigentlich zu verstehen. Für Nichtbayern kommt das mitunter penetrant rüber und es riecht nach einem unterentwickelten Gespür für Understatement. Der Mainstreambayer erwidert auf solche Anwürfe mit Vorliebe, dass man in Bayern eben nun mal ein (ach so grosses!) gesundes Selbstbewusstsein hat. Natürlich entgegen dem Rest der Republik. Und gerade das ist ja das grösste Missverständnis im Zusammenprall der verschiedenen deutschen Kulturkreise, das klingt immer gerade so, als fehle dem Rest der Republik das Grossartige was Bayern hat.
Ich bezweifle mal, ob es sich hier um ein Missverständnis handelt. Jeder, der mal mit einem „eingeborenen“ Bayern zu tun hatte, wird hier nicht von einem Missverständnis in Sachen übersteigertem Selbstbewusstsein reden wollen. Die allermeisten Bayern sind aus tiefster Überzeugung so!

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