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S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Eine Mauer für Bayern

Bayern will sich vom Rest des Landes abspalten? Nur zu! Und am besten die Seppls errichten dann auch noch eine Mauer um ihren Freistaat, auf dass möglichst wenig Oktoberfeststimmung in den Rest des Landes schwappt. Silke Burmester über Bayern und seine Exporte - SPIEGEL ONLINE

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W. Robert 23.09.2012, 15:12
70. Ozopft is

Ob jetzt die Reeperbahnromantik der Wiesn-Gaudi kulturell so weit überlegen ist glaube ich eigentlich nicht. München und Hamburg nehmen sich auch nicht viel. Ob man nun seine Ferien in einem Alpen-Appartmentblock oder in einem Nordsee-Appartmentblock vorzieht ist auch eher Geschmackssache. Bleibt eigentlich nur das interessantere Segelrevier als Bonus für den klaren Norden, während man in der bayrischen Provinz vermutlich noch etwas besser unbewaffnet auf die Straße gehen kann.

Kurz gesagt nivellieren sich die Kulturen, beide Volksstämme schauen begeistert Gottschalk und Tatort, das verbindet. Die Jugend tummelt sich begeistert bei Facebook und hört Lady Gacka, sie tragen die selben Jeans und bluffen mit dem iPhone. Man müsste also zusätzlich den Netzzugang verhindern, eine Mauer genügt nicht. Aber seien wir mal ehrlich, das bergige Terrain macht eine Mauer sowieso eher unwahrscheinlich.

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altefrau99 23.09.2012, 15:12
71. Keine Ahnung

[QUOTE=watschendoni;11012770]Das Oktoberfest als Herbstfasching finde ich in der Tat etwas albern, zumal es überhaubt keine Münchner Tracht gibt. Trachten und Trachtenverreine sind eher eine Erfindung des 19.Jahrhunderts und die Volksmusik eine vereinfachte Form der Wiener Klassik...

Münchner haben nie "Tracht" getragen.

Aber auf dem Dorf sieht's schon anders aus, da herrschen teilweise noch Rollenbilder in den Familien wie im 19.Jhd, Frau an den Herd, Kinder werden ausgegrenzt, wenn sie nicht katholisch sind u.s.w. Ein Freund von mir, wohnhaft in einem Dorf im Chiemgau, hat seine Kinder taufen lassen, obwohl er und die Mutter Atheisten sind, aus eben diesen Gründen.

Aber selbst in den Dörfern, ich kann nur von denen im Voralpenland sprechen, hat sich eine weltoffene, kulturell aktive und tolerante Szene entwickelt, Rund um Musikschulen, Künstlervereine . Weit weg von bornierten Trachtenvereinen.

Wie es allerdings im tiefen Niederbayern oder der Oberpfalz aussieht, weiss ich nicht.[/QUOTE
Eine Falschmeldung nach dem anderen.
Niemand muss Kinder taufen, so ist das ist gelogen.
Volksmusik gab es schon im Mittelalter, der Schreiber kann leider nicht unterscheiden zwischen Volksmusik und volkstuemelden Trallala .
Tracht ist schon in der 18. Jahrhundert abgebildet, eigentlich die praktische Kleidung der Bäuerinnen und Luxuskleider der herrschende Klasse.
Zu dem Artikel haben die meisten richtig bemerkt, es ist das Schreiben einer nicht besonders fähigen Frau, die mangels andere Feinbilder die ewige katholische Kirche und die Bayern auserkoren hatte. Ihr Unwissen ist sehr traurig, es ist Schade, dass das neue Niveau in Hamburger Journalismus ist.

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maybee 23.09.2012, 15:13
72. Bitte

Zitat von neue_mitte
Ich gebe zu, meine Multikulti-Toleranz stößt an ihre Grenzen, wenn es um den Islam und seine Sympathisanten geht. Während die Autorin aber hier wahrscheinlich Zustimmung für den Verriss von Auszügen bayrischen Kultur und Tradition bekommt, weil ist ja das blöde Bayern, muss unsereins sich alles mögliche gefallen lassen, wenn er auch fremde Bräuche und Gebahren bemängelt. Bayern zeigt wenigsten Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen kann. Das gelingt so keinem anderen Bundesland. Die Bayern leben ihre Tradition, sind stolz darauf und lassen sich da wenig von aussen einreden. Keine politisch korrekt weichgespülten nichtssagenden Waschlappen, sondern noch deutschtümelnde Traditionsausleber. Das liebe ich als halber Ausländer an Bayern. Da weiß man, wohin man sich interegrieren soll, da weiß man, was der Maßstab ist. Da rund herum (ausser BaWü und ein wenig Hessen) alles Deutsche pfui ist, woran soll sich der Ausländer orientieren? So krampfhaft alles traditionelle unterdrücken macht euch zu keinem besseren Menschen, im Gegenteil. Vor allem da im Gegesatz dazu die Traditionen anderer Länder, egal wie hässlich, offenbar heilige Grale sind, die es zu verteidigen gilt. Die eigene Traditionen? Pfui. Aber nur weil es (gerde noch so) Inland ist und nicht Ausland, macht es das eigentlich auch nicht besser, wenn man so über die Kultur von anderen Menschen herzieht.
nicht BaWü verallgemeinern. Hier sind nicht alle so. Da bin ich zu hause, und ihre Traditionen sind mir fremd.

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rigulator 23.09.2012, 15:14
73. Städtische Arroganz

Als Baden-Württemberger sehe ich in Bayern einen modernen Industriestandort mit Traditionsbewusstsein, Selbstbewusstsein kultureller Identität, wie ich mir auch für BW mehr wünschen würde. Da High-Tech genauso produziert aber auch Landwirtschaft betrieben.
Was produziert Hamburg eigentlich, außer dem Staatsbetrieb Airbus? Vor allem heiße Luft in Form von sinnlosen Lifestyle-Beiträgen von möchte-gern-Schickeria-Journalistinnen wie Ihnen. Ich habe noch nie einen Artikel von Ihnen gelesen, der in irgend einer Weise informativ oder sinnstiftend gewesen wäre.

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Sleeper_in_Metropolis 23.09.2012, 15:24
74.

Das ist der erste Artikel von der Burmester, dem ich vollumfänglich zustimmen kann. Eines allerdings wurde in der Aufzählung dessen, was uns mit einer bayrisch-deutschen Mauer erspart würde noch vergessen : Diese gruselige Sprache, das, was man in Bayern als Dialekt, im Rest der Republik hingegen als Vorstufe zur Mundfäule wahrnimmt. Ach ja, und die fehlenden Zahlungen aus dem Länderfinanzausgleich würden wohl auch schmerzen...

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caledonian2010 23.09.2012, 15:26
75. mehr Understatement

Das Stichwort "Grosskotz" dass die Verfasserin verwendet, ist in diesem Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen. Dies ist eine spezielle Spielart lokalpatriotischer Selbstdarstellung, für die eben nun mal nicht jeder auf den ersten Blick empfänglich ist, das ist doch eigentlich zu verstehen.
Für Nichtbayern kommt das mitunter penetrant rüber und es riecht nach einem unterentwickelten Gespür für Understatement. Der Mainstreambayer erwidert auf solche Anwürfe mit Vorliebe, dass man in Bayern eben nun mal ein (ach so grosses!) gesundes Selbstbewusstsein hat. Natürlich entgegen dem Rest der Republik. Und gerade das ist ja das grösste Missverständnis im Zusammenprall der verschiedenen deutschen Kulturkreise, das klingt immer gerade so, als fehle dem Rest der Republik das Grossartige was Bayern hat.

In anderen Regionen geht man mit den Themen Identität, lokalpatriotisches Selbstbewusstsein etc. nur anders - d.h. weniger plakativ - um. So ist das nun mal mit anderen Mentalitäten. So etwas wie Stolz etc. muss ja nicht zwangsläufig grosskotzig polternd daherkommen, da gibt es der Möglichkeiten viele, die sich manch landläufigem Bayer im Hinblick auf andere Landesteile offensichtlich nicht auf den ersten Blick erschliessen. Vielleicht nicht erschliessen wollen. Ich sage nur Understatement.

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andy_ypsilon 23.09.2012, 15:26
76. Unterste Schublade

Öhöhö, das war jetzt aber lustig, Frau Burmeister, ihre Anbiederung an die Bayern-Hasser. Sach-Argumente gegen den Querulanten Wilfried Scharnagel und seine Thesen? Wozu denn, wenn man stattdessen die (un)populärsten Bayern-Klischees bedienen und sich des Beifalls der breiten Masse des SPON-Publikums sicher sein kann. Ein großer Vorteil dieses Ansatzes ist übrigens auch, dass man dafür sein Buch nicht einmal zu lesen braucht, bevor man sich darüber echauffiert, nicht?
Wozu musste dieses Gewäsch nochmal auf Spiegel Online veröffentlicht werden? Für dieses Niveau reicht auch ein x-beliebiges Wordpress-Blog.

Jetzt mal ehrlich, SPON-Redaktion, stampft eure "Kolumnisten"-Rubrik ein, ihr beschädigt Eure Marke mit diesen Nullen (Murnau und Dietz ausgenommen), die paar Klicks aus den Forum-Flamewars sind es nicht wert.

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Querdenker17 23.09.2012, 15:26
77. Bayern im Länderfinanzausgleich...

...Herr Söder, man könnte einmal die Milliarden-Kaufkrafttransfers thematisieren, die Sozialhilfe- Stromverbraucher aus der Umbruchregion Ruhrgebiet an die bajuwaruschen Solarpanel-Betreiber leisten. Das sind Transfers, von denen Bayern beim Austritt aus dem Bund und der EU abgeschnitten wird...

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Scheidungskind 23.09.2012, 15:26
78. ...

Zitat von sysop
Bayern will sich vom Rest des Landes abspalten? Nur zu! Und am besten die Seppls errichten dann auch noch eine Mauer um ihren Freistaat, auf dass möglichst wenig Oktoberfeststimmung in den Rest des Landes schwappt.
Es reicht, die Mauer um Eppendorf, Ottensen und ein paar Elbvororte zu ziehen. Die bodenständigeren Hamburger sind den Bayern garnicht so unähnlich, wenn es um Lebensfreude geht.

Der Autorin empfehle ich ein 2-wöchiges Praktikum in einem Bioladen in einem der genannten Stadtteile. In diese Bethäuser der rationalen Religion wird sich bestimmt nix Lebendiges Bayerisches verirren - ist zumindest in München so.

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shakin65 23.09.2012, 15:36
79. Ja mei

ein kräftiges LOL an die Autorin dieses Artikels. Das Schlimmste an Bayern sind die Zugereisten, die zumeist in Lederhose auch das Oktoberfest mit ihrer Anwesenheit beehren.

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